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Nr. 26.]
Dritte
Sie iſt in der kleinſten Blüthe ſo gut zu finden wie in dem räthſelvollſten Ereigniß,— ſie liegt ſchon im Sonnen⸗
ſchein, der auf grünen Blättern funkelt, die wir nicht knos-⸗
pen und werden ſahen,— in jeder Begegnung,— in der guten Stimmung, die ein ſchöner Tag dem Reiſeuden als Mitgift bringt! Wer köunte ſelbſt den in ſolchem Sinne oft geſchmähten Dampfwagen dahinſauſen ſehen, wie er etwas Lebendigeun gleich, brauſend und ziſchend, als der verkör⸗
perte, feurige Menſchengeiſt die Ebene durchſchueidet, oyne,
ſich, ja, ich wage das Wort, ohne ſich poetiſch angeregt zu fühlen? Was iſt denn eigentlich der Begriff der Roman⸗ tik, auf Erlebniſſe angewandt? Doch wohl nichts Anderes als die Gabe, dem Frühling ſeine Jugendlichkeit, dein Herbſt ſeine liebliche Melancholie nachzufühlen, die Fähig⸗ keit, das, Schöne und Anziehende, deſſen Werth in der eige⸗ nen Seele liegt, überall herauszufinden und durch jene Sympathie, die weiter reicht als Erfahrung, die Menſchen zu erkennen! Wenn in unſerer poſitiven Zeit Romantik überhaupt noch von außen her kommen kann, ſo iſt dies eben doch nur auf Reiſen, wo man dem Treiben und fal⸗ ſchen Leben entrinnt, dem ſich bis zu einem gewiſſen Grade Alle unterwerfen müſſen, und wo man Menſchen und Dingen eine Wärme entgegenbringt, die Alles verklärt. Hoch iſt es anzuſchlagen, daß die Sonntagsſtimmung ſolcher Reiſezeit jetzt nicht mehr das Monopol weniger Begüterten, ſondern ein Gemeingut geworden iſt, das Je⸗ dem zuweilen einmal erreichbar bleibt. Der Gewinn, daß unſerer heutigen, durch unaufhörliches Leſeu faſt bis zum Ueberdruß geſteigerten Bildung, die alles Ferne heranzieht, das friſche Leben erklärend zu Hülfe kommt, wenn es in ſolchen Reiſetagen in vollen Zügen geſchöpft wird, iſt wahrlich kein geringer zu neunen. Gewiß gewinnt das Bedürfniß gemeinſamer Geſinnung, das jetzt ſo lebendig durch die deutſchen Laude geht, durch die eigne Anſchauung der Gauen unſeres ſchönen Vaterlandes. Die jeder Ge⸗ gend eigenthümlichen Sitten werden von dem Gedächtniß
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deſſen, der ſich in frohſter Stimmung ihnen anſchloß, von Süden nach Norden, von Norden nach Süden getragen, manche Anſchauung wird gemildert, manches Vorurtheil aufgeklärt. Das Intereſſe an Orten und Dingen, das früher mehr ein locales war, gewinnt allgemeinere liebe⸗ volle Bedeutung, und gern kommt Jeder in ſpäterer Zeit der Erinnerung zu Hülfe und erzählt ſich und Andern das Geſchaute wieder.
Von dieſer Ueberzeugung geleitet, möchte auch ich es verſuchen, ein Bild zu ſkizziren, deſſen äußere Umriſſe ge⸗ wiß im Gedächtniß eines Jeden leben, der dies ſchöne Stückchen Welt einmal geſchaut hat. Wer Süddeutſchland durchreiſte, kennt auch das reichgeſegnete Franken und denkt mit Vorliebe an das Landſchaftsbild zurück, deſſen Mittel⸗ punkt Bamberg iſt. Difſe alte, an geſchichtlichen Rück⸗ blicken überreiche Stadt trägt inſofern das Gepräge einer neuen, als man nirgend große Thore, Mauern eder Ba⸗ ſteien erblickt, und nur wenige winklige Straßen mit dem freien offenen Eindruck des Ganzen contraſtiren.
Die reizende Lage Bambergs, das ſich theils in der Fläche ausbreitet, theils über ſanft anſteigende Berge hin⸗ anzieht, feſſelt den Blick; eine reiche Ebene, von maleri⸗ ſchen Bergen amphitheatraliſch begrenzt, wird von der lebendigen Regnitz erhellt und durch einen dichten Föhren⸗ wald um ſo effectvoller ſchattirt, als ein nahe am Forſte liegender klarer See wie ein Thautropfen auf einem Blatte funkelt. Mitten aus dem Walde leuchten die weißen Mauern des Schloſſes Seehof, eine Bergkapelle gibt dem Bilde die locale katholiſche Färbung und zwei großartige Burgruinen, Giech und die Altenburg, beherrſchen von ihren Höhen aus das maleriſche Panorama.
Die der Stadt am nächſten liegende dieſer beiden Rui⸗ nen, die Altenburg, wohl auch Babenburg genannt, bietet einen der ſchönſten Ausſichtspunkte Deutſchlands, und dort⸗ hin möchte ich den freundlichen Leſer führen, um ihm von einem Frühlingsfeſte zu erzählen, das dort in heiterſten
dunkeln gelblichgrauen Farbe, die mit ſchwarzbraunen Haaren untermiſcht iſt. Die Haut des Elen iſt nicht ſtark, aber von noch größerer Weichheit als die des Hirſches, weßhalb ſie gegerbt als Unterlage für Kranke, die ſich auf ihr nie aufliegen ſollen, dient und noch heute ſeehr theuer bezahlt wird.
Wie die bekannten Hirſche, unterſcheidet ſich auch beim Elen-
thiere das Männchen durch ein eigenthümlich geformtes Geweih vom Weibchen. Es iſt eine auf einer Stange befindliche Schau⸗ fel, die erſt im fünften Jahre dieſe Geſtalt annimmt und an ihrem äußeren Rande verſchiedene lange Zacken trägt. In der Jugend ſind es einfache Spieße, die nie Augenſproſſen haben, aber im Alter ein Gewicht von 50— 60 Pfund annehmen. In dieſem Alter hat das Geweih oft 14 Zacken. Das Geweih, welches mit ſeinen Enden ſehr auseinander geht, werfen große und alte Thiere vom December bis März, jüngere und ſchwächere vom April bis Mai ab; das neue erzeugt ſich im Juni und Juli wißder.
Das Weibchen(Elk, Elenkuh, Elenthier) iſt kleiner, ſchlanker und weniger plump als das Männchen, auch fehlt ihm der er⸗ wähnte Kehlſack, den das Männchen im dritten Jahre bekömmt.
Die Lebensweiſe des Elen iſt der des gewöhnlichen Edel⸗ birſches ähnlich, doch hält es ſich lieber in ſumpfigen, waſſer⸗ reichen Gegenden auf und pflegt ſich oft zu baden, indem es bis an den Hals ins Waſſer geht. Die Schwere ſeines Geweihes, ſein kurzer Hals und die hohen Beine erſchweren ihm das Weiden und zwingen es zu dem erwähnten Niederkauern, weßhalb es nur ungern auf dieſe Weiſe ätzt, ſondern ſeine Nahrung hauptſächlich in den jungen Zweigen und Trieben der Nadel⸗ und Laubhölzer oder in der Rinde derſelben ſucht, und ſo den Forſten einen aller⸗
dings nicht unbedeutenden Schaden zufügt, was zum Theil ſeine Ausrottung erzeugt hat.
Während der Elkhirſch hier gewöhnlich wie alle Hirſche ein⸗ ſam lebt und ein ſehr friedfertiges, ſcheues Thier iſt, halten ſich die Weibchen in ziemlich großen Rudeln beiſammen.
Zur Zeit der Brunſt entſpinnen ſich zwiſchen den Männchen dieſelben Kämpfe, wie zwiſchen den Hirſchen, nur noch heftiger,
indem ſie große Strecken Erde aufwühlen und ſelbſt dem Menſchen
gefährlich werden, den ſie ſonſt gerne meiden. Das Weibchen
trägt neun Monate, und während die Brunſtzeit im September
.burtszeit einſame und ſehr buſchige Bäche und Sümpfe.
und October iſt, wirft es im Mai oder Juni des folgenden Jah⸗ res gewöhnlich zwei Junge(Kälber), und zwar ſuchen ſie zur Ge
ie Kälber wachſen ſehr ſchnell, folgen der Mutter ſchon nach vier Tagen und werden oft ſchon im erſten Jahre 20— 30 Pfund ſchwer, welches Gewicht ſchnell ſteigt, ſo daß ein ausgewachſener Elenhirſch 5, 6, manchmal ſogar 7 Ctr. wiegt, d. h. in nicht aus⸗ geweidetem Zuſtande.
Die Lebensdauer eines Elen iſt eine verhältnißmäßig kurze, denn nur ſelten trifft man Thiere, die über 18, höchſtens 20 Jahre alt ſind. In der Gefangenſchaft leben ſie noch weniger lange, ſcheinen dieſelbe überhaupt nicht gut vertragen zu können, was wohl ſeinen Grund darin haben mag, daß man ihnen nur ſelten den zu ihrem Wohlſein nothwendigen Aufenthalt bieten kann.
Durch ſein Fleiſch gewährt das Elenthier den Bewohnern jener Gegenden, wo es noch getroffen wird, einen großen Nutzen. Das von alten Thieren gleicht ungemein dem Rindfleiſch, iſt aber wo möglich noch zäher und kann nur wild geworden oder geklopft genoſſen werden; das von jungen Thieren dagegen iſt zart und


