nehmen Wirthes, der bereit iſt, Dir alle Aufmerkſamkeit zu beweiſen. Säheſt Du nun gar vier Stück ſolcher Feuerpunkte in verſchiedenen Ecken, ſo ſetzeſt Du die Pfeife an den Mund und ziehſt Dich geſchickt zurück, während wir Dir zu Hülfe kommen, denn in ſolchem Fall wäre der Einzelne ſtets verloren. Aber Du findeſt in der Regel nur einen Bären, die Hunde attakiren ihn. Jetzt aber paß auf: In dem Augenblick, wo er Dich ſieht, bekümmert er ſich gar nicht mehr um die Hunde, läßt ſie ruhig in ſeine Lenden faſſen und wendet ſich langſam nur gegen Dich. Es iſt ein verzweifelter Moment, aber Dein muthiges Jägerherz lacht Dir vor Freuden im Leibe.“
In Wahrheit fiel es mir indeß ſchon bei dieſer Erzählung, ohne nur im Mindeeſſten zu lachen, ganz ſchüchtern und be⸗ ſcheiden in's Beinkleid hinab; doch ich durfte und mochte mir nichts merken laſſen, denn indem ich ſchon im Geiſte die Augen des Unholds ſah, erblickte ich unwillkürlich die braunen Augenſterne Kathinka's, die mich ſchelmiſch an⸗ ſchaute und mir zutrank.
„Nun,“ fuhr mein Freund mit Feuer fort,„nimmſt Du als ſicherer Schütze den Moment wahr, jagſt eine
Uovellen-Zeitung.
Kugel zwiſchen die beiden leuchtenden Augen,“(ich ſchreckte
ordentlich zuſammen, denn ich ſah immer noch in die
[VIII. Jahrg.
ſchönen Augen der liebenswürdigen Armida)—„und ſchickſt gleich die zweite Kugel nach. Dann ſpringſt Du rückwärts nach dem Eingang, um Licht zu gewinnen, und der Bär eilt Dir in kurzen Sätzen auf den Hinterfüßen nach, denn ſelten iſt ſo eine Beſtie gleich todt. Das aber eben iſt Deine Freude. Du haſt Dir ſchon vorher meiuen zweiſchneidigen Hirſchfänger auf meine Doppelbüchſe ge⸗ ſetzt, und wenn ſich das Ungethüm mit den Vordertatzen auf Dich werfen will, fängſt Du ihn mit dieſer Waffe auf. Jetzt erſt iſt es für einen Jäger im großen heroiſchen Styl reſpectabel, ſeine Kameraden zu rufen, wir ſtürzen herein, und das Ungethüm wird abgefangen.“
„Bravo!“ ſagte der Oberſt,„ich verſetze ihm einen furchtbaren Stich!“
„Und ich ſchieße ihn mit meinen Wolfspiſtolen mitten durch's Herz,“ eiferte der Lieutenant,„und bitte mir für die nächſte Jagd das Ehrenamt aus.“
Hätte er's doch ſchon für diesmall dachte ich in der Stille und verbarg meine Wuth in einen der flachen Port⸗ weinkelche, die ſoeben aufgeſtellt waren, um wie gewöhnlich den Nachtiſch bis nach Mitternacht zu überleben und dann mit einer Taſſe ſchwarzen Kaffees vertauſcht zu werden.
(Schluß folgt.)
Literariſche Briefe von Otto Banck.
Die Drachenhunde von Rhodos. öiſtoriſche Erinnerungen von A. E. Brachvogel. Leipzig, Coſte⸗ noble. 1862.
Das Mittelalter iſt voller Romantik, und die Ge⸗ ſchichte der Ritterorden liefert noch ganz beſondere Züge davon.
Der Verfaſſer hat ſich die Johanniterritter ausgewählt. Der Inhalt ſeiner Begebenheit iſt ungefähr folgender:
Kreuzzüge vorüber war, und die Chriſten ſchon lauge ihre großen Vortheile im Morgenlande theilweiſe eingebüßt hatten, auch das heilige Grab längſt nicht mehr in ihren Händen ſich befand, war Tamerlan, die furchtbare Geißel der Chriſtenheit, geſtorben. Die Johanniter, bis dahin ein großer durchhelfender Schutz für die chriſtlichen Pilger und Kaufmannsfahrzeuge und die Einzigen noch, welche von den Saracenen gefürchtet wurden, führten die große Miſſion glücklich aus, den Islam wieder in gemeſſene Gren⸗ zen der Macht zurückzudrängen.
Damals war der Johanniterorden bekanntlich auf der
Inſel Rhodus concentrirt, und Friedrich von Zollern be⸗ kleidete das Amt des Seniors, wahrend der Franzoſe Naillac die Würde des Großmeiſters hatte.
Schiller beſungen hat, eine eigene Race von Doggenhun⸗ den, gelb mit ſchwarzen Köpfen, vererbte, die im Beſitze
Zollern's wareu und unglaubliche Dienſte gegen die trefflich wird er in einen Thurm geworfen.
Die Chro⸗ nik berichtet, daß der alte Drachenbekämpfer, welchen
Sie kämpften ſelbſt gegen Kameele, und es iſt in der That ſchade, daß dieſe Gattung ausgeſtorben iſt, denn da man leider heute zu Tage durch die Geſetze verhindert iſt, den vielen unangenehmen Kameelen, die ſich dünkelhaft und feindlich entgegenſtellen, zu Leibe zu gehn, ſo wäre es doch gut, einen wohl verſteuerten Hund zu haben, der ihnen aus eigener Machtvollkommenheit in die Flanke fiele.
Auf der jetzigen kleinen, unfern Rhodus gelegenen In⸗
Um das Jahr 1405, als die eigentliche Bravour der ſel St. Pierre, damals Ilderymsinſel genannt, herrſchten
in wohl befeſtigter Burg die Saracenen unter dem wilden Mongolen Aſſad und Tamerlan's Bruder Selim.
Die Ordensritter beſchloſſen dieſes Caſtell zu nehmen und zu Waſſer und zu Land einen Hauptſchlag gegen die Macht des Feindes zu führen.
Ein junger Deutſcher, Haus von Hohenlohe, der eben erſt in den Johanniterorden eingetreten, wird der Haupt⸗ held dieſer Geſchichte. Einige Ritter, unter Anderen dieſer, und Zollern an der Spitze, recognosciren, werden aber entdeckt, müſſen fliehen, und Hohenlohe geräth hierbei in die Gefangenſchaft der ausfallenden Beſatzung.
Als er durch den Hofraum der Burg geſchleppt wird, gibt ſich ihm unter den vorüberſchreitenden Haremsfrauen eine der erſten als Chriſtin durch das Zeichen des Kreuzes zu erkennen. Nachdem Hohenlohe bei Selim und Aſſad ein Examen heldenmüthig beſtanden, bei dem er ſich ſtumm ſtellt und nur aufſchreibt, was er zu ſagen für gut hält, Hier findet er trö⸗
bewaffneten und meiſterhaft berittenen Saracenen thaten. ſtende Geſellſchaft, denn dieſes Gefängniß bewohnt der
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