Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
487
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gie wollen die Rechte eines ſolchen nun geltend machen, jaben Sie auch den Pflichten deſſelben Ihrer Nichte ge⸗ erüber genügt? Fragen Sie Ihr Gewiſſen, es wird mit Nein antworten, mithin können Sie auf Eleonore's Dank und Liebe keinen Anſpruch machen und Sie ſtehen ür nicht näher als ich!

Nach dieſen Worten und ohne dem Kaufmann zu iner Erwiderung Zeit zu laſſen, ging Gottfried hin⸗ us. Als er in's Comptoir trat, fand er dort den Griefträger, der ſchon ſeit einer Viertelſtunde ihn er⸗ nartete. Ein Blick auf die Adreſſe des Briefes, wel⸗ ten dieſer ihm überreichte, rief eine freudige Hoffnung dem Herzen des jungen Mannes wach; das Schreiben um von der Redaction der Zeitſchrift, an welche er ſein Manuſcript zur Novellen⸗Concurrenz geſandt hatte, und gtternd vor Aufregung erbrach er das Siegel. Haſtig durchflog er die Zeilen, legte dann den Brief auf's Pult, um dem ungeduldig werdenden Poſtboten das Porto zu phlen, und eilte hinaus, um den Wagen, der in einer Viertelſtunde nach C. abfuhr, noch benutzen zu können.

Wenige Minuten nach dem Fortgange Gottfried's trat Meyer in's Comproir, ſeine Frage nach dem Correſpon⸗ denten beantwortete Klein durch einen ſtummen und doch gielſagenden Blick auf den Brief, der, von Gottfried ver⸗ eeſſen, auf dem Pulte des Letzteren liegen geblieben war; der Kaufmann nahm keinen Anſtand, den Brief zu entfal⸗ den, wie aber erſtaunte er, als er nun folgende Zeilen las:

Hochgeehrter Herr! Zu unſerem Bedauern müſſen bir Ihnen mittheilen, daß Ihre uns eingeſandte Novelle zur Concurrenz nicht zugelaſſen werden konnte, weil ſie die korgeſchriebene Bogenzahl nicht ausfüllt. Der Wunſch indeß, den Verfaſſer dieſer von Geiſt und Talent zeugenden lrbeit kennen zu lernen, bewog uns, das der Novelle bei⸗ legende Couvert zu öffnen; wir hoffen, daß Sie dieſe leberſchreitung unſerer Befugniſſe uns verzeihen werden. Die in erfreulicher Weiſe fortſchreitende Ausdehnung

Dritte Folge.

unſerer Abonnentenzahl nöthigt uns, auf eine Vermeh⸗ rung unſeres Redactions Perſonals bedacht zu ſein, und da wir vorausſetzen, daß Ihnen, einem wiſſenſchaftlich tief gebildeten Manne, die drückende Stellung eines Poſtſecre⸗ tärs nicht zuſagt, ſo erlauben wir uns, Ihnen den Poſten eines Redacteurs und Mitarbeiters an unſerem Blatte vorzuſchlagen. Wir ſetzen für denſelben ein fixes Gehalt von ſechshundert Thalern jährlich aus, und honoriren außerdem Ihre Arbeiten für unſere Zeitſchrift mit dreißig Thalern für den Druckbogen. Sind Sie geneigt, auf die⸗ ſes Anerbieten, deſſen Vortheile Ihnen einleuchten werden, einzugehen, ſo bitten wir um Ihre ſofortige Antwort. Mit beſonderer Hochachtung die Verlagshandlung.

Meyer überlas den Brief noch einmal, faltete ihn dann zu, legte ihn wieder auf's Pult und ging in ſein Cabinet zurück. Hier blieb er eine geraume Weile, in Nachdenken verſunken, in ſeinem Seſſel ſitzen; eudlich ſprang er auf, nahm Hut und Stock, zog die Handſchuhe an und verließ das Haus, um für den nächſten nach C. abgehenden Poſt⸗ wagen ein Paſſagierbillet zu löſen. Der Wagen fuhr erſt nach Tiſche ab, ſomit fand der alte Herr hinreichend Zeit, den Schritt, den er eben zu thun geſonnen war, noch⸗ mals reiflich zu überlegen. Seine Frage, ob mit dem zu⸗ letzt abgegangenen Wagen ein junger Mann nach C. ge reiſt ſei, wurde von dem Secretär bejaht; Meyer hatte dies erwartet und ſeinen Plan darauf gebaut.

Während der Wagen, der ihn in den Wohnort ſeiner Nichte brachte, über die Landſtraße rollte, blieb er, das Kinn auf den Knopf ſeines Stockes geſtützt, in ſeine Ge⸗ danken verſunken, keine Miene verrieth indeß, was in ſei⸗ ner Seele vorging. Der Abend dämmerte bereits, als der Wagen auf dem Poſthofe in C. hielt, Meyer ſtieg aus, ließ ſich die Wohnung des Steuerempfängers Rolshauſen bezeichnen und ſchlug ungeſäumt den Weg zu derſelben ein. Die hell erleuchteten Fenſter des Hauſes, das geſchäftige Hin- und Herrennen in demſelben, welches er von außen

zurch dickes Geſtrüpp gezogen und bis auf die Haut durchnäßt; da erblickten ſie plötzlich die ausgedehnten, grasbewachſenen Ebe⸗ nen am Lachlan; das Dickicht war wie abgeſchnitten, etwa ſo wie

n Europa ein junger Waldbeſtand, welcher an Ackerfelder grenzt.

der Lauf des Fluſſes wurde durch weiße Gummibäume und Mi⸗ mnoſen bezeichnet. Gegen Mittag brach die Sonne durch das hewölk, und man glaubte ſich in einem gelobten Lande. Das bgehungerte Vieh rannte in die Grasebene, und man gönnte ihm inige Ruhetage.

In Auſtralien war alſo Frühlingsanfang, die Bäume ſtan⸗ den in Blüthe, Weide und Waſſer waren in Menge vorhanden, die Reiſe ſchon bis auf das letzte Drittel zurückgelegt, und dieſes het keine erheblichen Schwierigkeiten dar. Leuba zog fortwäh⸗ tend am Lachlan hin, die Ochſen wurden Nachts auf grasbedeckte Vorſprünge getrieben, große Halbinſeln, welche der ſchlängelnde Fuß bildet, und ließen ſich dort leicht bewachen. Die Reiſenden zingen auf die Jagd oder den Fiſchfang; Trappen und Kaſuare kannten in großer Menge über die Ebene. Der Fluß war mit Waſſervögeln gleichſam bedeckt, und auf den Gummibäumen ſaßen Tauben zu Hunderten, reizende Thiere, graubraun, aſchgrau, gelb ider rothbraun, oder auch mit bronzefarbigen Fittigen. Die ſchwarzen ſammelten eine reiche Ernte von Eiern. Es war ein

dolliſches Leben, aber Gefahren ſtellten ſich doch auch ein. Leuba

ſaß eines Abends auf einem Baumſtamm am Fluſſe; in der einen dand hielt er eine Tabakspfeife, in der andern ein Glas mit Grog. Da gewahrte er zu ſeinem Schrecken, daß eine große Diamant⸗ ſchlange, welche von hinten auf den Baumſtamm geſchlüpft war, ber ſeine Beine hinwegkroch, um auf der andern Seite hinabzuglei⸗ ſen. Zum Glück behielt er ſeine Faſſung und bewegte ſich nicht.

1ls ſie wieder am Boden war, ſprang der Koch herbei und ſchlug ie todt.

Am Lachlan machte der Zug täglich nur vier Wegſtunden, um einen ganzen Monat lang die ſchoͤne Weide, auf welcher die Ochſen prächtig gediehen, zu benutzen. Etwa alle zehn engliſche Meilen weit fand man Stationen, und das Vieh wird oft ſo ſchwer, daß man es nur mit Mühe in weitere Entfernungen trei⸗ ben kann. Man hält nur wenige Schafe, da das Rindvieh einen Widerwillen gegen dieſe hegt und da, wo jene geweidet haben, nicht freſſen will, während im Gegentheil die Pferde gerade ſolche Stellen gern aufſuchen. Eine Ochſenheerde kehrt um und läuft weg, wenn man ihr einige Hämmel entgegentreibt. Darchy's Zug kam einmal dadurch in große Unordnung.

Endlich erreichte er Apple⸗Hill unweit der Mündung des Lachlan in den Murray und trieb ſeine Heerde an dieſem Letzte⸗ ren entlang bis dahin, wo ſich der Darling in ihn ergießt. Der Fluß war da, wo die Ochſen hindurchgetrieben wurden, etwa eine Viertelſtunde breit. Am Ufer lagerten viele Schwarze, welche ihre Kähne den Reiſenden zur Verfügung ſtellten. Sie waren wohlgenährt, denn die Jagd gab Ausbeute in Menge, und der Wilde verſteht mit ſeinem Wurfgeſchoß, dem Bomerang, die Waſſervögel zu treffen. Dieſe Eingebornen ſind jetzt im Allge⸗ meinen friedlich, denn ſie kennen und fühlen die Ueberlegenheit der Weißen, aber dann und wann treiben ſie an den entfernteren Sta⸗ tionen noch Vieh weg. Einſt hatten ſie ungefähr dreihundert Ochſen geraubt und ſaßen eben beim Feſtmahl, als etliche zwan⸗ zig Squatters, welche den Schwarzen nachgeeilt waren, mitten in ſie hineinſprengten. Dieſe wiſſen ihre langen Peitſchen, die ſogenannten Stockwhips, ganz ausgezeichnet zu führen, und hieben