Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
247
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8. Nr. 16.] Dritte Folge. 247 . 2 4 4 e, zo og. 2.. r 4 lhas Dabei verſuchte ich ſanft, ihm den Federhut aus der d len, ganz faſſungslos ſtammelte:Zweitauſend Thaler. 1 Hand zu nehmen, um ihn auf ſeinnachtumdüſtertes Das Minus machte ja auch nur einen ganz kleinen doef. Haupt zu ſetzen. Duerſtrich durch dieſe kühne Behauptung. Papa Gold⸗ n, unJch begreife Sie nicht, ſagte er etwas empfindlich, V ſtein lächelte ein klſein wenig und begann nun eine wohl: aober, wie mir ſchien, doch mit vollſtändiger Geiſtesklarheit. geſetzte Rede, in der er von der großen ſeiner Familie er⸗ machteIch muß erſt eine Mütze haben, denn Sie ſehen doch, zeigten Ehre ſprach, ſeines eigenen Vermögens mit keinem 3, una daß ich in der peinlichen Verlegenheit der eben durchlebten Worte erwähnte, im Namen ſeiner Tochter dankte und mit den halben Stunde mechaniſch ſämmtliche Hahnenfedern ge⸗ dem Kernworte ſchloß:Geld muß zu Geld kommen, das erden, 8 ch) ſar he Hahnerſed.. 3 4 düſter knickt habe. Sehn Sie doch, wie verteufelt ſchief die ganze iſt immer mein Grundſatz geweſen, verehrter Herr Lieu⸗ Plüme herabhängt, ich kaun mich ſo nicht auf der Straße tenant, und dabei iſt es mir bisher auf Erden, Gott ſei noch 1 herabhangt, ich 9 4 A 4 4 en,ſo blicken laſſen. Dank, wohlgegangen. Als Herr Goldſtein ſo weit ge⸗ 1u Mir fiel ein ſchwerer Stein vom Herzen; Gumal's kommen war, hatte Gumal gerade die letzte Hahnenfeder Gu vermeintlicher Wahnſinn klärte ſich mir auf; ich hätte la⸗ zerbrochen, ſtand auf und empfahl ſich, das Gefühl des chen mögen, wäre die Geſchichte wegen der Fünfzigtau⸗ Schmerzes und der Rache im Herzen tragend.

V ſend nicht immer noch beweinenswerth genug geweſen. In V Aber die Vorſehung iſt groß und weiſe; wem ſie ein tief V meiner Herzensfreude bot ich ihm meine Mütze an, und er ſchweres Leiden auferlegt, dem gibt ſie auch einen Troſt dmi nahn ſie, da er ſobald als möglich aus dem Goldſteinſchen mit in den Kauf. Als Gumal mit ſeinem zerriſſenen Ge⸗ 1n Hauſe fortzukommen wünſchte. Auf dem Wege, den ich müthe und der geknickten Plüme draußen auf dem Trep⸗ cht ein⸗ 3 ch ge-) f 9. 1 t füf. gekommen war, zog er ſich nun nachdem Schwane penabſatze ſtand und überlegte, wie er nach Hauſe kommen t ſüj. zurück und ſchickte mir ſogleich die Mütze durch den Haus⸗ ſollte, öffuete ſich die Küchenthür, Sidonia's reizendes u er V nnecht wieder, der nun den Federhut nachſchleppte. Händchen ſtreckte ſich heraus und bot ihm eiligſt ein von 3) e Gumal hatte wieder pechſchwarze Augen, aber Gott Eßbouquet duftendes Billetchen, dann flüſterte ſie ein: um ſei Dank ſein Verſtand hatte nicht im Mindeſten geIch liebe Dich, Mann meiner Seele, oder dergleichen, Amn Qlitten; trübſelig genug erzählte er ſein nglänzendes Ab⸗ und, wie Geiſter pflegen oder Bühnenhelden vermittelſt der Jür fallen, wie er ſich ausdrückte. Verſenkungen, war ſie wieder verſchwunden. Gumal dachte 3hrxen Mamass und Töchterchens Bitten mußten nichts oder vorläufig nur an ſeine Plüme und ſteckte das roſafarbene welde V nur ſehr wenig gewirkt haben, denn Papa Goldſtein hatte Briefchen in die Leibrocktaſche, dann ſtieg er die Treppe

ihn allein und mit unheilverkündender Miene empfangen. hinab und jagte mir den entſetzlichen Schreck ein, über den enl Er ließ ihn vollſtändig ausſprechen und gab daun das ſehr ich ſoebeu berichtet habe. eute 8s geiſtvolle Wort von ſich:Aber lieber, werther Herr Lieu⸗ Veſagtes Briefchen wurde nun von uns Beiden geöff⸗ fahrend enant, von der Liebe allein lebt es ſich nicht, haben Sie net, denn wir hatten ja keine Geheimniſſe vor einauder; es denn Vermögen? Welche grauſame Ironie in dieſer war durch eine Oblate geſchloſſen, auf der ſich ein vom Scherz Frage, wenn man mit zweitauſend Thalern Schulden um Pfeile durchſtochenes Herz ſehen ließ; wie tiefrührend! ein Mädchen mit fünfzigtauſend Thalern baarer Mitgift Sidonia beſchwor denMann ihrer Seele auf das Zärt⸗ ich anhält! Sie warf unſern Gumal auch ſo plötzlich aus lichſte, nicht alle Hoffnung und ſie dazu aufzugeben, der dem Sattel, daß er, wie er verſicherte, ehne lügen zu wol⸗ Vater ſei zwar nech hart, aber ihre Thränen würden ſein tie eine Wine Geſellſchaft gewann im vorigen Jahr durch das Auswaſchen ur Culturgeſchichte. rückwege s Sandes für 64,000 bis 80,000 Dollars Gold. Es iſt jedoch 3 3 geſch ch. nen vel⸗ nur ausnahmsweiſe, daß ſich das Gold dort im Sande findet, Die gattin eines Anter⸗Präfecten. arum er die meiſten Goldjäger ſind gezwungen, es aus dem Ouarz zu ge⸗ Unter der obigen Ueberſchrift theilt ein Newyorker Blatt fol⸗ er thun winnen, und ob der Quarz reichhaltig iſt oder nicht, konnte erſt gende Geſchichte mit. eſpatte, nach Ankunft des erſten Cruſher, der Maſchine zum Zermalmen Ganz in der Mitte der Pyrenäen liegt das Thal A, eines ar hatte des Quarzes, der man Mitte März c. entgegen ſah, mit Gewiß⸗ der einſamſten in der ganzen Gebirgskette. Der Lavedan, der ng⸗ beit entſchieden werden. Außer bei den Ovens hat man im Laufe ſpäter den Gave de Pau bildet, fließt ruhig durch die grünen bend, des vorigen Spätſommers noch an dreizehn Punkten in der Pro⸗ Wieſen deſſelben; während die Abhänge der Berge, von denen es Jagd vinz Goldlager gefunden, von denen manche noch reicher ſein umgeben iſt, beinah bis auf die Gipfel derſelben mit wogenden del⸗ ſollen, als die bei den Ovens. Natürlich werden mit dem Eintritt Getreidefeldern und Baumgärten von Feigen⸗ und Granatäpfel⸗ leu⸗ der ſchönen Witterung dieſes Jahr die Verſuche zur Auffindung bäumen und fruchtbaren Weinbergen bedeckt ſind. Die Stadt nden neuer Goldfelder wieder aufgenommen werden, und man bezweifelt deſſelben Namens, die in dieſem hübſchen Thale liegt, iſt der Sitz naus- durchaus nicht, daß die Zahl derſelben ſich noch ſehr ſteigern wird. des Unter⸗Präfecten des umliegenden Arrondiſſemenis, und obwohl 4. In Folge deſſen ſtrömen Goldjäger aus aller Herren Länder her⸗ ſie nur gegen 1500 Einwohner zählt, ſo wird ſie doch von den 3. bei, um an der Goldernte ſich zu betheiligen. Die eingebornen meiſten Reiſenden, welche ſich die Pyrenäen zu ihrem Ziel auser⸗ Coloniſten, ſowohl Engländer wie Deutſche, betheiligen ſich nur ſehen haben, beſucht, die durch den Ruf der hübſchen Lage des höchſt ſparſam am Goldſuchen, ſondern betreiben nach wie vor Ortes dahin gelockt werden. Man hat dieſem Thal den Namen ihren Ackerbau, Fiſchfang und Handel, dennoch wird der Haupt⸗das Paradies von A gegeben, und ein kritiſcher engliſcher ertrag der Goldernte ihnen zufallen, weil die Goldjäger ihre Be⸗ Reiſender hat keinen Anſtand genommen, zu erklären, daß es dieſen dürfniſſe zu hohen Preiſen von den Coloniſten kaufen. Die Menge Namen mit Recht verdiene. Jahr der Herzuſtrömenden läßt ſich am beſten daraus erkennen, daß In Frankreich ſteht bekanntlich in jedem der 89 Departe⸗ Scolia Anfangs März in Neulüneburg kein Zimmer mehr aufzutreiben ments, aus denen jetzt das Kaiſerreich beſteht, ein Präfect an er Nähe und bereits beſchloſſen war, im Frühjabr einen großen Theil des der Spitze, und jedes Departement zerfällt wieder in Arrondiſſe⸗ e ſoge⸗ Gemeindegrundes, der an die Stadt ſtößt, zu Bauplätzen zu ver⸗ ments, in denen ein Unter⸗Präfect die Stelle des höchſten Beamten en von ſteigern, und daß man dort allgemein der Anſicht war, in Zeit von bekleidet. Dieſe Beamten werden von der kaiſerlichen Regierung nndieſts eein paar Jahren werde der Umfang der Stadt und die Zahl ſeiner ernannt und ſind thatſächlich die Stellvertreter des Kaiſers, und Ae al Bewohner ſich wenigſtens verdoppelt haben. C. folglich ſind ſie nach der Centralregierung in Paris im Range die lurhat 6. wichtigſten Beamten. Der Unter⸗Präfeck in A iſt Herr de P., 4⁴ . 2*