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Nr. 21.] Dritte
Boulevards, auf den Quais und an der Caſerne babylone hegaun ſchon zeitig der Kampf, während an aadern Plätzen noch Waffenruhe herrſchte. In den Tuilerien waren die Miniſter und der Marſchall Marmont mit ſeinem Gene⸗ ralſtabe verſammelt, um über die zur Wiederherſtellung der Ruhe zu treffenden Maßregeln zu berathen; endlich gegen 9 Uhr entſtaud plötzlich eine lebhafte Bewegung unter den gelagerten Truppen. Mehrere Deputirte, unter ihnen Lafitte, Caſimir Perier, Benjamin Conſtant und der Graf Lobau begaben ſich unter lauten Freudenrufen des Volkes nach den Tuilerien, um das letzte Mittel der Verſöhnung zwiſchen König und Volk durch Zurücknahme der Ordon⸗ nanzen und Entlaſſung der Miniſter zu verſuchen.
Nach einer Stunde, währeud Alles in banger Erwar⸗ tung des Erfolges harrte, kehrte die Deputation, welche mit dem Herzog von Raguſa verhandelt hatte, zurück.— Ihr Bemühen war ein vergebliches geweſen. Das Volk hatte die verfloſſene Nacht dazu benutzt, ſich möglichſt zu bewaffnen, ſowie Munition an Pulver, Kugelu und Patro⸗ nen anzuſchaffen und zu vertheilen; ſchon am Nachmittage des vorigen Tages hatte man in einigen Hauptſtraßen augefangen Barricaden zu bauen, die während der Nacht⸗ ruhe theils noch verſtärkt, theils durch neue in anderen Straßen vermehrt wurden. Einige alte Krieger aus der Zeit des Kaiſerreichs hatten an verſchiedenen Orten den Oberbefehl übernommen und den bewaffneten Widerſtand des Volkes möglichſt organiſirt.
Die Hauptmaſſen der Truppen waren auf dem Carrouſ⸗ ſelplatze, an den Tuilerien, auf dem Platze Vendôme und dem Louvre aufgeſtellt, außerdem aber hatten ſie vorzugs⸗ weiſe die Straßen St. Honoré, St. Denis und St. Mar⸗ tin beſetzt, aus welcher letzteren ſie jedoch ſchon am Nach⸗ mittage des vorigen Tages verdrängt und genöthigt worden waren, ſich nach der Straße St. Denis zurückzu⸗ ziehen, wo ſtarke Piquets Garden und Schweizer ſtanden.
Endlich Mittag gegen 2 Uhr ließ Marſchall Marmont,
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welcher den Oberbefehl über die geſammte Garniſon von Paris erhalten, die Truppen auf dem Carrouſſelplatz ordnen, um, wenn irgend möglich, durch die Gewalt der Waffen die Emeute zu unterdrücken. Der erſte Angriff begann durch das Schweizer Regiment am Ende der beiden ſenkrecht aufeinander ſtoßenden Straßen Croix⸗des⸗Petits Champs und Rue Neuve⸗des⸗Petits⸗Champs. Siegreich drangen vie Truppen, von Marmont ſelbſt angeführt, hier vor und erſtürmten die Hauptbarricade der Straßen Erſte⸗Mont⸗ martre und dü Mail, allein in der Straße Montmartre, wo die Straße St. Mare ſenkrecht auf dieſelbe ſtößt, wur⸗ den ſie von einer ſo furchtbaren Gewehrſalve empfangen, während Knaben und Weiber von allen Dächern Steine und Ziegel auf ſie herabſchleuderten, daß ſie zu weichen begannen und in faſt ungeordneter Flucht ſich nach dem Platze des Victoires zurückzuziehen genöthigt wareu. Un⸗ terdeſſen war das Volk auch auf andern Punkteu nicht unthätig geweſen; die Caſerue babylone war erſtürmt worden, auf den Boulevards hatten ſich die Garden zu⸗ rückziehen müſſen; ein ganzes Linien Regiment ging zu den Bürgern über, und wenn ſie auch zum Theil nicht mit ihnen fochten, ſo kämpften ſie doch wenigſtens nicht gegen ſie. Außerdem war es den letzteren gelungen, ſich der Waffen⸗ und Rüſtkammer ſowie eines Zeughauſes in der Vorſtadt St. Antoine zu bemächtigen und ſich ſo noch mehr mit Waffen zu verſorgen. Die ganze Nacht hindurch dauerten die Rüſtungen fort, ja ſelbſt kleine Gefechte fielen hier und dort vor, und faſt keine Minute vergiug, in der man nicht Schüſſe fallen hörte. Bereits am Morgen hatten die Nationalgarden angefangen zuſammenzutreten, auch die polytechniſche Schule ſich zu einen erfahrungs⸗ und kenntuißreichen Corps gebildet, das wohl bewaffnet, mit einiger Artillerie verſehen und von glühender Begeiſterung beſeelt war. Es war auch keinesweges mehr der Aus⸗ bruch einer wilden ungeordueten Emeute, denn es hatten ſich bereits viele Officiere der alten Armee an die Spitze
„Ja, was ſollen wir denn in dem Hauſe?“ fragte ich. „ Wollten Sie denn nicht nach der Dreimeilenfarm? iſt ſie.“
Ein giftiger Köter ſprang aus dem Hauſe heraus und drohte uns zu zerreißen; ein ſchmutziges, in Lumpen gehülltes Weib, umringt von einem halben Dutzend halbnackter Kinder, ſtierte durch die zerbrochenen Scheiben.
„Halloh!“ rief der Kutſcher.
„What is the matter?“ fragte das Weib.
„Is this the three miles farm?“
„l reckon so.“
Jetzt wurde mir aber doch elend.
Da
Alſo das war das ge⸗
müthliche Wohnhaus! Der Schornſtein hing ſchief nach einer
Seite und wurde durch einen Pfirſichbaum aufgehalten— ſonſt wäre er in das Bodenloſe gefallen. flickt, die Fenſter zerbrochen, die Thür hing nur in einer Angel, Unkraut, Schmutz, Armuth, Geſtank, Ungeziefer— o! alle Schrecken einer irländiſchen Shanty ſtarrten mir in'’s Geſicht— und dafür hatte ich 10,000 Dollars gegeben, aber einige abge⸗ triebene Acker abgerechnet, die mit Hundscamille überwuchert waren— war noch Alles Wald, dichter, miſerabler Wald!
„Wenn uns die Quelle nicht rettet,“ ſagte Schilling,„mit dem Honig da hat's gute Wege— wo mag wohl die Quelle ſein?“
„Ja, die Quelle, where is the spring?“
Das Weib gab uns ein Mädchen von zehn oder eilf Jahren
mit, deren Haare ſtruppig und ungekämmt in die Höhe ſtanden; das Kind ſah uns mit Verwunderung an, führte uns aber richtig zu einer Quelle, die zwiſchen ſteilen Felſen herabſchoß und, wie tigkeit meiner
Das Dach war überall ge⸗
der freundliche Herr geſagt hatte, einen kleinen Teich bildete der keinen Abfluß hatte. Es war gutes, friſches Waſſer, es wuchs Krauſeminze die Menge rund herum, wahr— aber zehntauſend Dollars!
Schilling ſetzte ſich wie ein Verlorner an die Quelle und pfiff ſtärker als gewöhnlich durch den hohlen Zahn; ich über ſchaute auf einmal den ungeheuren Fehler, den ich begangen, und während ich mir über meine Dummheit und meinen Leichtſinn Vorwürfe machte, beſchloß ich zugleich, gute Miene zum böſen Spiel zu machen und mein Land zu verwerthen, ſo gut es irgend ginge.„Der Wald da muß herunter,“ ſagte ich zu Schilling; „Holz ſo nahe bei der Stadt muß ſich mit Vortheil verkaufen laſſen; wir holen uns in St Louis Holzhauer, und morgen wird mit dem Fällen angefangen, den Weg bringen wir in Ordnung— die kurze Strecke bis zur Chauſſee kann die Welt nicht koſten. Das Haus wird erſtens von den jetzigen Einwohnern geſäubert, dann friſch gekalkt und ausgebeſſert, wo es nothwendig iſt;— laſſen wir jetzt die Hände im Schooß liegen, dann iſt Alles ver⸗ loren, durch Thätigkeit iſt jedenfalls etwas zu retten.“
Ein Farmer kam des Weges, ein naher Nachbar der Drei meilenfarm. Er grüßte mich mit jenem ſpöttiſchen Lächeln, welches gemeine Menſchen nicht unterdrücken können, wenn ſie ſehen, daß ein gebildeter, geiſtig höher ſtehender Menſch betrogen wird. Ich las in ſeinen Augen die Schadenfreude über die Dummheit des„Lateiners“, that aber, jals merke ich nichts, und brachte durch Hin⸗ und Herfragen doch endlich heraus, daß ich nur 5000 Dollars zu viel bezahlt habe, daß aber wohl für 15 bis 1800 Dollars Holz auf meinem Lande ſtehen möge. Die Rich⸗ Anſichten, die ich im Laufe des Geſpräches ent


