Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
377
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tigung, ein einſames und trauriges Leben geführt; wie er endlich das unerträgliche Joch abgeſchüttelt und hierher gezogen ſei, ſein Glück zu ſuchen in Gottes freier Hand, bis ihn Noth und Verzweiflung in die Kaſerne getrieben habe; wie er nun aber Soldat bleiben und ſein Officier⸗ Examen zu machen wünſche.(Gortſetzung folgt.)

Die Bärenjagd aus Galanterie.

Nord-öſtliche Erinnerungen von

Florian Walden.

Mein alter Freund, der Graf Sergei v. R. in T. auf dem öden, poetiſch monotonen Grunde der Steppe am Gebirgsrande des Amurgebiets, hatte mir längſt eine Jagd auf diejenigen Thiere verſprochen, welche oft Abende mit einem ganz beſonderen Gebrüll des Unmuths oder Hungers den Wanderer erſchrecken. Ich meine die Bären, jene vermeintlichen Honigdiebe, wie ſie der Volksmund nennt, von denen aber gewiß nur ſelten einer jenen verfüh⸗ reriſchen Zuckerſtoff gekoſtet haben wird. Deſto lieber nähren ſich dieſe gutmüthigen, den Menſchen ſehr gern vermeidenden Pflanzenfreſſer von allerlei ſüßen Wurzelu, die ſie aus dem Boden ſcharren und dazu als grünes Ge⸗ müſe die verſchiedenartigſten Kräuter freſſen.

Morgen, ſagte mein liebenswürdiger Wirth,eine Stunde vor Sonnenaufgang mache Dich zum Aufbruch fertig, alter Nimrod, da wollen wir ſehen eine von den Beſtien zu erwiſchen, die jetzt bei Euch in Deutſchland

ausgeſtorben ſind. Ihr haht ja uur noch Hirſche, Rehe,

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Fo lge.

Haſen und einige verwilderte Kaninchen.Schweine, Freund, wilde Eber nicht zu vergeſſen, ſchaltete ich ein. Die Eberjagd eine furchtbare Jagd! und jetzt fing ich an unſere deutſchen Wildſauen mit dem Pinſel eines Rubens auszumalen und diejenigen Wundergeſchichten zu erzählen, welche ein Jäger zwar nie erlebt hat, aber doch ſehr gern erlebt haben möchte. In der That, ich gerieth ungemein in Eifer und ſchilderte wahrhaft verzweifelte Situationen,

beſonders lange verweilte ich bei der bekannten Scene, wo

ſich die größten Hunde mit herausgeriſſenen Eingeweiden heulend auf dem Rücken wälzen, während ein verwegener Jäger, dem ſeine Schußwaffe verſagt, ſich vor der Wuth des Unthiers auf einen Baumſtamm geflüchtet hat. Lange ließ ich ihn ſich muthig vertheidigen, bis endlich das wü⸗ thende Beeſt mit der Schnauze den Waidmann herabſtieß, und in einem Nu war er eine Leiche.

Dieſe Erzählung, welche ich aus prahleriſcher Jäger⸗ ambition zuſammenwob, um zu zeigen, daß auch wir in Deutſchland gefährliche Beſtien des Waldes beſitzen, machte einen unangenehmen Eindruck, denn ſtatt ſich bloß im Geiſte zu entſetzen, ſagte der wackere Sergei:Ei, ei! wenn Ihr bei Euch an ſolche Gefahren gewöhnt ſeid, ſo wird Dir eine Bärenhetze nichts Erhebliches ſein. So gefährlich wie Eure Sauen ſind unſere Bären freilich nicht. Ich habe nur einmal erlebt, wie ein zur Wuth gereizter Bär zwei ſeiner Verfolger niederwarf und ſie qualvoll tödtete; gewöhnlich gibt's nur kleine Wunden; aber manch⸗ mal wird kein Menſch dabei beſchädigt, und die Jäger kommen mit ganz heiler Haut davon; freilich heißt's auf⸗ paſſen.

Bei dieſen Worten wurde mir etwas ſonderbar zu Muthe, denn ſie trugen das Gepräge der Wahrheit, wäh⸗ rend ich wußte, daß meine Schilderung unſeres Wild⸗ ſchweinecharakters eine bedeutende Uebertreibung war, ſo gefährlich auch die Schweine ausnahmsweiſe werden kön⸗ nen. Noch peinlicher wurde mir aber und ich bereuter

tritts und ſorgt für die Beobachtung der Etikette von Seiten derer, die Zutritt zum Kaiſer haben, oder denen eine Audienz bewilligt wurde; er ertheilt auch die Diplome, welche der Kaiſer den Genien oder den guten und böſen Dämonen des Landes be⸗ willigt.

Dieſes letztere Vorrecht bedarf einer Erklärung. Der Kaiſer ſchreibt ſeinen Unterthanen die Anbetung der von ihm ernannten Genien vor, die theils beim Guten, theils beim Böſen den Vor⸗ ſitz führen. Bald wird dem Namen eines Helden, bald dem eines berühmten Räubers die Ehrenbezeigung der Verehrung zuer⸗ kannt. Ein Diplom, das die großen Thaten oder die Wunder des neuen Gottes aufzählt, wird von Sr. Kaiſerl. Majeſtät unter⸗ zeichnet, dem Ceremonienmeiſter übergeben, der es dann durch untergeordnete Beamte an die Pagode ſchickt, worin ihm die öffentliche Anbetung zu Theil werden ſoll. Ein mehr oder we⸗ niger reiches Käſtchen nimmt das Diplom auf, und der Name des Genius oder Dämons wird in ein Stück Holz, von dem man an⸗ nimmt, es enthalte ſeine Seele, eingeſchnitten oder auf demſelben in Bildhauerarbeit angebracht. Es gibt Genien erſter und zwei⸗ ter Claſſe, und wenn die Anbeter mit ihrem Idol unzufrieden ſind, ſo richten ſie eine Beſchwerde an den Kaiſer, der dann den Genius entweder ſeiner Stelle entſetzt, oder ihn aus der erſten in die zweite Claſſe degradirt.

5. Bo⸗Lao, das Miniſterium, welches beauftragt iſt, die Mandarinen zu ihrer Würde zu befördern und die Beförderung der Beamten der Regierung zu ordnen.

6. Bo⸗Kong, das Miniſterium der öffentlichen Arbeiten; die öffentlichen Arbeiten umfaſſen bloß die für den Hof ausgeführ⸗ ten, die übrigen werden auf Koſten der Orſchaften, die ſie machen

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laſſen, hergeſtellt. Zuweilen bewilligt der Kaiſer den Gemeinden, die Anſtalten von großem öffentlichen Nutzen erbauen, eine kleine Geldunterſtützung, doch das kommt ſehr ſelten vor. 8

Der Miniſterrath Tam⸗phap wird unter dem Vorſitz des Kaiſers gehalten. 2

Es gibt in der Hauptſtadt einen Cenſurgerichtshof, der Bo⸗ hach heißt. Dieſer unterſucht alle Angelegenheiten, und die Be⸗ richte der Mandarinen in den Provinzen, die ſie an die betreffen⸗ den Miniſter einzuſenden haben, werden ſeiner Cenſur unterwor⸗

fen. Es iſt ein ſchrecklicher Gerichtshof, denn wegen eines ſchlecht

geſchriebenen Buchſtaben, eines orthographiſchen Fehlers verur⸗ theilt er den Schuldigen zum Verluſt ſeines Gehaltes auf mehrere Monate. Dieſe Cenſur wird ſo gewiſſenhaft beſorgt, daß die Mandarinen, welche direct mit den Miniſtern im Verkehr ſtehen, faſt nie Gehalt zu beziehen haben, wofür ſie ſich allerdings ſehr reichlich durch Erpreſſung von ihren Untergebenen zu entſchädi⸗ gen wiſſen.

In jeder Provinz vertreten Mandarinen die Miniſter, und im Allgemeinen theilen ſich zwei in die Geſchäfte, die von den ſechs Miniſterien abhängig ſind. Zwei Bureauchefs, von denen

der Eine Thong⸗phan und der Andere Kinh⸗lich heißt, beſorgen

die Arbeiten, die an die Miniſter eingeſandt werden, und unter⸗ zeichnen jedes Schriftſtück mit ihrem Namen. Dieſe Förmlichkeit iſt unerläßlich.

Die Provinzen erſter Claſſe werden von einem Vicekönig oder Tong⸗doc regiert, der zwei Obermandarinen unter ſeinem Befehle hat. Der Erſte Quan⸗bo⸗chanh oder der bürger⸗ liche Obermandarin hat die Zahlung der Abgaben, die Rekruti⸗

rung, das Kataſter, die Genien, die Cultusangelegenheiten ac. zu