erkannte dieſes der für uns em Regimente 2 verwundete nmandeur der erſt! Ich bin Jhren letzten
eſt Bugeau eral ernannt. llbufera, aber ſckkehrte, über mit den Wor⸗ am Bentinck dup échauffés
ich der Ama⸗ die am Tage ene Tapferkeit im ein Wacht⸗ auten aus den erſtlieutenanl gimente und Bataillons, i einem zum en gab's nicht Heraus, daß Col de Ordal gimentes und Milttürſchule 3 Souslieute⸗ kanden, die zu Sturmcolonne punkeln Nacht
amige Feinde
uden damals egen Morgen atrouille unter enen gemach. prüchwort ſagt,
rfür Menſchen
ran keiner von ndividuen and
anſerm Jähr
h in anderer
Nr. 19.]
„Männer leſen nur noch Politik oder in praktiſche, wiſſen⸗ ſchaftliche Fächer Einſchlagendes. Auch das Gebiet der Dichtung, des Romans, des Dramas wird von dieſer ſtrengen Auswahl betroffen. Alle andere Lectüre, beſon⸗ ders die idealiſtiſche, idylliſche, echt belletriſtiſche im claſſi⸗ ſchen und modernen Sinn, iſt nur noch für die Frauen da.“
Dies klingt hart, aber enthält viel Wahrheit. Den Frauen müſſen die Autoren, welche in jenen Stoffen der Belletriſtik arbeiten, zu Gefallen und nach Geſchmack und Laune ſchreiben, wenn ihre Productionen in den Leihbiblio⸗ theken benutzt oder gar im vereinſamten Buchladen gekauft werden ſollen. Wer es in dieſem Genre mit den Frauen verdirbt, hat kein Publicum mehr. Da aber die großen Maſſen der weiblichen Seelen flüchtig, ohne tieferes Ur⸗ theil und nur auf elegante Unterhaltung erpicht ſiud, ſo muß die Strenge und Gedankenſchwere aus den Werken ausgeſchieden werden, die ſich auf ſolche Kreiſe ſtützen müſſen. Um ein Buch unter hundert Zerſtreuungen klein⸗ ſter Art genießen und in einer Theegeſellſchaft ohne Mühe beſprechen zu können, dazu muß es nicht bloß in ſeiner Form decent und faßlich, ſondern auch in ſeinem Inhalt durch⸗ ſichtig, um nicht zu ſagen, hübſch leer ſein. Die Sachlage würde ſich, auch bei einem Damenpublicum, günſtiger ſtel⸗ len, wenn die Damen noch wie früher ſich in der Conver⸗ ſation und im Leben der Bildung tüchtiger Männer von Geiſt und Kenntniſſen anlehnten und ſich ſo mit Ernſt in
Sphären heimiſch machten, die ihnen zwar keineswegs ver⸗ ſchloſſen ſind, aber doch den Genius männlicher Geſammt⸗ bildung erfordern, um fruchtbringend erfaßt und richtig verſtanden zu werden.
Gegenwärtig ſind nun die Frauen zwar keineswegs von den Männern geſonderter als früher; ja ſie ſind ſogar, wenn man den allgemeinen Ausdruck gelten laſſen und richtig verſtehen will, viel emancipirter als ehedem. Aber ſie bilden bei alledem einen geiſtig getrennten Salon für ſich, einen Cirkel, der ſeine eigenen Intereſſen hat oder zu haben glaubt, und während ſie ſich ſonſt den männlichen Capacitäten fragend anſchloſſen, folgen ſie jetzt der Stimm⸗ führung ihrer eigenen Koryphäen. Es ſind die Schrift⸗
ſtellerinnen, beſcheiden ausgedrückt, eine Heerſchaar, die un⸗ ter ihrem wirklichen Namen oder anonym und pſeudonym in der Literatur thätig iſt..
Wäre es nun beſſer, wenn ſich das Damenpublicum lieber zum Geſchmack der Männer gehalten und von ihm gleichfalls den Widerwillen gegen die moderne Belletriſtik gelernt hätte? Scheinbar nicht, aber in Wahrheit doch; denn jener Widerwille würde dann gar nicht in ſolchem Maße bei den Männern entſtanden ſein. Er iſt eine na⸗ ürliche Frucht derjenigen Lectüre, welche mit eben ſo viel Arroganz als beleidigender Geringſchätzung auf weibliche Kreiſe berechnet iſt und ſich an dem Genre gefälliger Fad⸗ heiten und voreiliger weiblicher Productionen eine unpaſ⸗ ſende Ermuthigung nimmt. Dieſe iſt es, welche die Lite⸗ tatur überfluthet und, mit dem Strome des verirrten Ge⸗ ſchmacks ſchwimmend, das Flußbett deſſelben noch breiter und waſſerreicher macht.
Auf Rechnung jener Frauenkreiſe, welche man für ein⸗ ſchtslos genug hält, um das Mittelmäßigſte zu leſen oder ich von urtheilsarmen Männern in Goldſchnitt gebunden iuf den Weihnachtstiſch legen zu laſſen, auf Rechnung
Dritte Folge.
303
jener Frauenkreiſe wird viel von den Bücherfabrikanten geſündigt, und man hält es für erlaubt, ja für zweckmäßig, ihren Geſchmack durch manierirte, kokett parfümirte Koſt immeer tiefer herabzuziehen, damit ihn endlich jeder über⸗ ſpannte, unreife Literaturjüngling und jedes erwachſene Inſtitutfräulein mit trübſeligen Productionen befriedigen könne.
Die Frauen ſollten ſich aber mit Stolz und Selbſt⸗ gefühl, und die dies nicht können, wenigſtens mit verletzter Eitelkeit aufraffen und ſich eine ſolche Zumuthung und Behandlung nicht länger gefallen laſſen. Sie ſellten nicht „ſchöne“,„geneigte“,„freundliche“ und„nachſichtige“, ſondern nur kluge und ſtreuge Leſerinnen ſein wollen.
Wenn es mit der Kritik des Inhalts der Bücher nicht immer und nicht gleich bei Allen gehen will, ſo ſollte man wenigſtens Eins verlangen: Accurateſſe und Sauberkeit in der Form. Fordert man doch auch von weiblichen Hand⸗ arbeiten, welche der Oeffentlichkeit vorgelegt werden, daß ſie accurat, ſauber und mit Fleiß angefertigt ſind; wie könnten geiſtige Erzeugniſſe, deren Gebrauch meiſtens für die Damenwelt berechnet iſt, ſich durch Saloperien em⸗ pfehlen?
Dieſe gediegenere Technik würde ſchon auf zweifache Weiſe Heil bringen: dadurch, daß ſie durch mehr nothwen⸗ digen Zeitaufwand die Raſchmacher in der Literatur hin⸗ derte, ſo zahlreiche Editionen zu liefern, und ferner durch das Bekenutniß von etwas ſittlichem Reſpect vor den Le⸗ ſern. Was würden die Frauen ſagen über einen leichtfü⸗ ßigen Schneider, der ihnen ihre Kleider mit Bindfaden zu⸗ ſammenheften und nicht für eine menſchliche Figur, ſondern etwa für einen Uiſtiti paſſend machen wollte? Und doch ſind viele für ſie beſtimmte Bücher, gegen die ſie ſich kei⸗ neswegs ereifern, ſondern ſie gut gelaunt leſen, nicht um ein Haar beſſer, als ſolche verpfuſchte Schneiderarbeiten und geiſtige Affenkleider.
Sich dieſes Zuſtandes bewußt zu werden und ihn nach Möglichkeit zu ändern, möchte wohl eine Ehrenſache für das ſchöne Geſchlecht und für die Cultur der Nation ſein, denn eine ſolche beſteht gleichmäßig aus Männern wie Frauen.
Dürfte es nun bei der Ueberfülle von Stoff für die weiblichen Kreiſe ſo ſchwer ſein, in ihrem Urtheil über die Literatur einigermaßen das Richtige zu treffen? Es hat den Anſchein, wenigſtens für viele Frauen, denn bei großer Empfänglichkeit für das Geiſtige hatte doch nicht Jede Ge⸗ legenheit, ſich äſthetiſch zu entwickeln. Woran ſich nun halten? Eine unparteiiſche moderne Literaturgeſchichte gibt es uicht, und gäbe es eine, ſo ginge ſie doch höchſtens bis auf heute und nicht bis auf morgen, wo wieder ein neuer Dichter auftauchen wird. Ein umfaſſendes kritiſches Li⸗ teraturblatt, das zugleich competent und lesbar iſt, exiſtirt eben ſo wenig. Im Gegentheil bemühen ſich hundert Blät⸗ ter durch ihr Partei⸗ und Coterieweſen oder durch ihre Einſeitigkeit, das etwa noch geſunde Urtheil des Publi⸗ cums zu verwirren. Die wenigen redlichen Stimmen ver⸗ hallen zum Theil in dieſem böswilligen und unvernünfti⸗ gen Geſchrei, oder ſie erſcheinen der Bonhomie, der Dumm⸗ heit und Lobhudelei gegenüber wie mißliebige Tadler. Aus den Geſprächen der Geſellſchaft iſt auch wenig zu lernen,
denn ihrem ambulanten Geplapper empfiehlt ſich die große


