Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
587
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Carl V. in Unſe⸗ en Off⸗ teſen hat, lnſtellung o ſich die n. JIhr

des Kb⸗ n Men zu ſehen, a wieder mit dem auf den Wirtungs⸗ ie er den hörte, ihn men. ndenz auf⸗ über die hen Land heftigſten , ausge⸗ ijen dem Cortes⸗ luflöſung VereickF tgefunden.

guiz Nach⸗ entnommen. obgleich ſe die Ritter⸗ kanerkennl. itterlichkeit rungen g⸗

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Nr. 37.] Dritte Folge.

587 Sie war im Vereine mit den Streitigkeiten, welche zur aufgerückt war, wurde mir öfters die Ehre zu Theil, in die ſelben Zeit zwiſchen Spanien und den Freiſtaaten ausbra⸗ Abendeirkel der Frau Geheimräthin von Goethe eingela⸗ chen, deren verzögerte Beſeitigung man einem Einverſtänd⸗ den zu werden, bei denen ſich die Unterhaltung zunächſt um niſſe zwiſchen Don Velasco und dem bei den Vereiuigten Tagesneuigkeiten drehte, dann Whiſt, Boſton und Raguſa Staaten accreditirten ſpaniſchen Geſandten, dem Chevalier geſpielt wurde, und zuletzt ein gutes Abendeſſen folgte. d'⸗Onis, einem Verwandten des Grafen Mendoza, zu⸗ Die Geſellſchaft beſtand, außer ihrer Pflegetochter, der ſchrieb, mehr als hinreichend, Don Mendoza bei dem Ullrich, ſpätern Geheimenhofräthin Riemer, meiſt aus ſchwachen Könige, deſſen edele Regungen längſt wieder jungen Mitgliedern des Theaters. Selten erſchien Goethe durch die Pfaffen unterdrückt waren, mehr als je zu ver⸗ und dann nur auf Augenblicke. Er ſprach dann mit die⸗ dächtigen. Ferdinand VII. unterzeichnete einen Verhafts⸗ ſem oder jenem, ſah auch wohl dem Spiele, was auf ſei⸗ befehl, und General Elio übernahm es in Perſon, den nen Befehl nicht unterbrochen werden durfte, eine Weile zu Grafen aus den Armen ſeiner vergebens um Barmherzig⸗ und entfernte ſich wieder. keit flehenden Gattin zu entreißen und in die Kerker der Einſtmals trat er herein und zeigte ſeiner Frau ein kkleines Etui mit den Worten:Sieh, liebes Kind, was

Inquiſition nach Madrid abzuführen. Graf Diego Mendoza, der Abkömmling einer der edel⸗ mir meine liebe Freundin, die Geheimräthin Wilmeers, für eine allerliebſte Neuigkeit zum Andenken überſandt hat.

ſten und älteſten Familien des Köuigreichs, wäre unrettbar verloren geweſen, wenn nicht ein Freund, der Marquis Es war eine goldne Schnalle, woran ſeine Orden im klein⸗ Graf Velasco de Gama, einer der Begründer der Cortes ſten Format mit venetianiſchen Kettchen befeſtigt waren.

. Madame Lortzing, die neben der Geheimräthin ſaß und

von 1807, über ſeinem Leben gewacht hätte.

ein großer Liebling Goethe's war, fragte ihn ganz unbe⸗ fangen, welcher ihm der liebſte von all' den Orden ſei. Keinem Andern hätte ich ſolche Dreiſtigkeit rathen mögen, denn er liebte es gar nicht um ſeine Gedanken befragt zu werden, und noch dazu in ſolchem difficilen Falle, aber bei ihr machte er eine Ausnahme und erwiderte:Kleine Neu⸗ gier! Doch den Kindern muß man zuweilen den Willen thun und wies auf die Ehrenlegion.

Sein Sohn, der Kammerrath Auguſt von Goethe, und ſein Secretär John erſchienen mitunter nach geendetem Spiel beim Eſſen; dann kam allerdings ein anderes Leben in die Geſellſchaft, denn der junge Goethe war ein höchſt geiſtreicher Menſch, voll Witz und Humor. Von Vater und Mutter hatte er die körperliche Schönheit geerbt, und jedes Auge weilte mit Wohlgefallen auf ſeiner männlichen Geſtalt und ſeinen edeln Zügen. Sein Begleiter John hingegen war klein und ſchmächtig, das Geſicht langgezo⸗

Aus Goethe's Häuslichkeit.

In den Memoiren, welche der rühmlich bekannte wackere alte Bühnenkünſtler Genaſt über ſeine Lebens ſchickſale herausgegeben hat, und auf welche wir noch zu⸗ rückkommen, finden ſich auch gar manche intereſſante Nach⸗ richten über Leben und Treiben unſerer liebſten Claſſiker, die der Verfaſſer größtentheils perſönlich kannte. So erzählt er ſehr Unterhaltendes über Goethe's Frau und ihre Abendeirkel. Er ſagt:

Als ich zu dem Rang eines wirklichen Hofſchauſpielers

ur Culturgeſchi te. In meinem Leben gab ich gern 3. g ſch 6. 3 Die Steuern meinem gnädgen Herrn; Sollte es eine Cäuſchung ſein? Ich glaubte, was der Pfarrer ſprach, Es iſt immer eine Lieblingsidee mancher Secten und Stände Kam treulich ſeinen Lehren nach geweſen, daß ſie einen ganz beſondern Vorſprung haben, um in Und zahlt' ihm redlich, wie mich deucht,

den Himmel zu kommen. Gegenwärtig taucht dieſe Idee wieder ehrſehr im Streit um das Papſtthum auf. Es werden für den ünftigen Lohn des papſttreuen Prie erſtandes zuverſichtliche Be⸗ Eng 3 hauptungen busde ahſeir Irjeſter 3 fihtiich 2 Dir ins Paradies herauf; 6 Schon ein großer humoriſtiſcher Dichter hat über die Wahr⸗ O heil'ger Peter, mach' mir auf! heit derſelben ſeine Bedenken angeſtellt, und das nachfolgende Mär⸗ Nun öffnete die Pforte ſich, chen wird das Ergebniß derſelben geweſen ſein: St. Peter ſprach:Ich lobe Dich,

Du guter Mann verdienſt gewiß Es ſtarb einmal ein Bäuerlein. Ein Plätzchen in dem Paradies.

Für ſeine Predigt, Bet und Beicht. Ich ſtarb, er ſalbte mich mit Oel; Ein Engelein wies meine Seel'

ein Engel, hell wie Sonnenſchein, Du ſollſt's auch haben; aber heut', Mit einem güldnen Stabe wies Mein Bäuerlein, fehlt mir die Zeit, Dies Bäuerlein ins Paradies. Wir feiern heut' ein großes Feſt, Er ging an den beſtimmten Ort Das mich an Dich nicht denken läßt; Auf einer Morgenröthe fort, Geh dort in jene Laube hin, Kam an das Thor von Diamant Gewölbt von himmliſchem Jasmin, Und klopfte ſittſam mit der Hand. Und warte, bis ich komme, da, St. Peter hütete die Thür Beim Nektar und Ambroſia! Und ſchrie:Nun, wer iſt wieder hier? Das Bäuerlein ſprach:habe Dank! Ich bin ein armer Bauersmann, Setzt ſich auf eine Veilchenbank Der auf der Erde nichts gethan, Und wartete, bis Peter rief. Als ſeine Felder angebaut, Erhabne Stille herrſchte tief, Mit einem Weibe ſich getraut, Doch plötzlich ſprang das goldne Thor, Die mir zum Stecken und zum Stab Der ganze Himmel war Ein Chor: in Dutzend derbe Buben gab. Es ſchwammen ſüße Symphonien

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