4. antwortete tböſe,libſte,
Umſtand ver⸗ eutlich iſt, ob⸗ lihael anſchei dam Arzt und lcweigen gelo⸗
dem ic der ein⸗
rn können.“ „mein Ciſtuu⸗ groß, die ganze egierde brannte, dalb bat ic den ung, und er war e ich meine Ge⸗ alten Bekannten Angelegenheiten hören, und bat vo ich ſpäteſtens Daun kehrte in bequemes und
uerzählen: S war, nachdem zar, in ein Sei⸗ den. Der füt em er dieſer die äß die vermeine rgfältiger Uuter⸗ zungen, zugleich m, was für den gende, ſeille Be⸗ men, traf et mit le Anſtalten, um cht geſichert war, fregung oder Er⸗ —
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Nr. 14.]
ſchütterung in ihrem jetzigen gefährlichen Zuſtande vermie⸗ den werde. Bei der anhaltenden Betäubung Michael's
Dritte Folge.
den Berg, um am Fuße des alten Thurmes ihr inbrünſti⸗ ges Gebet zu verrichten, und als ſie nach Beendigung deſ⸗
war es nicht ſehr gefährlich, ihn mit Vorſicht zu transpor⸗ ſelben hinaufſchaut, erblickt ſie die Geſtalt ihres Michael
tiren. Der Doctor beſorgte die Leute aus der Stadt, welche ihn in der Nacht auf einer dazu zweckmäßig einge⸗ richteten Tragbahre dorthin und in das Haus des Doc⸗ tors ſchafften. Den Wenigen, die darum wußten, ward geſagt, daß dies wegen genauerer Unterſuchung und ge⸗ richtlicher Section geſchehe und daß der Körper dort in aller Stille dann beerdigt werde. Die Leute bekümmerten ſich nicht weiter darum, der Arzt that alles Mögliche, aber nur äußerſt langſam ſchritt Michael in der Beſſerung vor. Seine ſchwerſte Verletzung war am Kopf, ein Theil der Hirnſchale war zerſplittert, doch als mehrere kleine Kno⸗ chentheile abſorbirt waren, begann die Heilung ſchneller vorzuſchreiten. Aber zu des Arztes Schreck zeigte ſich, als dem Zuſtande des Kranken gemäß die Rückkehr von deſſen
voller Beſinnung erwartet werden konnte, daß in Folge
des Hirnſchalenbruchs und wahrſcheinlich durch den Druck eines nach innen vortretenden Knochentheils auf das Ge⸗ hirn der Verſtand deſſelben gelitten hatte, daß er wahn⸗ ſinnig ſei. Um ſo mehr mußte jetzt das Leben des armen Michael verheimlicht werden, wenigſtens bis er von ſeinem Wahuſinu geheilt ſein würde, oder alle Hoffnung dazu aufgegeben werden müßte. Er ward in eine entfernte Irren⸗Heilanſtalt gebracht. Inzwiſchen war Janka längſt. geneſen, aber der Sprache beraubt. Der Doctor hatte damals erkanut, daß dieſe ihr nicht anders, als durch einen gleich heftigen Schreck wiederkommen könne. Die Idee, dies durch den wiedergeneſenen Michael zu bewerk⸗ ſtelligen, war in ihm entſtanden und zu einem vollſtändi⸗ gen Plane ausgebildet worden. Leider ward deſſen Aus⸗ führung durch den Wahnſinn Michael's vereitelt, deſſen Heilung jedoch zwei Jahre nach ſeinem unglücklichen Sturz mit Hülfe des Trepans ꝛc. vollſtändig bewerkſtelligt. Ant Vorabend des Pfingſtfeſtes 1814 ging Janka wie ſonſt auf
ſehen und mich an ihrem Glücke zu erfreuen.
ganz wie damals auf der Zinne, mit der rothen Blume
zu ihr herunterwinkend. Auf's Heftigſte erregt und er⸗ ſchrocken, ſtößt Janka einen lauten Schrei aus und ſinkt bewußtlos hin.
Wenig fehlte, ſo ſtürzte Michael abermals herab zu ihren Füßen, aber der Doctor, der hinter ihm ſtand, hielt ihn gewaltſam zurück. Beide eilten hinunter, bald wird ſie zur Beſinnung gebracht, ſie ſtammelt,— ſie ſpricht— aber o Schreck, in wilden, verworrenen Phantaſien, ein hitziges Fieber erfaßt ſie abermals und bringt ſie an den Rand des Grabes. Der Arzt iſt in Verzweiflung, daß er, um ihr die Sprache wieder zu geben, ſie dem Tode ausge⸗ ſetzt, doch gelingt es ſeinen Bemühungen mit Gottes Hülfe und ihrer ſtarken Natur, ſie zu retten.
Sie iſt nun das glückliche Weib Michael's und Mut⸗ ter von drei wilden Knaben, denen jedoch auf ihren Antrieb das Exrklettern des Thurms durch Verſperrung der Ge⸗ mäuer unmöglich gemacht worden.“
Die Zeit war verſtrichen, der Abend nahte, und ich mußte eilen meine Reiſegefährten aufzuſuchen.
Es wäre unrecht von mir geweſen, wenn ich ſo nahe an Janka vorübergegangen wäre, ohne die liebe Seele zu Ich än⸗ derte ſofort meinen Plan und ſetzte meine Geſellſchaft in Keuntniß, daß ich morgen nach Kloppay reiſen müſſe.
Mit weit größerer Ungeduld erwartete ich jetzt den Augenblick des Wiederſehens, als damals, wo ich für mein Regiment Quartier machen mußte. Des anderen Mor⸗ gens früh beſtieg ich mit meiner Frau einen Wagen, und wir fuhren in dem ſchönſten Wetter durch die herrliche Gegend. Jetzt lag der Haſenberg mit ſeiner Ruine neben uns, jetzt fuhren wir im Dorfe ein, endlich waren wir bei Wrtba.
beiten ſich durch die ſchäumende Brandung der Vogelbergfelſen ſo nahe heran, bis der Vogler aus dem Boote mit einem kühnen Sprunge auf ein Geſims des Felſens ſpringen kann, um mit Hülfe der Fleiſtange ſeine halsbrechende Jagd zu beginnen. Dieſe glattgehobelte armsdicke Stange hat 10—12 Fuß Länge und endet oben mit einem gekrümmten Horn. Jedes Ende deſſelben iſt von zwei Löchern durchbohrt, damit man durch dieſelben zwei gekrümmte Stöckchen von 4 Fuß Länge ſtecken, dieſe unter ſich und an der Stange mit Stricken verbinden kann. Ueber dieſes Gerüſt ſpannt man ein weitmaſchiges Netz aus, mit welchem man die brütenden Vögel bedeckt, welche zu ſpät einen Fluchtverſuch wagen, da ſie wenig ſcheu ſind, und ſich dabei im Netz verwickeln. Mit Einem Griff packt ſie der Vogler, dreht ihnen den Hals um und wirft die Beute in das Boot. Hat er die untern Abſätze des Vogelberges auf dieſe Weiſe abgeſucht, ſo ſteigt er mit einem Cameraden die ſteilen Felswände nach andern Brutplätzen empor. Grauenhaft ſind die Gefahren dieſes Emporkletterns in den Ritzen und Klüften, wo ſtets ein einziger Fehlritt, das Abbrechen eines Steinhöckers, der zum Stützpunkt diente, den unvermeidlichen Tod bringt.
Dieſe Fahrt unternehmen die Faröerbewohner aber nur zu Zweien, die ſich durch ein 20— 60 Fuß langes Tau verbinden, ehe ſie mit der Fleiſtange bewaffnet emporklimmen. Der Eine ſteigt vom Boote aus am Felſen empor, und der Andere unter⸗ ſtützt ihn durch ein Bretchen am Ende der Fleiſtange, welches dem Kletternden als Fußſtütze dient, ſo hoch und ſo lange, bis der Erſte einen Abſatz gefunden hat, wohin er nun am Seile ſei⸗ nen Cameraden emvor zieht, um das Weiterklettern auf dieſelbe Weiſe fortzuſetzen, bis man die Brutplätze erreicht hat. Da hier
die Vögel nie geſtört wurden, ſind ſie ſo arglos geblieben, daß ſie ſich mit den Händen greifen, den Hals umdrehen und hinab in das Boot werfen laſſen. Damit begnügen ſich aber die Vog⸗ ler nicht, ſondern ſie fangen ſogar vorüberfliegende Vögel in ihren Netzen auf. Hat man Vögel genug erbeutet, ſo beginnt das ſchwierige Hinabklettern. Der Vogler läßt ſeinen Cameraden bis zum nächſten Abſatz hinunter, worauf ihm dieſer durch Unter⸗ balten der Fleiſtange beim Herabklettern behülflich iſt, dabei aber darauf gefaßt ſein muß, daß jener ausgleitet und herabſtürzt. Steht er ſelbſt dann nicht feſt, um den Fallenden am Seile ſchwe⸗ bend zu erhalten, ſo ſtürzen Beide hinab, zerſchellen an den Klip⸗ pen oder verſinken in der Brandung, die ſie am Schwimmen und Auftauchen hindert.
Die grauenvollſte Art dieſer Jagd beſteht aber darin, daß ſich der Vogler oben von der Höhe des Brutberges an einem arms⸗ dicken Tau, welches ihm ſeine Cameraden um den Leib ſchlangen, 600— 1200 Fuß tief an den ſenkrechten Felswänden herabläßt. Sechs Mann halten das Seil und tragen zugleich Sorge, daß es an den Felſenkanten und Zacken nicht abreißt oder in Ritzen haften bleibt. Auf einem Sitz von breiten Bändern, eine dünne Signalleine an der Hand, läßt ſich der Vogler ſo geſchickt herab, daß er ſelbſt nicht in kreiſende Bewegung geräth und doch auch den Ort erreicht, wo er Vögel brüten ſieht. Hat er einen Abſatz mit brütenden Thieren erreicht, ſo bindet er das Tau los, befe⸗ ſtigt es an einen Stein, fängt ſo viel Vögel als möglich, die er hinab ins Boot wirft, und ſetzt dann ſeine gefährliche Reiſe weiter fort. Kommt er an Stellen, wo die Felſen ſich übernei⸗ gen, ſo daß er die Brutſtellen nicht erreichen kann, ſo bringt er ſich in Schwingungen, die ihn bis in die Einbuchtungen mit den
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