Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
295
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ſo durchlöchert, dten; alle Nah⸗ und Umgegend ergwerken die Fahrteu waren t, die Werke, veggenommen, meingeworfen, niedergeriſſen, licher Schaden tläuften wegen faſt Niemand der Bräͤuherr Kuxen beſtand, he Vollmar ge⸗ o einträglichen te an Getreide, in aller Herren Uuſicherheit der nu der Handel Volkmar zahl⸗ und leider auf och, wie das r Kaiſer ſein Lande waren goßen Reich auch, wie we⸗ nen lißt. Da ndern auch ſei achteten ihn die

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niedern Bür⸗ das gehäufte thum zu, das zen der Krank⸗ in bisheriged, der Beziehungen⸗ ehen und die nach Verwandtſchaft,

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Dritte

nur auf irdiſchen Mammon, auf ſündliche Hoffahrt und Eitelkeit gerichtetes Leben und Streben in dem wahren Lichte; er ging in ſich, bereuete mit aufrichtig zerknirſchtem Herzen und wurde von Stunde an ein anderer Menſch.

Freilich konnte er dadurch nicht ungeſchehen machen, was er

einſt an ſeinen Mitmenſchen geſündigt hatte, allein die ver⸗ gaben ihm, als ſie ſeine Reue ſahen, gern und willig wenigſtens that das die Wernerin und ihr Sohn.

Dieſer erhielt durch die Vermittelung des ihm wohl affectionirten Berghauptmannes in Anerkennung ſeiner bei der Belagerung erzeigten Kühnheit und Tüchtigkeit eine gute Stelle bei dem Bergamte, und als er nun um das holdſelige Töchterlein des einſt ſo hochmüthigen Andreas Volkmar warb, da war das kein ſolches Erkühnen, wie es männiglich und am meiſten Gertraudt's Vater ſelbſt vor und auch noch während der Belagerung gedünkt hätte. Volkmar gab auch von ganzem Herzen ſeinen Segen. Die Morgengabe der Braut war nicht ſo groß, wie das erſte Mal; zu der Hochzeit wurden nicht ſo üppige Anſtalten getroffen, und Verſtöße gegen die Kleiderordnung kamen auch nicht vor. Ueberdies waren nur wenige Gäſte ge⸗ laden. Dennoch waren die Hauptperſonen dabei unendlich glücklicher, und eine ſo ſchreckliche Störung gab es gleich⸗ falls nicht, hingegen wurde die Copulation, wie es ſich ge⸗ ziemet, vollzogen. Volkmar, wie die alte Weruerin erfreu⸗ ten ſich noch lange der Glückſeligkeit ihrer Kinder, und Alle prieſen Gott den Allmächtigen, der ihre Geſchicke ſo gnä⸗ diglich geführet.

Folge.

Das zweite Bataillon des 27. engl. Linien⸗ Regiments und die braunſchw. Huſaren.

Skizze aus dem ſpaniſchen Kriege von

E. Heuſinger.

Ein italieniſcher Graf, der beiläufig ſchon lange für einen großen Verehrer der Franzoſen galt, Alexander Bianco di San Jorioz vom Cavallerie⸗Regiment Aoſta, ſagt in ſeinem BucheBelehrende Kriegsthaten ꝛc. bei Aufzählung der Thaten, durch welche der franzöſiſche Mar⸗ ſchall Bugeaud ſeinen hohen Ruf in der Kriegsgeſchichte ſich erworben:Ganz beſondere Erwähnung verdient ſein Verhalten in der Nachtſchlacht von Ordal(Catalonien). Hier ſprengte er mit einem ſchwachen Bataillon das ganze engliſche 27. Regiment.

Als ein Angehöriger der damals im Nordoſten von Sponien abgeſondert operirenden engliſch⸗ſpaniſchen Ar⸗ mee halte ich es für eine meinen braven Cameraden des 2. Bataillons des 27. Linien⸗Regimentes ſchuldende Pflicht, nach eigenem Wiſſen und nach den in meinem Be⸗ ſitz befindlichen authentiſchen Berichten über die Unrichtig⸗ keit jener Angaben durch eine Schilderung des Ereigniſſes den Beweis zu führen. Zudem iſt eine der glänzendſten Waffenthaten des berühmten Huſaren⸗Regimentes, welches der heldenmüthige Herzog Friedrich Wilhelm nach ſeinem kühnen Zuge durch Deutſchland dem engliſchen Heere zu⸗ führte, mit den Folgen jener Nachtſchlacht auf dem Col de Ordal ſo innig verknüpft, daß es einem Angehörigen des Regimentes wohl nahe liegt, die Erinnerung daran in dem Herzen aller noch lebenden Kampfesge⸗ noſſen zu erwecken und die Mitglieder der deutſchen Heere, auf denen augenblicklich die Hoffnung der Nation beruhet, mit der Begeiſterung zu entflammen, wie ſie Noth thut,

heit des Todes des Herzogs von Berry in den Synagogen geſun⸗

gen werden ſollte, und um die Partitur einer großen Oper,les

Bohémiennes genannt, zu ſchreiben, die nicht zur Aufführung gelangt iſt. Im Laufe des Jahres 1820 begab er ſich nach Rom. Hier machte er Bekanntſchaft mit dem berühmten Abbé Giuſeppe Baini, Capellſänger und Director der päpſtlichen Capelle, der einige Jahr ſpäterHiſtoriſche und kritiſche Memoiren über das Leben und die Werke von Pertuigi da Paleſtrina(Rom 1828) veröffentlichte, ein großes Werk, das, während es den Namen ſeines Verfaſſers verewigte, ein lebhaftes Licht auf jenen hoch⸗ ſtehenden Mann der römiſchen Schule warf, das ewige und voll⸗ endete Muſter der Harmonie und der Kunſt des Contrapunkts, der ſich auf das Tonſyſtem des Kirchengeſangs ſtützt. Unter der Leitung dieſes gelehrten Mannes ſtudirte Halévy die Meiſterwerke dieſer großen Epoche, und ebenſo auch die Paleſtrina's, den Halévy le révélateur lumineux de la vraie musique religieuse nannte, und von dem er ſtets mit der tiefſten Achtung und der lebhafteſten Bewunderung ſprach; ſowie die Nanini's und Gregorio Allegri's, des Componiſten des berühmten Miſerere der ſixtiniſchen Capelle, das dem beſtändigen Secretär der Akademie der ſchönen Künſte den Gegenſtand eines ſeiner anziehendſten hiſtoriſchen Berichte ge⸗ liefert hat. Es ſcheint keinem Zweifel zu unterliegen, daß Halévy dieſen erhabenen Geſchmack des religiöſen Styls, von dem er in ſeinen wichtigſten Werken mehr als einen Beweis gegeben hat, ſeinen Unterhaltungen mit dem Abbé Baini verdankt, die ihn frühzeitig von ſeinen Vorurtheilen gegen den Kirchengeſang heil⸗ ten, welche ſich bei den meiſten jungen Muſikern finden, und die oft ihren Grund in ihren Schulſtudien haben.

Im Monat September 1822 aus Rom zurückgekehrt, begann

ſfür Halévy jene Reihe von Trübſalen, Kummer und bittern Ent⸗ täuſchungen, welche die Theaterverwaltungen den Auserwählten der Kunſt zu bereiten verſtehen. In Paris ſind alle oder wenig⸗ ſtens die meiſten Componiſten für die Bühne Laureaten des In⸗ ſtituts. Nun ſollte man meinen, der Titel eines Preisgekrönten des Inſtituts müſſe für ſie eine Empfehlung ſein, doch das iſt keineswegs der Fall, im Gegentheil bringt er ſie eher in Mißeredit und iſt faſt ein erſchwerender Umſtand. Man ſagt zu dem Lau⸗ reaten des Inſtituts:Wir ſind recht gern erbötig, Ihr Stück zu ſpielen, aber wir müſſen Sie vorher kennen, und Sie müſſen uns erſt Beweiſe Ihrer Geſchicklichkeit gegeben haben. Machen Sie ſich bekannt, erlangen Sie Erfolge, und dann werden wir Ihre Oper ſpielen. Der Preisgekrönte des Inſtituts antwortet natürlich: Aber in welcher Art ſoll ich mich bekannt machen, wenn Sie mir die Mittel verweigern, dem Publicum meine Compoſitionen vor⸗ zuführen? In dieſem feblerhaften Kreislaufe mußte Halévy ſich einige Jahre herumbewegen, ehe er aus demſelben herausſchreiten konnte. Es war nußlos für ihn, daß er ein für die Oper beſtimm⸗ tes GedichtPygmalion und ein anderes für die Opéra comique les Deux Pavillons erhielt; er componirte beide, träumte dabei ſicher von den ſchönſten Triumphen und rechnete auf die Erfüllung erhaltener Verſprechen. Beide Opern wurden von einer Saiſon zur andern vertagt und obgleich ſie für die Aufführung bereit waren, kamen ſie doch nie aus ihrer Mappe zum Vorſchein. An⸗ genommen, es hätte Halévy nach dieſen mißglückten Verſuchen an der nöthigen Kraft gefehlt, ſeine Laufbahn zu verfolgen, was würde dann die Folge geweſen ſein? Vielleicht wäre er in ein Han⸗ delshaus eingetreten, oder er hätte einen untergeordneten öffent⸗ lichen Poſten übernommen und würde dann ohne Zweifel ein