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sber ſei auf der Hut, Ener Zelt wird zertrümmert, denn einen bloßen Zufall in einer ſo friedlichen Nacht ge⸗
es kommt Zwiebeln.“
Immer merkwürdiger oder immer alberner! dachte ich und eilte unſerm Zelte zu, um die geringe Gabe für die alte ägyptiſche Sibylle zu holen. Als ich mich am Ein⸗ gang zufällig umwandte, war das gewaltige Weib einen Schritt weit hinter mir, ohne daß ich in der Stille der Nacht das mindeſte Geräuſch gehört. Unheimlich wie mein Schatten ſtand ſie da.
Zaboin ſchlief noch; leichenblaß und im Geſicht wie mit Waſſer übergoſſen, lag er im Schein meinesy trefflichen Studirlampe, die in der ganzen Nacht branute. Ich ver⸗ langte kurz und ohne ein Wort zu verlieren von meinem Diener das Säckchen mit Zwiebeln, aus welchem Zaboin immer ſpeiſte, und eilte damit hinaus.
Erſt war ich nur frappirt und, ich geſtehe es, nachher ein wenig verſtört, denn trotz alles Suchens war die Alte wie verſchwunden. Ich rief meinen Diener und gebot ihm raſch auf den kleinen Hügel zu laufen, während ich in der Nähe das kahle Terrain durchſchritt und durch⸗ ſpähte. Vergebens, nichts war zu ſehen, auch in der Ferne nicht.
Mißmuthig und etwas irritirt gingen wir in das Zelt zurück, doch hier hatte ſich die Scene gewaltig verändert. Zaboin war aufgeſtanden und mit ängſtlicher Geſchäftig⸗ keit hatte er ſchom den größten Theil unſerer Habſeligkeiten zuſammengepackt und dabei meine Bücher, meine Schreib⸗ materialien wie Kraut und Rüben in einen Koffer ge⸗ worfen.
„Zabein! biſt Du von Sinnen?“ rief ich.„Was fällt Dir ein? Bis jetzt haſt Du geſchlafen wie ein Kro⸗ kodil und jetzt thuſt Du, als hätte ſchon ein Dampfſchiff geläutet, mit dem wir abfahren müßten! Es iſt Mitter⸗ nacht und doppelt nöthig zu ſchlafen, nachdem man durch
der libyſche Sturm. Jetzt gib mir die
Uovellen-
Zeitung.
ſtört iſt!“
„Benedetto! Friedliche Nacht? Zufall? ruhig ſchla⸗ fen?“ antwortete Zaboin mit Entſetzen, immer eifrig weiterpackend.„O Herr, Herr, Du weißt nicht, was Du ſprichſt und mit wem Du geſprochen haſt. Ich aber weiß, beim Barte des Propheten, daß Du das Schrecklichſte der
Schrecken geſehen: Dir iſt das„Wüſtengeſpenſt“ erſchie⸗ nen.“
Dieſe letzten Worte ſprach er ganz leiſe mit bebender Stimme aus und ſah ſich dabei ängſtlich nach allen Seiten um.
„Sei vernünftig, Zaboin, nichts weiter als ein altes Bettelweib habe ich geſprochen—“
„Die Dich um Zwiebeln gebeten und Dir geſagt hat,
daß bald die wüthende Kameelheerde kommen und Alles
niedertreten, würde, dann ſchwunden.“ „Verſchwunden iſt ſie nicht, lieber Zaboin, ſie hat ſich nur wahrſcheinlich aus plötzlicher Angſt vor Deiner tapfe⸗ ren Nähe raſch aus dem Staube gemacht, daher wir ſie nicht wiederfinden und ihr Deine Zwiebeln opfern konn— ten. Von einer Kameelheerde hat ſie mir kein Wort
iſt die Erſcheinung ver—
erzählt.“
„Allah's Gnade iſt groß, aber mit Euch Chriſten iſt ſchwer ſich zu verſtändigen. Die Kameelheerde, das iſt der
Samum, der tödtende Orkan aus der libyſchen Wüſte;
Herr, ich ſage Dir, ſo wahr ich ein alter Graukopf bin, ehe man eine Sure abbeten kaun, iſt er da.“ Ich ſuchte den Alten zu beſchwichtigen, denn je furcht⸗
ſamer er ſich zeigte, je mehr trat meine eigene kleine Auf⸗ (regung über das Ereigniß der Nacht in den Hintergrund.
„Freilich,“ ſprach ich,„hat mir das närriſche Weib, die Deine orientaliſche Phantaſie mit dem Namen„Wüſten⸗ geſpenſt“ beehrt, von einem Sturmwind geſpnochen, doch erwäge ſelbſt, wie lächerlich eine ſolche Prophezeiung in dieſer friedlichen, taghellen Nacht iſt. Ueberzeuge Dich
völkerungen kennen lernen. Wir bieten hier unſern Leſern nur, was ſie über die wichtigſte Jaſel Stromboli erzählt. „Vergebens ſuchte ich in meinem Gedächtniſſe,“ ſagt die Ver⸗ faſſerin,„nach einem Erdwinkel, mit welchem Stromboli ſich ver⸗ gleichen ließe, aber weder ein italieniſcher, afrikaniſcher noch aſia⸗ tiſcher Charakter iſt hier erkennbar. Stromboli iſt dadurch beſonders intereſſant, daß es nur ſich ſelber gleicht. Der majeſtätiſche Vulcan erhebt ſich bis zu einer Höhe von faſt 3000 Fuß ſchroff aus dem Meere und iſt bei einem Umfange von etwa dreizehn Miglien nur an einer kurzen, an der nordöſtlichen Seite gelegenen Strecke zugänglich. Hier verlängert ſich ſeine Baſis und verläuft ſich in eine geneigte Fläche, die am Ufer endet. DStromboli, von ſeinen Einwohnern noch heut zu Tage, wie einſt von den Alten,„Strongyle“ genannt, erſcheint von Weitem geſehen vollkommen koniſch, wie der griechiſche Name dieſer Inſel andeutet. Aber dieſe regelmäßige Form verſchwindet, wenn man ſie näher betrachtet. Man ſieht einen Berg, der in zwei Gipfel von verſchiedener Form endet und deſſen Seiten theils von den Kratern, die ſich auf allen Abhängen geöffnet haben, theils von den Lavaſtrömen vielfach zerriſſen und zerklüftet ſind. Ueberall ſind die Wirkungen eines immer thätigen Feuers zu erkennen, das unaufhörlich ſeine eigenen Producte aufhäuft, verändert, umwühlt und vernichtet. Stromboli hat drei Ortſchaften oder„Contrade“, wie eine Menge von einzelnſtehenden Häuschen, in deren Mitte ſich eine Kirche befindet, bezeichnet wird, denn von einer Straße oder auch nur von zwei ſich berührenden Wohnungen iſt nicht die Rede. Eine jede liegt frei, hat ein flaches Dach, iſt fenſterlos und be⸗ ſteht aus einem einzigen Zimmer. Fenſter und ein zweiter Stock bringen den Begriff eines Palazzo mit ſich, und ſolche Gebäude
Gleichmuth zu.
— wie z. V. die Villa des Giuſeppe Coſta— liegen vom Cen⸗ trum der Contrada etwas entfernt. Doch keiner noch ſo primi⸗ liven Wohnung fehlt die ſchilfbedeckte Pergola oder Laube, die ſich über einen mit großen Lavaſteinen gepflaſterten Raum erſtreckt, um den Einwohnern etwas Schatten zu verſchaffen, denn an Bäumen fehlt es gänzlich. Nur ſtachlige Gebüſche von wilden „Liebesäpfeln“— dort wegen ihrer giftigen Eigenſchaflen„Toſ⸗ ſiche“ genannt— ſind auf jenem aus Aſche und Lava beſtehen⸗ den Boden zu erblicken. Außer ſeiner Pergola, nur etwa vier Schritte von derſelben entfernt, hat jedes Häuschen ſeinen beſon⸗ deren Backofen und daneben ein kleines Kornmagazin, in welchem ſich auch die nöthigen Apparate zum Zermahlen des Getreides befinden.
Die Wohnungen, ſowie dieſe zwei dazu gehörigen Minia⸗ turgebäude, ſind weiß angeſtrichen, was dem kuppelbedeckten Brod⸗ ofen das Anſehen eines kleinen Marabouts gibt..
Dieſe in regelmäßiger Entfernung voneinander ſtehenden, blendend weißen Häuschen machen auf dem ſchwarzaſchigen Ufer einen ungemein freundlichen Eindruck, aber angeſichts einer ſo erhabenen Natur verſchwinden ihre ohnehin liliputiſchen Dimen⸗ ſionen dermaßen, daß man in ihnen eher ein plaſtiſches Spielzeug als wirkliche Menſchenwohnungen zu erblicken glaubt. Die Con⸗ trada von St. Vicenzo iſt bei weitem die bedeutendſte. Seit faſt zwei Jahrhunderten iſt die nordöſtliche Abflachung, auf welcher
ſie liegt, von Lavaſtrömen, Aſchenregen und Steinauswürfen ver⸗
ſchont geblieben. Auch leben die Bewohner Strombolis in der ſorgloſeſten Sicherheit und ſehen den Ausbrüchen des Vulcans, die ſämmtlich nach der abſchüſſigen Seite der Inſel gehen, mit Sie bebauen mit Erfolg ihre kleine Ebene, auf
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