Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
249
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Schlechter Witz, nehmen Sie es nicht übel, murmelte hundert Thaler in vierzehn Tagen zu beſchaffen, das war Gumal und erbrach das Siegel. viel verlaugt von zwei Lieutenants in unſeren Verhält⸗ Hochwohlgeborner, hochgeehrteſter Herr Lieutenant! niſſen. Die Unmäglichkeit leuchtete mir auch ſofort ein.

Da mich meine Verbindlichkeiten augenblicklich nb⸗Dieſer blaue Eber muß Ihren Wechſel zurückkaufen, thigen, ſagte ich mit großer Entſchiedenheit;ich werde dafür ſor

Himmel, das iſt ein ſchlechter Anfang! warf ich gen, ich gehe ſogleich zu ihm und rede ihm in das Ge dazwiſchen. wiſſen.

Bedeutende Auslagen zu machen, fuhr Gumal imAch, das Thier hat kein Gewiſſen! erwiderte Gu⸗ Leſen fort,und da ich der feſten Hoffnung bin, daß es mal wüthend. Euer Hochwohlgeboren ganz gleichgültig iſt, an wen SieWir wollen das ſogleich unterſuchen; leben Sie einſt⸗ den zum 1. k. Mts. ausgeſtellten Wechſel honoriren, habe weilen wohl. ich letzteren an eine dritte Perſon girirt. Herr Ich ſchnallte mir den Degen um und ging nach dem Gumal ließ Brief und Cigarre zu gleicher Zeit fallen,blauen Eber.

ſchlug ſich wie ein Raſender vor die Stirn, ſprang auf und Vergebliche Mühe! Es war nichts mit dem blauen

brach in eine Fluth von Verwünſchungen gegen den blauen Eber anzufangen; er ſagte mir ganz offen, daß er ſehr Eber aus. froh ſei, ſeinen Wechſel guten Kaufes losgeworden zu ſein, Seien Sie doch geſcheidt! rief ich endlich.Beſter und noch ein ſchreckliches Licht ging mir auf. Papa Gold⸗ Gumal, was iſt denn geſchehen? Raufen Sie ſich nicht ſtein mochte den Wechſel gekauft haben, um Frau und Ihr ſchönes blondes Haar aus; Sie könnten es einmal Tochter über Gumal zu enttäuſchen oder ihn ſich wenig⸗ ſpäter bereuen, wenn ſich Ihnen wieder eine gute Partie ſtens künftighin vom Leibe zu halten, aber er war ein zu darbietet. ſchlauer Speculant, um fünfhundert Thaler ſolcher Zwecke Die Fangzähne dieſes blauen Ebers haben mich zu halber aufzugeben; nein, er glaubte ſeiner Sache ganz ſicher Tode getroffen! rief er in verzweiflungsvollem Tone und zu ſein, denn er hatte gegen den blauen Eber geäußert, er warf ſich wieder auf das Sopha, daß es krachte.Ahnen wiſſe ganz genau, daß der Lieutenant von Gumal zweitau⸗ Sie nicht, wer meinen Wechſel jetzt in der Hand hat? ſend Thaler Vermögen beſitze. Unſeliger Camerad, daß Wie ſollte ich das? Es wird doch nicht unſer Re⸗ Du dir ſelbſt eine ſolche Ruthe aufgebunden hatteſt! gimentscommandeur ſelbſt ſein? Da war aber nichts mehr zu machen.

Nein, das wäre noch ein Glück dagegen! Wiſſen Sie,Das eben iſt der Sünde ſchlimmſter Fluch, wer es iſt? Sidonia's Vater! Daß ſie fortzeugend Böſes muß gebären! Ein ergreifender Pathos lag in dieſen letzten Worten. Ach, es kamen wieder böſe Tage für uns! Mit jedem

Ich verſtand meinen Cameraden, dieſer Wechſel mußte rückte der erſte April näher. 8 1 am Verfalltage bezahlt werden, es handelte ſich dabei Draußen in der Welt ging es böſe zu; überall Revo⸗ um mehr als ein paar hundert Thaler, es handelte ſich lution, überall Schüſſe und Waffengeklirr, aber unſer um die Ehre, wenn man ſo ſagen will, um alle noch übri⸗ Regiment wurde nicht mobil. Die Mobilmachung hätte gen Hoffnungen auf Sidonia's Hand. Ich muß geſtehn, Gumal retten können, mit ihr hören alle ſolche kleinen daß auch mir das Haar zu Berge ſtieg, denn circa fünf⸗ Sorgen auf und ſind bis zur Demobiliſirung verſchoben,

wäre er ein vornehmer Virginier geweſen, zog er das Kind aus der in einer entfernten Beziehung zu ihrer Heimath ſteht, die Rede iſt.

niedrigenden Geſellſchaft ſeiner Kaſte heraus und ſandte es nachSein Name war D.D.? antworteten wir ſinnend,ei, wir Frankreich, um es dort erziehen und ausbilden zu laſſen. Dort haben vor mehr als 20 Jahren einen kleinen Mann dieſes Namens legitimirte er ſeine Tochter, wie es nach den Geſetzen des Landes gekannt, der in Neuorleans Handelsgeſchäfte trieb; ſollte er es viel⸗ weiſe erlaubt iſt, und ſetzte ſie in alle Rechte ſeines Hauſes und leicht geweſen ſein?Sehr wahrſcheinlich; er hatte in Neuor⸗ Herzens ein. Einige Jahre ſpäter verlor D. in einem Duell ſein leans in Chartres Street ein Manufacturwaarengeſchäft.Es Leben, und wahrſcheinlich ſahen darin die Anhänger der Sclaverei muß derſelbe geweſen ſein; wem gehört dieſes Haus jetzt? Wir die Strafe dafür, daß er dem gerechten Fluche Noah's einem Nach⸗ hörten, er ſei in einem Duell getödtet worden. kommen Ham's gegenüber keine Folge gegeben hatte.Ja, er fiel in einem Duell, und dieſe Beſitzung gehört jetzt Die Zeit verging, und D. und ſeine Geſchichte waren beinah dem Herrn de P., dem Unter⸗Präfect, der mit D.'s Tochter ver⸗ in unſerm Gedächtniß erloſchen, als wir in folgender Art wieder mählt iſt! daran erinnert wurden: 3 Bei weiterer Nachforſchung erfuhren wir, daß der kleine D. Im Jahr 1858 ſpendeten wir einige Monate in einem in den Pyrenäen zu Hauſe war, in ſeiner frühern Jugend nach Departement der Pyrenäen unſerer Erholung. Bei unſern Wan⸗ Neuorleans kam und ſich dort ein Vermögen von etwa 50,000 derungen um die Vorſtädte der alten und ruhigen Stadt T Dollars erworben hatte, was in den Provinzen Frankreichs als ein war uns ein Wohnhaus und die dazu gehörigen Anlagen, die viel recht hübſcher Reichthum betrachtet wird. Vor ſeinem Tode ver⸗ Amerikaniſches an ſich hatten, beſonders auffallend, und wir be⸗ theilte er ſein Vermögen zwiſchen ſeine Tochter und einen ihn merkten ein⸗ oder ein paarmal, daß wir zu Hauſe etwas in ſeinem überlebenden Bruder. Dieſer Bruder ſtarb ebenfalls kurz nachher, Plane und der allgemeinen Ausführung Aehnliches geſehen hätten. und da er keine Kinder hinterließ, ſo kam ſeine Tochter in den Als wir eines Tages in der Nähe dieſes Platzes in Geſellſchaft Beſitz des ganzen Vermögens. eines Herrn, der einige Jahre in Amerika verlebt hatte, umherwan⸗ Herr de P., der ſich nach einer Gattin umſah, traf dieſe derten, wiederholten wir die obige Bemerkung. reizende junge Perſon mit einer ſo reichen Mitgift, und da er als Das iſt nicht ſehr zu verwundern, ſagte er,denn dieſes Franzoſe von dem Vorurtheil der Farbe gar nichts wußte, ja ſo⸗ Haus wurde von einem Manne, der ſich ſein Vermögen in Amerika gar nie etwas von demEvangelium nach Hoye gehört hatte, erworben hatte, erbaut, und dieſe Anlagen wurden nach ſeinen ſo bot er ihr ſeine Hand an, die angenommen wurde. In dieſer Angaben ausgeführt.In der That? In welchem Theile von Art wurde er der Beſitzer der erwähnten Wohnung, die ein ganz Amerika?In Neuorleans.Wie hieß er? fragten wir mit amerikaniſches Anſehen hatte. ner Neugierde, die jede weit von ihrer Heimath entfernte Perſon Man erzählt ſich wir können uns aber für die Wahrheit

hlt, wofern von irgend einer Perſon oder Sache, die ſelbſt nur dieſes Gerüchts nicht verbürgen, daß er ſeine Ernennung zum

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