Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
283
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Dritte

Nr. 18.)

kritiſcher ſein, als ſie es jetzt iſt. Indeſſen kenne ich ſo ziemlich genau die Verhältniſſe dieſes Landes, Mr. Laing, und halte mich für ſtark genug, die mir zu Theil gewor⸗ dene ſchwierige Aufgabe zu löſen. Der größte Theil des Volkes iſt händel⸗ und raubſüchtig, klagt über Sachen, die weder mit der Religion noch mit der Politik etwas gemein haben; es iſt roh und unbändig, jetzt in den Händen der Advocaten und einer Geſellſchaft Studenten vom Trinity⸗ Collegium, die faſt unter meinen Augen, unter Leitung des Lords Murrogh O'Brien den Bund derVereinigten Irländer geſchloſſen haben. Ich hoffe dem Volke die Augen zu öffnen, und zweifle nicht daran, daß es durch eine beſſere Erziehung für beſſere Zuſtände vorbereitet wird. Nehmen Sie indeſſen meine Verſicherung, Sir, daß ich ſtolz bin, unter meinen Gegnern, die mir zu bekämpfen obliegt, eine Zahl edler Männer zu wiſſen, denen es Ernſt mit dem Patriotismus, denen es um mehr als um Erfül⸗ lung ehrgeiziger Abſichten, um mehr als um irdiſchen Ge⸗ winn zu thun iſt. Handeln Sie nicht ſo, mein Herr, daß ich ſpäter etwa Veranlaſſung finde, Sie beklagen zu müſſen. Meine Pflicht und die Einrichtungen des Staates, deſſen Intereſſen ich wahrnehmen muß, verbieten hinfüro jede Schonung. Das Herz muß da ſchweigen, wo die Politik andere Rückſichten erheiſcht.

Eine traurige, aber eine uns wohl bekannt gewordene Wahrheit, Excellenz! ſagte Laing ſich tief verbeugend möge Ihr Vaterland ſie nie aus dem Munde eines freinden Dictators vernehmen!

Er verneigte ſich nochmals und ſchritt der Thür zu. Verwundert und erſtaunt über den furchtloſen Mann, folg⸗ ten ihm die Blicke der Umſtehenden nach, und ſchon lange hatten ſich die Flügelthüren hinter ihm geſchloſſen, als noch Keiner aus des Statthalters Umgebung die Stille zu unterbrechen wagte.

Lord Corhampton entließ endlich die Anweſenden und zog ſich mit einem viel ernſteren Geſicht, als man ſonſt

Folge.

an ihm gewohnt war, in ſein Cabinet zurück. Dort warte⸗ ten bereits geraume Zeit die Secretaire des Innern und des Krieges, um über die eingelaufenen Depeſchen Bericht zu erſtatten und neue zahlreiche Bittſchriften vorzulegen, welche, mit Hunderten von Unterſchriften verſehen, täglich aus dem Lande einliefen.

Beginnen wir unſere Geſchäfte, Sir Archibald, ſagte der Lord zum referirenden Staatsrathe, als er nach kurzer Begrüßung ſeinen Platz im Staatsſeſſel, den Secre⸗ tairen gegenüber, eingenommen hatte.Neue ſtrenge Maßregeln aus Downingſtreet, wie gewöhnlich, und heftige Klagen aus dem Innern des Landes, ich kann's mir den⸗ ken. Von den Bauern und kleinen Pächtern über nu⸗ menſchliche Bedrückung, von der proteſtantiſchen Geiſtlich⸗ keit und der Gentry über Brandſtiftung, Raub⸗ und Mord⸗ anfälle.

Sir Archibald, ein alter gewandter Staatsmann, bediente ſich des beſten Ausweges, wenn man befürchtet, durch eine beſtimmte Antwort in Verlegenheit zu gerathen; er zuckte mit den Achſeln, während ſein kaltes Antlitz nicht die geringſte Veränderung zeigte, und nahm die Papiere zur Hand.

Sir Archibald, nahm Se. Herrlichkeit wieder das Wortwenn die Herren am Ruder des Staates oder die Männer der Parter, welche ihre Augen und Ohren hartnäckig bei den aus Irland einlaufenden Nachrichten verſchließen, alle nacheinander den Poſten eines Lord Lieutenants dieſes Königreiches in ſo ſchwierigen Zeiten, wie die jetzigen ſind, bekleiden müßten, ſo würden ſie endlich ſeheud und hörend werden und ferner keinen Anſtand neh⸗ men, Meinungen aufzugeben, die ich ſehe es täglich mehr ein ihnen die längſte Zeit Vortheil gewährt haben.

Die Politik Englands, Mylord, die Aufrechterhal⸗ tung einer glänzenden Pairie, heiſchen leider manche Maßregel

ganze Stadt Rhodus, mit Ausnahme eines gewiſſen Theils wenn man ihn überhaupt einen Stadttheil nennen kann den die Türken zu bewohnen verſchmähen und dem ſie einen Schimpf⸗ namen beilegen. In anderer Beziehung iſt Khurſchid⸗Paſcha ohne alle Frage die wichtigſte Perſon auf der ganzen Inſel. Bei ſeiner Landung, vor einigen Monaten, wurde er mit allen Zeichen der Achtung von dem Commandanten empfangen, der ſeitdem nicht aufgehört hat, ihm Huldigungen zu erweiſen. Mehr als ein Regierungsbeamter, der ſo unglücklich war, dem erlauchten Verbrecher zu mißfallen, iſt entlaſſen worden, und man erblickt in ſeinem Lächeln allgemein die ſicherſte Ausſicht auf Beförderung.

Portraits. george Peabody.

Unter den zahlloſen Perſonen, die durch ihren Wohlthätigkeits⸗ ſinn und ihr Streben, der Noth ihrer Mitmenſchen abzuhelfen und ihr Wohlſein und Glück zu befördern, ihrem Namen in einem en⸗ gern oder weitern Kreiſe ein unvergängliches Andenken geſichert haben, wird der obige Name in der fernſten Zukunft ſicher eine ſehr hervorragende Stellung einnehmen, weßhalb es unſern Leſern ſicherlich erfreulich ſein wird, ihn kennen zu lernen.

Herr George Peabody wurde in der Stadt Danvers im Staate Maſſachuſetts geboren, ließ ſich dann in Baltimore im Staate Maryland als Kaufmann nieder, und nachdem er dort ſeine Geſchäfte länger als 20 Jahre betrieben hatte, verlegte er vor 25 Jahren ſein Geſchäft nach London, wo daſſelbe unter der

Firma Meſſrs. George Peabody& Comp. noch jetzt blüht. Das Alles iſt ſo alltäglich, daß Herr G. Peabody, trotz des erworbenen

großen Vermögens, dereinſt ziemlich unbeachtet geſtorben und

ſchnell vergeſſen geweſen ſein würde, hätte der edle Mann nicht in Jeiner verhältnißmäßigen frühen Periode ſeiner commerciellen Lauf⸗ bahn den feſten Entſchluß gefaßt, wenn ſeine Thätigkeit mit Er⸗ folg gekrönt werde, einen Theil des erworbenen Vermögens dazu anzuwenden, um das intellectuelle, moraliſche und phyſiſche Wohl ſeiner Mitmenſchen unter den Umſtänden und in den Orten, welche die größten Anſprüche an ihn hätten, zu befördern. Die Aus⸗ führung dieſes großmüthigen Gedankens verſchob er aber nicht bis nach ſeinem Tode, wie das in den meiſten Fällen geſchieht, ſondern er ſchritt ſchon zur Lebenszeit dazu und kann ſich ſchon der Wir⸗ kungen wenigſtens einer der von ihm ins Leben gerufenen Stif⸗ tung erfreuen. Er gründete nämlich im Jahr 1852 in ſeiner Geburtsſtadt Danvers ein Inſtitut und eine Bibliothek zum Beſten der Bewohner des Ortes, und Beide haben ſich in jeder Beziehung recht wohlthätig für die Einwohner herausgeſtellt.

Nach einer Abweſenheit von 20 Jahren beſuchte Herr G. Peabody 1857 von London aus ſein Vaterland und bei dieſer Gelegenheit ſtiftete er in Baltimore, ſeinem frühern Wohnort, ein Inſtitut in größerm Maßſtabe zur Belebung der Wiſſenſchaften und Künſte mit einer freien Bibliothek, dem Charakter des Inſti⸗ tuts angemeſſen. Der Grundſtein des Gebäudes der Anſtalt wurde 1858 gelegt, und daſſelbe iſt vollſtändig hergeſtellt, doch in Folge der jetzigen amerikantſchen Wirren iſt die Anſtalt noch nicht eröffnet.

1 Den größten Anſpruch auf Peabody's Großmuth beſaß un⸗ ſtreitig London, wo er ſich vor 25 Jahren als Fremder niederließ,