hmuck nach⸗ ulden werth, Gürtll, ſo ene Hauben n, güldene
Und wird gen wiſſen. ene Ketten, Roſen und ret zu tra⸗ ſich ihrem ete, tobine Schürzen, ſollen aber enen Ueber⸗ en und ſich iden. Die ihren hoch⸗ als da es tet. Kurze d die vom boten ſein. nter ſollen d Knöpfen Sammtene llen ihnen toder wit Es ſoller den Röcken, gebühren, in. Wird cimpf be⸗
r es frei⸗ Uen unſern züge und —
ihuen auch keine Sorge.
Nr. 18.] Dritte Schmuckſachen erlaſſen, welche bei der Hochzeitsfeier der Jungfer Gertraudt Volkmarin— am 29. Januar im Jahre des Herrn 1643— die Augen des gaffenden Volks blendeten. Sie finden es gewiß nur recht und billig, daß man nicht allein den Preis der erlaubten Putzgegen⸗ ſtände bedeutend überſchritten hatte, ſondern auch Alles getragen wurde, was dem Bürgerſtande verboten war. Wozu ſind auch ſo zopfige Dinge wie Verbote im Allge⸗ meinen, und Luxusbeſchränkungen im Beſondern denn eigentlich da, als um übertreten zu werden? Und nicht allein von der zarteren Hälfte des Menſchengeſchlechts. Wie ſchon in der guten alten Zeit und obenein im Para⸗ dieſe Adam die Uebertretung oder den verbotenen Genuß ſeiner ſchönen Gefährtin theilte, ſo geſchah es auch, wentn wir den Worten unſeres Gewährmannes glauben dürfen, bei der in Rede ſtehenden hochzeitlichen Feier. Nicht allein die Weiblein trugen die verpönten goldenen und Perlen⸗ kleinodien, ſammt den„gräulichen, abſcheulichen“ Schlep⸗ pen, ſondern auch Männlein, namentlich jüngere, hatten kurze ſpaniſche Schäublein umgethan und wieſen in koſt⸗ barem Stoff und Pelzwerk und Zierrath arge Hoffahrt. Nur daß es ſchien, ſie ſollten nicht dafür gebüßet werden, wie weiland die erſten Geſetzübertreter nach dem ſo be⸗ kannten, wie beklagenswertheu Apfelbiß. Den ſchier über die Maßen reichgeſchmückten Leuten widerfuhr nichts von dem angedroheten Schimpf. Das gaffende Volk muſterte ſie neugierig, oder mit bewunderudem, ehrerbietigem Staunen, als ſie dergeſtalt über die Gaſſen nach dem Hochzeitshauſe gingen, und die verwirkte Geldbuße machte E. E. Rath hatte gegenwärtig Anderes zu thun, als ſich um die Uebertretung einer ſeiner Verordnungen zu kümmern, zumal die Schuldigen zum Theil Angehörige des Rathes oder doch mit ſolchen ver⸗ waudt und befreundet waren. Darum fand es auch keine Rüge, daß mehr als zehn Tiſche Gäſte geladen waren, den Tiſch, wie üblich, zu zwölf Perſonen gerechnet, als welche
V
Folge.
dem höheren Bürgerſtande bei einer Hochzeit geſtattet. Die Zahl der Schüſſeln überſchritt gleichfalls bei Weitem die geſetzte Zahl ſechs, außer Käſe und Kuchen. Es gab da Salat, Bratforen, gebratene Aale und Schinken, trockene Fiſche, Schmerlen, Hühner in Limonien, geräu⸗
ccherte Foren, Lachs, Hechtgallert, grünen Aal in einer
gelben Brühe, kleine Fiſche in einem Butterſüpplein, Gansgekröſe, Paſteten und Krebſe, Kapaunen⸗-, Gänſe⸗, Hühner-⸗, Schöpſen⸗ und Schweinebraten, Geflügel mit Roſinen und Mandeln, gelbe Foren, Schöpſenfleiſch mit Rosmarin und zum Nachtiſch Käſe, Mandeln, Kuchen, Marzipan, Fladen, Flecke, Granatäpfel und anderes Ge⸗ backenes, Confect und Nürnberger Kuchen. Nach Gefallen Wein zu trinken, war der höheren Bürgerſchaft bei ſolchen Anläſſen unverwehrt, und das Freiberger Bier erfreute ſich von alten Zeiten her eines guten und wohlverdienten Ru⸗ fes. Was Wunder, daß trotz der belagernden Schweden die größte Fröhlichkeit herrſchte, von der nur die ſtille bleiche Braut eine Ausnahme darſtellte. (Schluß folgt.)
Ein Lever bei dem Lord Statthalter von Irland.
Bild aus der letzten iriſchen Revolution
von E. Heuſinger. ( Schlu ß.)
„Fahren Sie fort, Mr. Laing“— ſprach ernſten Tones der Statthalter, Lord Corhampton, als der Spre⸗
cher Miene machte„ſeiner langen Rede, zu der ihn nur
an beiden Seiten der Flüſſe meilenweit fort, und wo die Berge
ſich zurückziehen, dehnen ſie ſich in die Thäler aus, ſo daß ihre
laſſend, will ich mich beeilen, den Werth derſelben für die Gold⸗ gräber zu erklären. Sie enthalten viel Gold, aber um mit
Breite an manchen Stellen nur ein paar Morgen, an andern einige Vortheil bearbeitet zu werden, erfordern die Goldgruben in den
Meilen beträgt. Sie ſind Gegenſtände der Neugierde und Specu⸗ lation und ſie tragen durch die Regelmäßigkeit und Gleichheit ihres Baus viel zur Schönheit der Scenen bei, mit denen ſie zu⸗ ſammentreffen. Im Allgemeinen finden ſie ſich an beiden Seiten des Fluſſes einander gegenüber an derſelben Stelle, zuweilen an beiden Seiten gleich hoch, zuweilen von verſchiedener Höhe, an der einen Seite hoch, an der andern niedrig, und an einigen Stellen vervielfältigen ſie ſich terraſſenförmig, ſo daß ſie ſich immer mehr erheben, je mehr ſie ſich vom Ufer entfernen. Dieſe Erhöhungen beſtehen aus dem gewöhnlichen Alluvial⸗Niederſchlag— Lehm, Kies, Steinen und Kieſel, und ſie bilden dicke Maſſen, die ſich im Allgemeinen 150 bis 200“ hoch erheben.
Dieſe geologiſche Bildung findet ſich häufiger am Fraſer als an den andern Flüſſen. Dieſe Terraſſen ſind an dem Hauptfluſſe auch breiter, und ſie nehmen in einigen Fällen die Verhältniſſe von Hügeln an, alle mit regelmäßigen und perpendiculären Vor⸗ derſeiten. Ihre Bildung iſt vielleicht der Thatſache zuzuſchreiben, daß die Thäler zwiſchen den Bergen zu einer Zeit mit Waſſer an⸗ gefüllt waren oder Seen bildeten. Jede„Bank“ mag die einander folgenden Perioden der Bewäſſerung oder des Sinkens des Waſſers zeigen, und ihre jetzige Erhöhung über die Flüſſe mag ſeinen Grund darin haben, daß ſie durch die ſchnellfließenden Ströme durchſchnitten worden ſind. Der ſtürmiſche und ſchnellfließende Fraſer würde ſich bald— wie er gethan hat— ein Bett bis auf
hen Felſen bilden.
Die Löſung dieſer Bildung den Gelehrten vom Fach über⸗
„Bänken“ einen Waſſerſtrom, deſſen Quelle höher liegt, als die Oberfläche derſelben, ſo daß das Waſſer einen Fall bildet. Die Kraft des Stromes hängt von der Höhe ſeines Falles ab, und je ſtärker dieſe Kraft iſt, deſto größer iſt der Gewinn an Gold⸗ V metall. Glücklicher Weiſe liefert der Fraſer und ſeine Nebenflüſſe, ſowie auch die Seen, Waſſer genug zu dieſer Art von„hydrauli⸗ ſchem Bergbau“, wie die Goldgräber ihn nennen.“
Der Correſpondent iſt der Anſicht, daß dieſem ſogenannten hydrauliſchen Bergbau in Britiſch Columbia eine große Zukunft bevorſtehe, daß man aber jetzt noch vorziehe, die ſogenannten Placers— Goldfelder, wo das Gold ſich nicht tief unter der Oberfläche befindet— zu bearbeiten, weil man da mit weniger Arbeit ſchneller Gold gewinne.
Eigenthümlich iſt die Erſcheinung, daß die Ströme an den Rocky Mountains, die von Oſt nach Weſt fließen, ſämmtlich Gold enthalten, während ſich in denen, die von Weſt nach Oſt fließen, keins findet.
Wie reichlich lohnend die Bearbeitung einer„Bank“ ſein kann, ergibt ſich aus folgendem Beiſpiel. Eine Geſellſchaft von fünf Perſonen bearbeitete mit vier gedungenen Arbeitern ein „Claim“ 80“ lang, 25“ tief. Sie ſägten ſich im Sommer das er⸗ forderliche Holz ſelbſt und baueten ſich ihre eignen Schleußen. In den erſten 3 Tagen ernteten ſie kein Gold, am 4. 4 Unzen, am 5. 10 Unzen, am 6. 41 Unzen oder 290 Pfd. St. 4 sh. 2 d. Nach und nach ſtieg die tägliche Ernte auf 387 Unzen und am letzten
Tage ihrer Arbeit auf 409 Unzen. Ihr ganzer Goldgewinn be⸗
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