deren Erſcheinungen als in ſeiner Vaterſtadt entgegen, und nicht lange dauerte es, ſo ſaß er muſicirend und componi⸗
am Tage die Collegia zu verſäumen.
muſikaliſche Talent des jungen Studeuten von einflußrei⸗
chen Muſikfreunden bemerkt, die ihm dringend zuredeten, ſich ganz der Kunſt zu widmen. leute mißtrauend, einige Zeit gegen dieſe Vorſchläge; als ſich aber Schicht erbot, ihm unentgeltlich gründlichen Un⸗ terricht im ganzen Umfange der Theorie zu ertheilen, gab er dem Zureden ſeiner Göuner und ſeinem eigenen Drange nach, beſuchte nur noch äſthetiſche und philoſephiſche Vor⸗
leſungen, die dem Künſtler zu Gute kommen ſollten, und
trat über in das Reich, wozu ihn die Natur beſtimmt hatte. Zunächſt trieb er die theoretiſchen Studien mit glühendem Eifer, nicht weniger beſchäftigte er ſich mit den Werken großer Meiſter, die ihm in Leipzig leicht in Partitur wie in Ausführung zugänglich wurden. Nun lerxute er ſeine Gedanken ſchon wenigſtens für kleinere Geſangs⸗ und Claviercompoſitionen in entſprechende Formen zu bringen. Sie wurden von Leipziger Verlegern gedruckt und hono⸗ ritt, wodurch ſeine Subſiſtenz ſich etwas ſicherer geſtaltete, und er auch ſeiner Mutter, die er zärtlich liebte, kleine Unterſtützungen zufließen laſſen konnte. Aber ſeine Haupt⸗ neigung zog. ihn zur Oper. Eine Oper zu componiren war ſein brennendſter Wunſch; vergeblich jedoch bemühte er ſich um ein Libretto. Wer die Noth des dramatiſchen Componiſten nicht kennt, mag lächeln bei der Nachricht, daß Marſchner endlich einen Text ergriff, den Mozart be⸗ reits componirt hatte— Titus. Aber die Sache iſt nicht ſo lächerlich und unnütz, als ſie ausſehen mag. Die we⸗ nigen nackten Dichterzeilen der Arien und Enſembles zu abgerundeten und lebensvollen Tongebilden auszuformen, iſt eine Kunſt, die nur durch lange Uebungen und vielfache Verſuche zu erringen iſt. Zu ſolchen Verſuchen iſt jeder Text dienlich; an eine Aufführung auf der Bühne dachte
Er kämpfte, ſeinem Ta⸗
Marſchner dabei nicht.
Er hielt die Partitur geheim,
wie denn z. B. ein
genommen wurde.
Carlsbad, um als Claviervirtuoſe ein Concert zu geben. Dort intereſſirte ſich ein junger Graf lebhaft für unſeren Künſtler, arrangirte ihm ein einträgliches Concert und lud ihn nach Wien ein. Dahin ging Marſchner im Herbſt mit Empfehlungen von Schicht und Wendt an Beethoven verſehen, den zu ſprechen und zu ſehen ihn mit den ſeligſten Hoffnungen erfüllte. Von dem großen, angebeteten Mei⸗ ſter hoffte er tiefere Aufklärungen über die Geheimniſſe ſeiner Kunſt, und durch Vorlegung einiger mitgebrachten Manuſcripte Belehrungen, Zurechtweiſungen, aber auch Ermuthigung ſeines Talentes zu gewinnen. wartungen wurden ſchrecklich getäuſcht. Beethoven warf einen flüchtigen Blick auf die Compoſitionen und gab als ganzes Urtheil darüber nichts weiter von ſich als ein ziem⸗ lich zweideutiges„Hm!“ Darauf reichte er dem ſchüchter⸗ nen jungen Maune zwar freundlich die Hand, äußerte aber dazu:„Hab' nicht viel Zeit— nicht zu oft kommen— dann aber wieder was bringen.“
Marſchner war in verzweifelter Stimmung, zerriß ſeine Compoſitionen und packte den Koffer, um nach Leipzig zu ſeinem juriſtiſchen Studium zurückzukehren. Einen ſolchen Entſchluß indeſſen konnte ein Tongeiſt, in welchem die Kraft zu einem künftigen„Vampyr“ lebte, wohl in einer niedergeſchlagenen Stunde faſſen, aber nicht für's Leben durchführen. Dazu kamen ſeine Freunde, die ihn über Beethoven's Art aufklärten, beruhigten und ihn ſpäter ſelbſt wieder zu dem Meiſter führten und ihm einen freundlicheren Empfang bereiteten. So kamen Muth und Selbſtvertrauen bald wieder.
England eingeführten 75% aus Oſtindien, 12 ½2% aus Amerika und die übrigen 12 ½2% aus Aegypten und anderen Ländern ſtammten. Im Anfange des vorigen Jahres ſeien wöchentlich in England 50,000 Ballen Baumwolle für die Induſtrie erfordert woörden, doch in Folge der verminderten Zufuhr hätte ſich der Verbrauch um die Hälfte vermindert. In Folge der Arbeitsver⸗ minderung ſeien 100,000 Arbeiter ganz unbeſchäftigt und 300,000 arbeiteten nur die halbe Zeit. An die Arbeiter würden jetzt ge⸗ gen früher monatlich eine Million Pf. St. weniger Arbeitslohn ausgezahlt, und der Verluſt der Fabrikanten betrage zwei Drittel dieſer Summe. Somit verliere England durch die Stockung die⸗ ſes Induſtriezweiges jährlich in runder Summe zwanzig Millio⸗ nen Pf. St., was die Arbeiter zu ſchrecklichen Entbehrungen ver⸗ urtheile und unter ihnen eine grenzenloſe Noth verurſache. Schließlich machte Herr Bazley darauf aufmerkſam, daß England ſeinen ganzen Baumwollenbedarf recht gut aus Oſtin⸗ dien, Jamaica und ſeinen übrigen weſtindiſchen Beſitzungen, ſo wie aus Queensland und Neuſüdwales beziehen könne, und daß ſich Calico aus oſtindiſcher Baumwolle ebenſo gut drucken laſſe wie der aus nordamerikaniſcher. Unter Andern zeigte er auch eine Spitzenprobe vor, welche in Nottingham aus baumwollenem Garn, das in ſeinen eigenen Spinnereien gefertigt worden, ge⸗ webt worden war. Dieſe Spitzen wurden von keinen am ren übertroffen und waren ganz ſolchen Spitzen gleich, von denen früher das Yard mit zehn Guineen bezahlt wurde, während der Fabrikant die ſeinige jetzt willig zu 10 Pence verkauft. So groß iſt der Unterſchied zwiſchen den Arbeiten der Menſchenhand und denen der Maſchine.. C.
V
Literatur.
Der Haushalt von Sir Thomas More. Aus dem Tagebuche ſeiner Tochter Margareta. Aus dem Engliſchen von Adolf Bacmeiſter. Stuttgart, bei Karl Macken.
Wir haben es hier mit einem ungemein ehrwürdigen, rühren⸗ den Werke zu thun. Das finſtere Schickſal des edlen More iſt zu bekannt, und ebenſo die blutige Tyrannei Heinrich des Achten von England, der dieſen freiſinnigen, religibſen Mann durch ein feiles Gericht verurtheilen und hinrichten ließ, weil er ſich gegen Heinrich's Eheſcheidung von Katharina erklärte und ſich weigerte, den gewiſſenloſen Suprematieeid zu ſchwören. Er fiel als ein Opfer der Charakterwürde, und nicht bloß dies war beklagens⸗ werth und ſchändend für Englands käufliche Seelen, ſondern be⸗ trübend wirkte es zu gleicher Zeit, daß in More nicht nur ein einzelner ehrenhafter Mann, vielmehr zugleich ein großer Gelehrter und ein theures Haupt einer liebenden, allein durch ihn glücklichen Familie gemordet wurde.—
More hatte gelehrte Töchter von Geiſt und Umſicht, wie es damals bei einer wiſſenſchaftlichen Ausbildung vieler Frauen ein häufiges Product dieſer Zeitſitte war. Beſonders zeichnete ſich „Meg“(Margareta), die eine ſeiner Töchter, durch Tüchtigkeit des Kopfes und Herzens aus, und ſie hat uns über das häusliche Leben des More'ſchen Hauſes zu Chelſea, einer früheren Vorſtadt Londons, ein unſchätzbares Tagebuch hinterlaſſen.
Mit aller Naivetät eines geſunden, reinen Sinnes, der von kleinlicher Eitelkeit, Geſuchtheit und ſonſtiger weiblicher Seelen⸗ ſchminke frei iſt, erzählt uns das kaum ſechzehnjährige Mädchen
die Einzelnheiten eines Familienlebens, wie ſie die Sitten und
doch zeigten einzelne Stücke darin ſchon ſeine beſondere rend in die Nächte hiuein, da er zu gewiſſenhaft war, um Begabung für die dramatiſche Muſik, Bald wurde das Terzett daraus ſo gelungen war, daß es ſpäter mit veräun⸗ dertem italieniſchen Text aufgeführt und ſehr beifällig auf
—
Im Jahre 1817 machte Marſchner eine Reiſe nach
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