Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
491
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Vm Nr. 31.]

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Und was er mit demſelben bezweckt, erreicht er voll⸗ ländig, entgegnete Gottfried, indem er mit feſter Hand den Vertrag unterſchrieb.Die Pflicht gebietet mir jetzt, dem Geſchäfte meine ungetheilte Aufmerkſamkeit zu wid⸗ nen, und es iſt meiner Meinung nach immer beſſer, ein janzer und tüchtiger Kaufmann zu ſein, als ein ſchlechter lder höchſtens mittelmäßiger Schriftſteller.

Ein deutſcher Tondichter.

Es iſt zu hoffen, daß recht bald über das intereſſante Leben des verſtorbenen Componiſten Marſchner etwas Aus⸗ führliches geſchrieben werden wird. Bis dahin verweiſen wir die zahlreichen Muſikfreunde auf das Wenige, was

unſere Tage bis jetzt gebracht, da es genügt, ein Bild vom

Weſen dieſes beliebten Talentes zu geben.

Vor mehr als fünfzig Jahren war eines Nachmittags ein Knabe auf den Schnürboden einer Provinzialbühne geſchlichen, um der Probe eines Ballets beizuwohnen, das er für eine ambulante Tänzergeſellſchaft geſchrieben hatte. Bald nach dem Beginn der Ouvertüre entſtand eine Pauſe, und aus dem Munde eines groben Horniſten ſchallten dem ingſtlich Lauſchenden die furchtbaren Worte in die Ohren: Das muß ein Eſel gemacht haben, das kann ja gar kein

Meuſch blaſen. Da ſank der arme Componiſt in Ohn⸗ racht, kam ganz verſtört uach Hauſe und verfiel in ein laugwieriges Nervenfieber.

Folge.

war Heinrich Marſchner, welcher vor Kurzem in Hannover als Königlicher Generalmuſikdirector und be⸗ rühmter Operncomponiſt von Hoch und Niedrig in langem feierlichen Trauerzuge zu Grabe getragen worden iſt.

Wir geben unſeren Leſern eine kleine Skizze ſeines Lebens und Bildungsganges.

Heinrich Marſchuer erblickte das Licht der Welt in Zittau am 16. Auguſt 1795. Vom ſechsten Jahre an erhielt er Unterricht im Clavierſpiel, worin er überraſchende Fortſchritte machte. Da ihm die Natur eine gute Stimme geſchenkt hatte, ſang er bereits im neunten Jahre Bach'ſche Motetten vom Blatte, wirkte als Soliſt in Kir⸗ chen und Concerten ſeiner Vaterſtadt mit, und gewann ſich dadurch die Zuneigung des trefflichen Organiſten Auguſt Bergt aus Bautzen, der zuweilen nach Zittau kam, und ſeine Oratorien daſelbſt zur Aufführung zu bringen. Die⸗ ſes war auch Veraulaſſung, daß der kleine Sänger nach Bautzen überſiedelte, ohne Nutzen jedoch für ſeine muſika⸗ liſche Lernbegierde. Denn von Unterricht in der Compoſi⸗ tion, worauf der Knabe gerechnet hatte, war keine Rede; dagegen mußte er ſich fleißig mit Lateiniſch und Griechiſch beſchäftigen. Unangenehm getäuſcht kehrte er zu ſeiner Mutter nach Zittau zurück, um ſeine Schulbildung daſelbſt fortzuſetzten. Aber mächtig war ſchon der augeborene muſikaliſche Schaffenstrieb in ihm erwacht. Wie viele Kunſttalente, denen der Unterricht verſagt iſt, fing auch er ohne alle theoretiſche Kenntniß an zu componiren. Er machte nach, was ihm an Muſikſtücken zu Geſichte kam, und ſo viel er davon begreifen konnte, Lieder, Motetten, Balladen, Rondos, Sonaten, wobei ihn die Eingangs erwähnte Fatalität traf, die ihm beinahe das Lebeu gekoſtet hatte.

1816 bezog Marſchner die Univerſität Leipzig, um Jus zu ſtudiren. Aber Leipzig iſt nicht die Stadt, die einen Tongeiſt von ſeiner Beſtimmung abzulenken vermag.

Dieſer unglückliche Debütant im Reiche der Muſika

Die Muſik trat ihm dort in viel bedeutenderen und locken⸗

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der Feſtigkeit der metallenen Ringe ab, welche die Stäbe feſt⸗ halten und die Deine Familig darſtellen; wenn die, von denen Du abſtammſt, gut ſind, ſo wirſt Du auch gut ſein. C.

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Aus der Gegenwart. Cotton is king.

Der AusſpruchBaumwolle iſt König iſt bekannt genug, ebenſo weiß man, daß die Südſtaaten aus der Union der Ver⸗ einigten Staaten von Nordamerika beſonders in dem feſten Ver⸗ trauen auf die Macht der Baumwolle austraten, weil ſie die Ueberzeugung hegten, England und Frankreich, die ohne die nord⸗ amerikaniſche Baumwolle nicht beſtehen könnten, würden ſofort ur Anerkennung der Conföderation ſchreiten, um an dieſem für ihre Induſtrie ſo wichtigen Rohmaterial keinen Mangel eintreten zu laſſen; dagegen iſt es weit weniger bekannt, welch eine großar⸗ tige Rolle die Vaumwolle in der Induſtrie, dem Handel und der Schifffahrt ſpielt und wie mächtig ſie auf die Entwickelung ande⸗ rer Induſtriezweige, z. B. des Maſchinenbaus eingewirkt und ſo die Wahrheit der obigen Ueberſchrift bewahrheilet hat. Wir ſind weit entfernt, uns hier in eine ausführliche Beſprechung dieſes egenſtandes einlaſſen zu wollen, die einen ſtarken Band füllen und in dieſer Zeitſchrift am wenigſten an ihrem Platze ſein würde, glauben aber, daß unſeren Leſern die Mittheilung einiger Angaben über dieſelt Gegenſtand willkommen ſein wird, die wir einem Vortrage des Parlamentsmitgliedes Bazley, den er kürzlich in London in der Royal Inſtitution hielt, entnehmen. Nach einer kurzen Einleitung des Urſprunges und der Ent⸗

wickelung der Baumwolleninduſtrie in England, die vor dem Ein⸗ tritt des Baumwollenmangels in Folge der nordamerikaniſchen Wirren fünf Millionen Menſchen in Großbritannien Beſchäfti⸗ gung und ihren Lebensunterhalt gab, hob er zuerſt die große Wich⸗ tigkeit dieſes Induſtriezweiges in politiſcher und finanzieller Hin⸗ ſicht hervor. Der Werth der jährlichen Ausfuhr baumwollener Garne und Gewebe war auf funfzig Millionen Pf. St. geſtiegen, bildete demnach den dritten Theil der Geſammtausfuhr Großbri⸗ tanniens und Irlands, während das Inland für weitere dreißig Millionen Pf. St. baumwollene Waaren verbrauchte. Seit längerer Zeit machten einſichtsvolle Männer darauf aufmerkſam, welchen Gefahren ſich England ausſetze, wenn es nicht Sorge da⸗ für trage, den Baumwollenbau in ſeinen eigenen Colonien und anderen Ländern zu befördern und dadurch ſeiner Abhängigkeit von den nordamerikaniſchen Sclavenſtaaten in Betreff der Zufuhr von Baumwolle ein Ende zu machen. Sie ſprachen es laut aus, daß es eine Schande für England ſei, von einer fremden Nation in Hinſicht eines Rohproducts abhängig zu ſein, ohne welches eine ſehr große Zahl Menſchen ohne Arbeit und Brod ſein, und eine ſehr große Summe des Nationalreichthums verloren ſein würde. Bis zu der Zeit, wo die Baumwollenzufuhr aus Nordamerika ins Stocken gerieth, bezog England aus ſeinen eigenen Beſitzungen nur 7 Procent der ihm zugehenden Baumwolle, deren bei weitem größter Theil aus den Sclavenſtaaten ſtammte. Bazley wies nun nach, daß früher alle Verſuche, die Fabrikanten zu beſtimmen, den Baumwollenbau in Oſtindien und anderen engliſchen Beſitzun⸗ gen zu befördern, geſcheitert ſeien. Jetzt indeſſen, wo der Baum⸗ wollenmangel eingetreten ſei, habe die Zufuhr von Baumwolle aus Oſtindien ſo zugenommen, daß von der im Jahre 1861 in