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„Du wirſt's gleich erfahren,“ rief Lottchen, und nun
Dritte Folge.
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lücklich; mochte ſie denn eine kurze Zeit glücklich
erzählte ſie ihrem Jugendfreunde die ganze Geſchichte. ſein, wenn das Glück auch auf einer Täuſchung be⸗
Kilian hörte mit größerem Antheil zu, als er ſich merken ruhte.
ließ. Lottchens Freude hatte etwas Rührendes, nur ein armes Mädchen kennte ſo genügſam ſein, was galt ihm z. B. ein Thaler?
„Was wirſt Du mit dem Gelde anfangen?“ fragte er.
Lottchen lächelte ſchalkhaft.„Dafür kaufe ich mir einen Rock, ein Band und ein Tuch, und in dem neuen Kleide kann ich auch einmal zur Kirmes gehen und luſtig ſein wie andere Mädchen.“
In dieſen wenigen Worten entfaltete ſich Kilian ein Bild von der verkümmerten, freudloſen Jugend des armen Mädchens. Einmal in einem neuen Kleide auf der Kirmes zu tanzen, ſchien ihr der Inbegriff alles Vergnügens zu ſein. Es war Kilian zu Muthe, als bekomme er jetzt erſt einen Begriff von der wirklich großen Armuth Charlottens, denn daran hatte er nie gedacht, daß ſie ſogar des Kleides entbehrte. Und hatte Lottchen je darüber geklagt und ge⸗ jammert, daß ihr ein ſo entbehrungsvolles Leben zu Theil geworden, hatte ſie je Neid und Mißgunſt blicken laſſen, daß es Anderu beſſer als ihr erging? War das nicht hoch zu ſchätzen an dem arnien Lottchen? Kilian wenigſtens ſpürte ein ſolches Gefühl in ſeiner Bruſt ſich regen, empfand es immer lebhafter, daß die Bezeichnung ſeiner Mutter auf anzuwenden ſei, und doch hatte er Lottchen ihrer Armuth wegen verſchmäht und redete ſich vor, recht daran gethan zu haben.
Aber Lottchen befand ſich doch in einem großen Irr⸗ thume, wenn ſie meinte für dieſen einzigen Thaler all die Dinge erhandelu zu können, die ſie erwähnt hatte. Kilian war in der Stimmung ihr das Doppelte und Dreifache zu bieten, aber er wußte, daß das Mädchen eine ſolche Summe nicht annehmen werde, daß er ſie mit ſeinem Anerbieten nur beleidigen würde. Ihre Illuſionen jedoch zu zerſtören vermochte er nicht, ſie war in denſelben gar
(Schluß folgt.)
Die arme Mutter.
Aus dem Böhmiſchen des Franz Turinſky überſetzt von
Alfred Waldau.
Den Vierten geb' ich Euch nicht mehr, Drei hab' ich ſchon verloren!
Nein, eher ſoll ihn, wie ich ſchwör', Mein ſcharfer Stahl durchbohren!
Jirik war ſchön wie eine Blum' Und ſchlank wie eine Fichte;
Die Mädchen ſah'n nach ihm ſich um Mit leuchtendem Geſichte.
Und deßhalb nahm man ihn nach Wien Als Greuadierrekruten; Da kam die böſe Zeit für ihn— Da wollt' mein Herz verbluten! Einſt bracht' man mir die Neuigkeit, Daß er zu Tod erkrankte; Da zog ich hin in Angſt und Leid, Bis ich nach Wien gelangte.
London. ſchöne von„Flachs⸗Baumwolle“ gefertigte Artikel aus und Ver⸗ ſetzte die ganze Welt durch ſeine neue Erfindung in Entzücken und
einen Stoff umzuwandeln, welcher der Baumwolle gleich, ja in manchen Beziehungen ſogar noch überlegen war, kein Geheimniß machte. f. nug. Der von einer Maſchine in kleine Stücke geſchnittene Flachs wurde eine kurze Zeit der verbundenen Action von alkaliſchen Auf— löſungsmitteln und mit Kohlenſtoff verſehenen Alkalis und Säu⸗ ren ausgeſetzt, wodurch die Faſer in einen Stoff verwandelt wurde, welcher der Baumwolle ſehr ähnlich war, ja bis zu einer gewiſſen Ausdehnung ſelbſt auf den für die Baumwolle beſtimm⸗ ten Maſchinen geſponnen werden konnte.
Das Verfahren war, wie Clauſen es zeigte, einfach ge⸗ d
Er ſtellte in dem Kryſtallpalaſte in Hyde⸗Park einige ſeuropäiſchen Händen verdanke, und daß das Svinnen dieſes Stoffs verbeſſerten Dampfmaſchinen übertragen werde, anſtatt dieſe Arbeit von den Händen unzufriedener Leibeigenen verrichten das umſomehr, da er aus ſeinem Verfahren, um Flachshalme in zu laſſen.
Es war die Stimme des Predigers in der Wüſte;
Lancaſhire war für den guten Rath taub, und als die Ausſtellung im Kryſtallpalaſt zu Ende war, dachte man ebenſowenig mehr an en Ritter Clauſen und ſeine Erfindung, wie an den Erfinder des Compaſſes. Ritter Clauſen ſeine Pilgerſchaf tiſche Meer nach Amerika. Freiſtaate begegnete, iſt nicht genau bekannt, doch man vermuthet, daß irgend ein liſtiger Yankee ſich des jungen gelehrten Mannes aus der alten Welt zu bemächtigen wußte und ihn über Bord Die engliſchen Fabri⸗ warf, ſobald er von den Kenntniſſen deſſelben keinen weitern
Traurig und niedergeſchlagen und verarmt ſetzte ft fort und ſegelte über das atlan⸗ Was ihm in dem großen weſtlichen
kanten, denen der chemiſche Proceß erklärt wurde, waren davon Nutzen zu ziehen wußte. Es hieß, Ritter Clauſen habe einen entzückt; nichtsdeſtoweniger ſchlugen ſie das Anerbieten des Rit⸗ Aſſocié gefunden; doch nicht lange nachher brachte ihn ein Aſſocié
ters, ſeine Erfindung auszubeuten, aus. Flachsbaumwolle nicht mit Vortheil geſponnen werden könne, wenn nicht vorher verſchiedene Veränderungen in der beſtehenden Maſchinerie vorgenommen würden, und in Bezug darauf machten
die Beſitzer der Spinnereien in Lancaſhire den Einwurf:
„Weßhalb ſollen wir uns um des neuen Stoffes willen Mühe
geben und Auslagen machen, ſo lange wir Baumwolle in Ueber⸗ fluß haben?“
. Umſonſt machte der Ritter Clauſen, der eine prophetiſche Ader zu beſitzen ſcheint, ſie darauf aufmerkſam, daß Ereigniſſe
Man fand, daß die oder ſonſt Jemand nach England zurück, wo er dem lunatic asy- lum in Camberwell anvertraut wurde.
„Spectator“, dem wir dieſe Mittheilung entnehmen,
ſagt ſchließlich:
„Hier endigt die Geſchichte der Flachsbaumwolle; der Er— finder iſt in einem Irrenhauſe, und Lancaſhire ohne Stoff für ſeine Spinnereien und ohne Brod für ſeine Bewohner.“ 3
Jedenfalls iſt es eine höchſt eigenthümliche Erſcheinung, daß eine Erfindung von einer ſolchen Bedeutung, von der die ausge⸗ zeichnetſten praktiſchen Reſultate vorlagen und der 1851 alle eng⸗
eintreten könnten, die einen Baumwollenmangel in England her⸗ liſchen Blätter die größten Lobſprüche ſpendeten, doch nicht zur
eiführten, und daß es überdies auf die Länge beſſer und wohlfei⸗
ler ſein werde, wenn man den Stoff für europäiſche Spinnereien
Geltung gelangte, ja ſo in Vergeſſenheit gerieth, daß ſelbſt der Name des
Erfinders nicht weiter eerwähnt worden ſein würde,


