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Nr. 20.]
wurde, nur einen Augenblick mit ſich und einem kleinen Kreiſe Auserwählter allein zu ſein, wonach er ſich ſehnte. Deßhalb befahl er ſchon an einem der nächſten Tage, als B8r eben Anſtalt machte, den Reſt der fürſtlichen Bagage ausſchiffen zu laſſen, wodurch ich die erſte Kunde von ſeiner Anweſenheit erhielt, die Abreiſe nach England zu beſorgen. Dort konnte er ſicher ſein, daß Niemand von der deutſchen Fürſtlichkeit Kenntniß nehmen würde, ſo lange es ſeinem Willen convenirte..
Während der kurzen Reiſe war es mir einige Male vergönnt in der Nähe des Herzogs zu verweilen, und es entging mir nicht, welche Freude es ihm machte, ſo recht von Herzen Menſch unter Menſchen ſein zu können. Man ſage daher nicht, daß es immer nur die Fürſten ſind, welche nach einer gottgleichen Abgeſchloſſenheit ſtreben. Nein! Es ſind zu oft nur ihre Diener, die es ſich angele⸗ gen ſein laſſen, die Herren zu Götzen zu machen, damit ſie ſelbſt als Hoheprieſter im Heiligthum des Tempels nach Belieben über ein abergläubiſches Volk ſchalten können.
Der Stallmeiſter, der niemals ein beſonderer Freund von der See geweſen war, die in ihren Schwankungen ihm als einem ſchleſiſchen Gebirgsſohne nicht zuſagte, jubelte, wie er immer that, als wir das feſte Land bei Dover be⸗ traten. Auch ſeine Gattin wurde heiter, ſobald ſie das Schiff verlaſſen hatte, dem ſie als Transport⸗ und Reiſe⸗ mittel wegen des eigenthümlichen, ihren Nerven widerlichen Pechgeruches nicht hold war.
Als ich Signora Angela bei dem Anlanden meine Hülfe bot, gewann ich aus einem flüchtigen Blick die Ueberzeugung, daß die ſchönen Augen der edeln Siciliane⸗ in, mit der ſich mein Freund in ihrem vierzehnten Jahre vermählte, faſt noch ſo feurig glänzten, wie ehedem in Meſſina. Das gemäßigte Klima, in welches ſie der caro poso ſchon nach wenigen Jahren verſetzt hatte, hinderte das frühe Erlöſchen eines Feuers, das auf dem Boden des tie⸗
Dritte Fo lge.
fen Südens gar früh zur hellen Flamme auflodernd die ſchönen Töchter jenes Landes oft nur aus Mangel an geiſtigem Beiſtande frühzeitig verzehrt.
Ein großer Theil des Abends verging unter Erinne⸗ rungen aus der früheren Zeit, wozu wir Männer einen guten Vorrath im treuen Soldatenherzen aufbewahrt hatten, während Signora Angela bald laut lachend in die Hände klatſchte, bald Thränen über die von uns ausge⸗ ſtandenen Mühſeligkeiten vergoß.
Die frohe Laune der ſchönen Frau, die mich, als ſie nech unverheirathet war, ſo oft entzückt hatte, die anfäng⸗ lich wegen gewiſſer alter Verhältniſſe durch eine Art ſteifer Grandezza, die ſie gegen mich beobachten zu müſſen ſich verpflichiet hielt, zurückgehalten wurde, ging endlich heiter wieder auf, wie ein Maimorgen über der Meerenge von Meſſina. Da wagte ich es, Signora Angela die ſchöne Laute, ihre unzertrennliche Gefährtin, in den Arm zu legen, bittend, uns ein Lied von den vielen zu ſingen, wodurch ſie uns ſo oft in dem Hauſe ihres Vaters in die heiterſte Stimmung verſetzt hatte, wenn ſie der Liebe Glück durch die Töne ausſprach.
Auch in der Bruſt der ſchönen Frau, die im erſten Frühlinge des Lebens dem immer blühenden Vaterlande entführt worden war, tauchten Erinnerungen an die Tage der Kindheit auf, die ſie im rauhen Norden ſo ſchnell ver⸗ geſſen lernen mußte, wo weder der Himmel noch die Erde große Aehenlichkeit mit den Ländern haben, in denen das dolce far niente, das erſte von der Natur den Menſchen
gegebene Geſetz iſt.
Bei den Worten der ſchönen Barcarole„Siate alerto, marinari!“— Habt Acht! Matroſen—— auf der Wacht ꝛc.— die von Donna Angela faſt noch mit derſel⸗ ben kräftigen, volltönenden Stimme vorgetragen wurde, wie ich ſie unter Roſen und Myrthen und von duftendem Oleaudergebüſch halbverſteckt vom vergoldeten Balcon ihres Vaterhauſes vernommen hatte— ſchien das Bild
drootzdem ſtehen beſonders ausgezeichnete Varietäten oder beſonders
ſchön gefärbte Stücke in ziemlich hohem Preis, und werden jetzt
beitung des Bernſteins iſt nicht ſchwierig, ſie verlangt nur eine gewiſſe Vorſicht, damit die Stücke nicht ungleichmäßig erhitzt werden, und in Folge deſſen unregelmäßig zerſpringen. Allein trotzdem oder vielleicht gerade deßhalb, weil er ſich ſo leicht verar⸗ beiten läßt, iſt bei uns die Kunſt der Bernſteindreherei keine ſo zusgebildete. Jeder Kunſtdrechsler und Bilderſchnitzer, der mit Feile, Meißel und Grabſtichel umzugehen verſteht, vermag auch jedes Kunſtwerk, das er aus andern feinern Materialien, aus El⸗ ſenbein, Perlmutter u. ſ. w. anfertigen kann, ebenſo vollkommen us Bernſtein darzuſtellen. Es iſt alſo mehr das Genie, das den Bernſteinarbeiter zum Künſtler bildet, als der Unterricht, der dem Lehrjungen von dem gewöhnlichen Bernſteindreher beigebracht wird,, der ſelbſt in Preußen das Gewerbe nur handwerks⸗ mäßig betreibt und zum kümmerlichen Lebensunterhalt ausübt. Wirft ſich, wie jetzt zum Beiſpiel wieder von Frankreich aus, die Mode auf ein ſolches Material, ſo erhöht ſich auch gleicher Zeit die Kunſtfertigkeit in der Bearbeitung.
Wenn ſich der Bernſtein zur Verarbeitung auf der Drehbank überhaupt eignet, ſo heißt er Arbeitsſtein, die übrigen gefundenen kleinen oder brüchigen Stücke heißen„Waare“. Im Handel werden die Arbeitsſteine, wenn ſie roh verkauft werden, nach der Farbe und Durchſichtigkeit geſondert und dann nach ihrer Größe in
Sortimente eingetheilt. Großer Bernſtein umfaßt nur Stücke, die mehr als 8 Loth wiegen; der Werth dieſer Sorte richtet ſich nach Verhältniß der größeren Stücke, die ſich darunter befinden,
und wird je nach der Farbe von 50 bis 100 Thlr. pr. Pfd., ausge⸗
n umal als Schmuckgegenſtände wieder ſehr geſucht. Die Bear⸗
zeichnet ſchöne Stücken von reiner Perlfarbe dagegen werden oft noch zu viel höherem Preiſe verkauft.—
= Von Plinius wird erzählt, daß ſchon die Alten den Bern⸗ ſtein mit Bockstalg, Anchuſenwurzel und Purpur zu färben wuß⸗
ten. Alle derartig gefärbten Stücke ſtehen aber bei Kennern in
einem nur geringen Werthe. Die Reinheit der Farbe, die Gleich⸗ mäßigkeit der Maſſe, ein völlig egales Durchſcheinen oder eine waſſerklare Helligkeit, dazu die Größe des Stückes ſind die ein⸗ zigen Factoren, die den Cabinetsſtücken ihren Werth verleihen. Das größte aller Bernſteinſtücke, das wohl je gefunden worden iſt, ſtammt von der Küſte der Providenceinſel, es wurde durch einen Matroſen im Jahre 1722 entdeckt und ſein Preis nach und nach bis zu 2300 Pfd. Sterling hinaufgeſchraubt, indeſſen iſt es nicht erwieſen, ob das Stück nicht ein größeres Stück Copal oder ein ähnliches Harz iſt, welche mit dem Bernſtein dem äußern Anſehen nach große Aehnlichkeit haben, und deßwegen ſehr häufig Mittel zu Verfälſchungen werden. Große Sammlungen von Bernſtein⸗ ſtücken beſitzt der preußiſche Schatz, das grüne Gewölbe in Dresden, die Kunſtkammer in Danzig und der kaiſerliche Palaſt Zarskoje Selo bei Petersburg. In dem letzten iſt einer der Säle 30 Fuß lang und 30 Fuß breit vom Boden bis zur Decke mit Bernſtein bekleidet, ein Geſchenk des Königs von Preußen, welches jedoch keineswegs eine Verſchönerung des wohnlichen Gemachs genannt werden kann. Im Berliner Muſeum befindet ſich ein Bernſtein⸗ ſtück von 13 ½ Pfd., welches 1803 von einem Taglöhner in einem Waſſergraben auf dem Gute Schlappachen zwiſchen Gumbinnen und Inſterburg, ohngefähr 12 Meilen von der Oſtſee gefunden wurde. Der Finder erhielt, da damals noch aller gefundener Bernſtein Staatseigenthum war, für ſeinen Fund 1000 Thlr.


