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nach ihrem Eintreffen an die Regimenter abgegeben wor⸗ den, hatten wir keinen Dienſt mehr, mir blieb daher ge⸗ nügende Zeit, meine Pläne zu verfolgen. Lieber Freund,
im Vertrauen geſagt: welche Mühe habe ich nicht ange⸗
wendet, zum Ziele zu kommen!— Aber ich frage Sie auch, wie iſt es möglich, in einer Stadt wie Berlin inner⸗ halb acht Tagen eine Damenbekanntſchaft„mit Geld“ zu machen? Es gibt dort ſo viele Lieutenaats, daß man den Einzelnen darüber nothwendig vergeſſen muß; überdies
ehabe ich mich recht ſchmerzlich davon überzeugen müſſen,
daß der einfache Kragen der Linien⸗Infanterie im Theater und an dergleichen Orten ganz ſchamroth gegen die golde⸗ nen Gardelitzen ausſieht. Wir haben es in uns, aber von außen haben wir ſehr wenig Beſtechendes für ein Frauenauge. Bei der Cavallerie iſt das etwas ganz Anderes, lieber Freund,— die rothen Huſaren zum Bei⸗ iel—“
i„Theuerſter Gumal, kommen Sie gefälligſt zum Ziele, ich kann mir das Alles denken, was Sie ſagen wollen. Sie hätten alſo wirklich Keine gefunden?“
„Keine?— Eine!l eine Einzige!“
„Nun, das iſt ſchon immer Etwas. Und ſie hat Ver⸗ mögen?“
„Bedeutend, ſie bekommt fünfzigtauſend Thaler baar mit, wie ich heute Morgen ſchon erfahren habe; wenn der Alte erſt ſtirbt, erbt ſie unberechenbar.“
„Alle Teufel! das läßt ſich hören. Sie ſagen aber, daß Sie heute Morgen erſt, erſt hier Erkundigungen ein⸗ gezogen haben?“
„Gewiß, ſie iſt eine Hieſige.“
Ich ſah ihn ſtarr vor Verwunderung an; ſein Blick ſchien mich durchbohren zu wollen.
„Sie lieben ſie doch nicht auch etwa?“ fragte er miß⸗ trauiſch.
„Mein Gott, ich kenne ſie ja noch gar nicht; ich bin überhaupt auch gar nicht verliebt, ſeitdem meine Kleine
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neulich ſo viel mit dem Major getanzt und ſich ſo angele⸗ gentlich mit ihm unterhalten hat. Sie kennen ja die Ge⸗ ſchichte. Wer iſt ſie denn eigentlich? ich meine Die, welche Sie meinen.“
„Reichen Sie mir Ihre Hand, Sie ſind mein wahrer Freund,“ meinte er beruhigt,„Sie ſollen Alles erfahren.“ „Aber ſo kurz wie möglich, wenn ich bitten darf.“
„Ich ſagte Ihnen alſo,“ fuhr er eifrig fort,„daß ich acht Tage lang in Berlin vergeblich alle anſtändigen Stra⸗ ßen durchlaufen, jedes Frauenzimmer bedeutungsvoll durch das Lorgnon angeſchaut und allabendlich das Theater be⸗ ſucht hätte.“.
„Nein, das haben Sie mir noch nicht geſagt, aber es thut nichts zur Sache.“
„Alles das hatte mir nicht geholfen; ich ſtand auf dem Sprunge wieder abreiſen zu müſſen,— Sie können ſich meinen Gemüthszuſtand denken! Am letzten Abende noch entſchloß ich mich, in das Schauſpielhaus zu gehn, ſelbſt⸗ verſtändlich erſten Rang, ich weiß nicht einmal mehr, was gegeben wurde, das hat mich aber auch weuig gekümmert. Ich löſe an der Caſſe mein Billet und ſchicke einen Stoß⸗ ſeufzer zum Himmel auf, daß er mich auf einen günſtigen Platz führen möge; ich glaube es war Loge Nr. 7., eine verhängnißvolle Zahl.“
„Ich fange an zu begreifen,“ warf ich ein,„daß dieſe Nummer Ihnen noch zu einer ſehr böſen Sieben werden könnte.“
„Wir wollen das Beſte hoffen, lieber Freund!— Ich trete alſo ein und überſehe mit einem Blicke, daß das ganze Haus entſetzlich leer iſt, obgleich das Orcheſter ſchon die Ouverture ſpielt. Mein zweiter Blick ſenkt ſich auf
die vor mir befindlichen Bänke der Loge nieder und macht
mich mit der Rückſeite von drei Perſonen bekannt. Es waren zwei Damen und ein Herr; letzterer, ſehr wohlbe⸗ leibt, wie es ſchien, hatte einen grauen buſchigen Kopf, die eine Dame war impertinent blond und trug einen Fe⸗
ergriff, als ſie von dem Weſen, das ſie liebten, nur die faſt ganz verzehrten Ueberreſte fanden, die bloß noch an den zerriſſenen und zerſtreuten Gewändern kenntlich waren. Mit gramvollen Herzen ſammelten ſie ſorgfältig die theuren Reſte, legten ſie in das Canot und kehrten in das Lager zurück, wo die Todte viele Wochen lang von ihren troſtloſen Verwandten und Freunden beweint und be⸗ trauert und mit allen in ihrem Stamme gebräuchlichen Feierlich⸗ keiten begraben wurde. Es war offenbar, daß der ſtarke Sturm das Canot an's Land getrieben hatte, und wahrſcheinlich, daß das Material zum Feueranzünden vom Waſſer durchfeuchtet worden, und ſo das ein⸗ n Mittel, um dieſe Raubthiere zu verſcheuchen, ihr gefehlt atte. Shawwanoſſoway grämte ſich ſo ſehr über das Leid, in wel⸗ ches ſeine ungezähmten Leidenſchaften den Gegenſtand ſeiner wärmſten Liebe geſtürzt hatten, daß er den Entſchluß faßte, ſeine kriegeriſche Laufbahn zu verlaſſen. Er warf den Tomahawk em⸗ por zum großen Geiſte, damit er nur als ein Werkzeug der Ge⸗ rechtigkeit gebraucht werde, und nahm an ſeiner Statt die Schnarre des Arznei⸗Mannes; auch hat er nie wieder irgend eine Handlung begangen, die mit ſeinem veränderten Weſen und Be⸗ rufe nicht übereingeſtimmt hätte.—.
Aus der Gegenwart. Die wahrſcheinliche Aufſindung eines hiſtoriſchen Schatzes.
Das Heldengedicht der Nibelungen enthält, obwohl Dich⸗ tung, viel Wahres über Perſonen, Sitten und altdeutſche Zu⸗
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ſtände; es iſt anzunehmen, daß ein Gedicht von ſolch' großem Umfange ſich auf Thatſachen ſtützt, die beſtanden und ſich durch Tradition von Generation zu Generation in der Volksſage erhalten haben. Den Kern des Gedichtes bildet bekanntlich der beleidigte Stolz eines Weibes und deſſen Rache, und der Streit um einen bedeutenden verheimlichten und vorenthaltenen Schatz, wegen deſſen viele der Helden dieſes Gedichtes in fürchterlichem Kampfe das Leben laſſen mußten. Die letzten Worte Hagen's an Chrimhilde:
„Dieſer Hort ſoll diro Valentin,
Auf ewig vorhehalteren. weiſen nach, wie ſicher Hagen war, daß er den Schatz unbelauſcht wohlverwahrt und aufgehoben habe, deſſen Auffindung ebenſo, wie der Chrimhilde, noch mancher Generation vorenthalten blei⸗ ben wird.
Ob dieſes Lied in Bezug auf den verborgenen Schatz Dich⸗ tung oder Wahrheit enthält, wird uns noch lange, vielleicht
immer ein unaufgelöſtes Räthſel bleiben, das nur die Phantaſie
beſchäftigen, aber nicht befriedigen kann; Vermuthungen jedoch dürfen angeſtellt werden. Wie weit dieſe jedoch der Wahrheit nahe kommen, bleibt dahingeſtellt. 8 Folgen wir den in dem Gedichte enthaltenen Andeutungen, ſo finden wir, daß der Schatz von Worms aus den Rheinſtrom aufwärts gebracht und im Rhein ſelbſt verborgen worden iſt. Nehmen wir nun die heutige Karte von der Rheingegend zur Hand, ſo zeigt uns das linke Hochufer des Rheins den gleichen Lauf des Fluſſes an und innerhalb dieſes und des jenſeitigen Ufers das frühere Rheinbett mit ſeinen Altwäſſern, Sümpfen und Anſchwemmungen, ſo daß mit Beſtimmtheit angenommen
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