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Nr. 25. Dritte
Man ſtand auf und zog ſich in verſchiedene Winkel des Zimmers plaudernd zurück, und in der Fenſterniſche, wo V Kathinka ſo liebenswürdig war, mir mit ihrem begehrens⸗ V werthen Munde eine Papiercigarre anzufeuchten und an⸗ zurauchen, beneidete ich das Vorrecht dieſer Cigarre, ihre Lippen küſſen zu dürfen, und das des harmloſen Rauches, ihre blendende Schulter zu umfangen.
„Harmloſer Rauch iſt alle irdiſche Freude,“ antwortete ſie mit graciöſem Uebermuth und blies mir die blane Wolke ihrer eigenen Cigarre ſchalkhaft lachend in's Geſicht. „Beſiegen Sie erſt den Bären und prüfen Sie nachher, ob es wahr iſt, daß alle Helden bei Amor einen Stein im Bret haben. Wer dem Rachen eines Unthiers vis-Aà-vis geſtanden hat, darf Courage haben dem Munde eines Mädchens gegenüber!“
Mehr als der feurige Wein berauſchten mich dieſe ſüßen Worte. Ich merkte es gar nicht, daß es, als ſich die Geſellſchaft verlief, allmählich zwei Uhr geworden war, denn man muß es loben und bewundern, dieſe Ruſſen kön⸗ nen etwas aushalten, wenn es ſich um Strapazen handelt, beſonders bei der Flaſche. Man begab ſich zur Ruhe und verabredete am nächſten Morgen vor Sonnenaufgang, alſo etwa nach 6 Uhr, den Ritt zur Jagd.
Mehr aufgeregt als ermüdet begab ich mich zu Bett. Ich geſteh', mein Herz hegte damals die verliebte Hoffnung, Kathinka zu heirathen. Um ſo leichter, da unſere Vermö⸗ gensverhältniſſe ſehr zu einander paßten,— denn ich hatte damals noch nichts, und ihre Familie war nur wenig ver⸗ ſchuldet. Denn das ſchöne Fräulein war das eilfte Kind eines altadeligen Majors, der ſeiner Frau weiter nichts, als dieſe ihr immer theurer werdenden Erinnerungen zum Heranwachſen hinterlaſſen hatte.
Als meine angenehmen Phantaſien ein wenig verrauſcht waren, trat in meiner Vorſtellung die dunkle Geſtalt des morgenden auf mich loszulaſſenden Bären wie ein Schreck⸗
Folge. 393
geſpenſt dazwiſchen. Neben einigen reuevollen Wahrhei⸗ ten fiel mir auch die ein, daß ich in meinem deutſchen Vaterlande zwar ſehr gut nach der Scheibe und auch Haſen, Hühner und ein ſauftmüthiges Reh geſchoſſen, aber eigent⸗ lich niemals ſelbſt eine Schweinsjagd mitgemacht, oft aber davon erzählen gehört hatte. Wie es manchem Jäger im Eifer des Geſpräches geht, war offenbar geſtern Baron Münchhauſen in meine Bruſt eingezogen. Ich merkte es mit Unwillen, und wenn ich die Stelle gewußt hätte, wo er ſaß, ich würde ihn ermordet haben. Unter fatalen Ge⸗ danken an die morgen reifenden Früchte der Münchhauſen⸗ ſchen Saat, bald im Geiſte die Schnauze des Bären, bald den Roſenmund meiner Fee ſehend, ſchlief ich ein.
Aber ein peinlicher Traum erfaßte mich. Ich war von der ſchwarzbraunen Canaille hart bedrängt und in der Todesangſt ergriff ich eben einen der kleinen unnützen Dachshunde, um ihn der Beſtie ſtatt meiner in den Hals zu werfen, als ich erwachte, in Angſtſchweiß gebadet. Der Mond ſchien hell in's Zimmer, ich ſaß im Bette aufrecht und ſtopfte ſoeben ſtatt des Dachshundes— meine Nacht⸗ mütze unter die Bettdecke.
Neue Beſchämung einer noch nie an mir erprobten Courage! denn ich hatte mich bis dahin für ſehr muthig und kaltblütig gehalten, eine Einbildung, die in unſerm civiliſirten Leben ſehr leicht gedeiht, wo der männliche Sinn gleich bei der Geburt penſionirt wird. Mit der Lo⸗ ſung„Kathinka!“ und mit der feſten Abſicht, mich keines⸗ weges zu compromittiren, ſuchte ich reſolut wieder einzu⸗ ſchlafen.
Mein Halbſchlummer war indeſſen kurz, denn bald pochte es an die Thür, und Dimitri kam mich zu wecken. Im unteren Zimmer wurde ein heißer Thee mit unendli⸗ chem Rum, oder vielmehr ein Rum mit Zuſatz von Thee eingenommen nebſt derben Portionen kalten Bratens. Bald kamen die Gäſte angeritten und betheiligten ſich ſtark am Imbiß, obgleich ſie vor zehn Minuten daheim gefrüh⸗
3 Hof, erlahmt vor Schreck, zieht ſich ohne Ceremoniell zurück. Das war das letzte Turnier in Frankreich, es koſtete einem Fürſten das Leben. Vom Turnierroß aus beſtieg der Dauphin, jetzt Franz II., den Thron. Das Schloß Tournelles wurde, nachdem der König in St. Denis beigeſetzt war, geräumt. Katharina von Medicis ließ es niederreißen, damit kein Gedächtniß dieſes Tages bleibe! Wer heute in Paris über den Place Royale geht, denke an Heinrich II., dort ſtand Tournelles, dort ſank er auf den Grund, ein Opfer ritterlicher Spielereien. 6.
Zur Länder⸗ und Völkerkunde. V
goldreichthum der britiſchen Heiden.
Wir wiſſen genau, daß unſere deutſchen Vorfahren zur Römer⸗ zeit nur wenig Goldſchmuck beſaßen, dagegen ſpricht H. Runge die Vermuthung aus, daß es in Irland damals viel mehr Luxus gab. Er ſagt nämlich:
Unter den Muſeen Europa's zeichnet ſich auffallender Weiſe das Dubliner durch ſeinen ungewöhnlichen Reichthum an Alter⸗ thümern, welche von Gold angefertigt ſind, aus; als in der letzten Zeit der Conſervator Herr Wilde, einer unſerer ausgezeichnerſten und kenntnißreichſten Archäologen, das weſtliche Europa bereiſte, fand er in den Muſeen von Berlin, Stettin, Kopenhagen, Stock⸗ holm und Chriſtiania zuſammengenommen nicht ſo viel Gold vor,
als die einzige Sammlung in Dublin enthält. Herr Wilde über⸗
zeugte ſich ferner, daß mit Ausnahme der Gräber Etruriens und
der nächſten Umgebung Roms in den letzten hundert Jahren kein Land von dreimal größerem Umfange eine ſolche Menge von an⸗ tikem Goldſchmuck geliefert habe, als das anſcheinend metallarme Irland. Nach Boote's Naturgeſchichte von Irland kamen näm⸗ lich in dieſer Periode Goldſachen im Werthe von 30 bis 40,000 Friedrichsd'or zum Vorſchein, und ohne Zweifel iſt dieſe Annahme viel zu niedrig gegriffen. Vor einigen Jahren entdeckte ein Eiſen⸗ bahnarbeiter bei Newmarket⸗on⸗Fergus auf einer Stelle Gold im Werthe von 3000 Friedrichsd'or, und bei dieſer Gelegenheit ver⸗ ſicherte Herr Donegan, Goldſchmied in Dublin, daß er in den letzten zwanzig Jahren mindeſtens für 20,000 Friedrichsd'or an⸗ tiken Goldſchmuck zum Einſchmelzen angekauft habe. Gleich große Summen ſollen auch von andern Juwelieren Dublins und des Weſtens, ſowie von Geſchmeidehändlern von Cork und Bel⸗ faſt bezahlt worden ſein. Als in der Grafſchaft Wicklow ein Schulmeiſter auf einmal für 10,000 Friedrichsd'or Gold ent⸗ deckte, ſah ſich die Regierung, da die Bauern in Aufregung gerie⸗ then und die Ernte vernachläſſigten, genöthigt, ein Regiment Soldaten zur Stelle zu ſchicken. Zu gleicher Zeit fand eine wiſſen⸗ ſchaftliche Ausgrabung ſtatt. Ergab ſie auch nur für 3000 Frie⸗ drichsd'or Gold, ſo iſt doch die Thatſache, daß auf derſelben Stelle innerhalb ſechs Wochen Schmuck im Werthe von 13,000 Frie⸗ drichsd'or zum Vorſchein kam, immerhin ſehr beachtenswerth. Sowobl während der allgemeinen Induſtrie⸗Ausſtellung in London vom Jabre 1851, bei welcher Gelegenheit große Maſſen iriſchen Goldſchmucks ausgeſtellt wurden, als auch bei der Ver⸗ ſammlung der britiſchen Aſſociation zu Belfaſt, erregte das häu⸗


