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Ihn zu ſich für die wenſch einen Freund en Ausführung aten zu können
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kläglich. Das umont, La urück. Auf ut!“ Eine ¹ Alles unta- at, ſtürzt nieder
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Die Löwen waren zu Rehen geworden.
Nr. 30.]
ter Freundlichkeit, der, mit den Regeln der ſogenaunten Schicklichkeit nicht vertraut, pünktlich zur beſtimmten Stunde ſich einfand und zu ſeinem Schrecken bemerkte, daß er der Erſte war. Er kanute nicht die neben ſo manchem underen Unſinn in den Cirkeln der höheren Stände herr⸗ ſhende Anſtandsregel, nach welcher der Eingeladene ſich mindeſtens eine halbe Stunde nach der feſtgeſetzten Zeit teſt einfinden darf, die einer Verſpätung das Lob zollt, ſie gehöre zum guten Ton und laſſe den Gebildeten erkennen. Meyer bemerkte ſofort die Verlegenheit, die in den Zügen ſeines Correſpondenten ſich ſpiegelte, und ein kaum merk⸗ bares Lächeln flog über ſeine Lippen.—„Pünktlich wie immer!“ nahm er das Wort, auf den jungen Mann zu⸗ ſchreitend und ihm die Hand reichend,„ich liebe das, und Sie dürfen dieſer Ihrer Pünktlichkeit einen guten Theil meiner Gunſt zuſchreiben. Nehmen Sie Platz.“
Gottfried⸗kam der Aufforderung ungeſäumt nach und nahm keinen Anſtand, die Cigarre, welche der Principal im anbot, anzuzünden. 4
„Sie ſind jetzt bereits ein Vierteljahr in meinem Dienſt?“ fragte der Letztere nach einer Weile.
„Allerdings,“ erwiderte der junge Mann,„und ich offe, daß
„Bon!“ fuhr der Kaufmann, ſeinem Correſpondenten in die Rede fallend, fort.„Ich denke, Ihnen während dieſer Zeit ſchon oft den Beweis gegeben zu haben, daß ich mit Ihnen durchaus zufrieden bin; um Sie indeß hiervon noch beſſer zu überzeugen, erhöhe ich von heute ab Ihr Gehalt um hundert Thaler, meine Mittel erlauben das.“
Freudig überraſcht fuhr Gottfried von ſeinem Sitz auf.
„Nichts von Dank!“ verſetzte Meyer abwehrend, „thun Sie Ihre Schuldigkeit wie bisher, ſodaß ich auch ſerner mit Ihnen zufrieden ſein kann. Ich weiß wohl, daß Ihre Collegen ſcheel auf Sie hinabſehen und Ihnen neine Gunſt nicht gönnen; kümmern Sie ſich nicht darum; wie viel ich von dieſen halte, werden Sie vielleicht binnen
Dritte Folge.
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V
Kurzem ſchon erfahren— aber ſtill, ich glaube, da kommen ſie ſchon.“
Dem jungen Manne entging nicht, daß ein Schatten des Unmuths über die Züge des Principals flog, als gleich nach ſeinen Worten die Thüre geöffnet wurde und der Buchhalter in Begleitung des Volontairs eintrat; er ſchloß daraus, daß Meyer die Unterhaltung ungern ab⸗ brach, wie die unerwartete Salairerhöhung ihn nicht mit Unrecht vermuthen ließ, daß der in jeder anderen Bezie⸗ hung etwas knickrige Kaufmann ſeine guten Gründe hierzu hatte. Faſt gleichzeitig mit den Beiden traten auch die übrigen Collegen Gottfried's ein, und das Feſt nahm ſei⸗ nen Anfang. Ueber Tiſch wurde nur wenig geſprochen, jeder richtete ausſchließlich ſeine Aufmerkſamkeit auf die herrlich zubereiteten Speiſen, und zudem liebte Meyer auch die Converſation während des Eſſens nicht. Der Zufall wollte, daß in dem Augenblick, als das Deſſert aufgetra⸗ gen wurde, der Hausknecht eines Gaſthofes erſten Ranges eintrat und den Kaufmann von der Ankunft eines Frem⸗ den benachrichtigte, der mit Meyer in Geſchäftsangelegen⸗ heiten zu reden wünſche und nur wenige Stunden in der Stadt ſich aufzuhalten gedenke. Ohne Zögern erhob ſich der Kaufmann.„Sie hören, meine Herren, daß die Pflicht mich ruft,“ wandte er ſich zu ſeinen Gäſten mit bedauerndem Achſelzucken;„ſo unangenehm es mir auch iſt, juſt zu ſolcher Stunde geſtört zu werden, muß ich doch dem Rufe gehorchen. Ich hoffe indeß, in kurzer Zeit wie⸗ der hier zu ſein und alsdann noch einige Stunden in Ihrer Mitte zuzubringen.“ Nachdem er dem Diener noch einige Befehle in Bezug auf die Tafel ertheilt hatte, ver⸗ ließ er das Zimmer, und der Buchhalter übernahm nun gleichſam den Vorſitz.
„Gut, daß der Filz ſich empfohlen hat,“ nahm der Volontair das Wort, während er eine Cigarre anzündete und ſich behaglich in den Seſſel zurücklehnte.„Mir iſt in ſeiner Nähe ſtets zu Muthe, als befände ich mich auf dem
Domon und Subervic vor dem Prinzen Wilhelm von Preußen zurück. Guyot, der die Schwadronen des Kaiſers zum Angriff geführt hat, fällt unter die Füße der engliſchen Dragoner. Na⸗ poleon reitet in Galopp längs der Fliehenden, redet ſie an, dringt in ſie, droht ihnen, fleht ſie an. Jeder Mund, der am Morgen Nive l'Empereur!“ rief, bleibt ſtumm; kaum erkennt man ihn. Die friſch angekommene preußiſche Cavallerie galoppirt, fliegt, ſäbelt nieder, haut in Stücken, ſerfetzt, tödtet, vernichtet. Die Geſpanne gerathen unter einander, die Geſchütze werden geflüch⸗ tet; die Trainſoldaten ſpannen die Pferde von den Munitions⸗ wagen ab und bedienen ſich derſelben, um ſelbſt zu entfliehen; umgeſtürzte Gepäckwagen, deren vier Räder in die Luft gekehrt ſind, verſperren die Straße und werden die Veranlaſſung zu einem Gemetzel. Man zerſchmettert ſich, zertritt ſich und man ſchreitet über Todte und über Lebende weg. Die Arme ſind vor Schrecken ſteif. Eine vom Schwindel befallene Menge füllt die Landſtra⸗ ßen, Fußpfade, Brücken, Ebenen, Hügel, Thäler und Wälder, die durch dieſe Flucht von vierzigtauſend Mann verſperrt ſind. Ueberall Geſchrei und Verzweiflung, Torniſter und Gewehre wer⸗ den in die Roggenfelder geworfen, mit Säbelhieben bahnt man ſich einen Weg; es gibt weder Cameraden, noch Officiere, noch Generale mehr, es herrſcht ein nicht mit Worten zu beſchreibender Schrecken. Zieten ſäbelt Frankreich nach ſeinem Belieben nieder. . So war dieſe Flucht. In Genappe verſuchte man, ſich umzukehren, Front zu ma⸗ chen, der Flucht einen Hemmſchuh anzulegen; Lobau brachte 300 Mann zuſammen. Man verbarricad irte den Eingang des Dorfes, aber beim erſten preußiſchen Kartätſchenſchuß ergriff Alles wieder die Flucht, und Lobau wurde gefangen. Man ſeh noch jetzt die
Spuren dieſes Kartätſchenſchuſſes am obern Theile eines alten Mauerwerks von Ziegelſteinen an der rechten Seite der Straße einige Minuten vor dem Eintritt in Genappe. Die Preußen ſtürz⸗ ten ſich auf Genappe, ohne Zweifel wüthend darüber, ſo wenig Sieger zu ſein. Die Verfolgung war entſetzlich. Blücher befahl die Vernichtung. Roguet hatte das klägliche Beiſpiel gegeben, jeden Grenadier mit dem Tode zu bedrohen, der ihm einen gefan⸗ genen Preußen zuführen würde. Blücher ging noch weiter als Roguet. Der General der jungen Garde, Duhesme, an der Thür eines Wirthshauſes in Genappe in die Enge getrieben, überreichte ſeinen Degen einem ſchwarzen Huſaren, welcher den Degen nahm und den Gefangenen tödtete. Der Sieg endete mit dem Meuchel⸗ mord des Beſiegten. Wir wollen beſtrafen, weil wir die Geſchichte ſind: der alte Blücher entehrte ſich.(Dieſe Behauptung würde nur dann wahr ſein, wenn Blücher das gethan oder befohlen hätte, was der ſchwarze Huſar that, der ſicher zu ſeiner Handlung nur durch den vom General Roguet erlaſſenen Befehl beſtimmt wurde, welchen Letztern die Verantwortlichkeit dafür allein trifft.) Dieſe Wildheit ſteigerte die regelloſe Flucht bis auf den höchſten Grad. Die verzweifelte Flucht ging durch Genappe, Quatre⸗Bras, Som⸗ breffe, Frasnes, Thuin, Charleroi und machte erſt an der Grenze Halt. Leider! Und wer floh in einer ſolchen Art? Die große Armee.—————
XIV. Das letzte Carré. Einige Carrés der Garde, unbeweglich beim Abfluß der
Flucht, wie Felſen in fließenden Gewäſſern, hielten ſich bis zur Nachtes⸗
Die Nacht kam und eben ſo der Tod; ſie erwarteten dieſes doppelte Dunkel und ließen ſich unerſchüttert davon umringen. Jedes Re⸗
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