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Jhr Nr. 23.)
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bedeckte, abzuwaſchen; als ich aber über furchtbaren Kopf⸗ ſchmerz klagte, antwortete ſie lachend:„„Hat ſich was zu Kopfſchꝛnerzen von dem kleinen Puffe! Da hat es noch ganz andere Püffe geſetzt; der Kutſcher und Monſieur Louis ſind mauſetodt, und dem armen Jean brachen ſie vor meinen Augen das Genick.““— Die Frau war dem⸗ nach, wie ich ſah, gut bekannt in unſerem Hauſe; nach langem Sinnen, zu dem ich während ihres dem blinden Greiſe über die Schaudervorfälle des Tages erſtatteten, V möglichſt ausführlichen Berichtes hinreichende Zeit hatte, erinnerte ich mich endlich ihrer. Sie war öfter in unſer Haus gekommen, um Glasſcherben zu ſammeln, und hatte bei dieſer Gelegenheit häufig von mir eine kleine Gabe erhalten. Späterhin erzählte ſie mir, daß ſie dies arm⸗ ſelige Geſchäft für eine auswärtige Glasfabrik nun ſchon ſeit vierzig Jahren betreibe.
Nach Verlauf von etwa einer Stuude ging ſie auf mein dringendes Bitten wieder aus, um nachzuſehen, ob ich es wagen dürfe, nach Hauſe zurückzukehren. Unter herzſchneidendem Lachen kehrte ſie erſt nach 11 Uhr von dieſer Recognoscirung zurück und berichtete, an eine Rück⸗ kehr meinerſeits ſei gar nicht zu denken; unſer ganzes Haus ſei vollſtändig verwüſtet, und auf der Straße lägen die aus den Fenſtern herabgeworfenen Möbels in tauſend Stücke zertrümmert; der Oheim und ſämmtliche Domeſti⸗ ken ſeien geflüchtet, und Niemand wiſſe wohin.
Der Blinde fragte nun in weichem Tone, was denu aus mir jetzt werden ſolle, ob ich Geld mitgebracht habe, um meinen Lebensunterhalt zu beſtreiten? Ich verneinte unter Thränen; denn ich hatte keinen Sou bei mir, da mir in dem furchtbaren Gedränge meine Börſe mit ab⸗ handen gekommen. Die Scherbenſammnlerin, ſeine Toch⸗ ter, fuhr ihn, von meiner Lage gerührt, hart an und meinte, ſie habe mich in das Haus gebracht, ſie werde auch für mich ſorgen; ſie ſtehe dafür, daß ich in einem
Dritte Folge.
Tage zehnmal mehr verdienen ſolle, als er in der ganzen
Woche mit ſeinem Leierkaſten. Ich würde das Haus in einen wahren Wohlſtand bringen, und wenn er ſich gut⸗ willig füge und ihr und mir durch ſein verdammtes Rai⸗ ſonniren das Leben nicht ſauer mache, ſo ſolle er auch alle Sonntage ſein Fläſchchen Wein haben. Hierauf brachte ſie den Alten, der nun kein Wort mehr hiergegen ſagte, zu Bette, dann breitete ſie mir einen Strohſack auf die Erde nebſt einem Kiſſen und einer Decke, ging nun ſelbſt ſchlafen und hieß mich ein Gleiches thun. Ich weinte den größten Theil der Nacht durch, und erſt gegen Morgen ſchlummerte ich ermattet ein.
Als ich erwachte, war die Frau ſchon ausgegangen. Der Blinde ſagte mir, ſeine Tochter werde bald wieder kommien; ich ſolle nur Alles hübſch thun, was ſie haben wolle, denn bei dem geringſten Widerſpruche ſchlage ſie gleich mit beiden Fäuſten drein; verſchone ſie doch ihn, den alten blinden Mann, oft nicht; übrigens ſtehe auf dem Tiſche mein Frühſtück. Es war ein Stück Weißbrod 2 ein Glas ſaurer Kaltwein.
Nach länger als drei Stunden kehrte die Frau zu⸗ rück. Ihr ganzes Geſicht ſtrahlte vor Freude. Der König ſei, erzählte ſie im Erguſſe ihres Entzückens, der Krone für verluſtig erklärt, und wenn er ſich nicht bei Zeiten mit der ganzen Familie auf und davon mache, ſo könne ihm leicht das Schickſal ſeines Vorgängers aus den neunziger
Jahren zu Theil werden. Polignac und, wie ſie ſich aus⸗
drückte, ſeine Spießgeſellen, ſo wie deren Angehörige würden, wenn ſie ſich betreffen ließen, an die Laterne ge⸗ hangen; indeſſen ſei es noch nicht gelungen, ihrer habhaft zu werden.„„Du ſiehſt alſo, meiu armes Kind,““ fuhr ſie triumphirend zu mir gewendet fort,„„daß Du nur bei mir in Sicherheit biſt, daß ſie Dich nicht auch todtſchlagen. Als eine gute Pariſerin ſollte ich Dich eigentlich hinaus auf die Straße führen, und ich dürfte dann nur Einem aus dem Volke Deinen Stand und Namen ſagen, ſo wärſt Du nach fünf Minuten nicht mehr am Leben. Aber Du
Mündlicher Compagnie⸗Befehl:„Ich werde Euch kuranzen.“
Helene iſt ein Engel,— ich habe ſie geſtern wieder auf der Treppe geküßt, als ich vom Feſtungs⸗Manoeuvre kam.
12. November. Morgen wieder graue Erbſen mit Speck. Die Handſchuhe ſollen an die Rekruten ausgegeben werden, da es bedenklich kalt wird; die Roſen ſteigen im Preiſe.
Helene hatte heute ganz verweinte Augen, denn ihr Onkel, der Buchbinder, iſt ſehr grob geworden, weil ſie die Bogen zum Einbinden falſch ſortirt hat; ſie geſtand mir, ſie hätte dabei an mich gedacht. Armes Mädchen! ihre Augen ſind aber noch viel blauer, wenn ſie geweint hat.
Compagnie⸗Befehl:„Wenn ich nun nicht endlich die alten Hoſen geflickt finde, ſchicke ich das ganze Unterofficier⸗ Corps in Arreſt. Die Flecken aus den alten Mützen ſind aus⸗ zuwaſchen.“
Wenn ich nur mit der Algebra ins Klare kommen könnte! Im April geht es ſchon zum Officier⸗Examen. Die Bowle, die heute Graf F— gab, war gar nicht ſchlecht.
15. November. Der Buchbinder hat meine Helene eingeſperrt, und wir fingen gerade an, ſo hübſch bekannt zu werden.
Compagnie⸗Befehl:„Wenn der Fähnrich von N— ſich nicht mehr um den Compagniedienſt bekümmert, werde ich ihn durch den älteſten Unterofficier ablöſen laſſen. Morgen
Speck und graue Erbſen.“
17. November. Heute hat mich der Hauptmann wegen meines Dienſteifers belobt. Musketier Frohjanke drei Tage Mittel⸗ arreſt, weil ſeine alten Hoſen noch nicht geflickt waren,— Mus⸗ ketier Künzel drei Strafwachen, weil ſein hinterer Knopf nicht
— Horniſt Dahlmann tritt dreimal mit ſeinem Locken zum Zapfenſtreich mit zu wenig Die Horniſten zu erinnern, daß der
geputzt war, Horn an, weil er das Ausdruck geblaſen hat. Text zu letzterem lautet:. „Hab'ich kein Federbett, ſchlaf' ich auf Stroh, Lieg' ich auch unbequem, beißt mich kein Floh,“ und muß der Floh beim Blaſen langgezogen werden.
3. December. Ich möchte gern wieder ein Gedicht machen, aber ich kann den Ton nicht finden, denn es iſt heute verd— kalt (Siehe Geibel). Ach, Helene!— ſie ſortirt jetzt wieder Druck⸗ bogen, nimmt ſich dabei aber mehr in Acht. Ich habe meine monatliche Zulage noch nicht bekommen, was ſehr verdrieß⸗ lich iſt.
ij Helenen ein Photographie⸗Album fen und mich als Titelbild!„ Compagnie⸗Befehl:„Sollte ich den Portepeefähnrich von N— noch einmal Nachts 11 ½ Uhr mit einer Dame am Arm und obenein in Civil auf der Straße treffen, ſo werde ich ihn arretiren laſſen.“ Ich habe Scandal mit meinem Buchbinder gehabt, weil er Helenen geſtern Abend eine Ohrfeige gegeben hat.
21. December. Bataillons⸗Befehl:„Die Löhnungsliſte der 3. Compagnie iſt wieder nachläſſig angefertigt; ich ertheile dem ſtellvertretenden Feldwebel dafür einen Verweis...
Compagnie⸗Befehl:„Wenn der Portepeefähnrich von N— nicht mehr Aufmerkſamkeit auf ſeinen Dienſt verwen⸗
zu Weihnachten zu kau⸗
det, ſehe ich mich genöthigt, ihn ernſtlich zur Verantwortung zu ziehen.“ 7
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