Jahren dwürden wir nund einmal tung des pre Lujnai nn 4 amkeit e ach und deß⸗ und ich ſpotte ber die Frauer len vereint mit „ daß ich Gott Noth ein Ende gte:
n Spott, noch griſen werden Feld von Ma⸗ und Crinne⸗ die dort ge— länzen werden, Stätte zeigen. ſeinen hohen glegt, daß er ztellen bezeic die immerdar itlen Prunkes ern. Schaut vergeſſen ſind s fragt Ihr ſche, Unbedeu⸗ von ſich rden it zu erhalten Lenn es wahr vir in Kurzem
Nr.
an dieſer Stelle einen auffallenden Beweis davon erblicken. Die Böhmen gehen nämlich damit um, ihrem Landsmanne, dem verſtorbenen General C., der an ſich wohl ein tüchti⸗ ger, wackerer Mann geweſen ſein mag, deſſen Wirken aber, ſo viel mir bekannt iſt, durchaus nicht folgenreich, mithin nicht welthiſtoriſch geworden, dicht neben dieſem einfachen Deukmal ein viel größeres und prunkvolleres zu errichten. Der Mann kann dadurch freilich an wahrem Werthe nicht gewinnen, ja nur verlieren, denn die Nach— welt wird fragen, wodurch er ein ſolches verdieut.“
Julius hatte ſich bei dieſer heftigen Rede gewaltig erhitzt, und ich erwartete nichts Anderes, als daß nun die Frauen über ihn herfallen und ihn ſeines hochgeſtimmten Eifers wegen tüchtig necken und auslachen würden. Aber es geſchah ganz das Gegentheil. Wie denn die Frauen leicht in eine poetiſche Begeiſterung hinein zu raiſonniren ſind, ſo waren nun die unſern ganz Feuer und Flamme für die erhabene Einfachheit des Denkmals, um ſo mehr vielleicht, als ihnen nun ihr anfängliches Tadeln deſſelben leid ſein mochte. Auch war ich in der Hauptſache ganz einverſtanden mit meinem Freunde, wenn ich auch nicht gerade über die böh⸗ miſche Nation ſo ſtreng den Stab brach als er. Dieſe allgemeine Uebereinſtimmung diente übrigens am beſten dazu, die ganze Schlachtangelegenheit ſo kurz als möglich abzumachen und uns um ſo eher nach Teplitz zu briugen, wo wir uns ein paar Tage aufhielten, um Excurſio⸗ nen nach den intereſſanteſten Punkten der Umgegend zu machen.
Eines Nachmittags hatten wir den Milleſchauer beſtie⸗ gen und erfreuten uns des ſchönen Ueberblicks einer bedeu⸗ tenden Strecke tiefer nach Böhmen hinein. Bald hatte ich das Ziel eines forſchenden Auges gefunden: der Haſenberg mit ſeiner ſchönen Ruine lag deutlich und klar in nicht gar großer Entfernung vor mir, das an ſeinem Fuße liegende Kloppay war jedoch durch eine kleine dazwiſchen liegende Anhöhe faſt ganz verdeckt. Die alten Erinnerungen tauch⸗
an Janka lebhaft beſchäftigt.
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ten nun erneut in mir auf, und ich war mit dem Gedanken Ob ſie wohl noch leben möge? war die ſich mir zuerſt aufdrängende Frage, obwohl ich mir dieſelbe ſchon längſt und oft mit„nein“ beant⸗ wortet. Wie hätte die nur für den Himmel und für ihre baldige Vereinigung mit Michael lebende Seele mit
gebrochenem Herzen das öde, arme Leben ſo lang zu er⸗
tragen vermocht?
„Arme Janka!“ ſprach ich leiſe vor mich hin,„Du ruheſt ſanft in der kühlen Erde, doch Dein Geiſt ſchaut beglückt und vielleicht mitleidig hernieder auf das mühſe⸗ lige Treiben, das Du längſt ſchon überwunden haſt.“ In wehmüthigem Sinnen ſtand ich noch eine Weile und wollte eben meine Gefährten aufſuchen, von denen ich mich etwas“ entfernt hatte, als ſich mir ein ziemlich bejahrter Mann näherte und dicht neben mir ſtehen blieb, indem er den Hut zog und grüßend zu mir ſprach:
„Eine gar ſchöne Ausſicht hier oben, mein Herr.“ Die Stimme des Mannes klang mir ſo bekannt, daß ich über⸗ raſcht aufſah und ihn ſchärfer in's Auge faßte. Wahrhaf⸗ tig, es war der alte Poſchek, zwar noch älter geworden als damals und mehr ergraut, aber doch ſonſt munter, rüſtig und zufriedenen Ausſehens. Hoch erfreut ſprang ich auf ihn zu und umarmte ihn, indem ich ausrief:
„Poſchek, lieber Poſchek, ſein Sie mir herzlich ge⸗ grüßt.“
Erſchrocken trat er zurück, mich mit einem wunderbar fragenden Blick anſtarrend. Endlich ſtotterte er verlegen: „Mein Herr, verzeihen Sie— ich habe nicht die Ehre— ich erinnere mich nicht—“
Einen Augenblick weidete ich mich an ſeiner Verlegen⸗ heit, daun ſprach ich:„Wie, Sie erinnern ſich Ihres alten Freundes nicht mehr? Haben denn die zehn Jahre, ſeit Sie mich nicht geſehen, eine ſolche Veränderung an mir be⸗ wirkt? Nun, ſo muß ich Ihnen ein wenig auf die Sprünge
nſerer Wälder,
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dem heitern, und Kräuter, der Vögel und ch ſie erleben und Romane, ſedet Iahres⸗
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Wa n, Fallen odel e auflauer, i der böhlen⸗ 1
Vortrefflich ſchildert Tſchudi den Morgen im Walde:„Schon ehe die roſigen Morgenwolken das Nahen der Sonne verkünden, beginnt von einer alten hohen Tanne ein leiſes Kollern, dann folgen einige ſchnalzende klappernde Töne, die immer ſchneller hervorſprudeln, dann der Hauptſchlag und endlich ein langer Faden wetzender Ziſchtöne. Der Auerhahn balzt. Mit ver⸗ drehten Augen tanzt und trippelt er auf ſeinem Aſte herum; unter ihm ruhen friedlich ſeine Hennen im Gebüſch und ſehen andächtig den närriſchen Capriolen des Herrn Gemahls zu. Nicht lange treibt er ſein Weſen allein. Etliche Rohrſänger im nahen Riede haben ſchon von Mitternacht an ihre Weiſen geübt und werden um ſo eifriger, als die Sonne jetzt naht. Da erwacht die Amſel, ſchüttelt den Thau von ihrem ſchwarz glänzenden Gefieder, wetzt den Schnabel am Zweige und hüpft höher hinauf am Ahornbaum. Zweimal, dreimal ruft ſie über die Bäume hin, dann flötet ſie mit Macht und Feuer ihre metallreichen, herrlichen Strophen bald in munterem Humor, bald in tiefen, klagenden Lauten. Raſch erwacht nun im ganzen Reviere das Leben der Thiere; zu⸗ erſt läßt der Kuckuk ſeinen melodiſchen Lockruf erſchallen im Wal⸗ de, während vom Dorfe herüber Hunde hin und wieder bellen, die Kuhglocke ertönt. In klaren, kräftigen Schlägen ruft der Buch⸗ finke, in hellen Strophen das Rothkehlchen von dem Wipfel der Birke, der Zeiſig im Erlenbuſch, Ammer und Blutfink im Unterholz. Da⸗ zwiſchen trillert der Hänfling, kollert die Blaumeiſe, rukſt die Wildtaube, jubelt der Diſtelfinke, quikt der Zaunkönig, piepſt das Goldhähnchen, trommeln die Spechte, aber alle übertönt die melodiſchere Stimme der Baumlerche und das unnachahmbare
Lied der Singdroſſel. Welch ein Morgenconcert in den grünen Hallen nach dem Grauen der Finſterniß! denn mancher arme
Sänger hat eine bange, angſtvolle Nacht hinter ſich. Er ſaß auf ſeinem Zweige, den Kopf ins kugelige Gefieder gedrückt, als im Sternenſchein ein Waldkauz mit leiſem Fluge durch die Bäume flog und ſich eine Beute wählte. Der Steinmarder kam vom Thale her, das Hermelin aus dem Felſen, der Edelmarder her⸗ unter aus ſeinem Eichhornneſt, durch die Büſche war der Fuchs gegangen; alle hatten ihn geſehen, überall war Verderben herange⸗ ſchlichen, aber ein paar Buchenblätter hatten ihn geſchützt und ver⸗ deckt. Wie fröhlich hüpft er jetzt hervor und lobt die Sicherheit des Lebens im Schutz des Lichtes!
„Dieſes unendliche Waldconcert variirt jeden Augenblick, klingt bei jedem Schritte, den man weiter in den Wald hinein thut, anders und wieder anders. Bald überwiegt das Gezippe der Kohlmeiſe, das Geplapper der Staare, bald tönt der Finken⸗ ſchlag vor, bald der Droſſelgeſang, bald hört man nur das Ge⸗ hämmer der Spechte und ihren rollenden Lachruf oder das Ge⸗ kreiſch der Häher. Dann ſchweigt plötzlich Alles, nur hoch in den Lüften ſchreit der Taubenhabicht ſein heiſeres, hungriges „gia!— gia!“ und im Augenblicke ſitzen die Sänger im tiefen Laube und ducken ſich nieder ins Gezweig. Der Morgen vergeht in Geſang und Fleiß, Inſecten⸗, Beeren⸗, Samenjagd und fröh⸗ lichem Herumtummeln, der hohe Mittag iſt die ſtillſte Waldzeit. Nur wenige unermüdliche Sänger und die kleinen Zippen, die nichts Ordentliches können, die ewigen Chorusmacher der echten Singvögel, ſind durch die Baumhallen hin zu hören. Erſt gegen den Abend erwacht der Sängerchor partienweiſe wieder zu neuem Leben, aber nicht mit der Friſche und Fülle der Morgengeſänge. Der Abendgeſang gilt der ſcheidenden Sonne, den glühenden Bergen, der warmen, lebenduftigen Landſchaft. Ein Sänger
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