e Offieeren, einem beur⸗ rauf einem Zern, wie er anzenſtoß im Noch hein⸗ 1 Podagta⸗ Folge deſſen ſch dieſe ge e der chine⸗ ins Geſicht wünſchte die
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ſih der Herr s. Er hatte nauzbart und m hellrothen theilter Auf⸗ ſprach ſehr azu, denn er Braten oder ander aus geehend, ant⸗ Magenübels etwas bieten ette mau ſich jt etma appe⸗ Näße ganze Tafel kamen und den Be⸗ aht detjenige nen formellen — Nang als Man⸗
khrete Cantons
enannt, hat. itte genommen. Unterpräfteten gerlichen Ober⸗ iſtätigt.
Nr. 24.]
Dritte
Entſchuldigungen und Scherzen, die mehr zweckmäßig als witzig waren, eingeſteckt hatte.
Ein ſolches Original war jedoch der ruſſiſchen Gaſt⸗ freundſchaft weder beſchwerlich noch auffallend. Dazu kam, daß Bielitzi großen Reichthum und eine ſehr ſpen⸗ dable Natur beſaß und in ungünſtigen Jahren gern dieſem
oder jenem Nachbar von irgend einem Landbauartikel mit⸗
theilte, ohne dafür jemals eine Entſchädigung anzunehmen. Er war ein ausgezeichneter Oekonom und am Tage, freilich immer dabei eſſend und auf einem mächtigen Schimmel reitend, ſo thätig, als am Abende ſtill.
Zwei andere jüngere Oekonomen, gleichfalls in Civil, fielen mir nicht durch Sonderbarkeiten auf. Es waren äußerlich nette, beſcheidene Leute, wovon der Eine immer „der Kleine“ genannt wurde, wegen ſeiner in der That zierlichen Geſtalt. Er war dunkelblond, machte ſich wenig aus der Jagd und am liebſten den Damen den Hof. Der Andere hieß Zernikoff, ein brünetter, immer heiterer Menſch.
Gleich nach den Herren, deren Begrüßung kaum zu Ende war, traten auch die Damen, die beiden Wirthinnen des Hauſes ein, meines Freundes noch ziemlich jugend⸗ liche Gemahlin und deren Schweſter.
Dieſe Kathinka hatte jene ſeltſame Eigenſchaft formen⸗ glatter, liebenswürdiger Bildungsfähigkeit, welche die ruſ⸗
ſiſche Nation ſo ſehr auszeichnet und ſchon zu gar ſchmerz⸗
lichen Enttäuſchungen Veranlaſſung gegeben hat. Niemand in der Frauenwelt verſteht es beſſer, als von der Natur hübſch ausgeſtattete Ruſſinnen, die Aufmerkſamkeit, den Beifall, ja die Liebe der Männer zu gewinnen und zwar binnen kurzer Zeit in einem Grade, der nur von der Größe übertroffen wird, welche ihre eigene Herzenskühl⸗ heit bei dieſer ſüßen Koketterie beſitzt. Es verbindet ſich in ihnen franzöſiſche Leichtigkeit mit jener nordiſchen Weichhein die für eine tiefinnerliche elegiſche Schwärme⸗ rei gilt.
Folge. 379 Die Wirthin und Kathinka traten alſo ein. Wie ſehr hingen meine entzückten Augen an den braunen Locken die⸗ ſer immer lächelnden, immer den Jäger anziehenden halb⸗ aſiatiſchen Gazelle! Wir wurden von den Damen zum Abendeſſen gerufen, ich bat um Kathinka's Arm, und wir folgten unter artigen Wechſelreden in das Nebenzimmer.
Kaum war die Suppe beendigt, als mein wackerer Freund über den ganzen Tiſch weg ſagte:
„Apropos, meine Herren, Sie wiſſen noch gar nicht, mit wem Sie es eigentlich in unſerm werthen Gaſte zu thun haben. Das würden Sie zwar morgen früh bei unſerer Bärenjagd ſelbſt ſehen, aber beſſer noch iſt man vorher orientirt. Nicht bloß ein Scheibenſchütz und Trap⸗ penjäger, wie wir kürzlich geſehen haben, nein, ein wahrer Nimrod auf die gefährlichſten Thiere iſt unſer Gaſt. Bä⸗ ren, was ſind unſere Bären dagegen! Wildſchweine iſt er gewohnt zu erlegen, furchtbare Ungeheuer, von denen wir in unſern Wäldern gar keinen Begriff haben. Schrecklich! Drei Jäger haben ihre Muuition verſchoſſen, denn dieſe Art Schweine laſſen keine Kugel durch ihren furchtbaren Pelz,— ſie klettern auf einen Baum, um ſich zu retten. Was aber thut der Eber? Er uuterwühlt den Baum, die drei Jäger ſtürzen herab, im Nu hat er ſie ſämmtlich aufgeſchlitzt und unggebracht, und eben will er auch noch ihre Hunde erwürgen, als zum Glück unſer Freund gegan⸗ gen kommt und die Beſtie durch einen Schuß in den Rachen tödtet. Sag ſelbſt Freund, war es nicht ſo?“
Mich überfiel Unruhe und Beſchämung bei dieſer un⸗ glaublichen Geſchichte, denn ich wußte wohl, daß mein Freund ganz merkwürdig übertreiben konute, aber ich hatte doch nicht gedacht, daß ſchon beim erſten Wiedererzähler eine Jagdgeſchichte eine ſo fabelhafte Dimenſion anzuneh⸗ men im Stande ſei. Was aber einmal in ein romantiſches, wenig reales Gewand gehüllt wurde, erhält ſehr bald noch eine lächerlichere Maskirung, bis es endlich Niemand mehr
wiedererkennt. Da ich jedoch ſah, daß dieſe Erzählung
Lebenszeit erwählt, und ſie empfangen von der Regierung keinen Gehalt; jedoch kann der Vorſteher eines Cantons nach dreijähri⸗ gen, ausgezeichneten Dienſten von dem Staate beſoldet werden. Dann wird ihm monatlich eine Ligature(1 Fr. 10 Cent.) und 60 Näpfe Reis bewilligt, was zuſammen noch keinen Piaſter (5 Fr. 37 Cent.) ausmacht.
Aus dieſer Auseinanderſetzung der adminiſtrativen Hierar⸗
chie ſcheint ſich zu ergeben, daß das anamitiſche Reich weiſe
regiert wird. Das Volk ernennt ſeine Maires und Cantonvor⸗
ſteher, alſo die Beamten, die ſeinem Intereſſe am nächſten ſtehen,
ſelbſt; die verſchiedenen Beamten ſind gering beſoldet und ſcheinen ihre Amtsgeſchäfte in einer ganz unintereſſirten Weiſe zu beſor⸗
gen. Damit iſt es aber nichts. Dieſe ſchöne Verwaltung beſteht
nur in der Theorie, geſtaltet ſich aber in der Praxis ganz anders. Mit⸗Geld kann der Maire ſich zum Cantonvorſteher erheben laſſen; die Präfecten und Unterpräfecten kaufen ihre Stellen, und
die Obermandarinen der Provinz vertheilen unter ſich das für
den Sold, die Nahrung und Uniformirung der Truppen beſtimmte
Geld; vor den Gerichtshöfen erhält ſtets der Meiſtbietende und
der am beſten bezahlt Recht; kurz, wohin man ſich auch wenden
mag, trifft man auf Käuflichkeit und Beſtechung. Es würde zu
lang ſein, hier die Mittel aufzuzählen, durch welche die Beamten
ſich auf Koſten ihrer Untergebenen bereichern, und es genügt zu
ſagen, daß die obere Behörde, anſtatt eine ſtrenge Aufſicht über
ihre Untergebenen auszuüben, ihnen unter allen Formen das Bei⸗
ſpiel des Diebſtahls gibt.
Schließlich theilt der Correſpondent noch mit, wie das Heer
des Kaiſers Tu⸗Duc rekrutirt und unterhalten wird. Jede Ge⸗
meinde ſtellt zur Friedenszeit auf ungefähr 180 Seelen je einen
Rekruten, der 6 bis 10 Jahr zu dienen hat, und der nach Been⸗ digung ſeiner Dienſtzeit gewiſſe Vorrechte in ſeiner Ortſchaft ge⸗ nießt; z. B. braucht er keine Frohndienſte zu thun, und bei öffent⸗ lichen Feſten bekleidet er die Ehrenſtellen. Jedes Dorf unterhält ſtets dieſelbe Zahl Soldaten unter den Fahnen und erſetzt ſofort die Geſtorbenen, Deſerteure oder Verabſchiedeten bei dem Batail⸗ lon. Der Soldat iſt zur Friedenszeit jährlich nur 4 Monate in Dienſt und 8 Monate zu Hauſe. Jedes Dorf wählt die abzu⸗ ſchickenden Rekruten ſelbſt aus und muß ſie auch unterhalten. Die Uniform derſelben iſt wenig koſtſpielig, denn ſie beſteht in einem Strohhut, Pantalon und einer Jacke, die oft ohne Aermel iſt. Beinkleider und Jacke ſind von Calicot, deſſen Farbe je nach der Waffe und dem Corps verſchieden iſt. Wäſche und Fußbeklei⸗ dung ſind den anamitiſchen Soldaten ganz unbekannt, weßhalb die Soldaten auch keines Torniſters, und ebenſowenig Gepäck⸗ wagen bedürfen, was ihnen die Flucht ſehr erleichtert. C.
Aus der Gegenwart. Der Themſe⸗CTunnel.
Dieſer iſt nicht, wie man es auf dem Continent häufig meint, nur eine Art Paradewerk, welches der engliſche Spleen als eine Abſonderlichkeit durchſetzen wollte. London Bridge iſt die letzte Brücke in London gegen das Meer zu. Von der Londoner Brücke ſtromabwärts ſind die ungeheuren Magazine und Stapelplätze, die inmitten 1861 ein Raub einer großen Feuersbrunſt geworden, da ſind die großen Schiffswerften St. Catherin's Docks und London Docks an den Themſeufern. Bis zur Londoner Brücke hinauf


