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Tochter„unſeres“ Goldſtein ſei, daß ſie ſiebzehu Jahre
Nr. 15.]
ſeit zwei oder drei Jahren in einer Penſion in der Haupt⸗ ſtadt beiſammen geweſen und hätten dieſelbe ſo eben ver⸗ V laſſen, um hierher zurückzukehren; der blaue Eber war in V Berlin, um ſie abzuholen. So viel wußte ich, als der erſte Zwiſchenact herankam, und damit begann eine allge⸗ meine Converſation. Die Damen waren, wie man vul⸗ gär ſagt, die Liebe ſelbſt gegen mich, ich vice versa na⸗ türlich noch viel mehr, denn ich hätte à la Heine meine Degenſpitze in des Aetna glühenden Feuerſchlund tauchen und damit an den Plafond des Hauſes ſchreiben mögen: „Sidonia, ich liebe Dich!“ Vielieicht iſt es mir gelungen, einigen Eindruck auf ihr Herz zu machen, beſter Camerad; ich ſchließe das daraus, daß ſie, als ich ihr im zweiten Zwiſcheuacte eine Bonbondüte präſentirte, die ich vom Büffet geholt hatte, die ganze Düte nahm anſtatt eines Bonbons; darin ſcheint mir ſchon eine gewiſſe liebens⸗ würdige Vertraulichkeit zu liegen; meinen Sie nicht?“
Ich bejahte die ſeltſame Frage auf gut Glück, und Gumal ſprach weiter:
„Ich werde dieſe Bonbons nie vergeſſen, vielleicht haben ſie mir den Weg zu ihrem Herzen geöffnet. Nach dem zweiten Acte wußte ich ſchon, daß Sidonia die einzige
zähle und Fünfzigtauſend baar mitbekommie.„Das wäre eine Partie für Sie, Herr Lieutenant,“ bemerkte mein blauer Eber lächelud,„ſie kommt friſch aus der Penſion, um in das große Leben einzutreten. Aber ich wage noch zu ſcherzen, und wenn ich an meine Verbindlichkeiten deuke—“„Schweigen Sie davon, Mann“, rief ich eut⸗ ſetzt und ſo laut, daß ſich die beiden Damen umdrehten, „vieſe Augenblicke ſind zu heilig für mich, um ſie durch ma⸗ terielle Betrachtungen zu entweihen.“„Sie lieben ſie doch nicht ſchon?“ fragte der blaue Eber mit wahrhaft mephi⸗ ſto'ſchem Frohlocken.„Was gemacht werden kann, wird gemacht,“ erwiderte ich leiſe,„laſſen Sie uns Beide hof⸗ fen!“ Im dritten Zwiſchenact ſagte ich Sidonia tauſend
Dritte Folge.
ſentimentale Schmeicheleien, der Friſchling lächelte höhniſch dazu, aber ſein Vater warf ihm einen ſtreng zurechtwei⸗ ſenden Blick zu; im vierten Zwiſchenacte ſagte ſie mir, ſie freue ſich, daß wir morgen gemeinſchaftlich zurückreiſen
würden; und am Schluſſe des Stückes, von dem ich kein Wort gehört habe, gab ich ihr den Mantel um, und ſie flü⸗ ſterte:„Auf Wiederſehn zu morgen, Herr Lieutenant!“— Sie werden mein Glück nicht faſſen können, beſter Came⸗ rad; es wurde nur durch eine Wolke getrübt, die des Ebers mahnende Worte heraufbeſchworen, als wir gemeinſam das Haus verließen und ich ihnen durch Vermittelung eines Conſtablers eine Droſchke beſorgt hatte. In beinahe vä⸗ terlich gutmüthigem Tone flüſterte er mir nämlich zu: „Laſſen Sie ſich nicht zu weit ein, Herr Lieutenant, der alte Goldſtein iſt ein abgeſagter Officierfeind, er meint, die Armee koſte viel zu viel Geld.“ Da können Sie recht ſehn, lieber Freund, wie dieſe Leute thöricht ſind! Sie wollen nicht einmal die Armee bezahlen, die ihnen die beſte Gelegenheit bietet, ihre Töchter anſtändig zu verhei⸗ rathen!“
„Keine höhere Intelligenz im Volke“ meinte ich ach⸗ ſelzuckend.
„Am nächſten Tage kam ich eine Stunde vor der Ab⸗ fahrtszeit auf den Bahnhof. Der Eber mit ſeiner Toch⸗ ter und ſeiner Schutzbefohlenen ſaßen bereits im Warteſaale zweiter Claſſe, wir waren allerſeits ſehr glücklich, uns wiederzufinden. Ich mag Ihnen nicht von den kleinen Aufmerkſamkeiten ſprechen, die ich Sidonien gegenüber während der Reiſe erſchöpft habe; genug, als wir hier von einander ſchieden, wagte ich leiſe ihr reizendes Händ⸗ chen zu drücken und ihr zuzuflüſtern:„Darf ich hoffen, Sie wiederzuſehen, mein Fräulein?“— Sie wurde bis über die Ohren roth, als ſie in demſelben innigen Tone antwortete:„Machen Sie bei uns Viſite.“ Und dieſe Vi⸗ ſite will ich morgen machen, ſo wahr ich lebe, in Leibrock und Federhut, obgleich beide eigentlich ſchon auf dem Aus⸗
die Fama vernommen, daß der jetzige Beſitzer dieſes Landes, der zu ſeiner Zeit ein Haus auf daſſelbe erbaute, beim Graben der Fundamente verſchiedene alterthümliche Gegenſtände in Silber gefunden habe und unter Anderem auch einen großen ſilbernen Eiſenhafendeckel mit Verzierungen und Handhaben, wahrſchein⸗ lich ein Schild mit Armſpangen. Dieſe Fama gab Veranlaſſung zu genauerer Beſichtigung des Platzes und der Umgegend. Die Folge lehrte, daß die Mühe nicht vergeblich war, denn man fand in der That einige Jahre ſpäter, nahe an dem Abhange dieſer inſelartigen Erhöhung und zwar auf einem Wieſenlande, mehrere Tauſend Stück zum großen Theil wohl erhaltene Bracteaten, aus demſelben Silber des Harzes geprägt, welches Siegfried von den Zwergen dieſes Gebirges erhalten haben ſoll. So muß man wohl mit vollem Rechte die Vermuthung als begründet erachten, daß der Nibelungen⸗Hort nirgends anders⸗ we. als gerade dort, wo dieſe Bracteaten gefunden, zu ſuchen Viele dieſer aufgefundenen Münzen wurden von Sammlern in Mannheim angekauft und werden auch dort noch für Freunde der Numismatik aufbewahrt ſein. DObwohl nur Vermuthungen, ſo glaubt der Verfaſſer doch dieſe zur allgemeinen Kenntniß bringen zu müſſen, da unſere Zeit ſo reich an neuen Auffindungen iſt und möglicherweiſe For⸗ ſchern Veranlaſſung geben könnte, von Neuem wieder ihre Auf⸗ merkſamkeit auf jene Stelle zu richten. Den Fundort ſelbſt anzugeben, hält der Verfaſſer für un⸗ thunlich, da dadurch leicht zu Schatzgräbereien und Myſtificati⸗ onen Anlaß gegeben werden könnte, freut ſich aber, durch dieſes
den eifrigen Alterthumsforſchern Anhaltspunkte zu geben, die ſie auf den richtigen Weg führen werden, ihre Liebhaberei befrie⸗ digen zu können. Sollte es auch nicht der Nibelungen⸗Hort ſein, — ſo ſind es doch jedenfalls höchſt ſeltene Fundſtücke, die zu Tage befördert worden ſind und noch weiter zu Tage befördert werden können..
Zur Culturgeſchichte. Coleridge's Pünhktlichkeit.
In dem engliſchen Werke„Celebrated Friendships“ wird von dem im Jahre 1834 im Alter von 64 Jahren verſtorbenen Dichter Coleridge, der einige Stücke Schiller's— am beſten den Wallenſtein— ins Engliſche überſetzt hat und der mit ſeinen beiden Freunden, Southey und Robert Lowell, am Susquehan⸗ nah einen neuen Staat gründen wollte, um von dort aus die Welt gründlich zu verbeſſern, was aber in Folge deſſen, daß die drei Freunde ſich in drei Schweſtern verliebten, die ſie heiratheten, nicht zur Ausführung kam, Folgendes erzählt:
Coleridge hatte ſich indeſſen in der Zwiſchenzeit in Bath in Sarah Fricker, die Schwägerin ſeines Freundes Lowell, verliebt. Ob in Folge ſeiner wachſenden Leidenſchaft oder des ihm ange⸗
vornen excentriſchen Weſens und ſeiner Geiſtesabweſenheit, läßt
ſich nicht entſcheiden; doch was auch die Urſache davon ſein mochte, er wurde wegen ſeines beſondern Weſens in Bath bald zum Leute⸗ geſpräch. So hatte z. B. ein angeſehener Arzt ihn eines Tages zu einem Diner eingeladen und mit ihm zugleich eine große Ge⸗ ſellſchaft, die auf die Bekanntſchaft mit dem Löwen des Tages
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