Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
299
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ll Jähxn. e Spanier auf drei Mal mit ich mit großem litzen der Ge⸗ fort mich zwei ipten, wͤhrend ganzen Front Veltigeurs in umſchwärmt als bis ich Bt und durch ent ſah. Da t wurde, hielt vom Bataillon t5 Officieren, einem heftigen lerie hart ver⸗ terlaſſen anzu⸗ iſchloſſene und unnſchaft vom reffen kounte. ſch hinzufügen welche uner⸗ von Felſen⸗ mußten, ſeit ind ich hoffe, cht überſteigen

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deten in ſeinen Schutz zu nehmen.

Nr. 19.]

der ihrigen verbrannt und viele in die tiefen Brunnen der Venta von Ordal im Thale verſenkt hatten. Oberſt Bugeaud, der Anführer der erſten Sturmcolonne, hatte den früheren in der Schlacht von Caſtella erlittenen Ver⸗ luſt ſeiner altbewährten Grenadiere am 2. Bataillon des 27. Regimentes gerächt. Dieſes aber verließ erſt nach einem zweiſtündigen harten Kampfe gegen einen dreifach überlegenen Feind, der von Cavallerie und Artillerie unter⸗ ſtützt war, mit allen Ehren das Schlachtfeld.

Die Nachricht wurde zu S. Pedro Moraete um die erſte Morgendämmerung durch einige Trainknechte und einzelne reitende Artilleriſten überbracht, die beim erſten Anblick Alles waren, was von der 5000 Maun ſtarken Avantgarde übrig war, und die, ventre à terre, unter dem Rufe:Alles vorn iſt verloren! die nach Villafranca führende Chauſſee entlang ſprengten.

Sobald Oberſt Schrader, Commandeur des braun⸗ ſchweigiſchen Huſaren⸗Regiments, durch unſere etwa eine Stunde vorgeſchobene Feldwache die Beſtätigung des die Avantgarde betroffenen Unfalles erhalten hatte, entſandte er ſeinen Bericht in das etwa eine Stunde rückwärts in Villafranca befindliche Hauptquartier. Ohne jedoch auf Ordre von dort zu warten, ließ er den Rittmeiſter von För⸗

ſtter mit ſeiner Schwadron, die etwas weiter auf der

Straße nach Barcelona ein kleines Dorf beſetzt hielt, im Trabe vorgehen, um die Verſprengten und leicht Verwun⸗ Mit dem Reſte des Regimentes, das ſchnell wie der Blitz zu Pferde ſaß, faßte

er links von der Chauſſee Poſto auf einem der Meierei

gerade gegenüberliegenden Felde.

Der Feind ließ nicht lange auf ſich warten. Im Galopp fuhr eine ſeiner reitenden Batterien auf einer die Straße und die ganze Ebene beherrſchenden Anhöhe auf und eröffnete ein wirkſames Feuer gegen uns. Sofort zeigte ſich auch das uns von Caſtella her wohlbekannte 4. franzöſiſche Huſaren⸗Regiment, welches das kurz zuvor

Dritte Folge.

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vom Rittmeiſter von Förſter verlaſſene Dorf St. Cujat umſchwärmte und Miene machte uns in die linke Flanke zu fallen. Ein Zug des Regimentes unter Anführung des Lieutenant von Gieſewald, der ſich bei dieſer Gelegen⸗ heit ſehr auszeichnete, trieb mit einer Abtheilung der Fo- reign Hussars die keck vorgedrungenen rothen Huſaren aus dem Dorfe und über den Fluß zurück. Mit Erfolg hielt dieſer tapfere Officier die feindliche Reiterei von jedem weiteren Vordringen ab, bis eine unſerer währenddem von Villafranca heranjagenden Batterien das Weitere that, in⸗ dem ſie zugleich durch ihr wohlgerichtetes Feuer eine feind liche Infanteriecolonne, die unſere linke Flauke zu umgehen drohete, vom Ueberſchreiten des Fluſſes abhiell.

Indeſſen war auch die erſte, von Geueral-Lieutenant Henry Clinton befehligte Jufanterie⸗Diviſion im Eilſchritt von Villafranca herangekommen und nahm Stellung in geringer Entfernung hinter der Cavallerie Brigade, die

jetzt, unter Heranziehen des 20. engliſchen Dragoner⸗Re⸗ gimentes und der ſicilianiſchen Dragoner Val di Noto, völlig verſammelt war.

Während der Generaliſſimus Lord. William Beutinck, von ſeinem Stabe begleitet, einer unfernen Anhöhe zuritt,

um ſeine Beobachtungen zu machen, machte der Feind, deſſen Colonnen jetzt in Entfernung einer Legua ſichtbar wurden, einen Verſuch, den Fluß etwa eine halbe Stunde weiter hinauf zu paſſiren, während eine ſtarke Abtheilung Alles aufbot, um eine auf der Heerſtraße von unſeren Vorxpoſten in aller Eile nur unvollkommen zerſtörte Brücke wiederherzuſtellen, um ihr Geſchütz herüber zu bringen. Es gelang ihr, das Werk in etwa einer halben Stunde zu be⸗ ſchaffen, während eine ſchwere Reiter-Diviſion, deren Küraſſe und Helme prächtig in der eben aufgehenden Sonne funkelten, in Verbindung mit einer Infanterie⸗ Colonne auf unſere Rechte manövrirte. Das Regiment war abgeſeſſen. Die drohenden Be⸗ wegungen des ſich immer mehr nähernden Feindes hielten

erhobenem Kopfe und von ſeinem Geruch geleitet gegen ſeinen Feind, wobei ihm das volle Licht in die Augen fiel, und machte voller Muth Anſtalt, ihn zu ergreifen. Aber ſobald es nur noch zwei Fuß von der Ratte entfernt war, ſprang dieſe mit einem durchdringenden Schrei auf den Angreifer ein und biß ihn mit ſolcher Gewalt in Kopf und Hals, daß das Blut hervorſprang. Das Wieſel ſchien erſchrocken und zog ſich verwirrt zurück, wäh⸗ rend die Ratte, anſtatt ihren Sieg zu verfolgen, ſich wieder unter das Fenſter begab. Das Wieſel hatte bald ſeine Kaltblütigkeit wiedergewonnen und drang von Neuem mit erhobenem Kopfe ge⸗ gen den Feind vor. Derſelbe Zuſammenſtoß, daſſelbe Reſultat; nur verſuchte diesmal das Wieſel, die Ratte zu ergreifen, welche aber voller Muth war und nicht nur ſeinen Zähnen auswich, ſon⸗ dern das Wieſel auch wieder in Kopf und Hals biß. Dann zog ſie ſich abermals unter das Fenſter zurück, während das Wieſel etwas weniger Luſt bezeigte, den Angriff zu erneuern. So zog ſich der Kampf zwei Stunden lang hin, wobei die Ratte jedesmal ſiegreich blieb, denn man konnte es recht gut bemerken, das das Wieſel, ſo oft es ſich der Ratte näherte, von dem volleen Lichte, das ihm ins Geſicht fiel, geblendet wurde, während die Ratte ihre vortheilhafte Stellung durchaus nicht aufzugeben geneigt war. Um zu ſehen, ob allein die Wahl dieſer Stellung der Grund von den Reſultaten dieſer Kämpfe wäre, jagte ich die Ratte weg und ſtellte mich ſelbſt unter das Fenſter; aber ſobald das Wieſel wie⸗ der vorrückte, flüchtete die Ratte, die nur zu gut wußte, daß ſie verloren ſein würde, zwiſchen meine Füße, und vergaß ſo die Furcht vor dem Menſchen aus Angſt vor der näher liegenden Ge⸗ fahr ſeitens ihres Feindes. Nachdem ich die Ratte nochmals aus ihrer Vertheidigungspoſition vertrieben, ſetzte ſie zwar ihre An⸗

griffe fort, aber mit weniger Muth, und wurde auch bald darauf von den Fangzähnen des Wieſels ergriffen, unter deren Gebiß ſie dann verendete.

Einer unſerer Freunde hat einen ähnlichen Kampf beobachtet, nur daß die Ratte, die nicht aus ihrer Stellung verdrängt wurde, das Wieſel beſiegte, nachdem ſie ihm Hals und Kopf völlig zer⸗ fleiſcht hatte. Dieſer zweite Kampf beweiſt, daß alle Ratten dieſe Liſt kennen und ihren guten Vortheil daraus zu ziehen wiſſen. Die Ueberlegenheit des Wieſels beſteht darin, daß es nicht los⸗ läßt, wenn es zugepackt hat, und dem Opfer das Blut ausſaugt, während die Ratte mit einzelnen Biſſen manövrirt, welche ver⸗ wunden, aber nicht tödtlich ſind. Die Schlange ſiegt auch ver⸗ mittelſt ihres Giftes. Lee erzählt von einem Kampfe zwiſchen einer Schlange und einer Ratte, bei welchem die Gegner nach jedem Angriffe einen Augenblick inne hielten, um neue Kräfte zu ſammeln; endlich fiel die Ratte zur Erde, ſchwoll an und ſtarb in wenigen Augenblicken. Ein Eingeborner von Indien ſah ein⸗ mal eine Ratte durch ſein Zimmer laufen; er bückte ſich, um ſie näher in Augenſchein zu nehmen, als er ſich plötzlich an den Haaren gezogen fühlte, und als er mit der Hand dahin griff, erfaßte er eine Cobra, die eben ihre Zähne aus ſeinen Haaren losmachte. Die Schlange hatte die Ratte gleichfalls bemerkt und war in dem⸗ ſelben Augenblicke nach ihr geſprungen, wo der Mann ſeinen Kopf zwiſchen ſie und ihre Beute brachte. Die Ratte und die Schlange machten ſich davon; als aber am folgenden Tage der Ortsvor⸗ ſteher die Hütte niederzureißen befahl, fand man die Cobra, welche

noch die Ratte halbverdaut im Magen hatte, Wenn die Ratte bei der Vertheidigung ihres Lebens die größle Wildheit zeigt, ſo gibt ſie bei andern Gelegenheiten auch Beweiſe