J 7III. Jahrg. ſen, gab Befehl eu Geſchützfeuer terhalten vurde den faſt in der n unſer zweites ion Clinton in rplatz durch die vrirte es unter ar Stellung ge⸗ durch Villa⸗ unigehend, bis ortheilhafterem os, durch tiefe htordunng auf⸗
ſce Vortäthe an chricht von dem uf der Straße Arbos war der ins Stocken ge⸗ g zu verhüten, ichen Anſtren⸗ enls für Stun⸗ Der Feind, eaud befeh⸗ u überflügeln, ich der Kzen reiten, wie ſu Unglücknacht
ſatt, daß man f welcher die das franü⸗ V zwei feindliche Verbündeten ren, eröffneten Q— „Abends ſtreckt er bin, und wenn
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die
Zu bewerkſtelligen war,
vier Füße niederließen und den Schmaus mit ihrer natürlichen
einer Katze, denn dieſe ewige Feindin der Ratten, ebenfalls eine
—
3 Dritte
ein verderbliches Feuer auf die letzte uvſerer die große Straße in ſaſt ſchnurgerader Linie paſſirenden Infanterie⸗ Diviſionen.
Zur Deckung des Ueberganges über einen von Berg⸗ ſtrömen geriſſenen, jetzt zwar trockenen, aber breiten und tiefen Graben, welcher die Chauſſee auf der Hälfte des Weges von Villafranca nach Arbos durchſchneidet, der nur vermittelſt einer einzigen ſteinernen, ſchmalen Brücke wurde die Reſervebrigade unter Generalmajor Mackenzie aufgeſtellt. Zu ihrer Deckung diente eine Batterie Zwölfpfünder und eine Schwadron des braunſchweigiſchen Huſaren⸗Regimeutes unter Com⸗ mando des Rittmeiſters von Wulffen.
Während die Diviſion Clinton zu defiliren begann, drang die feindliche Cavallerie, welche ihr Hauptaugen⸗ merk auf die Brücke gerichtet hatte, immer heftiger hervor. Es wurde daher auf dem linken Flügel vom 20. engliſchen Dragener⸗Regimente eine Charge auf das 24. franzb⸗ ſiſche Dragoner⸗Regiment, von deu ſicilianiſchen Drago⸗ nern ein heftiger Angriff auf das 1. weſtphäliſche Chevauxlegers⸗Regiment unternommen. Die Chargen hatten in zweimaliger Wiederholung den Erfolg, den Feiud vom weiteren Vordringen auf die Brücke abzuhalten. Er wurde beide Male mit beträchtlichem Verluſt zurückgewor⸗ fen und ihm ein Obriſt⸗Lieutenant und mehrere andere Officiere abgenonmmen. Aber auch das 20. engliſche Dragoner⸗Regiment verlor einen Rittmeiſter, 42 Mann und 26 Pferde; die Sicilianer faſt ebenſoviel; immer eine bedeutende Zahl für ein ſchuell vorüberbrauſendes Reiter⸗ gefecht!
Bei dieſen Chargen ereignete ſich der gewiß ſeltene Fall, daß ſich die beiden gegenüberſtehenden feindlichen Anführer— franzöſiſcher Seits der General Meyer, und der die engliſche Cavallerie⸗Brigade befehligende Lord Frederic Bentinck, Bruder des Obergenerals— Angeſichts ihrer Truppen vor Beginn des Gefechtes, in ritterlicher
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Weiſe zum Zweikampfe forderten und heldeumüthig atta⸗ kirten. Dem General Meyer wurde im erſten Anlaufe die Wauge geſchlitzt, worüber dieſer, eine hohe, coloſſale Dragonergeſtalt, zur Wuth ergrimmt, ſein Pferd wandte und dem kleinen Lord Frederic einen ſolchen Hieb über den Kopf verſetzte, daß deſſen Federhut geſpalten über ſein Geſicht herabfiel. Er war durch die erhaltene Contuſion im erſten Moment dermaßen betäubt, daß ihm die Zügel entſanken und er nach vorn zuſammenbrach. Dies war das Signal für die engliſchen Dragoner, den erſten wüthenden Angriff zu machen, in dem ſie nicht allein den hochgeehrten Anführer befreiten, ſondern das ganze feind⸗ liche Dragoner-Regiment über den Haufen warfen. Bei dieſer Gelegenheit war es, wo Rittmeiſter Hanſon, einer der ausgezeichnetſten Officiere des braven Regiments, der Erſte am Feinde, von zahlloſen Stichen durchbohrt, in Befreiung des in der Brigade allgemiein beliebten Lord Frederic, den Heldentod fand.
Zur ſelben Zeit machte Oberſt Schrader mit deu drei noch übrigen Schwadronen eine Charge auf das 4. fran⸗ zöſiſche Huſaren⸗Regiment, welches ſich der Brücke links von der Heerſtraße zu nähern verſucht hatte. Das feind⸗ liche Regiment wurde im erſten Anlauf geworfen, ſammelte
ſich jedoch wieder hinter dem 13. Küraſſier⸗Regimente,
welches in einiger Entfernung zu ſeiner Stütze aufmar⸗ ſchirt war. Dieſes im Feldzuge ſtets ſehr renemmirte Re⸗ giment, welches man wegen des undurchdringlichen Staubes gar nicht bemerkt hatte, empfing, die langen Pallaſche vor⸗ geſtreckt, ſtehenden Fußes unſere durch den vorhergegan⸗
geuen Angriff etwas auseinander gekommenen Huſaren, und
es entſtand auf der Stelle ein Einzelkampf auf Leben und Tod, weil Keiner dem Anderen weichen wollte. Vergebens verſuchte der tapfere Oberſt, den Feind durch die Schnell— kraft unſerer ſchönen iriſchen Pferde zu werfen, da ihuen als guten Fechtern wegen der Helme und Küraſſe mit den kurzen Huſarenſäbeln um ſo ſchwerer gut beizukommen
Mahlzeit vorkam. Der unparteiiſche Feuilletoniſt geſteht, daß die belgiſchen Ratten, grade wie das junge Mädchen in der Fabel, welche zur Katze wird, wenn ſie eine Maus ſieht, aus ihrer Rolle fielen oder ſie vielmehr zu ernſt nahmen, indem ſie ſich auf ihre
Freßgier aufzehrten. Die Vorſtellung endigte mit der Hinrichtung
große Schauſpielerin, wurde gezwungen, ſich hängen zu laſſen,
und um den Galgen begannen die Sieger dann einen Tanz wie die
Wilden um den Pfahl, an den ſie ihren Gefangenen feſtgebunden en.
Wie wir bereits ſagten, hat die Ratte zahlreiche Feinde; das Wieſel, der Iltis, die Fiſchotter, der Hund, deheich Ke Maindas und der Menſch verfolgen ſie ohne Unterlaß. Der eifrigſte unter ihnen aber iſt der Menſch. In einigen Ländern jagt man die Ratte der Nahrung wegen, in China zum Beiſpiel, wo die in zwei Theile zerlegten und am Ofen getrockneten Ratten für einen köſt⸗ lichen Leckerbiſſen gelten.— Außer dieſen Daten, welche uns die merkwürdigſten zu ſein ſchienen, widmen die„Monatshefte“ der verachteten Ratte noch eine lange Abhandlung, und wir verweiſen zugleich die Naturfreunde auf die unterhaltenden Einzelnheiten, welche vor Kurzem Friedrich Daumer über dieſes„zahme Haus- thier“ mittheilte.— 6.
verſtandes, befreit es von vielen Vorurtheilen und
Literatur.
Novelliſtiſche Gemälde aus Stadt und Land, von Paul Stein. Leipig, Grunow's Verlag.
Wechſelf
Der Verfaſſer hat in den letzten drei oder vier Jahren 13 Bände zur deutſchen Romanliteratur beigeſteuert, vorausgeſetzt, daß er nicht noch in einem andern Verlag als in dem Grunow'⸗ ſchen thätig geweſen iſt, widrigenfalls es noch mehr ſein würden.
Man kann ſicher aus einer ſolchen Thätigkeit, bei welcher die Leihbibliotheken nicht verderben können, auf eine fruchtbare Phan⸗ taſie und unvermeidliche Routine ſchließen, und wer ſich durch dieſe Eigenſchaften befriedigt fühlt, wird an den vorliegenden Novellen eine Genüge haben.
Es ſind kleine, ſehr einfache Geſchichten, die ſo eilig geleſen werden können, als ſie geſchrieben ſind, und die nur auf momen⸗ tane Unterhaltung, nicht aber auf Compoſition und höhere Cha⸗ rakterzeichnung einen Anſpruch machen. O. B.
Die Pflege des Kranken und Geſunden, von Flo⸗ rence Nightingale. Autoriſirte deutſche Ausgabe mit Vorwort von Dr. Wolff. Leipzig, Brockhaus.
Wenn wir davon abſehen, daß dieſes gründliche Buch man⸗ ches ſpecifiſch Engliſche hat, welches uns fremd iſt, und ſich überhaupt nirgend auf deutſche Anſchauungen und Erfahrungen ſtützt, ſo muß man zugeben, daß es ſehr verdienſtlich und in
2 ällen des Lebens brauchbar iſt. Erbaut auf rationaliſtiſcher Menſchen⸗ belehrt den und Pſyche.
O. B.
Baſis der neuern Naturheilkunde und des geſunden
Laien über die natürlichen Forderungen der Phyſis


