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Nr. 36.] Dritte
fahren wir etwas dichter der Inſel entlang, ſo entſchwin⸗ den wir der Beobachtung jener Schanze. An der Ufer⸗ biegung legen wir um und fahren direct auf das Uferge⸗ büſch zu— ſie wird uns von Fenſter aus beobachten und herabkommen.“
Die Bemerkung war richtig. Sie ſteuerten weiter, bis das Gebüſch die Schanze maskirte, dann zogen ſie ſchnell das Segel ein, warfen das Boot herum und waren mit einigen kräftigen Ruderſchlägen, gerade auf die Inſel zuſteuernd, bald dergeſtalt unter das Geſträuch gelaufen, daß ſie ganz davon verdeckt wurden.— Athemlos lauſch⸗ ten ſie eine Weile in ihrem Verſteck; es regte ſich nichts. Sie befeſtigten den Kahn und traten in das Gebüſch. Vorſichtig, jeden Zweig und Aſt zur Seite biegend, ſchlichen ſie vorwärts. Da hörten ſie Stimmen, es waren Frauen⸗ ſtimmen, und Hans wollte ſofort Cäciliens wohlklingendes Organ erkannt haben. Noch vorſichtiger ſchlichen ſie weiter, und endlich waren ſie am Ziel.— Wer beſchreibt die Freude, den innern Jubel Johann's, als er wirklich, kaum zwölf Schritt vor ſich, die lang Erſehnte, die Heißgeliebte unter einer Linde ſitzen ſah, anſcheinend fleißig mit Stickerei beſchäftigt! Bei ihr befand ſich eine Kammerfrau.
Hans zitterte vor Erregung; Enno war ruhig gefaßt
Dfer wußte, was hier auf dem Spiel ſtand. Er knickte abſichtlich einen Zweig des Gebüſchs; die Frauen erhoben die Augen, aber die Wärterin ſenkte dieſelben ſogleich wieder auf ihre Arbeit, weil ſie nichts gewahrte. Cäcilie blickte geſpannt auf das Gebüſch, das Johann jetzt theilte und ſein freudeſtrahlendes Antlitz der Geliebten zeigte. Dieſe war bewegt, faßte ſich jedoch ſogleich und ſagle mög⸗ lichſt unbefangen:„Liebe Barbara, ich habe mein Kopf⸗ tuch vergeſſen, und es iſt doch kühler, als ich dachte— wollt Ihr's mir nicht holen?“
„Sollten wir nicht lieber wieder hineingehen, Prin⸗ zeſſin?“ entgegnete zögernd die Frau, ihrer Wächterpflicht gedenkend.
Solge— 569
„Ach nein, es iſt ſonſt hier ſo ſchö in Frühlinas⸗ luft, bitte, holt mir dis diher. ican in der Friglinge 7Gerſ, Hoheit; ich bin gleich zurück!“ Damit eilte ſie fort. V Kaum war ſie verſchwunden, ſo ſprang Cäcilie auf, ſah ſich vorſichtig nach allen Seiten um und trat dann an das Gebüſch. Hans flog ihr entgegen— die Liebenden hielten ſich umſchlungen. Endlich fand Johann Worte: „Meine Cäcilie! Du liebſt mich treu und wahr, wie zuvor? Die böſen Zungen, der Zorn des Vaters haben Dich nicht beirrt?“ „Ewig, ewig Dein!“ flüſterte ſie in ſeligem Entzücken. „Aber Hans, was wagſt Du! hier lauert der Tod in jedem Winkel!— Fort, ehe man kommt! erhalte mir Dein theu⸗ res Leben.“ 9 ecl Dich verlaſſen? und Dich vielleicht nie wieder⸗ ſehen?“
„Vertrau auf Gott, er hat Dich beſchirmt— er wird unſerer treuen Liebe gnädig ſein. Wenn ich einſt dieſen Kerker verlaſſe, gehe ich zur jungfräulichen Königin Eliſa⸗ beth nach England— ſie hat ay mich theilnehmend ge⸗ ſchrieben, ſie iſt mir jetzt ſcon gut. Dann benachrichtige ich Dich, mein theurer Hans— dann rufe ich Dich, Du meine Seligkeit, zu mir— und nichts ſoll uns wieder trennen!“
„O Cüäcilie! nun kann ich ſcheiden und leben, nun darf ich lieben und hoffen!“
„Fort, ich höre Tritte!“ unterbrach Enno mahnend die Liebenden.
„Leb wohl, geliebte Cäcilie!“ flüſterte Hans und trat in's Gebüſch zurück. Sie uahmen leiſe ihren Rückzug, hörten aber die Stimme der Wächterin, welche ängſtlich fragte:„Mit wem ſprachen Sie ſo eifrig, Prinzeſſin?“
„Ein Gärtnerburſch ging vorüber.“
„Halten zu Gnaden, Hoheit,“ miſchte ſich eine rauhe Baßſtimme in das Geſpräch,„hier iſt kein Gärtner herauf⸗
ſchaften in Paris Nachrichten über die Ruinen von Seedörfern
in dem fünf Stunden langen und mit der Rhone in Verbindung
ſtehenden See bei Vourget in der Nähe von Aix in der Provinz Chambery des jetzt mit Frankreich verbundenen Herzogthums Savoyen mit, und nähere Nachrichten über dieſen Gegenſtand werden ſicher auch für viele unſerer Leſer nicht ohne Intereſſe ein. In der Mitte der Bucht von Greézine, ohngefähr hundert Metres vom ſüdlichen Ufer des Sees, hat derſelbe ein Metre un⸗ ter dem Waſſer zahlreiche Grundpfähle aufgefunden. Einige an dieſer Stelle vorgenommene Nachgrabungen führten bald zur Entdeckung von Töpferwaaren, die denen, welche man in der Schweiz gefunden hat und noch findet, ganz ähnlich ſind.
In der That wurden 1853 und 1854 zuerſt in der Nähe des
Fleckens Oberleim in der Schweiz Pfähle und Trümmer derſelben
Art gefunden, und als die Aufmerkſamkeit dadurch erweckt worden war, fand man deren in allen Theilen der Schweiz und beſonders im Zürcher See noch mehr.
Die Seedörfer, welche den drei Epochen angehören, die mit den Namen das„ſteinerne“, das„eherne“ und das„eiſerne Zeit⸗ alter“ bezeichnet werden, ſind alle aus mehr oder weniger grobem, mehr oder weniger vervollkommnetem Pfahlwerke zuſammenge⸗ ſetzt, das in einer gewiſſen Entfernung vom Ufer in den Grund des Sees eingerammelt iſt, um die Bewohner der darauf errichte⸗ ten Hütten gegen die Angriffe wilder Thiere und wahrſcheinlich auch gegen Ueberfälle feindlicher Stämme zu ſchützen.
Wenn man um dieſe Pfähle herum nachgräbt, ſo findet man gleich unter der Oberfläche des mit Waſſer bedeckten Bodens Ge⸗ beine von Menſchen und Thieren, vom Feuer geſchwärzte Steine,
halb ausgebrannte Kohlen, irdene Gefäße, Mauerſtücke und Reſte⸗ von Dächern. Man hat aus einem einzigen dieſer Waſſerdörfer, das im Neufchateler See entdeckt worden iſt, fünfundzwan⸗ Sigtauſend Gegenſtände verſchiedener Art herausgeholt.
Die Pfähle, die in den meiſten Fällen in einer methodiſchen Art geordnet ſind, ſcheinen dazu gedient zu haben, die darauf er⸗ richteten Wohnungen und ſelbſt Brücken zu tragen, welche jeden⸗ falls als Straßen dienten. Mit einander verflochtenes Aſtwerk, thönerne durch Feuer gehärtete Platten, auf denen man noch die tief eingedrückte Hoh⸗ lung dieſes Aſtwerks findet, belehren darüber, wie die Mauern und flachen Dächer gebaut wurden; es gibt noch faſt ganze kegelför⸗ mige, mit Moos und Schilf bedeckte Dächer; das Waſſer hat dieſe Vegetabilien ganz in derſelben Art erhalten, wie es ſie in den Torflagern erhält.
Große plumpe Steine, die aber nicht weniger gut unter ſich verbunden ſind, ſo daß ſie Feuerheerde und Oefen bildeten, liegen faſt unter allen Plätzen, die von einer Hütte eingenommen waren, neben Lagern von Moos, das von den benachbarten Bergen ſtammt und wahrſcheinlich als Bett benutzt wurde. Große Hirſch⸗ geweihe, Köpfe von wilden Stieren, ſteinerne, eherne oder eiſerne Wafſen ſinden ſich dort noch, je nach den Oertlichkeiten und der Tiefe.
Ddie Waffen beſtehen in Beilen und in Lanzen⸗ und Pfeil⸗ ſpitzen. Nach der Form der Beile und Aexte zu urtheilen, ſchei⸗ nen ſie ganz in derſelben Art Stiele gehabt zu haben, wie man ſie bei den gleichen Waffen der wilden Indianer noch jetzt findet. Dieſe Wilden ſpalten den Stamm eines ganz jungen Baums,
zwängen in die Spalte eine ſteinerne Axt, befeſtigen ſie darin mit
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