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Dritte
ſenkt, und die welken Blätter glänzten feucht auf dem leh⸗ migen Boden. Wir zogen langſam und wenig ſprechend in Schritt und kurzem Trab durch den Wald, denn die herabgelaſſenen Hunde hatten nichts geſpürt und waren wieder in den Sack geſteckt, wobei ich noch bemerken will, daß man ihr Auffinden einer Bärenſpur von jeder andern durch ihr ſtarkes Zittern bei all ihrem Eifer erkennen kann. Bielitzi kaute, und der Oberſt, welcher zwei Büchſen, über jeder Schulter eine, hängen hatte, prüfte immerwährend mit ängſtlicher Sorgfalt und martialiſchem Blick, ob auch Hähne und Zündkapſeln in Ordnung wären. ritt vorn. Da kamen wir an den Rand einer etwas ſchräg aufſteigenden Haidefläche, und als wir den kleinen Erddamm, der ſie vom Walde trennte, hinauf waren, ſchrie Dimitri mit kreiſchender Stimme:„Aſſah, da iſt Bär!“ Wirklich bemerkte ich auch etwa 600 Schritt entfernt einen dunkeln ſich fortbewegenden Punkt, und vorwärts ging's mit wüthender Haſt. Zu meiner geringen Freude war in der That mein ſchwarzer Tatarenhengſt bald Allen voran, und ich geſtehe, daß ich ihn mehr zurückhielt als trieb, denn ich fühlte gar keine Eile, der Beſtie allein nahe zu kommen. Bald waren auch die Andern wieder dicht bei mir, und Di⸗ mitri blieb uns trotz der Schnelligkeit immer zur Seite, obgleich er einen hohen, hageren, ſchwerknochigen Schim⸗ mel, ein ganz gemeines Roß ritt, doch dieſe Pferde haben alle Race und Ehrgeiz. Nur der Oberſt blieb allmählich zurück, ſchrie immer:„Nehmt mich mit, Millionenelement, ich muß dabei ſein!“ gab aber ſeinem Pferde weder Spo⸗ ren noch Peitſche. Recht ſehr dahinten blieb aber Bielitzi auf ſeinem Rhinoceros, obgleich er wacker darauf losſchlug. Die Knechte ſuchten wohl oder übel nachzukommen, wir Alle riefen Huſſah! und knallten mit der Reitgerte, Dimi⸗ trie quikte vor Gier in unarticulirten Lauten wie ein Fer⸗ kel, die Hunde bellten im Lederſack und einer biß den andern.
Da wir bis auf hundert Schritt heran waren, nahm
Dimitri
Folge.
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V der Bär von der Verfolgung Notiz. Er fing erſt einen kurzen Trott und dann ſchärfſten Galopp ſo gewaltig an zu laufen, wie ich es ihm nie zugetraut hätte, dennoch würden wir ihn bald eingeholt haben, aber es kam wieder Wald, der ſich am Gebirge hinaufzog. Hier hatte er einen Vor⸗ ttheil, und nachdem wir ihn noch ein paar Minuten zwiſchen den Büſchen auftauchen und hintoben ſahen, war er auf dieſer Bahn mit Hinderniſſen verſchwunden.
Da ließ Dimitri unter hundert niegehörten Flüchen die Hunde heraus, und zitternd wie Espenlaub, doch bel⸗ lend verfolgten ſie die Fährten und liefen ſo ſchnell darauf hin, daß wir ſchwer genug folgen konnten. Lange ging's mühſam ſo vorwärts, es ſetzte durch die zurückſchlagenden Zweige viel Schrammen an Händen und Geſicht, die Pferde ſtrauchelten ab und zu, die Reiter riefen und pfif⸗ fen nach den eiligen Hunden, und mein Freund hieb im Vorbeireiten über Dimitri's Pudelmütze und ſchalt, daß er die Hunde nicht lieber an eine Leine genommen habe.
„Dimitri ſehr dumm geweſen!“ ſagte dieſer mit bei— ſtimmender Servilität, um ein ferneres Ungewitter abzu⸗ lenken.
Endlich kamen wir mitten durch's Walddickicht an einen
öden Platz am Abhang eines Bergvorſprunges.„Nun nicht mehr bös, da iſt Bärenhaus,“ ſagte Dimitri. So
war es. Eine trockene ſtille Haideluft drang uns entgegen, als wir aus dem feuchten Walde kamen. Hier war es ordentlich ſchauer und warm, als wir über den heimlichen Platz ſchritten, der Höhle zu. Aber doch klapperten mir wie im Nervenzittern unwillkürlich die Zähne, eine krampf⸗ hafte Bewegung der menſchlichen Maſchine, nicht Furcht zu nennen, ſondern Neulingsjäger⸗Erwartung, wie ſie fieberhaft bebend der Jüngling fühlt, der Verfolger, einem ſcheu überraſchten Mädchenwild gegenüber.
Der Bär ſtand vor der Höhle und ſah ſich mit ge⸗ fletſchten Zähnen nach den Hunden um, ehe er brüllend hineinging.
Aus der Geſchichte. Ein gut benutzter Moment.
Der trüben revolutionären Zuſtände nach dem Tode des gro⸗ ßen Uſurpators Cromwell war die Mehrheit der engliſchen Na⸗ tion ſo müde, daß ſie ſchon in den Wahlen für das neue Parla⸗ ment, das am 16. März 1660 eröffnet wurde, welches in weit überwiegender Majorität aus Königlichgeſinnten beſtand, die Sehnſucht nach Wiederherſtellung des Thrones ſattſam aus⸗ drückte.
Die Thätigſten und Einflußreichſten, deren Energie beinahe allein Karl II. ſeine Erhebung auf den Thron, welche er mit dem höchſten Staunen vernahm, zu danken hatte, waren Lord Shes⸗ bury, dann Monk, General und Befehlshaber in Schottland, und die nachher fluchbeladenen Miniſter Clifford und Aſhley, Graf von Shaftesbury.
König Karl II., vom Parlament am 8. Mai jubelnd zum König ausgerufen, war aber nicht der Mann, der dieſen Jubel verdiente. Wenn er auch mit angenehmen Gaben beglückt und
nicht ohne Talent war, ſo war er doch ein ſchlechter, despotiſcher und ſinnlicher König, gleichgültig und unempfindlich für ſein
Volk.
Es iſt bei ſolchen negativen Vorzügen klar, daß er auch bald die folgenreichen Dienſte derjenigen vergaß, welche ihm ſo zu ſa⸗ gen die Krone auf das Haupt ſetzten.
Am tiefſten verletzt fühlte ſich Lord Shesbury und be⸗ grüßte deßhalb mit Freude die Gelegenheit, welche dieſe Kränkung zeigen und ſeine Satire wirken ließ.
König Karl war nämlich einmal ſehr aufgeräumt, als er
mit Shesbury gemeinſam frühſtückte und der Letztere ihm viel muntere Geſchichten und Eigenheiten früherer Regenten erzählte.
Da meldete man dem Könige eine Deputation von Schott⸗ land.—
Karl, ob nun aus Laune, um auch einen Spaß zu machen, oder— was indeß unwahrſcheinlich iſt— aus Ueberdruß der vielen Deputationen mit ihren immerwährenden Klagen und Be⸗ ſchwerden, ſagte zu Shesbury:„Wie wäre es, wenn wir unſere Rollen wechſelten? die Deputirten kennen uns perſönlich nicht, und ich möchte gerade hören, wie Sie ſprechen, wenn Sie König. ind.“
Shesbury war mit dem Vorſchlage zufrieden, und die Um⸗ wandlung ging raſch vor ſich.
Die Deputirten wurden nun vorgelaſſen, und nachdem ſie ihre Beſchwerden und Bitten vorgetragen, ſagte Shesbury: „Wundern Sie ſich nicht, meine Herren, daß ich ſeit meiner Thron⸗ beſteigung noch nichts für Sie thun konnte. Hier ſehen Sie den Lord Shesbury, welchem ich den ſchönſten Theil meiner Krone verdanke, und ich habe ihm bis zu dieſer Stunde noch nicht das geringſte Zeichen von Erkenntlichkeit gegeben. Sein Sie übrigens überzeugt und beruhigt, denn es wird allen Forderungen des Lan⸗ des nach Thunlichkeit genügt werden.“ 5.
Zur Culturgeſchichte. Olmſtedt’s Artheil über die Sclaverei in Amerika.
In einem Augenblicke, wo die Sclavereifrage die Union zu ſprengen droht, iſt das Urtheil eines Abolitioniſten über die that⸗


