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Nr. 19.]
Commandaut, wie der Berghauptmann von Schönborn, dachten zwar nicht an Uebergabe, ſondern achteten darauf, ſich aufs Aeußerſte zu defendiren, und ihre Leute wehrten ſich unverdroſſen gegen den Feind. Als jedoch ein Tag nach dem andern, ja Woche nach Woche verging, ohne daß der ſehnlichſt erwartete und oftmals zugeſicherte Succurs erſchien; als es an Vielerlei, zum Exempel an Bauholz, fehlete, alſo daß ſchon an die dreißig Häuſer abgetragen worden, um nur Materialien zu neuen Defenſionswerken gegen die immer mehr vordringenden Schweden zu haben, da verzagten die Einwohner ſchier. Rath, Bürgerſchaft und ſämmtliche Eingeflehte richteten an den ſchwediſchen Feldherrn die demüthige Bitte, ihnen einen Waffenſtill⸗ ſtand zu bewilligen, was derſelbe aber verweigerte. Die dringendere Wiederholung des Geſuchs blieb unbeant⸗ wortet, und die geängſtigte Einwohnerſchaft ſah vor ſich das Schickſal des unglücklichen Magdeburg, denn es ließ ſich nicht annehmen, daß die Schweden einen Ort, vor dem ſie ſchon an die tauſend Mann verloren hatten, bei der Einnahme mit ſtürmender Hand glimpflicher behandeln würden, als weiland der kaiſerliche Feldherr Tilly die be⸗ dauernswerthe Stadt an der Elbe.
Der Muſterherr und geweſene Bürgermeiſter Kurt Freydiger erlebte dieſe Aengſte nicht. Er war an ſeinen Wunden verſchieden und in der St. Annenkapelle bei der Peterskirche feierlich beſtattet worden, in welcher Kapelle der Großmutter Gottes die vornehmſten Geſchlechter der Stadt ihre Erbgrüfte hatten.
Andreas Volkmar warf der Kummer um die vereitelte Hoffnung auf den fürnehmen Schwiegerſohn auf's Siech⸗ bett. Sein Töchterlein wartete ihn treulich und ertrug ſeine üble Laune mit muſterhafter Geduld. Obgleich Gertraudt dem Verlobten, den der Vater ihr erkoren, nicht gerade den Tod gewünſcht hatte, ja ob deſſelben aufrichtige Thränen vergoß, war ſie doch herzinniglich froh, des ſo ſehr gefürch⸗ teten Ehebundes los und ledig zu ſein. Vielmals gedachte
Dritte Folge.
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ſie dabei der Worte, welche die Weruerin zu ihr geſprochen,
und welche ſo bald in Erfüllung gegangen waren. In der That, was iſt das Wollen und Trachten des ſchwachen Sterb⸗ lichen, ſo es nicht in Gottes Rathſchluß liegt? Kindlich, mit gläubigem Vertrauen ſtellte ſie ihr ferneres Geſchick dem Herrn anheim; dient doch ſein Rathſchluß allewege zum Beſten Derer, ſo ihn lieben.
Ganz Freiberg war bald dankerfüllten Gemüthes, wie ſie. Nahezu acht Wochen hatte die harte Belagerung ge⸗ währt, die Vertheidiger waren oft fünf Tage und Nächte hinter einander auf ihrem Poſten, mochte gleich ſo Man⸗ cher au ihrer Seite nicht wieder nach Hauſe kehren. Mit Ernſt und Eifer hatten die Frauen, Kinder und Schwachen inzwiſchen zu Gott geſchrieen und mancherlei Zeichen ſich begeben, wohl geeignet, den Muth der Belagerten zu er⸗ höhen, den der Feinde zu ſchwächen. Da regnete es Blut und Feuer in das ſchwediſche Lager, und dieſes verſengte ſelbſt die Mähnen ihrer Pferde; da wollte man bald zu beiden Seiten des Mondes feurige Kugeln mit rothen brennenden Strahlen bemerkt, bald ein großes ſchwarzes Kreuz in der Richtung nach dem Lager geſehn und daraus erkannt haben, durch weſſen Hülfe allein der Sieg zu errei⸗ chen ſei. Und als die Schweden endlich auf dem Punkte waren, in die Stadt zu dringen, und ſelbige auch die tapferſte Gegenwehr nimmermehr zu halten vermochte, da erſchienen die Kaiſerlichen zum Entſatz, und Torſtenſon mußte abziehen. Seine Leute glaubten an Zauberei und übernatürliche Hülfsmittel der Belagerten, da ſie am Tage vor ihrem Abzuge während des heftigſten Feuers ihrer Geſchütze über dem Petersthor und deſſen Rondel eine weiße Taube ſchweben ſahen. Sie nannten daher die Stadt nur die Hexenſtadt, denn ſie hatten davor über 3000 Mann verloren und doch ſonſt vor viel beſſer bewahrten Orten bewieſen, zum Exempel bei Breiſach, Regensburg, Glogau und Leipzig, daß ſie feſte Plätze gar wohl einzu⸗ nehmen verſtänden.
den, 13,000 Jahre für die Cultur des Menſchen beanſprucht, nicht nur endlich einem Skelete der amerikaniſchen Race nach den Bodenſchichten, unter denen es gefunden ward, das ungeheure Alter von 57,000 Jahren nachgerechnet; man hat auch neuerdings innerhalb eines Geſteins, welches der tertiären Periode der Erd⸗ bildung angehört, in der man das Leben von Menſchen bisher un⸗ möglich hielt, wunderbare, aus Kieſelſtein gefertigte Inſtrumente gefunden, welche meſſerartig oder wie Pfeilſpitzen, theils auch eirund oder mandelförmig mit ringsum ſchneidendem Rande, zu⸗ weilen mit einem Knopf als Handhabe, bei aller Rohheit unzwei⸗
felhaft die Hand des Menſchen verrathen, dabei aber den bisher
älteſten celtiſchen Geräthſchaften aus der ſogenannten Stein⸗ periode der Menſchheit ſo ganz unähnlich ſind, daß ſie wie von
einer andern Menſchenrace als der jetzt lebenden gefertigt er⸗
ſcheinen.
Wenn wir ſomit über die Urſprungszeit des Menſchen noch keine Aufklärung haben, ſo müſſen wir doch ſeine Verbreitung zur Zeit der Sündfluth als eine bereits vielfache und theilweiſe ſchon mit bedeutender Cultur verbundene annehmen. Haben wir doch die Fluthſagen nicht bloß in der Moſaiſchen Tradition, ſondern
ſtanden hat, nicht durch ein vereinzeltes Wunder, und nicht in einem Menſchen oder Menſchenpaare gleichſam zufällig gerettet, ſondern in Staaten und Geſellſchaften ſich bewahrend und ſelbſt erhaltend, wie es die Ueberlieferungen aus dem Euphratthale, aus Indien, China, Amerika und Polyneſien berichten, mit welch! anderer höherer Selbſtgewißheit darf ſie dann einer zweiten Fluth entgegengehen, in der geweckten Kraft ihres Erkenntnißver⸗ mögens und ausgeſtattet mit der Wundermacht ihrer Herrſchaft über die Elemente und über das Naturleben, mit welcher ſie ſchon
heute Dinge vollbringt, die in befangeneren Zeiten als unmittelbare
Handlungen und Kräfte der Gottheit allein empfunden wurden! Die alltäglich gewordenen Wunder unſerer Cultur, der Flug des Gedankens durch einen todtſcheinenden Faden hin, die Selbſtbe⸗ lebtheit und elementariſche Macht der Dampfroſſe zu Land und zu Meere, der ferntreffende Blitz aus der Menſchenhand und das
Vorauswiſſen unſichtbar kommender Himmelsereigniſſe erwecken, wo ſie auf den Naturmenſchen treffen, überall deſſen Anbetung und
faſt überall bei den älteſten Völkerſtämmen, als locale, gleichſam
häusliche Sagen verbreitet gefunden. Aſtronom, hat es nicht verſchmäht, aus den Benennungen der Sternbilder des Thierkreiſes für di it des Urſprungs dieſer Namen auf eine Epoche von dreize ortauſenden vor Chriſtus zurückzuſchließen, und neuerdings hat man in den Negern und Papuas directe Ueberreſte der Lebensperiode vor dem letzten Di⸗ luvium erkennen wollen E
Wenn nun aber die Menſchheit einmal dieſe Fluth über⸗
Auch Laplace, der große
wahlloſe Unterwerfung wie vor göttlichem Weſen. Wie grauſig man daher das Bild der allgemeinen Weltfluth ſich vorſtellen möge, der Menſchengeiſt wird ihr gewachſen ſein.
Berechnen wir die Finſterniſſe und periodiſchen Erſcheinun⸗ gen unſeres Himmelslebens voraus mit der Genauigkeit der Se⸗
cunde, ſo werden wir wohl nicht mit geringerer Genauigkeit und
Zuverläſſigkeit die
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Einzelheiten eines Actes des periodiſchen Erd⸗ lebens voraus erkunden und uns dienſtbar machen. Käme alſo die Fluth wirklich, ſo würde es nicht mehr geſchehen, ohne daß. wir ihre Zeitperioden wüßten und die Wege kännten, in denen ſie einherkommen ſoll. Wir würden vielleicht die Länder, Continente, Inſeln bereits ausgemeſſen haben, welche im Süden aus dem


