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Nr. 35.] Dritte
Heimkehr es zuließ. Bei ſolchen Partien gab es dann auch Gelegenheit genug für die verliebten Paare, ſich zu⸗ ſammen zu finden am ſtillen Orte, abgeſondert von der größeren Geſellſchaft und unbeachtet von ihren Augen; die zeitweilige npaarweiſe Sonderung und das Wiederzuſam⸗ menfinden an beſtimmter Stelle gehörte ſogar zum Wechſel des Vergnügens. Hatte man ſich wiedergetroffen, ſo lauſchte man zuſammen den Tönen der Muſik, horchte den Erzählungen oder einem neuen Liede, das vorgetragen wurde, ſang auch gemeinſam ein bekanntes Minnelied, over tanzte eine Zeitlang und ergab ſich dem Ballſpiel, woran ebenfalls die Damen Theil nahine
Mit der Muſik war man nie in Verlegenheit. Wir haben ſchon oben erfahren, wie Geſang und Muſik durch⸗ aus zur Bildung der ritterlichen Dame gehörten. Auch bei den Rittern war die Uebung dieſer Künſte nicht ſelten, und bei denjenigen, die ſich mit dem Dichten abgaben, ſogar nothwendig. Der Schwerthieb und der Bogenſtrich ver⸗ trugen ſich ganz gut für denſelben Arm und ebenſo Schild und Geige, wie unter anderm der fröhliche Held im Nibe⸗ lungenliede, der Spielmann Volker, zeigt, der Schrecken der Hunnen, als ſein liebliches Spiel durch jene bange Nacht erſcholl, die dem letzten grauſen Kampfe vorausging. fand ſich auch ohne die wandernden Sänger ritterlichen oder unritterlichen Standes, deren Hülfe gewöhnlich leicht zu haben war, alsbald Jemand, der im Staude war, einen improviſirten Tanz muſikaliſch zu begleiten. Man be⸗ durfte dazu nicht viel. Der Reigen war ein einfacher Tanz und beſtand mehr in Umgängen mit ſanfterer Bewe⸗ gung, Herren und Damen in wechſelnder Stellung Hand in Hand. Zur Begleitung genügte der Geſang eines Tanzliedes, wie ſie von den Dichtern eigens zu dieſem Zwecke nach beſtimmten Rhythmen gemacht wurden. Irgend Jemand, ein Herr oder auch eine Dame, erhob dieſes Lied, und die Geſellſchaft bewegte ſich nach dem Takte und konnte
So
Lolge.
Inſtrument zur Hand, eine Geige, eine Laute, eine Rote, um ſo beſſer. Man verſäumte wohl nicht leicht, ſie zu ländlichen Partieen mitzunehmen. Der Tannhäuſer, der ſein Leben in Spiel und Luſt mit ſchönen Frauen hingebracht, ſagt von ſich, daß er mit der Geige dem Tanze voranzuſchreiten gewohnt ſei, bis ihm die Saite zerſpringe und der Bogen breche. Von ihm erfahren wir auch, daß Herzog Friedrich der Streitbare von Oeſterreich, der Freund der Dichter und Sänger, ſeiner hohen Stellung ungeachtet ſelber den Bogen zur Haud nahm und ſingend und ſpielend den Tanzenden voranſchritt. Er dichtete auch Tanzlieder, doch ſind von ihm keine erhalten. Zahl⸗ reich haben wir ſie von Andern. Gewöhnlich beginnen ſie mit der Frühlingsluſt: Der Mai hat ſeine Schuldigkeit gethan, jetzt, ihr junges Volk! wohlauf, ſeid fröhlich und be⸗ reitet euch, den Reigen zu ſingen. Ihr freudenreiche Schaar der Mädchen, legt eure ſchönſten Sommerkleider zu Ehren des Maien an und kommt heraus auf den blumigen Anger, wo die jungen Männer euch aus grünen Zweigen Schat⸗ tenhüte brechen! Kommt alle auf den Plan, wo der lie⸗ beswunde ſieche Mann wieder geſund wird, wo wir alle unter Scherzen und Lachen der Sorgen frei werden!— So ungefähr iſt das Thema, das alle dieſe Lieder variiren. Es gab aber neben dem langſamen Reigen, zu welchem ſie geſungen wurden, noch einen andern, zu dem ſie weniger paßten. Es war ein Tanz in wildem Springen und Hopſen beſtehend, der unter der Dorflinde und am Dorfbrunnen getanzt wurde, weßhalb denn auch der Sänger Nithart, der hier ſein Vergnügen ſuchte, davon zu erzählen weiß. Auch das Saitenſpringen und Bogenbrechen des Tannhäuſers, der auch in der Liebe nicht wähleriſch war, paßt mehr dazu.
Gedachte man auf einer ländlichen Partie länger aus⸗ zubleiben oder zu Feſtlichkeiten einen ſchönen grünen Platz wiederholt zu beſuchen, wenn auch nicht zum nächtlichen
bei der langſamen Bewegung ſelbſt mit ſingen. War ein Bleiben, ſo wurde ein Zelt aufgeſchlagen. Da es eine wie der des Laokoon, der ſchönen Pſyche zu Neapel und des Pas⸗ Literatur.
quino in 5 Dieſer Marmor iſt noch feiner, außerordentlich 5.
weiß und gleicht dem Elfenbein. Tarral weiſt aus der Natur⸗ Wiſſe und wolle! Sapere aude! Originalroman aus
geſchichte des Plinius auch nach, wo er herkam, nämlich aus Klein⸗ aſien. Er wird von Plinius coraliticus genannt, der nur in Blöcken von zwei Armeslängen gefunden werde, alſo gewöhnlich von drei FußL Länge. Die einzelnen Stücke der Venus von Milo über⸗ ſchreiten in der That nicht dieſe Größe. Nach Tarral zogen die berühmten Bildhauer von Rhodus den Coralitiſt chen Marmor dem von Paros, Pentelikon und Epheſos vor, wie Ageſſandros, der Schöpfer des Laokoon, gethan, welches Kunſtwerk ebenfalls aus wenigſtens acht verſchiedenen Blöcken zuſammengeſett iſt, ſo wie Nauch Apollonios, der Schöpfer des berühmten Torſo vom Belve⸗ dere, welcher übrigens, wie Tarral aus der Musculatur beweiſt, nicht zu einem ausruhenden, ſondern kämpfenden Hercules gehört, da ſeine Muskeln die höchſte? Anſpannung zeigen. Auf der Plinthe des Bildwerks ſtand bekanntlich eine Inſchrift, man konnte aber deutlich nur....*ν⁶ρος leſen, woraus die Gelehrten dann einen Alexandros gemacht haben; doch beweiſt Tarral, daß d
herrührt, der den Laokoon ſchuf⸗ Außerd em vermutbet Tarral, daß die Statue ein Polychrom geweſen, da ſich hier und da Spu⸗ ren von Farbe am Gewande befunden haben; er hat daher den Helm der Minerva unter ihrem Fuße von Bronze, das Diadem von Gold und die Ohrringe von Perlen gemacht. Daß ſie ſolche
Metall gewaltſam wegnahm.(Europa.)
dieſer Name Algeſſandros geweſen, daß die Venus alſo von demſelben Künſtler
türlichkeit hin,
gehabt, zeigen die zerriſſenen Ohrläppchen, aus denen man das
der Gegenwart in drei Büchern, von Wagemann. Berlin, Verlag der Gewerbebuchhandlung von Reinhold Kühn. 1862.
Schon aus dem Titel erſieht man, daß es ſich hier um eine auftlärende Tendenzgeſchichte handelt, um ein literariſches Ein⸗ greifen in die Culturbildung der Gegenwart.
In der That legt auch der Verfaſſer mannigfache Kenntniſſe von dem frivolen Treiben der modernen Geſellſchaft an den Tag, und führt mehrere nicht unintereſſante Charaktere vor. Die Ge⸗ ſchichte ſpielt in den höheren Kreiſen der Geſellſchaft, ohne daß ein beſtimmtes Terrain angegeben wäre, eine Unentſchiedenheit, welche ſich bei deutſchen Schriftſtellern fortwährend vorfindet.
Nur die Franzoſen und Engländer, auch zum Theil die Amerika⸗
ner haben die Gradheit, direct zu⸗ ſagen⸗ in welcher Stadt der Held ihrer Romane ſich bewegt. heißt da immer ungeſcheut Paris, London, Edinburg, Nen⸗Horh ja die fremden Schrift⸗ ſteller gehen ſo weit, daß ſie ſelbſt die Straßen und Gaſthäuſer nennen. Dies finde ich ſehr empfehlenswerth, denn es macht den Eindruck ſpecieller Wirklichkeit und führt zur Wahrheit und Na⸗ den der Autor wird genöthigt, ſich das Terrain ſehr genau anzuſehen und es richtig zu ſchildern, da es ſo vielen ſeiner Leſer bekannt iſt. Was würde man auch für ein Vertrauen zu ſeinen Darſtellungen der Charaktere faſſen, wenn die realen dochelgemälde oberflächlich od er gar falſch wären!
Die Deutſchen machen es ſich leichter. Sie gehn in's Allge⸗
meine, Unbeſtimmte und ſcheuen ſich, die Königsſtraße in Berlin Wals Heimath ihrer Heroen zu erwähnen.
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