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„Hm— wo iſt aber dieſer Graf? Bislang hab ich ihn noch nicht geſehen.“
„Er befindet ſich bei den Prinzeſſinnen, wo ihn die Pflicht wohl mehr hinruft, als in die Geſellſchaft der Herren,“ warf Graf Hoya mit ſeiner durchdringenden Stimme ein. V
Der Kronprinz ſah den Sprecher mit funkelnden Blicken an, erwiderte jedoch nichts, ſondern drehte unmuthig den ſchwarzen Bart.
„Und der Graf Johann von Oſtfriesland befindet ſich zur Seite der Prinzeß Cäcilie, als ſei er ihr dienſtthuen⸗ der Kammerherr,“ bemerkte der Chevalier de Mornay iro⸗ niſch, um die von ſeinem Herrn ſchuldig gebliebene Ant⸗ wort zu ergänzen.
„Um dieſen Poſten wird er ſich vergeblich bemühen!“ hohnlachte der Prinz und fand in ſeinem Kämmerer ein bereites Echo.
Des Grafen Hoya Augen funkelten, und ſein Pferd dicht an den Kronprinzen herandrückend, ſagte er ruhig aber bitter:—
„Ich ſollte meinen, daß das regierende Geſchlecht der frieſiſchen Grafen mit jedem ſchwediſchen Edelmann um die Kammerherrenwürve concurriren kann, beſonders da es nichts Neues hier zu Lande, daß Fremde, Franzoſen und Deutſche von ſehr dunkler Abſtammung, derartige Stellen erworben haben“
Dieſe Worte, begleitet von der herausfordernden Hal⸗ tung und dem hellen durchdringenden Blick des Grafen, der hauptſächlich de Mornay raf, ſchlugen plötzlich die ganze Discuſſion nieder; Keiner wagte etwas zu entgegnen. Graf Hoya ritt unbefangen an der Seite des Prinzen weiter; aber der dicke Lauenburger konnte das Schweigen nicht ertragen; er ſtrich ſich den feiſten Wanſt von der
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lbe nur theilweis den Gäſten— Halsbinde an abwärts und ſagte dann mit ſeinem jovial
Ihr uns Deutſchen h kanne mehr aufgebrummt werden.“
V kurz nach Mittag erreichte
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lachenden Geſicht:
„Das muß wahr ſein, und die heilige Brigitte wird es bezeugen— kein Menſch iſt höflicher gegen ſeine Gäſte, als der Schwede!— Himmel und Hölle, Neffe! was habt eute für Artigkeiten geſagt! Bei Gott! ſind wir erſt im Quartier, ſo ſoll Euch eine Schleif—
Der Wunſch ves Herzogs ging bald in Erfüllung;
der Zug die kleine Stadt, in der
für die Nacht Quartier beſtellt war. Die Cavalcade
ordnete ſich und zog durch die mit Laubgewinden und Fah⸗
nen geſchmückten Straßen zur Burg— eine Burg oder
Caſtell war damals faſt mit jeder Stadt verbunden— wo Quartier bereit fand.—
Wenn ſchon die Reiſe ſelbſt dem jungen liebenden Paare hinlänglich Gelegenheit bot, dem ſüßen Drängen ihrer vollen Herzen Ausdruck zu geben, ſo waren es vor⸗ züglich die Ruheſtationen, welche die Liebenden noch inniger zuſammenführten. Die ſchweren Schranken der Hofetikette konnten hier nicht aufrecht erhalten werden, und an den ſchönen Herbſtabenden, wo man ſich gern im Freien erging, war ein Zuſammentreffen leicht zu ermöglichen. Wäre allerdings eine wachſame Duenna der Prinzeſſin zur Seite geweſen, würden wohl Schwierigkeiten mit einem Téte-à- Tote verbunden geweſen ſein; allein die Oberhofmeiſterin hatte nie etwas dawider, wenn Graf Hans den Damen ſeine Begleitung anbot. Ihre Nachſicht ging ſo weit, daß ſie die jungen Leute auf den Spaziergängen vorauseilen ließ, wo ſie ſich dann ganz ſelbſt überlaſſen waren. Solch köſtliche Momente— ſehnlichſt erharrt— flochten daun die ſcheuen Hände ineinander, und der zaghafte Mund ſprudelte über von Wonne und Entzücken. Seine Reden waren dann Feuer und lodernde Gluth, hinreißend in ihrem Enthuſiasmus und bezwingend durch ihre treue Hin⸗ gebung und Opferfreudigkeit. Sie lauſchte mit unendlicher
ſchäft, verſchiedene männliche und weibliche Geſtalten waren im Hintergrunde des Gewölbes zu ſehen.
Ich trug der Dame des Hauſes meinen
alten Kupferſtich zu kaufen. „Louiſon! führe den Herrn zu den Bildern hinauf!“
Es erſchien aus dem Hintergrunde ein ſchlank gewachſenes Mädchen von etwa zwanzig Jahren, mit fahlem, ſchlaffem, über⸗ nächtigem Geſichte, gekräuſelten Haaren und forſchenden Augen. Ihre Kleidung war modern, aber ſchmutzig. Sie ſagte zu Madame etwas, was ich nicht verſtand.
Ich wanderte nun mit dem
Wunſch vor, einen
Mädchen in den Hintergrund von Trödel, dann durch eine ſchmale Thür in eine alte Küche mit blin⸗ den Fenſtern, dann hinauf über enge Holztreppen in ein Labyrinth von Kammern, Stuben und dunklen Gemächern.
„Monſteur will alte Bilder anſehen,“ ſagte meine Begleite⸗ rin zu einem kleinen graubärtigen Manne mit einem Satyrgeſicht, der ſich in einem Gemache bei Lampenſchein aufhielt und Uhren auszubeſſern ſchien. Er grinſte mich an und durchbohrte mich mit ſeinen kleinen Natteraugen. Vielleicht berechnete er, wie viel ich werth ſein möchte. Es wurde eine Mappe mit Bildern der unfläthigſten Art aufgeſchlagen, der Graukopf erklärte die Bilder, beobachtete mich dabei immer und ſuchte mich auszuforſchen. Das Mädchen machte ſich in der Nebenkammer zu thun. Da kam faſt athemlos ein anderes Mädchen von etwa fünfzehn Jahren herauf, rief Louiſon und ſagte ihr haſtig etwas, worauf dieſe unwillig wurde. Ich verſtand davon ſoviel, daß ein Sergeant um den
Fremden, der kürzlich in das Gewölbe getreten ſei, gefragt habe. Ich kaufte Kerl ſah mich
mir einen kleinen Kupferſtich, der alte 1 grimmig an, die Weibsperſon führte mich wieder in das Gewölbe
zu ebener Erde, und ich eilte mit kurzem Gruß von dannen. An der Hausthür empfing mich der Sergeant,— ich ahnte den Zu⸗ ſammenhang— und ging ſchweigend mit ihm die Gaſſe entlang. Man lugte uns aus den Häuſern neugierig nach. Ich zog meinen Reiſepaß aus der Taſche. 4 „Es iſt nicht nöthig, mein Herr,“ ſagte der Sergeant höflich.
ie ſind ein Fremder und kennen wahrſcheinlich die Gefährlich⸗ keit dieſes Stadttheiles nicht, Sie hätten beraubt, ermordet wer⸗ den können, ohne daß man je etwas erfahren hätte. Hier ſind ſchon viele Fremde verſchwunden, ich habe nicht ohne Grund in jener Trödelbude nach Ihnen gefragt.“
Ich dankte ihm für ſeine Wachſamkeit.
„Sie iſt meine Pflicht,“ ſagte er höflich und, verſchwand um die Straßenecke. 9
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Zur Länder⸗ und Völkerkunde. In den Straßen der heiligen Stadt. Ueber Conſtantinopel und Jeruſalem iſt ziemlich gleichviel
geſchrieben worden, und doch wird es nach allen Berichten dem Entfernten ſchwer, ſich ein richtiges Bild zu machen. Sehr dan⸗ kenswerth ſind dagegen die ausführlichen Plaudereien, welche Frederike Bremer über die letztere Stadt in ihrem Reiſetagebuche, das ſeiner Zeit in dieſen Blättern gewürdigt ward, zum Beſten gibt. Ihr Blick hat Manches beobachtet, was Andere vorurtheils⸗ voll überſahen. Ueber das Straßenleben heben wir Folgendes hervor:
Das Steinpflaſter in Jeruſalem ſcheint einzig und allein dazu
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