Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
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II. Jahn

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Nr. 31.

Auf einem Gute des Grafen in Ungarn componirte Marſchuer die einactige Operder Kyffhäuſer Berg von ſotzebue, welche ſchon auf mehreren Theatern beifällig ge⸗ iben wurde. Darauf erhielt er endlich einen Original⸗ ertHeinrich IV. und Aubigné in drei Acten, die Par⸗ ſtur derſelben ſchickte er an C. M. v. Weber nach Dresden, dr ſie zur Aufführung brachte.

Nach der Aufführung erhielt Marſchner von Weber iie Nachricht, daß die Oper gefallen, und daß er ihm im luftrage der Intendanz zehn Ducaten Honorar für die Jartitur ſende. Da war großer Jubel. Eine neue Oper, Saidar, wurde bald fertig und in Preßburg zweimal, ber ohne Erfolg aufgeführt, Marſchner wurde durch dieſen mißlungenen Erfolg nicht entmuthigt, gewöhnte ſich aber noch ſchärfer zu hören, zu prüfen und die Gründe, weßhalb nies wirkte und jenes nicht, ſowohl in fremden wie in eigenen Werken aufzuſpüren.

1821 ging Marſchner nach Dresden, wurde von Weber ſehr herzlich aufgenommen, bekam mehrere Auf⸗ träge, zum Beiſpiel Ouvertüre und Entreact zu dem Dramader Prinz von Homburg, die Geſänge zu Kind's Schön Ella, zu ben, die aber alle im Ganzen durchfielen. Im Jahre 1823 wurde Marſchner als königlicher Muſikdirector der deutſchen und italieniſchen Oper ongeſtellt. Wegen über⸗ füllter Geſchäfte konnte er hier wenig produciren; doch ſchrieb er eine Operette von Kindder Holzdieb, die 1825 in dem Taſchenbuche Polyhymuia bei Hartmann n Leipzig erſchien und vielen Beifall gewann.

Im Jahre 1826 verheirathete ſich Marſchner zunn

weiten Male ſeine erſte Gattin war an der Auszeh⸗

rung geſtorben mit der geſchätzten Sängerin Marianne Wohlbrück. Und wie dieſe Empfindung ſein häusliches

Glück ſchuf, wurde ſie auch Anlaß zur Gründung ſeines

Künſtlerruèhmes. Der Bruder ſeiner Gattin, Wilhelm Wohlbrück, Schauſpieler in Magdeburg, ſchrieb ihm den

fielen. einer ſehr vortheilhaften Einladung des Hofraths Küſtner

Theodor Hell'sAli Baba zu ſchrei⸗

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Folge.

Text zumVampyr. Um ungeſtörter daran arbeiten zu können, und wohl auch durch Zerwürfniſſe mit der Gene raldirection veranlaßt, nahm er ſeine Entlaſſung von Dresden und trat mit ſeiner Gemahlin eine Kunſtreiſe zu Concerten und Gaſtſpielen an, die recht einträglich aus⸗ Im September 1827 folgte das Künſtlerpaar

pyr zum erſten Male zur Aufführung und errang einen ganz außerordentlichen Erfolg, wozu freilich auch die aus⸗ gezeichnete Darſtellung des Vampyr durch den damals als V Sänger und Schauſpieler in ſeiner Blüthe ſtehenden

V nach Leipzig. Dort, am 6. Mai 1828, kam derVam⸗

Eduard Genaſt das Ihrige beitrug. Die Oper machte ſchnell die Reiſe über alle deutſche und viele ausländiſche Bühnen. Schon im Herbſte deſſelben Jahres wurde ſie in London mehr als ſechzigmal gegeben und verſchaffte Marſchner den Ruf, ähnlich wie früher Weber, eine neue Oper für die Rieſenſtadt zu ſchreiben. Aber eben als der glückliche Componiſt ſich zur Reiſe dahin angeſchickt, traf die Nachricht ein, daß das Theater abgebrannt ſei. Das war ein harter Schlag für den hoffnungsreichen Tondich⸗ ter. Doch raffte er ſich bald auf, und ſchon im Juli des Jahres 1829 war das zweite Libretto ſeines Schwagers, der Templer und die Jüdin, componirt. Im December deſſelben Jahres kam die Oper in Leipzig zur Aufführung, mit gleich außerordentlichem Erfolg und gleich ſchneller Verbreitung wie derVampyr. Es folgte hieraufdes Falkners Braut für das Königsſtädter Theater in Ber⸗ lin. Die Aufführung wurde aber von dem königlichen Theater unterſagt und für ſich in Anſpruch genommen, wo ſie erſt 1838 acht Jahre ſpäter erfolgte! Unterdeſſen wurde ſie in vielen anderen Städten aufgeführt, aber ohne bedeutenden Erfolg. Im Jahre 1830 erhielt Marſchner den Ruf als königlicher Capellmeiſter nach Hannover, wo V er, einige Reiſen ausgenommen, ſein übriges Leben ver⸗ blieb. Im Mai 1833 kam ſeinHans Heiling, Text

Gebräuche jener Zeiten aufs Directeſte abſpiegeln. Auch viele

öffentliche Perſonen und geſchichtliche Verhältniſſe treten in dem

einfachen Tagebuche hervor, und dieſes intereſſante Material häuft ſich, nachdem der biedere More zu ſeinem Unſtern an den Hof be⸗ rufen war und mit den Machthabern Englands, ja mit dem dämo⸗ niſchen Blutkönig ſelbſt verkehrte.

Endlich kommt das arme Kind auch auf die tragiſche Kata⸗ ſtrophe und ſchmachvolle Intrigue, welche ihren Vater in den To⸗ wer warf und aufs Schaffot brachte. Bei allem Verzweiflungs⸗ ſchmerz einer liebenden, ganz hingebenden Seele, die in ihrem

Zater das Ideal der Mannesehre anbetet und beweint, ſpricht aus dieſen Zeilen doch die ſchöne Mäßigung eines gottergebenen, im Schickſalsſturm gereiften Gemüths. Ob auch die Unglückliche nicht ruht, bis ſie das abgeſchlagene Haupt ihres theuren Vaters heimlich an ſich bringt, niemals wird ſie excentriſch, niemals hal⸗ tungslos in der wilden Brandung der Leiden.

Für Frauen iſt dieſes Buch eine echte Lectüre. Es führt ihnen vor, was mehr und mehr verloren geht: die heilige Weihe

und Innerlichkeit des Familienlebens und die Kraft, mit ſeinen

Anſichten von der Welt in Harmonie zu bleiben. Was ſind gegen dieſe geſchichtsſchreibenden Worte der Wirklichkeit aus dem Munde eines jungen Mädchens jene Phraſen moderner vielgeleſener Ro⸗ mane, die nicht einmal die Geſchicklichkeit haben, ſich im Gebiete des Wahrſcheinlichen zu bewegen! O. B.

Anatomie des menſchlichen Körpers. Von Dr. Schwann. Leipzig, Verlag von Abel. 1862.

Die neuere Naturkunde faßt natürlich auch die Abſicht in ſich,

eine allgemeine Kenntniß über die Bildung unſers Körpers und ſeiner einzelnen Theile zu verbreiten. Schon mehrere faßliche Darſtellungen über dieſen Gegenſtand ſind mit Glück verſucht worden..

Der vorliegende Verſuch, durch deutliche Illuſtrationen un⸗ terſtützt, hat einen franzöſiſchen Autor zum Verfaſſer, und der Dr. Alex. Breiter lieferte die klar verſtändliche Uebertragung. Auch der Text iſt ſo gehalten, daß außer einer ganz allgemeinen Bil⸗ dung weiter keine Vorkenntniſſe vorausgeſetzt ſind. So kann man das leicht überſichtliche, kurz gefaßte Werkchen den Laien empfehlen, denn es iſt bei einer ſolchen Vorlage eine bequeme Ar⸗ beit, die ſich lohnt, ſich mit den Functionen der menſchlichen Ma⸗ ſchine ein wenig vertraut zu machen. Die Geſundheit iſt es, welche dieſe guten Früchte einerntet.

An den meiſten unſerer Schulen iſt wegen der vielen unnützen Dinge, mit welchen man die Jugend plagt, noch immer keine Zeit gefunden, in einer paſſenden Weiſe über dieſen nützlichen Gegen⸗ ſtand Lehrſtunden einzurichten, und ſo ſind die Erwachſenen darauf angewieſen, zum Heil ihrer Selbſterhaltung in ſpäteren Jahren nachzuholen, was die Erziehungsanſtalten verſäumten. O. B.

Anderſon's neue Märchen und Geſchichten. Leip⸗ zig, Wiedemann'ſche Buchhandlung. 1862.

Neue Märchen und Geſchichten von Anderſon. Berlin, Haude⸗Spener'ſche Buchhandlung. 1862.

Anderſon's neue kleine Erzählungen im Märchengewande ſind noch eben ſo gut und anſprechend, als ſeine früheren. Sie theilen mit denſelben die gleichen Licht⸗ und Schattenſeiten, fein,