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Nr. 32.] Dritte Folge. 507 des e, g wie den Tänzerinnen zu gehen— ſie finden auch im ihr Morgenlied über ſeinem Haupte ſchmettern und trau⸗ men derlen me Schlafe nicht Ruhe.“ 85 i lich umherhüpfen, als ſeien ſie Herren der alten knorrigen
rheſt, u„Was meinen Sie, Gräfin?“ fragte Cäcilie wieder, Eiche, unter deren Krone einſt Oluf, der Schooßkönig,
len Blüthen⸗ or innerer Unruhe erröthend. 1 ruhte, um den kecken Norweger Haraldſon zu fangen, der ſüße dn 9„Wollen Sie nicht einmal die Olufseiche anſehen? kühn in den Mälarſee gefahren und Schwedens Haupt⸗ de aromatſt Gewahren Sie niemanden auf der Moosbank?“ ſtadt Sigtuna verbrannt hatte. Düſtern, grimmen Muthes
Wicde Diesmal war der Schlag zu gerade geführt, er traf hatte Schooßkönig Oluf unter der Eiche die Nacht über wiedergewonna unmittelbar. Cäcilie vermochte einen unwillkürlichen geſeſſen, mächtige Stämmie in die Ufer des Mälarſees Ferne Hüfe m Schrei nicht zu unterdrücken, zitterte heftig, wich vom Fen⸗ rammen und dieſe mit ſchweren Eiſenketten verbinden agen war plüöltz ſſer zurück und ſchwankte auf das Polſter zu, wo ſie das laſſen. Armer Haraldſon! wie wirſt Du aus dem See
ein ſieſes ſüh Geſicht in ihren Händen barg. entkommen?— Aber ſiehe, als die Morgennebel fielen, das zu bewahr Die Gräfin lächelte triumphirend und warf dann leicht und die Schweden ſchon die Racheſchwerter hoben— ſiehe, ſen Entdeckung ſi hin: da wälzte ſich der Mälar jenſeits der Balkenholme. In lud gerade die„Es wird der junge Sture ſein. Wie wäre es,, einer Nacht hatte Haraldſon das neue Flußbett, die Königs⸗ ieder Blick, jn wenn wir zur Beruhigung der erregten Nerven einen tiefe, geſprengt und iſt auf und davon. Auf den Holmen lich. Am liebſta Spaziergang durch den kühlen Park machten, Cäcilie?“ ſaber, die König Oluf in den Mälar gerammt, bauten die um allin, alle Dieſe ſchüttelte ſchweigend den Kopf. Bürger von Sigtuna die neue Königsſtadt— Stockholm. n Gefühl zu ſein„Wir könnten den Nil, den Träumer, dort überraſchen,“ So rauſchte der Wipfel der Eiche und erzählte von den Eichenktonen un ſuhr ſie forſchend fort. Recken der Sagenzeit— aber der Träumer hörte es ſo der Oberhof„Um des Himmels willen nicht, Gräſin!“ flehte Cä⸗ nicht. Er hörte auch nicht, daß ſeitwärts im Gebüſch die den Beuerkunge cilie ängſtlich und blickte ſie ſcheu von der Seite an. Zweige knickten, daß das Laub unter leichten Tritten
„Aber es wird Ihnen ſehr wohlthätig ſein— dies rauſchte. Regungslos ſah und hörte er nichts; er ſah junge Prinzn müßige Hinbrüten iſt nicht gut. Kommen Sie, Prinzeß; wohl kaum die welke Blume, die er zwiſchen den Fingern dinab, ucht abe, wir gehen ein Stündchen, dann ſind die Ballgeſtalten, die hielt. Aber dunkel glühende, heißverlangende Augen ſahen ndern beobachten Geigen⸗ und Flötenkläuge verſchwunden. Kommen Sie, ihn, ruhten auf ſeiner ſchlanken anmuthigen Geſialt. Als
at entdeckten diß ich kenne das aus Erfahrung.“ wolle ſie den Jüugling mit den Augen verzehren, ſo brann⸗ r dem ſchattign Während dieſer Worte hatte ſie der Halbwiderſtreben⸗ ten die Blicke der Gräfin Skitte und hingen unverändert Fuße der großen den Kopftuch und Mantel aufgezwungen und zog ſie mit an dem friſchen Antlitz. Weit vorgebogen ſtand ſie hinter tt, ſie erkannt, ſort, in's Freie.— dem vorſichtig zertheilten Geſträuch und ſah— ſie ſah eine daß es niemaus Die Olufseiche breitet ihr weites grünes Blätterdach lange Zeit; dann zog ſie ſich ſchwebenden Fußes zurück.
ſi. Daß Ciell über den Träumer auf der Moosbank. Die braunen„Es iſt, wie ich dachte, die jungen Herzen haben ſich ge⸗ tte, entnahm ſe Locken gegen den mächtigen, ſieben Fuß durchmeſſenden funden,“ murmelte ſie im Gehen vor ſich hin.„ZJetzt gilt n ſie wellte Ge Stamm gedrückt, lehnt der Jüugling faſt liegend au der es, ſchnell zu gewinnen und ſicher; er iſt in meiner Hand!“ Reflexionen d Eiche und ſtarrt nach den Fenſtern des Schloſſes. Er lehnt ſetzte ſie triumphirend hinzu, trat aus dem Geſträuch und
dort träumend, in Phantaſiegebilden befangen, und regt] hatte bald ihre junge Schutzbefohlene erreicht, die langſam a Tünzern ſchen kaum die Wimper, ſo daß die Finken und Stieglitze luſtig die breite Waldallee hinabwandelte.:
— 4 4 2e „vann die Gefah wöhnlich findet man ſie an Holzſtämmen und in dichtem Gebüſch, einen Hund einſprang. Sie hatte ſich zur Hälfte aufgerichtet und das babe Hundert im Sommer geht ſie, gleich der Teppichſchlange, gern an's Waſſer. ſchoß dann wie ein Blitz. Manche Hunde verſtehen ſich trefflich ueralt, wenn ic Dieſe auſtraliſchen Schlangen haben einen ſtarken eigenthümlichen auf den Fang der Schlange; ſie packen dieſelbe und ſchütteln ſie, Schauder daran, Geruch, der ſie oft in nicht unbeträchtlicher Entſernung bemerk⸗ als ob ſie eine Ratte wäre, gewöhnlich werden ſie aber doch ein⸗ ich begreife ga bar macht.— mal gebiſſen und ſind dann verloren. Ein guter Buſchhund bleibt mm m. Enk.e„Die Tep pichſchlange iſt dünner als die ſchwarze, hält in einiger Entfernung ſtehen, ſchlägt an und wartet, bis der Jäger avon digen Tag ſich zumeiſt an offenen Stellen auf und liegt bei trocknem Wetter kommt. Die Stump⸗Cidechſe läßt ſich mit den Schlangen in n, win 5 NMgern in einem Krabbenloche oder einem Huftritte der Ochſen; die einen Kampf ein und bleibt Sieger, weil ſie nach dem Biß ein g bemet Shlang ggelblichbraune Farbe geht am Bauch in's Helle über und wechſelt Kraut frißt, welches die gefährlichen Wirkungen des Biſſes auf— Lervih nche„nach Jahreszeit und Alter. Kein vorſichtiger Anſiedler wird neben hebt. Ein gewiſſer Underwood, welcher einem Kampfe zuſah, eitſchenſch gen Zelt oder Hütte Glasflaſchen liegen laſſen, weil bei heißem Wetter lernte jenes Kraut kennen und bereitete eine Mixtur, welche die dat Ulabutzieh vie Schlange dergleichen gern aufſucht. 4 Probe beſtanden haben ſoll. Gewiß iſt, daß manche Leute ge⸗ edernen Ue St i, Die Peitſchenſchlange iſt nur fingersdick und ſelten über biſſen wurden und doch nicht geſtoörben ſind. Ein Holzhauer tnie dra langm(inen Fuß lang, ſieht aus wie unſere Blindſchleiche, hat aber wurde von einer Peitſchenſchlange gebiſſen, hieb ſich aber ſofort jabe ich 9 dernen einen ſpitzeren Schwanz. Sie liebt kahle Flächen und liegt den Finger ab und blieb geſund; andere Leute ſchnitten die 6 ch Häufig unter trockenem Kuhdünger. Wunde auf, ließen ſie ſtark bluten und brannten Pulver ab; Krühren, Während der kühlern Jahreszeit, die man als Winter bezeich⸗ nachher vertrauten ſie ſich einem Arzte an. Sehr wirkſam ſoll es Kloß anzu fä⸗ Naeet, verkriechen ſich alle dieſe Schlangen in alte Baumſtämme und ſein, wenn man gleich nach dem Stiche eine ſtarke Blutung her⸗
aüſendüte be Zäune oder Erdlöcher, und bleiben dort von Ende März bis Sep⸗ vorbringt und dann gekaute Ipecacuanha auf die Wunde legt. dald, und ma jember. Die Paarungszeit ſoll im Februar ſein, auch behauptet Die Schlangen in Südoſt⸗Auſtralien leben nicht auf Bäu⸗ Schlan⸗ man, daß ſie bei Nacht wandern, doch das bleibt zweifelhaft; denn men, können aber klettern und legen ſich gern in Vogelneſter. Ich wſchudent de und ſbald die Sonne ſich neigt, kriechen ſie in ihre Schlupfwinkel. Sie ſtand einmal, ſagt der Buſchjäger, ruhig am Waſſer und lauerte Iuvicſchlang veißen nicht, wenn man ſie nicht tritt oder ſo ſehr bedrängt, daß auf Enten. Es war ein heiterer Sommerabend. Plötzlich hörte
an aleichſehr dü ihnen kein Ausweg übrig bleibt; man ſieht es ihnen oft an, daß ſie ich im Gebüſch etwas raſcheln und ſah, wie eine große Teppich⸗ t 1 gern entſchlüpfen, und ſie können ſich mit unglaublicher Schnel⸗ ſchlange an einem hohen glatten Baumſtamm emporkletterte. ligkeit fortbewegen. Ich habe gewöhnlich zwei oder drei an jedem Gleich nachher folgten andere, und bald krochen ein Dutzend und Sommertage geſchoſſen, denn das iſt ſicherer als ein Angriff mit mehr in verſchiedener Höhe am Baume umher. Man kann ſich dem Stecken; man muß womöglich der Schlange von der Seite leicht denken, daß ich ſo ſchnell als möglich fortging, denn es war her beizukommen ſuchen. Ich habe einmal geſehen, daß ſie gegen⸗ in jener Schlangenniederlaſſung nicht geheuer. In langem Graſe


