— l Jährj
in leider ing loher Menſc und darauſ
luß folgt)
la und der vouak.
daten.
ner Mündung, „wodurch die mien Eindruck um Meere hin Steinen über⸗ lanzungeu, der itos, nur ſehr
ſivouakirte un⸗ ers im Jahre zennenhitze, um erie gegen die Tortoſa ſicher nicht geliefert ſtändig einge⸗ altem, ſtein⸗ läſſch und aus aner trefflichen jnde Juli eine mien noch nicht er Lagerſtätten —
der frauen.
mit der geiſtigen rüber geſtritten, d und zablkeich Thema geſchlie⸗ iicht unthällg ge⸗ ehr ſch die ein bedingungen von
Völker betrach⸗ e, die man ge⸗
Nr. 13.
nirgends zu finden. Die Pferde wurden täglich zweimal escadronsweiſe aus dem anderthalb Stunden entfernten Ebro getränkt. Kein Strauch, der in unſerm Bivouak auch nur eine Idee von Schatten geboten hätte. Für den Oberſt unſers Regimeunts hatten die ihm treu ergebenen Reiter aus ihren Felddecken eine Art Zelt bereitet; aber der Aufeuthalt unter dieſem wollenen Dache war am Tage nichts weniger als einladend und gewährte nur Nachts Schutz gegen den wie Regentropfen fallenden Thau.
Wenn ſich ja ein Lüftchen erhob, wirbelte es den feinen Sand in dichten Wolken empor, ſo daß die Augen ſchmerz⸗ ten und die erhöhte Trockenheit die Qual des lechzenden Gaumens noch vermehrte. Wir waren in dieſen Ebro⸗ ſteppen nicht beſſer daran, als die Karawanen, die in den afrikaniſchen Wüſten tagelang ſchmachten müſſen, bis ſie in einer grünen Oaſe das Brünnlein gefunden, um ſich für die ausgeſtandenen Beſchwerdeu zu erquicken und für nächſt⸗ kommeude zu ſtärken. Man konnte nur durch den größten Hunger bewogen werden, die gelieferten Rationen zu ge⸗ nießen, da der Speck während des Eſſeus unter den Han⸗ den zerrann, und der Durſt nach deſſen Genuß uns um ſo ärger quälte.
Am 30. Juli folgten wir endlich den letzten Infanterie⸗ colonnen auf der Straße nach Cambrils, nachdem die Di⸗ viſion des Generals Clinton, wegen des immer bedroh⸗ licher werdenden Waſſermangels, unterhalb der Stadt Ampoſta, am Ausfluſſe des Ebro, eingeſchifft werden mußte, um ſich zur See nach der Umgegend von Tarragona zu begeben. Die ſpaniſche Cavallerie des Generals Witting⸗ ham, die ſchönſte im ſpaniſchen Heere, mußte aus Mangel an Subſiſtenzmittel während des Marſches in der Stel⸗ lung bei Ampoſta zurückbleiben.
An dieſem Tage wurde, trotz der außerordentlichen Hitze, ein ungewöhnlich ſtarter Marſch gemacht. Der Him⸗ mel glich einer polirten Stahlfläche, kein Lüftchen rührte ſich, und die Gluth war um ſo peinlicher, weil der Marſch
Dritte
Folge. 201
wegen maroder Menſchen und Pferde oft ins Stocken ge⸗ rieth, wodurch dann die Maſſeu ſo dicht auf einander ge⸗ drängt feſt ſtanden, daß ſelbſt das Athmen ſchwer wurde. In der weiten, gänzlich unangebauten Ebene herrſchte eine Todtenſtille. Kein Waſſer weit und breit zu ſehen, als wenn von Zeit zu Zeit auf unſerer Rechten ein Streif vom blauen Meere ſichtbar wurde, deſſen Anblick dann auch ſofort bei den mehyr und mehr ermattenden Kriegern die Sehuſucht nach einem erfriſchenden Bade erweckte; das Schmiachten nach Waſſer war ſo groß, daß Hunderte ihren Durſt in Seewaſſer zu löſchen verſucht haben würden, ohne an die natürlichen Folgen davon zu denken.
Der Obergeneral hatte allerdings in ſeiner Fürſorge an Stellen, wo der Weg nicht allzufern von der Meeres⸗ küſte hinlief, Waſſer von den die Expedition unterſtützeuden Schiffen herbeiführen laſſen; es reichte jedoch nicht aus, die Tauſende von Menſchen und Pferden auch nur zum dritten Theil mit einem dürftigen Labetrunk zu erfriſchen. Man ſah an dieſem Tage von der Infanterie manche todt, andere ohnmächtig unter der Laſt des ſchweren Gepäcks zuſammenbrechen.
Am Nachmittage traf unſer Regiment, welches die Arrieregarde bildete, ein kleines Dorf mit einigen Brunnen und Ciſternen. Sie waren ſämmtlich mit Wachen beſetzt, um Exceſſen zu begegnen. Es war unter den zuerſt ange⸗ kommenen Truppen zu blutigen Händeln beim Waſſer⸗ ſchöpfen gekommen, und viele Leute hatten durch übermä⸗ ßiges Trinken auf der Stelle den Tod gefunden.
Lechzend mußten wir an den luſtig plätſchernden Brun⸗ nen vorüberziehen, obgleich wir einen friſchen Trunk gern mit Gold aufgewogen hätten. Die Subordination er⸗ heiſchte es, unſer Sehnen nach Waſſer auf das Nachtbivouak zu beſchränken. Aber auf den nackten Felſenhöhen von Balaguer, wo wir am Abend raſteten, bezahlte ich den erſten herzhaften Zug mit 1 Peſeta(10 Sgr.), wahrend ich ſah, wie unſer Oberſt einem Schützen von der deutſchen
die erſte Zierde aller feierlichen Zuſammenkünfte aus, und vorzüg⸗ lich war ihnen durch eine uralte Sitte die Chrenbezeigung des Willkommentrinkens aufgetragen. Unter den alteſten Deutſchen wurde es für keine Verletzung gehalten, die man dem Geſchlecht und der Würde von Köntginnen ſchuldig war, wenn man ſich in ihren Gemächern und Palaſten betrank! Doch geſchah dieſes Be⸗ trinken der Regel nach nicht eher, bis die Tafel aufgehoben war und die Damen ſich entfernt hatten. Man wird dieſe Be⸗ merkungen nicht ungern durch folgende Stellen aus dem Gregor von Tours und dem Paul Warnefried beſtätigt leſen.
Der König der Longobarden Autharis ließ bei dem Herzoge von Baiern um deſſen Tochter Theudelinde anwerben. Da der Herzog eine günſtige Antwort ertheilte, ſo machte ſich der junge König mit einigen wenigen Reiſigen auf den Weg, um die Prin⸗ zeſſin ſelbſt in Augenſchein zu nehmen,. Damit er dieſes uner⸗ kannt thun könnte, ſo begab er ſich in das Gefolge eines vorneh⸗ men Longobarden, welcher den Auftrag hatte, den Herzog von Baiern zu bitten, daß er ihm und ſeinen Begleitern ihre künftige Beherrſcherin zeigen möchte, um ihrem König eine treue Schilde⸗ rung von ſeiner Braut machen zu können. Auf das Geſuch des longobardiſchen Geſandten mußte die ſchöne Theudelinde vor den Fremdlingen erſcheinen. Nachdem Autharis die Prinzeſſin lange mit Vergnügen betrachtet hatte, ſo ſagte er zum Herzoge: „Da wir Eure Tochter ſo finden, daß wir mit Recht wünſchen können, ſie zu unſerer Königin zu haben, ſo bitten wir, wenn es Euch gefällig iſt, daß wir aus ihrer Hand einen Ehrentrunk er⸗ halten, wie wir in der Folge noch oft von ihr empfangen werden.“ Theudelinde trank zuerſt demjenigen zu, welcher der Vornehmſte zu ſein ſchien. Als ſie zu Autharis kam und von dieſem den Will⸗
kommbecher zurückerhielt, erſtaunte ſie nicht wenig, daß der junge Mann ihre Hand mit dem Finger berührte und daß er ſogar ihre Wangen ſtreichelte.
Als die longobardiſche Geſandtſchaft an der italieniſchen Grenze von den vorneymen Baiern, welche ſie bis dahin begleitet hatien, Abſchied nahm, ſo erhob ſich der König auf ſeinem Pferde und trieb ſeine Streitaxt, ſo ſtark er konnte, in einen Baum am Wege mit den Worten:„Solche Hiebe pflegt Autharis zu thun.“
Theudelinde hatte als deutſche Fürſtin vermöge ihrer weibli⸗ chen Hoheit das Glück, als Königin die Liebe der Longobarden ſo ſehr zu gewinnen, daß man ſie nach dem Tode ihres Gemahls, der nur ſechs Jahre regierte, erſuchte, über die Longobarden ſort⸗ zuherrſchen und ſich unter den Edelen der Nation einen auszu⸗ wählen, der die königliche Würde mit ihr theile. Ihre Wahl fiel auf den Herzog Agilulf, der ein naher Anverwandter des verſtorbenen Königs und ein eben ſo tapferer als ſchöner und biederer Mann war. Agilulf wurde ſchleunig nach Hofe gerufen, und die Königin eilte ihrem Bräutigam bis nach Laumellum entgegen. Nach dem Eintritt des Herzogs in das Zimmer der Königin ließ ſich letztere einen mit Wein gefüllten Poral bringen, aus dem ſie zuerſt trank und ihn dann dem Herzoge gab, der noch nicht wußte, welch ein Glück ſeiner wartete. Agilulf empfing den Pokal knieend und küßte ehrerbietig die Hand der ſchönen Köni⸗ gin. Sie lächelte und ſagte zum Herzoge, daß derjenige ihr nicht die Hand küſſen müßte, welcher die Erlaubniß habe, ihr den Mund zu küſſen. So richtete ſie den Herzog zum Kuſſe auf und machte ihm ſeine Vermählung und ſeine Erhebung zur königlichen Würde kund.
Schon zu den Zeiten des Tacitus war es unter unſern Vor⸗


