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Nr. 22.
ſon!— Raſch war Magnus entſchloſſen, ſofort noch ein⸗ tnal nach dem Pont des Arts zu eilen, um ſich nähere Ueberzeugung zu verſchaffen; er war zwar erſt auf mor⸗ gen beſtellt, wer konnte es ihm aber wehren, dieſen Weg heute nochmals zu gehen? Seiner Midigkeit ungeachtet trat er daher ſeinen Gang an, allein vergebens— von dem ganzen Obſt⸗Etabliſſement war keine Spur mehr zu ſehen. Das Tiſchchen, der Stuhl, die Körbchen, das Mädchen,— Alles war verſchwunden; dagegen ſaß nahe bei dieſer Stelle der alte Blinde mit ſeinem Leierkaſten, den er verſchiedentlich in tönende Bewegung zu ſetzen ver⸗ ſuchte; das Gedränge der auf und abwogenden National⸗
zarden und der Tumult der Volksmaſſen ließen jedoch die
Melodien der Drehorgel ungehört verhallen, und nur dann und wann fiel am heutigen Abend ein ſpärliches Almoſen. Magnus trat an den Blinden heran, drückte ihm zu ſeiner ſichtlichen Ueberraſchung einige Sousſtücke in die Hand nind befragte ihn dann wegen des Obſtmädchens, das vor einigen Stunden neben ſeinem Platze ihren Stand aufge⸗ ſchlagen gehabt. Um jedoch, falls er etwa der Vater oder ein Angehöriger deſſelben ſei, allen Verdacht irgend eines perſönlichen Intereſſes zu vermeiden, ſo fügte er ſeiner Frage hinzu, daß er heute bei dieſem Obſtkram ausgezeich⸗ net ſchöne Aprikoſen gekauft habe und noch mehrere von derſelben Sorte wünſche.
„Das Mädchen ſitzt,“ erwiderte der Orgelſpieler, „ſeit zehn Jahren und vielleicht noch länger alle Morgen hier, bis ich komme, dann packt es ſeinen Kram zuſammen und zieht ſeines Weges. Wo es jetzt zu finden, weiß ich ſelbſt nicht.“
Magnus ſtutzte, denn dies waren offenbare Lügen; ſeit zehn Jahren, vielleicht noch länger ſäße dies Mädchen alle Tage auf derſelben Stelle; dann hätte ſie bereits als Kind von ſechs oder ſieben Jahren den Obſtkram anfangen müſſen, und ein ſolches Kind ſetzt man in Paris nicht mit ſo theuren Früchten auf den Markt; und außerdem war er
Dritte Folge.
bereits wohl zwanzig Mal über den Pont des Arts gegan⸗ gen ohne früher je das Mädchen erblickt zu haben. Warum log alſo der Alte? Hierunter lag beſtimmt ein Geheinmiß verborgen, dem er jedoch auf die Spur zu kommen feſt entſchloſſen war, und zwar um ſo mehr, als die Aehnlichkeit zwiſchen dem Obſtmädchen und jener jun⸗ gen Dame, die er in dem Blumenmagazin geſehen, zu täuſchend und zu auffallend war.
Für heute war es indeſſen zu ſpät, und der Graf mußte daher ſeine Nachforſchungen bis zum andern Tage verſchieben, jedenfalls wollte er aber vor jener Nachmit⸗ tagsſtunde, wo er die Obſthändlerin wiederſehen ſollte, möglicherweiſe ſich noch Aufklärung verſchaffen.
Am nächſten Morgen, ſo früh als dies für Paris überhaupt angänglich war, begab ſich der Graf nach der Straße Rivoli und mußte daſelbſt erſt mehrere Barrica⸗ den von Steinen, Bretern, Balken, Ladentiſchen, Thor⸗ flügeln, Arbeitswagen und anderem dergleichen Schanz⸗ material mühſam überſteigen, ehe er das bekannte Blu⸗ menmagazin erreichte. Obgleich jetzt in der ganzen Stadt ziemlich die vollkommenſte Ruhe herrſchte, ſo waren doch in dieſer Straße alle Läden noch geſchloſſen, ebenſo auch in dieſem Magazin; zufällig lag jedoch in dieſem Augen⸗ blicke eine der Demoiſelles im Fenſter, welche ihn ſogleich wieder erkannte und ihm herabrief, wie ſie ſofort herab⸗ kommen würde, ihm die Hausthür zu öffnen.
Die Beſitzerin des Magazins empfing ihn mit der herzlichſten Freundlichkeit, auch mehrere ihm von dem früheren Abenteuer mit dem Knaben her bekannte Arbei⸗ terinnen kamen aus den Nebenzimmern herbei, und nun beeilte man ſich ihm zu erzählen, wie gleich am folgenden Nachmittag dieſelbe junge Dame in einer glänzenden Equi⸗ page vorgefahren ſei und ſich erkundigt habe, ob der fremde deutſche Herr von ſeiner Expedition glücklich zu⸗ rückgekommen, und ob und was er von dem Erfolge ſeiner
D
ſiſt die Geſchichte der engliſchen Herrſcher in ihren Rüſtungen und
Trachten aufgeſtellt. Eine beſonders abgöttiſche Verehrung hat man der frommen Königin Beß zugedacht. Eine Reiterſtatue der Eliſabeth ſteht in einem Saale in einer eigenen Niſche. Pferd, Geſicht und Hände ſind aus Holz, nach gewöhnlicher Zeughaus⸗ und Waffenkammermanier, ſtatt eines Panzers trägt Eliſabeth eines ihrer wirklich einſtigen Kleider, es iſt mit Perlen und Gold⸗
den geſchmückt,— Alles aber ſtaubig und die Farben abgeſtan⸗
den. Der Ausdruck des Geſichtes geſpenſtiſch und unheimlich,
ie Gewänder hängen loſe an der grauenerregenden königlichen
Puppe, welche durch Ironie oder Zufall in einer höchſt merkwür⸗ digen, ihrem Charakter und ihrem Regiment zuſagenden Umge⸗ bung ſich befindet. Gerade in dieſem Eliſabeth⸗Saal ſind die perſchiedenſten Torturwerkzeuge und Marterinſtrumente aufge⸗ ſtellt, welche einſt der hochnothpeinliche Scharfſinn zur Befeſtigung der Gewaltherrſchaft erfunden hat; und die verglaſten Augen der
ſönigin ſehen geradewegs auf verſchiedene eiſerne Pflöcke und
Henkerbeile nieder, die auf manchem Schaffot mit dem Blut der edelſten Männer Englands gefärbt worden ſind. Ja, der Zlutroſt hat ſich mit einer ſolchen hiſtoriſchen Hartnäckigkeit in nanche dieſer Rule⸗Britannia⸗Inſtrumente hineingefreſſen, daß hn die Wärter und Aufſeher der Waffenkammer gar nicht mehr verauspoliren können. In der That eine würdige Umgebung der ſungfräulichen Königin!
1 Es iſt dieſes hiſtoriſche Waffen⸗ und Rüſtungengerumpel in ungen, finſtern, nichts weniger als prachtvollen Zimmern aufge⸗
ſiner Frau übergeben, welche die verſchiedenen Kronen und Tauf⸗
ecken engliſcher Könige herzeigt. Mag ſein, daß dieſe Dame in
Rückſicht auf die Taufgegenſtände, die ihrer Obhut anvertraut ſind, auch— Pathengeſchenken nicht abgeneigt iſt. Dieſe goldenen und ſehr werthvollen Pretioſen hat man in einem ringsum mit Kalk beweißten Thurmraum zur Schau aufgeſtellt, und zwar befinden ſich dieſelben in einem runden Käfig aus dicken und dicht aneinander gereihten Eiſenſtangen, um welche man herumgehen kann. Es ſind mir dieſe dicken Eiſenſtangen wie ebenſoviel ſchwarze und große Fracturbuchſtaben vorgekommen— welche für ſämmtliche Diebe, Räuber und ſonſtige Galgenvögel der vereinigten Königreiche die eindringliche Lehre entha „Meine lieben Jungen, gebt euch keine Mühe— an dieſen nen, Smaragden, Topaſen, Sapphiren und Goldklumpen ihr euch ſo geſchwind keinen Zahn ausbeißen.“ Es ſchien mi großartigſte Mißtrauensvotum, für Ihrer Majeſtät Unterthanen ausgeſtellt.
Die bitterſte Stimmung in dem großen ſchwarzen mit weit⸗ läufigen Höfen verſehenen Gebäude erregt der ſogenannte Beau⸗ champ⸗Tower. Ein uralter Bau mit kleinen Fenſterluken, zwei thurmartigen Erhöhungen und einigen in Unordnung übereinander ſtehenden gothiſchen Fenſtern. Es war dieſer Beauchamp⸗Tower das berüchtigte Staatsgefängniß, welches die ſogenannten politi⸗ ſchen Verbrecher im 16. und 17. Jahrhunderte eingeſchloſſen hat.
Durch eine kleine mit dicken Eiſenplatten beſchlagene Thüre kommt man über eine ſchmale Stiege aufwärts in jenes merkwür⸗ dige ſaalähnliche Zimmer mit nur Einem ſchmalen Doppelfen⸗ ſter deſſen Wände noch heut zu Tage, ohne daß ſie reden können, von maßloſem Unglück durch ihre Inſchriften erzählen.
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Es wurde hier nämlich vor einigen Jahren die Tünche mit Sorgfalt herabgekratzt, und da rollten ſich unter derſelben Ta⸗
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