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Hinterfüßen ein; Cäcilie riß das Roß in die Höhe, es gab ſich einen gewaltigen Ruck emporzukommen, aber das Eis borſt und brach nach allen Seiten; ſchon hatte das Pferd nur noch einen Huf und den Kopf auf feſtem Eiſe— wenn dieſes nicht hielt, bis Hülfe kam, waren Roß und Reiterin verloren. Die Gefahr war dringend.— Das Gefolge hatte ſofort die Pferde zurück und herumgeworfen; Graf Hans und der ſchwediſche Herr, der die Feſtigkeit des Eiſes garautirt, waren aus dem Sattel geſprungen und näherten ſich ſchnell und vorſichtig der offnen Stelle. Beinahe hat⸗ ten ſie die Prinzeſſin erreicht, obgleich das Eis unter ihren Tritten knackte, da ſprengte der Kronprinz, der von Weitem das Unglück geſehen, in vollem Lauf herbei.
„Halt, halt, Hoheit!“ rief Hans und lief ihm entge⸗ gen.„Ihr brecht das Eis noch mehr, dann ſind wir Alle verloren.“
„Schweigt!“ ſchnaubte der Prinz und ſpornte toll⸗ kühn ſein Pferd vor. Dieſes aber ſah das halbverſunkene Pferd, die offene Waſſerſtelle und ſträubte ſich; es ging rückwärts ſtatt vorwärts unter heftigem Stampfen.
„Hoheit, das Leben der Prinzeſſin iſt in Gefahr! ſteigt vom Pferde, denn überall birſt das Eis!“
„Und wenn es in tauſend Stücke zerſpringt!“ ſchrie Erich, durch den Widerſpruch und den Widerſtand ſeines Hengſtes gereizt, in Jähzorn ausbrechend, und hieb dem Pferde die Sporen in die Flanken.
Aber es war kein Augeublick zu verlieren; ſtampfte das geängſtigte Roß ſo weiter, ſo mußte das geborſtene Eis in Trümmer gehen. Wie der Blitz war Graf Hans neben dem Kronprinzen, zog ihn beim Fuß aus dem Sat⸗ tel, entriß die Zügel ſeinen Händen und wendete den ledi⸗ gen Renner dem Lande zu, wohin er alsbald den Lauf nahm. Dann legte er ſich platt auf das Eis, rutſchte bis zur Oeffnung vor, und während der ſchwediſche Cavalier das Pferd am Kepfe hielt, zog Hans die Reiterin behut⸗ ſam zu ſich auf das Eis hinüber— ſie war gerettet. Das
arme
Folge. 539
Pferde aber ſank in die bodenloſe Tiefe, ſo wie es von dem Ritter losgelaſſen wurde.
Das Ganze war das Werk einer peinlichen Minute.
Die Prinzeſſin war durchnäßt, aber gerettet. Deer Kronprinz, welcher zornſchnaubend ſeinem Renner nachgefolgt, wurde von ſeinem Oheim ſo mit Vorwürfen überhäuft, daß er nicht zu Worte kommen konnte, und vor dem allgemeinen Lobe, das dem entſchloſſnen Oſtfrieſen allerſeits gezollt wurde, würgte er ſeinen Ingrimm ſchwei⸗ gend hinab.
Cäcilie hütete den Abend das Bett und hatte einen leichten Fieberanfall; am andern Morgen aber war ſie wieder geſund und überglücklich, daß der Geliebte ihres Herzens nun auch ihr Lebensretter geworden, denn ſie ſah darin eine glückliche Vorbedeutung für die Zukunft.
Bei ihrem Erſcheinen wurde ſie mit allgemeiner Theil⸗ nahme begrüßt, und Jeder lobte das umſichtige, entſchloſſne Verfahren des jungen Grafen, der ſomit der Held des Ta- ges geworden war. Niemandem, Haus ſelbſt nicht ausge⸗ nommen, klang die Auerkennung ſeiner That lieblicher, als der Erretteten, und es war ihr, als müſſe ſie Jedem danken, der ein Wort zur Verherrlichung ihres Geliebten bei⸗ ſteuerte. Daß ſie ihm vor verſammeltem Hof die Hand dankbar zum Kuß reichte, konnte nicht auffallen und miß⸗ fiel nur dem Kronprinzen, der es aber nicht wagte, ſich der öffentlichen Meinung zu widerſetzen. Hatte er aber ſchon ſeit der Reiherbeize einen geheimen Groll gegen den jungen Oſtfrieſen gefühlt, ſo ſteigerte ſich derſelbe nunmehr zum glühenden Haß, und ſein finſterer beweglicher Blick ſtreifte häufig das offne Antlitz des Jünglings, als forſche er nach einer Blöße, wo er ihn faſſen könne, um ihn nicht unge⸗ ſtraft heimkehren zu laſſen.
Den Blicken und Mienen hoher Herren weiß der Schwarm der Höflinge ſehr bald Deutung zu geben; wie hätte es daher einem ſo ſchlauen Charakter und intrigan⸗ ten Hofmann wie dem Chevalier de Mornay ſchwer fallen
Felde und am hellen Tage zwiſchen vier und fünf Uhr des Mor⸗ gens, oder zwiſchen vier und fünf Uhr des Abends verbrannt wür⸗ den, mit dem ausdrücklichen Verbot, dieſes Mittags oder Mitter⸗ nachts um 12 Uhr vorzunehmen.
Vereidigte Inſpeckoren überwachten diep dieſer Polizei⸗Anordnungen, und man erzählt ſi
ünktliche Ausführung 3 ch die Geſchichte eines jungen Mädchens, die mit Ruthen gepeitſcht und auf einem
Eſel durch die Stadt geführt wurde, weil ſie nach Paris mit einem Blumenſtrauß zurückgekehrt war, in deſſen Mitte ſich ein Zweig des Natterkopfes befand.
Was die Wurzel anbetraf, ſo brauchte man dieſelbe vielfäl⸗ tig, und die Kräuterhändler und Apotheker verkauften ſie, zu einem groben Pulver gerieben, das man in ſeine Stiefeln oder Strümpfe that, wenn man durch den Wald von Saint⸗Germain oder durch den von Bondy reiſen mußte, wo es damals Nattern, 35 andere giftige oder für giftig gehaltene Thiere in Menge gab.“
Zur Zeit als Katharine von Medicis in Frankreich ankam, und in ihrem Gefolge eine Colonie Aſtrologen, Parfümeurs und junger und hübſcher Kammerfrauen ſich befand, machte ſich Einer dieſer Parfümeurs, Namens Judicelli, bald durch ein natürliches und vegetabiliſches Roth bekannt, das er ſich mit Gold aufwiegen ließ. Dieſes geſchickt angewandte Roth gab den blaſſen und er⸗ müdeten Wangen eine Friſche und einen ſo glänzenden Teint, hinter welchem die bis dahin angewandte mineraliſche Schminke ſehr weit zurückblieb.
Unglücklicherweiſe hatte Judicelli, men gewann, ſich leidenſchaftlich in eine junge Ho nigin, Maria Gaspardi, verliebt. Er hatte unzähli
der ſehr bedeutende Sum⸗ fdame der Kö⸗ ge Mal ſein
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Kröten
Vermögen und ſeine Hand, wie man damals zu ſagen pflegte, ſeiner jungen Landsmännin zu Füßen gelegt.
Maria, die von einem finſtern und traurigen Charakter und bis dahin jeder Koketterie fremd geblieben war, nahm weder das Eine noch die Andere an, ſchlug aber das Anerbieten ebenſowenig veſtimmt aus. Sie trieb mit eben ſo vieler Grauſamkeit wie Falſchheit ihr Spiel mit der Liebe Judicelli's, machte ihn für
den ganzen Hof zum Gegenſtand der Beluſtigung und des Ge⸗ lächters und denjenigen, deſſen ganzes Verbrechen ſcheinbar darin beſtand, ſie zu lieben und ſie reich machen zu wollen, beinahe wahnſinnig.
Die Königin betheiligte Spiele; ſie erlaubte nicht bloß li's vorlas, ſondern, wie man v tiſchen Antworten Mariens, w riſche Zuſammenkünfte verhießen, was ihm eine Sterben verurſachte.
Als man eines Tages am Hofe über die Leiden des armen Teufels lachte, behauptete die Königin, daß Judicelli trotz des unſinnigen Feuers ſeiner Leidenſchaft das Geld doch noch über dieſelbe ſtelle, und daß Maria zum Beiſpiel nie von dem Parfü⸗ meur das Recept des berühmten vegetabiliſchen Roths, dem er ſein Vermögen verdanke, erhalten würde.
Maria antwortete, ehe drei Tage vergin heimniß nicht bloß dem Hofe, ſondern auch der verborgen ſein.
Am folgenden Tage früh Morgens ſa eine verſchleierte Dame in ſein Zimmer e
ſich ſelbſt an dieſem grauſamen „daß man ihr die Briefe Judicel⸗ erſichert, half ſie auch an den ſpöt⸗ elche dem verliebten Greiſe lügne⸗ Verzweiflung zum
gen, ſolltte dieſes Ge⸗ Stadt nicht mehr
h unſer Judicelli wirklich intreten und er glaubte


