Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
649
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Nr. 41.] Dritte die allezeit in Bereitſchaft um den Hals herabhängende Lorgnette war ſchon in ſeinen Händen und vor den Augen eine Zeit lang verſenkte er ſich lieber in ſtumme Be trachtung, als daß er jene poetiſchen Floskeln weiter ſpann, mit deuen er faſt immer, wenn auch ſelten glücklich, einzu⸗ treten und fortzugehen pflegte er wollte damit nur im erſten Moment imponiren und dann noch einen glänzenden Abgang haben; was in der Zwiſchenzeit vorkam, behandelte er mit geringerem Aufgebot ſeiner Phantaſie und Rhetorik dann rief er:Wahrhaftig, das iſt wie im Märchen! man kommt mit einem Auftrag und findet ihn ſchon voll⸗ zogen, ehe man ihn ausgeſprochen ich erſtaune!

Gnädiger Herr! begann Victor und ſuchte in ſeine vor Erregung und Ungeduld faſt zitternde Stimme ſo viel Beſcheidenheit zu legen, als ihm möglich war,mein Er⸗ ſtaunen iſt nicht geriuger als das Ihrige, ich weiß noch nicht einmal, was mir die Ehre Ihres Beſuches verſchafft hat.

Nun, das können Sie nun ſchon errathen, ſagte der Kammerherr und fuhr, nachdem er ſich nach allen Seiten umgeſehen, fort:zuerſt zählt man auf Ihre Discre⸗ tion Ihren Cameraden da mach' ich gleich zum Mit⸗ vertrauten man nennt Sie ja die Dioskuren o, unſereins erfährt alle Plaudereien aus den Ateliers, er

lächelte dabei behaglichich kenne die Verſchwiegenheit der Jugend! ein Geheimniß vor dem Buſenfreund zu haben, gilt ihr als ein Verbrechen, ohnehin lechzt ſie nach Mittheilung da iſt es am beſten, man ernennt ſie Beide zum Hüter einer Idee, die Verſchwiegenheit erheiſcht, macht ſie Beide gleich ſelbſt verantwortlich dafür, daß ſie gewahrt werde.(Schluß folgt.)

Folge. 649

Schilderung der Schlacht bei Ampfing.

Dieſe alte Schlacht, eine ſehr ruhmvolle in der baieri ſchen Geſchichte, erweckt unſer modernes Intereſſe wieder inſofern, als man damit umgeht, von einem berühmten Meiſter ein großes Gemälde davon darſtellen zu laſſen und zwar mit möglichſt hiſtoriſcher Treue. Bekanntlich er⸗ kämpfte Ludwig der Baier bei Ampfing oder Mühldorf den Sieg über Friedrich von Oeſterreich, ſeinen Gegen kaiſer, der dort gefangen genommen wurde. Eigentlich ſiegte aber nicht Ludwig, ſondern ſein Heerführer Schwep⸗ permann, denn dieſem hatte er die Leitung übergeben, da es gegen ſein Herz war, gegen ſeinen frühern Freund Friedrich zu kämpfen. Um unerkannt zu bleiben, focht er als gemeiner Ritter mit. Wir entnehmen die nachfolgende Darſtellung dem Tegtmeyer'ſchen Werke, zugleich als Bei⸗ ſpiel ſtofflichen Intereſſes.

Groß und glänzend ſtand nach einer ſtürmiſchen Re⸗ gennacht am Morgen des 28. Septembers 1322 die Sonne am Himmel, mit ihren freundlichen Strahlen Tauſende und aber Tauſende kryſtallheller Regen⸗ oder Thautropfen ver⸗ goldend, mit denen die Nacht die ſmaragdgrünen Spitzen des Graſes überſäthatte, deſſelben Graſes, das jetzt glänzend den Morgenſtrahl begrüßte, und das noch, bevor das Licht dieſes Tages ſich ſenkte, die Hufe zahlloſer Roſſe zerknicken und zertreten ſollten, während die Wellen purpurhellen Blutes es tränkten. Verhängnißvoll ſchwebte ſchon das Werk der Menſchenhand über den Fluren, auf denen noch der Friede Gottes weilte.

In blitzenden Reihen zog vor dem Städtchen Mühl⸗ dorf die öſterreichiſche Schlachtordnung heran, Friedrich hatte ſein ganzes Heer in vier große Heerhaufen einge⸗ theilt. Den einen, der, das Centrum der Schlachtordnung bildend, aus der Blüthe der öſterreichiſchen Ritterſchaft beſtand, führte er ſelber, an der Spitze derſelben reitend,

kleinen Schluck daraus nahm und dann das Glas ſofort wieder auf die Tafel ſetzte, ohne ein Wort zu ſagen, während der Zweite, welcher kühner war, das Geſicht gewaltig verzog und zu ihm ſagte:Schneider, es thut mir leid, Dir es ſagen zu müſſen, aber Dein Aepfelwein iſt ſauer.

Der Champagner ausgenommen, lieben, bringen die franzöſiſchen Weine wie die obige, auf die Maſſe der Amerikaner hervor. Nur die Amerikaner, welche eine Zeitlang in Europa gereiſt ſind und ſich längere Zeit dort aufgehalten haben, wiſſen die europäiſchen Weine zu ſchätzen.

Der Scuppernong, der beſonders in den beiden Carolinas fabricirt wird, iſt ein leichter weißer Wein, der dem Rheinwein gleicht, doch ein ganz beſonderes Bouquet hat, das man mit dem der beſten Tokaierſorten vergleicht. Wegen ſeiner Schwäche und Seltenheit finder man ihn nur in den Bezirken, wo er gezogen wird, wofern er nicht mit Alcohol verſetzt worden iſt. Ein Fran⸗ zoſe, der ſich auf Weine verſtand und der längere Zeit in Charle⸗ ſton gewohnt hatte, verſicherte, mouſſirenden Scuppernong ge⸗ trunken zu haben, der vollkommen dem Champagner geglichen und nichts zu wünſchen übrig gelaſſen habe.

Die vorzüglichſten Weine in Californien, die h europäiſchen Weinſetzlingen ſtammen, die man dort angepflanzt hat, ſind der Porto, der Angelico und der Aliſo. Das einzige Haus Sauſevin u. Comp. erbaute im Jahr 1858 ,9,400 Gallons weiße Weine, 4000 Gallons Rothwein, 9000 Gallons Angelico und verfertigte außerdem noch 8000 Gallons Branntwein.

In Californien ſchenkt man der Cultur des Weinſtocks eine ſehr große Aufmerkſamkeit, und die Weinberge vermehren ſich dort

den die Amerikaner ſehr ganz dieſelbe Wirkung,

ſämmtlich von

wirklich ſchon Proben nach Hamburg und Bremen⸗ geſchickt. vorigen Winter kam eine Kiſte mit californiſchem mouſſirendem

in einem hohen Grade. der Fall.

Die californiſchen Weine ſind die einzigen, welche den euro⸗ päiſchen Weinen C oncurrenz machen können. Man hat von dort Im

Am Rio Grande iſt das indeſſen nicht

Wein in Hamburg an, doch als man denſelben in einer großen Geſellſchaft probiren wollte, ſtellte es ſich heraus, daß er während des Transports verdorben war.

Die Kunſt der Weincultur iſt in Amerika noch im Zuſtande der Kindheit, doch ſie wird ſich verbeſſern, wenn man ſich beharr⸗ lich zeigt. Wenn auch der Erfolg den europäiſchen Intereſſen Schaden zufügen könnte, ſo wäre derſelbe für Amerika doch etwas ſehr Wünſchenswerthes, weil der Gebrauch des Weins allein fähig iſt, dem Laſter der Unmäßigkeit im Branntweintrinken Einhalt zu gebieten. Es iſt indeſſen ſehr zu fürchten, daß die jetzige Gene ration dieſen Erfolg noch nicht erlebt, denn es erfordert bekannt lich eine ſehr lange Zeit, um die Volksmaſſe dem Genuß des Branntweins zu entwoͤhnen und denſelben durch den Wein zu er⸗ ſetzen.

Bemerkenswerth iſt noch, daß alle Trauben in Nordamerika in den Staaten am atlantiſchen Meer und eben ſo in Cincinnati in ihrem Geſchmack etwas Aehnliches von dem der ſchwarzen Jo hannisbeeren haben, und daß ſich derſelbe auch in dem daraus ge⸗ wonnenen Wein bemerkbar macht. Von den Weinſorten in Texas hat man namentlich Iſabellenſetzlinge nach Italien und in's ſüdliche Frankreich verpflanzt. Ein Weinbauer an der Gironde hat davon einen ſehr guten Rothwein erzeugt, an dem ſich der Geſchmack der ſchwarzen Johannisbeere, den dieſer Wein in Amerika