Uovellen-Zeitung.[VIII. Jahrg.
ſtückt. Die Damen waren natürlich noch nicht aufgeſtan⸗ und kehren Sie nicht als Don Quixote, ſondern als Cid den. Die drei Dachshunde meines Freundes liefen, zurück!“
jauchzten und ſchrieen vor Freuden im Zimmer umher, ſo Der Reiz war bleudend auch in der Dämmerung, der daß man aller Augenblicke einen zwiſchen die Beine bekam Gardelieutenant kniff ſein ſchwarzgerahmtes Fenſterglas und beinahe darüber fiel. in's Auge, die Schöne aber ſchlug den Flügel zu, und wir „Daß mir nur die Minka eingeſperrt wird und nicht ritten davon. nachläuft!“ warnte der Graf,„das treue Thier iſt zu alt Dimitri hatte in einem Lederſack die beiden Dachs⸗ und fett, der Bär packt ſie gleich. Nur ihre Kinder, der hunde vor ſich auf dem Sattel liegen, wo ſie die Naſen⸗ Kliff und Yelva, werden mitgenommen.“ Dieſe beiden waren ſpitze emſig ſchnüffelnd herausſteckten. Dieſer Dimitri ſchwarz und ſchlank, doch die alte Minka, der ein grauer war ein Kerl von confiscirter Phyſiognomie; er konnte für Fuchs das eine Ohr weggebiſſen hatte, okergelb und ſo dick anderthalb gelten, denn er war in ſeinem geiſtigen Ausdruck und ſchwer wie möglich. Doch welche Mühe koſtete es aus drei Hälften zuſammengeſetzt: Liſt, Gutmüthigkeit und Dimitri, dieſen jagdeifrigen Mutterhund zu fangen! Dummheit. Die Naſe war breit, die Stirne niedrig zu⸗ Als er endlich aufgehoben wurde, ſchrie und biß er, ſein ſammengedrückt, und die kleinen mongoliſchen Augen ſtan⸗ Schickſal ahnend, um ſich, und wie ich ihm begütigend den an den Naſenwinkeln nach unten zu ſchräg. Das einen fetten Enteuflügel hinhielt, ſchnappte er ſtatt deſſen ganze Geſicht bis auf die Backenknochen bedeckte ein kurzer nach meinem Finger, und ſeine Augen ſahen grün aus vor ſtruppiger Bart. Er trug nur eine lange Pike und eine Wuth und Kränkung. Ueber den ganzen Hof herüber lederne Knotenpeitſche. Solche Piken hatten auch drei hörten wir vom Huudeſtall her ſein Geheul. andere Knechte, die in gemeſſener Entfernung folgten. Die Waffen wurden geprüft und wir ſtiegen zu Pferde.„Warum haſt Du kein Gewehr, Dimitri?“ fragte ich.
Die beiden jungen Gutsherrn hatten leichte Klepper, mein„Ich nicht ſchießen, nur ſtechen, wenn nöthig; ich aber Freund eine ſchöne Iſabelle, den Schweif und die ſchwar⸗ ſpüren, und wenn gut geſpürt und Schwarzrock todt, eine zen Mähnen roth eingeflochten; der Oberſt ritt eine Art ganze Flaſche Rum kriegen von Herrſchaft, Hurrah!“ Trompeterſchimmel, der ihn ſchon gegen die Chineſen durch eutgegnete er in ſeiner gebrochenen Sprache und leckte ſich blutige Schlachten getragen haben ſollte, und der dicke Bie⸗ die glänzenden Lippen.
litzi einen ungeheuren Braunen, welchen er mit merkwür⸗„Ja, dann kannſt Du Dich in Gottes Namen betrin⸗ ken,“ rief der Graf, der zu meiner Seite herüberritt. Di⸗ mitri ſprengte erſchrocken ſeitwärts und bog den Kopf zu—
diger Leichtigkeit ohne alle von mir vermuthete Beihülfe eines Hebebaums erkletterte. Der Lieutenant hatte ſich von unſerm Wirth ein ſchlankes Roß geliehen, ſeine eignen rück, als komme ihm ein Hieb mit der Reitgerte zu. Pferde ließ er wahrſcheinlich in Petersburg von ſeinen„Brauchſt Dich nicht zu fürchten, verfluchter Hundskerl Gläubigern füttern. Dul“ ſetzte mein Freund begütigend hinztt, und Dimitri
Da klirrte oben das Fenſter und Kathinka lehnte ſich blickte ſich ſchmunzelnd, beruhigt und überglücklich um. hinaus im leichteſten Negligé, das auf ſeine Vervollſtändi⸗„Verfluchter Hundskerl“ war alſo ein beſonderes Schmei gung durch die Morgendämmerung rechnete. Mit ſünd⸗ chelwort für ihn, eine Hebung ſeines leibeigenen Selbſt⸗ hafter Naivetät nahm ſie die ſchützende Hand vom Buſen gefühls! und rief herabwinkend:„Viel Glück in der Armidengrotte, V Das Wetter wurde hell, der Herbſtnebel hatte ſich ge⸗
finden ſich. Die Jahrbücher und Geſchichtswerke Irlands ent⸗ halten häufiger als diejenigen anderer europäiſcher Länder Stel⸗ len, in welchen Goldſchmuck erwähnt wird. Mit goldenen Rin⸗ gen wurden die iriſchen Sänger beſchenkt, in Goldringen bezahlten die Häuptlinge des Landes dem Könige ihren Tribuk, und Gold, in Unzen abgewogen und wahrſcheinlich unverarbeitet, diente als Tauſchmittel. Brian Born legte einen zwanzig Unzen ſchweren Goldring auf den Altar des heiligen Patrik zu Armagh. Zu gleicher Zeit findet ſich die Nachricht, daß Tighearnnias, ein iri⸗ ſcher König und großer Civiliſatsr, der die verſchiedenen Grade in der Geſellſchaft einführte und die Farben der Kleider wie die Form der Zierrathen geſetzlich feſtſtellte, ein Goldbergwerk beſaß und betreiben ließ. Ferner beſchäftigte er einen Goldarbeiter, in den Annalen von Glonmacnoiſe und in den vier Meiſtern Euha⸗ don genannt, welcher aus Erz verfertigte Schalen, Trinkbecher und Spangen mit Gold zu belegen verſtand und in allen Zweigen der Goldſchmiedekunſt wohlerfahren war. Sein Sitz und das Berg⸗ werk ſollen aber oſtwärts von den Quellen des Liffey, in der Grafſchaft Wicklow gelegen haben, und gerade in dieſer Gegend ſind die häufigſten Goldfunde gemacht worden.. Auffallend bleibt dabei freilich, daß gegenwärtig in Irland kein Gold gewonnen wird, aber auch Gallien und Helvetien liefer⸗ vor. Namentlich iſt dies z. B. in Bezug auf die ſogenannten ten früher, ſei es durch den Betrieb eigener Bergwerke, ſei es durch Mondringe oder Lunetten der Fall. Wahrſcheinlich als Haupt⸗ Waſchung des Goldſandes der Fluͤſſe, Gold in anſehnlichem ſchmuck verwendet, erſcheinen ſie als dünne, in verſchiedener Werthe, während gegenwärtig nur noch ſehr geringe Quantitäten Weiſe gekrümmte Bleche, deren eine Seite flach und glatt iſt, des koſtbaren Metalls geſammelt werden. 6. während die andere reiche, durch Arbeit mit der Hand hervorge⸗ brachte Verzierungen zeigt. Auch poſitivere Beweiſe für die Behauptung des Herrn Wilde
fige Auftreten iriſcher Alterthümer aus Gold großes Aufſehen, und in der That iſt es ſehr merkwürdig, daß die Funde, trotzdem ſie ſeit Jahrhunderten gemacht werden, an Zahl und Bedeutung kaum abzunehmen ſcheinen. Ohne Zweifel war Irland in älterer Zeit an Goldſchmuck außerordentlich reich. Gewöhnlich hat man ihn als eingeführt betrachten wollen, aber bald bezeichnete man ihn als phöniciſchen, ſcythiſchen, däniſchen, römiſchen und griechi⸗ ſchen, bald als etruskiſchen, ſpaniſchen, carthaginenſiſchen oder afrikaniſchen Urſprungs. Ja mehrere einheimiſche Alterthums⸗ forſcher ließen ihn ſogar von Jeruſalem kommen, und durch die Juden nach der Zerſtörung der Stadt und des Tempels herge⸗ dracht werden. Aber für dieſe Behauptungen finden ſich keine ſtichhaltigen Gründe, im Gegenthelle ſcheint es ſicher, daß alle in Irland gefundenen Schmuckſachen aus iriſchem Golde, von iri⸗ ſchen Künſtlern und für iriſche Zwecke angefertigt wurden und Zierrathen des alten iriſchen Volkes waren. Dafür ſpricht ſchon die Menge des gefundenen Goldes, denn es iſt nicht denkbar, daß ſo große Quantitäten, als urſprünglich vorhanden geweſen ſein müſſen, nach der abgelegenen, weder durch Macht und politiſche Bedeutung, noch durch Handel und Induſtrie hevorragenden Inſel geführt wurden. Außerdem ſind faſt alle Gegenſtände von eigen⸗ thümlicher Form und Arbeit und kommen an anderen Orten nicht
Aler
ſenkt, migen in So herabe wiede daß n durch Bieli jeder mit an Hälmne ritt vo ſchräg Erddo Dimi Wirk dunke mit n der W und i ich fü Bald mitri obglei el, e alle R zurück ich m ren m. auf ſ Die
trie kel, ander


