inbetriff
meiſter die Kün
rifft, ſo ve⸗
werde ich die⸗
ach Ablauf der
„Biſt Du von 8s Dein wohl⸗ lich mit Dir zu chritte zu thun, ſt
egnete Gott⸗ Wunſch, dieſes nir die Energie oſtmeiſters habe c davon abhal⸗
le unterbrochene vernünftig wer⸗ der erſte Zorn einem verſtör⸗ 5Du nichts iſt; draußen Thaler monat⸗ Apropos, was et?“ d, dem Freunde d dieſer lachte, zalte, laut auf, grlicher Offen⸗ glaube, Du jculum vitae dazu Jeit ge⸗ Erfahrungen, Compliuentir⸗ adiren, äls in ſiker herumzu⸗ —
en culminitenden en ſich und
d war da, un⸗
ſtöbern. Du willſt Dich um Herz und Hand einer Dame bewerben, und das Erſte, was Du thuſt, iſt, daß Du ihr Zartgefühl verletzeſt und Dich ihr als einen uugeſchliffenen Menſchen vorſtellſt.“
Gottfried ſprang erzürnt auf.„Halte die Grobheiten im Sack!“ fiel er dem Collegen in's Wort,„mich verdrießt die Geſchichte ohnedies genug. Liegt es in Deinem Kön⸗ nen und Wollen, mir einen Rath zu geben, wie ich meinen Fehler wieder gut machen kann, ſo thue es, im andern Falle bitte ich Dich, zu ſchweigen und mich mit Deinen Vor⸗ würfen zu verſchonen.“
„Hier iſt ſchlecht rathen,“ entgegnete Julius nach kur⸗ zem Nachdenken;„das Einzige, was Dir übrig bleibt, iſt, die Erzürnte ſchriftlich um Entſchuldigung zu bitten und ihr zu erklären, daß nur reine, uneigennützige Freundſchaft zu ihr Dich bewogen habe, jene allerdings unzarten Worte zu ſprechen. Dann warte das Weitere ab, wahrſcheinlich antwortet ſie nicht, aber wenn auch, der Brief wird ſeine Wirkung nicht verfehlen.“
Gottfried fand den Rath gut und entwarf ohne Zö⸗ gern den Brief, den er gleichzeitig mit einem zweiten an die Zeitungs⸗Expedition dem Poſtboten übergab. Der letztere Brief enthielt eine Annonce, in welcher der junge Mann einen Poſten, gleichviel ob in einem Bureau oder einem kaufmänniſchen Geſchäft, ſuchte.——
Die Vermuthungen ſeines Collegen erwieſen ſich als richtig. Eleonore beantwortete den Brief nicht, und der Poſtmeiſter erklärte ſchon am folgenden Tage dem Unter⸗ gebenen, daß er es noch einmal mit ihm verſuchen und die
Kündigung bis auf Weiteres zurücknehmen wolle; er hoffe
indeß, der Secretär werde ſich dies zur Lehre dienen laſſen und in Zukunft ſeinen Obliegenheiten beſſer nachkommen, als bisher. Gottfried beharrte aber ſtandhaft bei ſeinem
Entſchluſſe. Ohne ſich zu ereifern, wies er den gutge⸗
meinten Vorſchlag ſeines Vorgeſetzten mit der kurzen und entſchiedenen Erklärung zurück, er habe die Kündigung an⸗
Dritte Lolge.
genommen und bereits Schritte zur Erwerbung einer andern Stelle gethau, mithin könne von einer Zurücknahme derſelben jetzt keine Rede mehr ſeiu.— Der Poſtmeiſter glaubte ſeinen Ohren nicht trauen zu dürfen, als der Secre⸗ tär mit ſolcher unerhörten Kühnheit gegen ihn auftrat; er war gewohnt, bei ſeinen Untergebenen ſtets ſtummen Ge⸗ horſam zu finden.
„So ſcheeren Sie ſich meinetwegen zum Henker!“ brauſte er auf, als er ſeine Faſſung wieder gefunden hatte. „Werden's noch bereuen, Ihre Carriere ſo leichtſinnig ver⸗ ſcherzt zu haben!“
Am dritten Tage nach dieſem Vorfalle erhielt Gott⸗ fried durch die Expedition der Zeitung einen Brief, in welchem der in der nächſten Provinzialſtadt wohnende Kaufmaun Joſeph Meyer ihm mittheilte, daß in ſeinem Comptoire eine Stelle vacant ſei. Falls er auf dieſelbe reflectire, möge er unter Einſendung ſeiner Zeugniſſe und Angabe ſeiner bisherigen Beſchäftigung ſchriftlich ſich bei ihrm melden.— Der junge Mann ſuchte das vergilbte Lehrzeugniß unter ſeinen Papieren hervor, ſchrieb einen wohlſtyliſirten Brief und ſandte beides mit ſeinen heißeſten Segenswünſchen an den Kaufmann ab. Einige Tage ſpäter traf ſchoun die Antwort ein. Haſtig erbrach Gottfried das Siegel, entfaltete den Brief und überreichte mit einem triumphirenden Lächeln das Papier ſeinem Collegen, der eine leiſe Anwandlung von Neid über das Glück des Freundes empfand, als er folgende Zeilen las:
„Mein Herr! Sie ſind Poſtſecretär— bon! Auch ich trug einmal den orangefarbnen Kragen, freilich ſchon lange her, und kaun ſomit Ihr Verlangen, die drückenden Feſſeln Ihres Amtes abzuſchütteln, wohl ermeſſen! Was Ihr Lehrzeugniß anbetrifft, ſo gebe ich dafür nicht einen Pfifferling, weil der Ausſteller deſſelben ein Mann iſt, der nicht die geringſten kaufmänniſchen Kenntniſſe beſitzt. Aber Sie ſchreiben einen hübſchen, fließenden Styl, ſcheinen Scharfblick zu beſitzen und wohl befähigt zu ſein, die
des Plateau nicht einmal eine Runzel bildete. Durch die kleine
weiße Capelle, welche den Winkel deſſelben an der Chauſſee nach
Nivvelles bezeichnet, indeſſen gewarnt und aufmerkſam gemacht, hatte er wahrſcheinlich über die Möglichkeit eines Hinderniſſes an
den Führer Lacoſte antwortete. Man
eine Frage gerichtet, die derſelbe mit Nein be⸗ könnte beinahe ſagen, aus dem Kopfſchütteln
eines Bauern ſei die Kataſtrophe Napoleon's hervorgegangen.—
X. Das Plateau von Mont⸗Saint⸗Jean. Zu derſelben Zeit,
die Küraſſiere in ſicherem Schuß.
Carrés
rückgekehrt. kurzen
hepunkt. Das
Muth ſich vergrößert, während die Zahl ſich vermindert.
Ddie Colonne Walthier hatte allein von dem unglück gelitten; die Colonne Delord, welche Ney, als ob er die Falle geahnt hätte,
ſchräg zur Linken hatte reiten laſſen, kam vollſtändig an.
Die Küraſſiere ſtürzten ſich mit Ungeſtüm auf die engliſchen Carrés.“ Im ſtarkſten Galopp, den Zuügel ſchießen laſſend, den Degen Fſchen den Zähnen, die Piſtolen in der Fauſt, ſo war der Anungriff.
Es gibt Augenblicke in den Schlachten, wo die Seele des daß ſie den Soldaten faſt in eine Bildſäule 1 1 Die ſo heftig angegriffenen engliſchen Bataillone wichen nicht von der Stelle.
Menſchen ſo härtet, daß verwandelt und die Fleiſchmaſſe zu Granit wird.
wie der Schlund, hatte die Batterie ſich demaskirt. Sechzig Kanonen und dreizehn Carrés zerſchmetterten Der unerſchrockene General Delord erwiderte der engliſchen Batterie den militäriſchen Gruß. Die ganze fliegende engliſche Artillerie war im Galopp in die Die Küraſſiere hatten nicht einmal einen Unglück des Hohlweges hatte ſie deci⸗ mirt, aber nicht entmuthigt. Sie gehörten zu den Männern, deren
witterwolke angegriffener Vulcan;
geſetzt, da es ganz frei ſtand, wurde gleich
Nun begann eine ſchreckliche Scene⸗ Alle Vorderſeiten der engliſchen Carrés wurden zu gleicher Zeit angegriffen. Eine wahnſinnige, kreisförmige Bewegung umwickelte ſie. Dieſe kalte Infanterie blieb ſich ganz gleich. Das erſte Glied empfing mit
dem Knie auf der Erde die Küraſſiere auf ſeinen Bajonneten, das
hinter dem zweiten Gliede
zweite Glied mit ſeinem Musketenfeuer; Seite des Carrés
luden die Kanoniere die Geſchütze; die vordere öffnete ſich, machte dem Ausbruch eines Kartätſchenfeuers und ſchloß ſich ſofort wieder. Die Küraſſiere antworteten darauf durch ein Zermalmen. Ihre großen Roſſe bäumten ſich, ſtürzten aus der Reihe hervor, ſetzten über die Bajonnete weg und fielen rieſenhaft in die Mitte dieſer vier lebenden Mauern. Die Kano⸗ nenkugeln machten Lücken unter den Küraſſieren, die Küraſſiere bildeten Breſchen in den Carrés, Menſchenreihen verſchwanden unter den Pferden zermalmt. Die Bajonnete drangen in den Bauch dieſer Centauren. Daher rührte die Unförmlichkeit der Wunden, wie man ſie vielleicht anderswo nicht zu ſehen bekommen hat. Die durch dieſe raſende Cavallerie zuſammengeſchmolzenen Carrés zogen ſich, ohne ſich eine Blöße zu geben, enger zuſam⸗ men. Unerſchöpflich im Karlatſchenfeuer. veranlaßten ſie in der Mitte der Angreifenden eine Exploſion. Das Bild dieſes Kam⸗ pfes war entſetzlich. Die Carrés waren keine Bataillone mehr, es waren Krater; dieſe Küraſſiere waren keine Cavallerie mehr, ſondern ein Gewitterſturm; jedes Carré war ein von einer Ge⸗ f die Lava bekämpfte den Blitz.
Das äußerſte Carré zur Rechten, von allen am meiſten aus⸗
in den erſten Angriffen faſt ganz vernichtet. Es war aus dem fünfundſiebzigſten Regi⸗ ment der Hochländer gebildet. Der in der Mitte auf einer Trom⸗
Platz


