Uovellen
des Volkes geſtellt, unter ihnen ſogar Marſchall Gérard, welchem ſich mehrere Officiere von Rang, unter ihnen auch die Oberſten Girardin, Narry, St. Etienne ange⸗ ſchloſſen hatten.
Endlich brach der Morgen des 28. Juli an, einer der größten Tage, den Frankreichs Geſchichte geſehen. In der Stunde des Sonnenaufganges herrſchte eine heilige Stille, man ſah die Giebel der Dächer, die ehrwürdigen Zinnen des Domes von Notre Dame mit goldenem Schimmer überfloſſen; der ganze Himmel brannte in dunkler Pur⸗ purgluth, und die Glocken ertönten in hehrem Klange. Ein Kanonenſchuß, der in der Morgenſtille durch ganz Paris donnernd wiederhallte, gab das Zeichen des Auf⸗ bruchs zum letzten Kampfe. namentlich die Garden und Schweizer, welche in denmn Louvre, den Tullerien, die ſie beſetzt hielten, zweimal 24 Stunden faſt kaum einen Biſſen zu eſſen, einen Tropfen Weines zur Stärkung erhalten halten, da ihnen von dem Volke jede Lebensmittelzufuhr abgeſchnitten worden, ſchwank ten ermattet von einem Platze zum andern, während ringsum die Maſſen des Volkes von Minute zu Minute rieſenhaft wuchſen. Es war Ein Wille, Ein Geiſt, Ein Zweck, der Alle belebte.
Verzweiflung von Seiten des Militärs, das im eiſer⸗ nen Joche des kriegeriſchen Gehorſams ſeinen Untergang vor Augen ſah, und übermüthiges Gefühl ſeiner Ueberge⸗ walt von Seiten des Volkes, ſo ſtanden ſich beide Parteien gegenüber, und es bedurfte nur des Commandoworts „Feuer!“ an irgend einem Platze, und das furchtbarſte Gemetzel war unvermeidlich. Die Führer des Volkes
hatten, ohne ſpecielle Verabredung getroffen zu haben,
gleichſam in ſtillſchweigendem Einverſtändniß, den gemein⸗ ſamen Plan entworfen, an dieſem Tage aus dem Mend⸗ der Vertheidigung in den des offenen Angriffs überzu⸗ gehen und die Truppen aus den feſten Punkten des Louvre und der Tuilerien, die ſie noch inne hatten, zu vertreiben.
Zeitung.
Die unglücklichen Soldaten,
[VIII. Jahrg.
Die Erſtürmung des Louvre ſollte an drei Punkten erfol⸗ gen, da aber die zunächſt dahin führenden Straßen noch nicht ganz in der Gewalt des Volkes waren, ſo hatte dieſes zuvor noch einige hartnäckige Gefechte zu beſtehen. Hingeriſſen von der glühenden Begeiſterung ſeiner Freunde, ſah ſich Magnus mit unwiderſtehlicher Gewalt in den Strudel mit hineingezogen, aus dem, hatte man ſich ihm einmal genaht, Niemand entrinnen konnte. Auch an dieſem Tage fand ſich der Graf bald mit in einen der Haufen verwickelt, der zum Sturm gegen den Louvre vor⸗ rückte.„Vor, vor!“ hrüllten die Vorderſten,„nach, nach!“ ertönte es aus den Reihen der Hinterſten, und der wogende Koloß der ſiegestrunkenen Menge trieb ihn wie tauſend Andere unwillkürlich nach dem Mordplatz. Im Augen⸗ blicke des Stürmens fühlte er, wie jemand ſeine linke Hand eergriff und einen Kuß darauf drückte; er ſah ſeitwärts, es war ſein kleiner deutſcher Schützling, der, nett gekleidet, hier im dichten Kartätſchenhagel ſeinen Wohlthäter wieder erkannt hatte. Auf Magnus' Frage, wie er hierher käme, zeigte er auf einen ältlichen ärmlich ausſehenden Mann, der neben ihm ging, und erzählte, das ſei ſeiner (Eltern Hausherr, er habe ihn mitgenommen und ihm ge⸗ ſagt, daß er auf dieſe Weiſe die Schuld der Daukbarkeit für das viele Geld, was er von den hieſigen gutherzigen Menſchen empfangen, am beſten abtragen könne. Er habe, erzählte er weiter, die ganze Nacht tüchtig gearbeitet, indem er große Steine in die Häuſer geſchleppt, auch ſei er heute früh bei einem Angriffe auf die Garde⸗Chaſſeurs ſeinem Hausherrn nicht von der Seite gewichen. (Fortſetzung folgt.)
wickelte, die Entſchiedenheit und Zuverſicht, mit der ich ſprach, imponirte endlich dem Farmer, ß „Wenn Sie's nicht fertig bringen, ſo bringt’'s Niemand fertig.“
Aha! dachte ich, die Tüchtigkeit und Selbſtſtändigkeit kommt ſchon mit Rieſenſchritten anmarſchirt.„Halloh! ihr gu⸗ ten Leute,“ rief ich den Bewohnern meines Caſtells zu,„kommt einmal heraus!“
Die Frau erſchien wieder in der Thür, ſie hatte einen Säug⸗
ling an der Bruſt und wankte vor Betrunkenheit hin und her—
ſchaudernd wandte ich mich ab und bewog den Kutſcher dazu, daß er den Leuten zehn Dollars böte, wenn ſie bis morgen auszögen. Da er meinte, der Anblick des Geldes würde ſie bewegen, gleich auszuziehen, beſonders da er die Kinder alle in den Wagen packen und eine Strecke fahren könne, ſo gab ich ihm zwei Fünfgold⸗ thaler in die Hand. Ich ſah deutlich, wie er das eine Goldſtück in die Weſtentaſche ſteckte und das andere der Frau anbot. Die Kinder drängten ſich neugierig um die Mutter und blickten das Goldſtück mit Ausrufungen der Verwunderung und des Erſtau⸗ nens an.„Idon't care,“ ſagte das Weib„I dont care, just bring me eyer to Saur Mac Gaugshins, chal's all.“ Schnell wurden die Inſaſſen des Hauſes in den 2 Bagen gepackt und von dem vortrefflichen Kutſcher in die bezeichnete Direction abgeführt.
„Aber die Möbeln!“ ſagte Schilling.
Ja die Möbeln! Wir blickten durch's Fenſter, aber was gewahrten wir!———— geehrte Leſerin, es war nicht ganz reinlich in meinem Empfangszimmer— einige Menſchenſpuren zeigten ſich in meinem Boudoir— es war nicht Berliner Thé dansant⸗Salon— nein, nicht ganz.
Mein Gott, welch ein Unterſchied zwiſchen einem eleganten,
ſo daß er im Wegggehen ſagte:
mit Kunſt und Geſchmack ausgeſtatteten Salon Europa's und einer iriſchen Shanty in Amerika! Während ich mit einem Ge⸗ fühle von Neid an das Zimmer Auguſte's denke und wider Willen das Ganze ſowohl wie jedes Einzelne bewundere, überläuft mich ein Schauder bei der Erinnerung an jene Herberge des Schmutzes, des Elends und des Laſters. Nein, wir Menſchen ſind nicht gleich! Es iſt nie wahr und wird nie wahr. Mag auch das Geſetz jenem Irländer volles Stimmrecht geben und die Anwartſchaft auf die hoͤchſten Aemter—er verkauft ſeine Stimme für einen Schnaps und wird niemals Gouverneur von Miſſouri werden.—
Für heute war auf der Drei⸗Meilen⸗Farm nichts mehr zu thun. Wir eilten nach St. Louis zurück und begaben uns in die „Office“ der deutſchen Geſellſchaft, wo wir Manner aus allen Theilen Deutſchlands fanden, die Arbeit ſuchten. Es hat etwas Aehnliches mit einem Pferdemarkt, ſo ein Ausſuchen von Arbeitern. Da zeigte Einer ſeine breiten Schultern, ein Anderer ſeine ſtar⸗ ken Hände, um ſich zu empfehlen, ein Dritter kann keine Arbeit mehr verrichten— er iſt ſchon abgenützt; mich ekelte dies Alles an, aber ich brauchte Arbeiter, gute, geſunde, ſtarke Arbeiter. In kürzeſter Friſt hatte ich vierzig Mann ausgeſucht und mit Aexten und Lebensmitteln ausgerüſtet; zwei Andere wurden engagirt, um das Haus in Ordnung zu bringen, ein Tiſchler, Maurer, Glaſer, Zimmermann wurde aufgeſucht, mit denen über Inſtandſetzung des Hauſes Rückſprache genommen werden mußte. Es war Abend geworden, bevor ich die Hälfte meiner Geſchäfte beſorgt hatte, und früh am nächſten Morgen war ich wieder auf den Beinen. Da es nothwendig war, für die Holzhauer ein Haus zu haben, ſchnell zu haben, ſo ging ich in eine„lumber yard“ und kaufte ein Haus,
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