vIl.
4 und ermahen er ſo neben d 1 auffallend, 1 den; er neigte ſ e volle Roſe u en noch nicht R
ere Pracht,“ a te Recht. So ſ Mädchen und d aten doch ſichtli n höherer Bl Jſame Figur, a kindlich zierlih
X* . Jahra
rie goldiger, un
geigte ſo wunda
ücken ſchön! Uu
em reienden An en ihrem Cavali
Jugendgeſpielin Ball nur fich
Guſtav nich um awfwirbelnd
Zlüthe prangend te, hielt eini
ne wiegt ſich de Reigens.“ E niſchem Blick ul
als gälte es Dame und heſte in Cavalier. —
inen Augenblick ben Schein eint
Häufern, u nenitt hinenn
ich daſelbſt u Fuch brauſt mut
Mr. 32.) Dritte
Dieſer ſenkte den Blick, der unwillkürlich auf den ſhneeigen Schultern und Armen, den üppigen Reizen ſei⸗ ner Tänzerin haftete:„Nicht in die Ewigkeit, Gräfin Skitte, aber doch in's Paradies!“ ſagte er erregt.
„Wirklich, in das Paradies?— Man ſagte mir, kuer Paradies ſei die Einſamkeit; der ſtille Wald, die zuhende See wären Euch mehr, als alle Reize eines bunt⸗ lewegten Lebens.“
„Freilich war dem ſo, Gräfin, jetzt aber verlangt nich's nach den Blüthen dieſes Lebens— in den Zauber⸗ garten, der Herz und Seele blendet“—
„Schweigt! Ihr ſeid Enthuſiaſt. Das wußt' ich gleich, als ich Euch zum erſten Male ſah— doch ward ich rre an Eurer Vorliebe für die Einſamkeit, welche Ihr bald nach Eurer Ankunft hier zur Schau trugt. Und heute wieder ganz Jugendluſt und Jugendkraft— wie ſoll ich mir daraus ein Bild entwerfen?“
„Ein Bild? Wozu ein Bild, ſchöne Gräfin? Kommt, jinein in die bunte wogende Wirklichkeit!“ Leidenſchaftlich unſchlang der junge Mann ſeine Tänzerin und flog mit ihr in den wirbelnden Kreis.
Es war ein ungleiches Paar. Die Tänzerin war eine Frau von wohl dreißig Jahren, aber wunderbar gut er⸗ jalten. Ihr intereſſantes Geſicht feſſelte durch deu voll⸗ ſändig italieniſchen Typus, und ihre ſchwarzen Augen, ias glänzend ſchwarze Haar fielen unter den blonden Rordlandstöchtern um ſo mehr auf.— Ihr Tänzer dage⸗ gen war ein junger Maun von kaum zwanzig Jahren. Aus einem freien offnen Geſicht blickten ein Paar hell⸗ lraune Rehaugen ſinnig hervor. Lange kaſtanienbraune locken umſpielten die noch mädchenhaft gerötheten Wan⸗ gen; kaum zeigten ſich die ſchwachen Vorboten des Bartes nuf der Oberlippe, aber dennoch trotzte auf derſelben ein feſter Wille. Es war Graf Hans von Oſtfriesland, der üüngere Bruder Edzard's, der dieſen als Cavalier ſeines
Folge. 501
Gefolges, wie es einem jüngern Sohne ohne Erbe, ohne
Land und Lente geziemte, nach Schweden begleitet hatte. Als der Tanz aufhörte und der Graf ſeine Dame
auf ihren Platz zurückführte, flüſterte ſie:„Nun, mein ſo
unnahbarer Herr, flieht Ihr morgen wieder in den einſa⸗ men Wald?“
„Nein, Gräfin Skitte, nach dieſem Tanz in den Zau bergarten des Paradieſes!“
„Ob Ihr ihn wohl finden werdet, Graf Johaun?“— Ein feuriger Blick und ein leiſer Händedruck— das Paar trennte ſich.—.
Der junge Mann ſtand eine Weile wie im Traum; die braunen Augen hatten ſich geſenkt und lagen tief unter der langen dunkeln Wimper. Jetzt erſchien er wirklich als Schwärmer und weſentlich verſchieden von dem enthu⸗ ſiasmirten Tänzer der Gräfin Skitte. Ein anderer jugend⸗ licher Cavalier näherte ſich ihm, klopfte ihm zutraulich auf die Achſel und ſagte:
„Wahrlich, Hans, Ihr ſeid der flinkſte Tänzer auf dem ganzen Balle. Wer hätte das von Euch gedacht!“
Der Angeredete warf den Kopf zurück, und ein heißer Blick traf den Sprecher:„Enno, ich muß tanzen! Tanzen, mich zerſtreuen um jeden Preis— ich muß.“
„Du mußt? wer zwingt Dich dazu?“
Hans legte bedeutungsvoll die Hand auf's Herz; dann rief er plötzlich:„Sieh, da iſt ſie— die reizende Brigitte!“ Fort war er und in dem wieder beginnenden Tanze mit einer ſchlanken, blonden, jugendlichen Schönen verſchwunden.—
Die Gräfin Skitte hatte ſich in der Nähe des Thrones niedergelaſſen und plauderte angelegentlich mit der jugend⸗ friſchen Prinzeß Cäcilie, deren Erzieherin ſie gewiſſermaßen ſein ſollte; weuigſtens war es ihre Pflicht als Oberhof⸗ meiſterin, ſie mit den Formen der Etikette vertraut zu machen und ſie zu hüten und zu leiten. Beide Damen verfolgten den jungen Oſtfrieſen im Tanz, und er ſchien
„Nein, ich kenne ihn,“ rief die alte Dame,„das iſt der Gero⸗ nimo und wieder betrunken; der kommt jedenfalls herein.“ Ich ſagte ihr, ſie ſolle unbeſorgt ſein, ſie ſtand aber auf und ſchloß die Thür auf eine höchſt einfache Weiſe, indem ſie einen dazu ſchon in der Ecke lehnenden Pfahl ſchräg dagegen ſchob. Es guerte auch keine zwei Minuten, ſo hielten die beiden Nacht⸗ ſchwärmer— denn es war ſchon nach acht Uhr Abends, und für Conſtitucion eine ſehr ſpäte Stunde— vor der Thür und begehr⸗ ſen richtig Einlaß.
Die Alte hatte indeſſen ohne Weiteres das Licht ausgelöſcht, und ich befand mich ſelber jetzt— ſo raſch, daß ich eigentlich gar licht wußte, wie ich dahingekommen— in einer ganz eigenthüm⸗ ſichen Situation, deren Entwickelung ich aber mit aller Ruhe ent⸗ gegenſah, die Sache machte mir eher Spaß.
Der Eine der Beiden verlangte jetzt nochmals Einlaß und ſchwor und fluchte, er hätte geſehen, daß Licht dageweſen wäre— was allerdings der Fall geweſen.— Die Alte antwortete ihm undlich, frug ihn, was er wolle, und ſagte ihm, ſie ſeien ſchon zu Jette gegangen und ließen Niemand mehr ein.
Statt jeder Erwiderung legten ſich die Beiden draußen mit aller Kraft gegen die Thür, und die nicht ſehr ſtarke Stange bog ſſch unter dem Gewicht.
Ich war ruhig ſitzen geblieben und hatte mir indeſſen am Jrazero meine Cigarre angeſteckt, und die Guitarrenſpielerin ſchien die Sache ebenfalls ſehr kaltblütig zu nehmen, denn ſie dehte ſich eine Papiercigarre. Die Alte war aber deſto beſorgter: Wenn ſie hereinkommen, zerbrechen ſte Alles, was ich im Hauſe habe,“ flüſterte ſie,„halten Sie die Thür, Sennor.“
daß ich andere Leute aus einem Hauſe fernhalten ſollte, in dem ich ſelber nicht das geringſte Anrecht hatte. Die beiden Burſchen draußen waren aber, wie ich aus ihren Reden ſchon gehört, jeden⸗ falls ein Paar chileniſche Matroſen und, wie es ſchien, angetrun⸗ ken genug, um Unheil anzuſtiften. Polizei war ebenfalls nicht zu hören, obgleich ſonſt faſt an jeder Ecke ein Paar ſogenannte Se⸗ renos ſtehen. Ich ſtand alſo langſam auf, ihren Wunſch zu er⸗ füllen, ehe ich aber die Thür erreichen konnte, mußten die Beiden einen Anlauf zuſammen gemacht haben, denn in dieſem Augen⸗ blicke prallten ſie gegen die Thür, der Pfahl brach, und der Eine kam in demſelben Moment hereingeſchoſſen, als ich ihn am Kra⸗ gen nahm und wieder hinauswarf.
Jedenfalls muß ihn dieſe raſche Bedienung überraſcht haben, und ſein Camerad prallte im erſten Augenblick ebeufalls zurück; die Thür war aber nicht mehr zu halten, und ich trat deßhalb in den Eingang und ſagte den beiden Leuten ganz ruhig, ſie ſollten ihrer Wege gehen, oder ich würde ſonſt Polizei herbeirufen, ſie zurechtzuweiſen In Wirklichkeit fiel es mir übrigens gar nicht ein, die Polizei zu behelligen; ich glaubte aber, daß dies die beiden Burſchen am ſchnellſten zur Vernunft bringen würde. Jedenfalls hätte die Drohung ihre Wirkung nicht verfehlt, wenn es Deutſche geweſen wären. Die beiden Tollköpfe wollten jedoch davon nichts hören, und erbittert vielleicht darüber, daß ich Einen von ihnen ſo unſanft vor die Thür geſetzt, fielen ſie plötzlich alle Beide auf einmal über mich her.
„Nun bin ich allerdings nicht mehr recht ordentlich auf einen Fauſtkampf eingerichtet, denn die linke Hand kann ich eines zer⸗ ſchoſſenen Fingers wegen nicht ordentlich ſchließen, und mein
Ich lachte, denn die Sache kam mir ein wenig komiſch vor,
früher aus der Kugel gefallener rechter Arm nracht mir auch ns


