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plötzlich einen dr 9 hinun⸗ daß ich Dch in eben erhal⸗ t Gaiges zu in Gewehr be⸗ In werde, um dte zu ſein.“ doch ein rechter Re ver ihm. eb wohl!“— eus aber war, zu leſen, wa Sie hatte ſic ſgezogen, denn gehen, war ſie r zlemlich lang luszuge mitge. ie ſchöne Seele, dich bewahrte enen Brieſchen Miädchen auf. mit den Fran⸗ en in dem Au⸗ Fhalb ich wever tien verwochte, gebuch meiues l. reiben hervor⸗ m können, und Gater, dem ſie in deſſen Bruſt en niedergelegt, t haben würde, — ruen Schauſpi l vemerkt Man ein
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Vorübergehenden Alles überlönt, es Vergnügen in rrican geben darf, ars in der Loge, n letzteri Plahe bekommen könne⸗ als: Mulatten, red people 8 Dabei zelgt er . dem erwähnten iter binun⸗
Nr. 13.)—DPritte Folge. 1e6
ſuchte dies zu vermeiden, nicht aus Mangel an Liebe und Ueberzeugung, einen theilnehmenden Vertrauten zu be⸗ Theilnahme, wie ſie ſehr wohl erkannte, ſondern nur weil ſitzen.
er ſich nicht ſtark genug glaubte ihren Schmerz durch Troſt Der ſehr lange Brief trug im Ganzen den Charakter zu mildern. Ihre Mutter mochte wohl, wie ich ſchon hoher religiöſer Geſinnung. Zuweilen ſchien ſie, von der früher erkannt zu haben glaubte, zu wenig Gemüth beſitzen, V Heftigkeit und Fülle ihrer Gefühle übermanut, keinen ge— als daß ſie ſich das ungetheilte Vertrauen ihrer Tochter nügenden Ausdruck finden zu können, die Gedanken über⸗ hätte erwerben können. ſtürzten ſich gleichſam, waren kurz abgebrochen, und zu⸗
Vor Poſchek endlich ſcheute ſie ſich auch, obgleich ſie weilen ſprach ſie ſich mit einer kindlichen Naivetät aus.
ihn faſt wie einen Vater liebte, aber er hatte ſich durch So regellos das Ganze war, ſo verſchiedenartig der
ber equipiren ſich hier für den Abend(denn viel länger hält das
ſeinen Beruf das Weſen eines Mentors angeeignet, ſo Ausdruck ihrer Empfindungen und Gedanken wechſelte, daß er faſt nur in moraliſchen Sentenzen und trockenen eben ſo wechſelnd und haſtig waren auch die Gefühle, die pedantiſchen Ermahnungen und Gemeinplätzen zu ihr ſprach. mich beim Leſen deſſelben ergriffen. Ich bedurfte lauge
Unter den Mädchen ihres Alters faud ſie ebenfalls keine, Zeit, nachdem ich damit zu Ende war, um einigermaßen ruhig über das Geleſene nachdenken zu können.
die ſie mit ihrem Schmerz belaſten mochte. Gewiß aber
war es die Rohheit faſt aller Andern gegenüber dem höhe⸗ Welch' ein herrliches Geſchöpf war hier vom Schickſal ren Sinn und der größeren Geiſtesbildung Janka's, welche vernichtet, welch' ein ſchönes Herz ſo hart geprüft worden! die Vertrauenserweckungen verhinderte, und ſie verkehrte Verehren und bewundern mußte ich dies himmliſche Ge⸗ denn ſeit Jahren nur mit dem Schöpfer und ſeinen erha⸗ müth, ja die innigſte Liebe fühlte ich für ſie, aber es war benen, wunderbaren Werken. die reine, makelloſe Liebe eines Bruders für ſeine un⸗
So hatte ſie ſich bald ganz von der Welt abgezogen glückliche Schweſter.
und lebte nur ihrem Schmerz, dem ſie gewiß bald erlegen Als ich nach dem Abendeſſen, bei welchem Janka zu⸗ wäre, wenn nicht ihr frommes Gemüth, ihr feſtes Ver⸗ gegen war und mich oft und ohne Scheu mit verklärtem trauen in eine waltende Vorſehung und die zuverſichtliche Auge anblickte, hinaufging, um zu Bette zu gehen, fand Hoffnung, bald wieder über den Sternen mit ihrem Mi⸗ ich dort ein Jagdgewehr nebſt Taſche und Munition und chael vereint zu ſein, ſie geſtärkt und aufrecht erhalten auf dem Tiſche einen Zettel von Janka. Sie ſchrieb, daß hätte. Nach und nach hatte ſie ſich auf dieſe Weiſe in ihr ſie gehört, wie ich gegen meinen Cameraden geäußert, es trauriges Geſchick gefunden, ſich in ihr Leid hineingelebt, fehle mir an einem Gewehr, weßhalb ſie es mir von ihrem daß faſt alle äußere Zeichen der Trauer an ihr verſchwan⸗ Vater beſorgt habe, damit ich morgen ohne Verzögerung davon Gebrauch machen könne. Mit dem Gedanken an
den und ſie ihren Umgebungen in einer ſteten, ſtillen Hei⸗ ſie eutſchlief ich erſt ſpät und erwachte nach einem ruhigen
terkeit erſchien. Ja, ſie dachte bald nicht mehr an den Mangel eines Vertrauten, bis ſie meiner herzlichſten Theil⸗ und erquickenden Schlaf, erſt als die Sonne zum Fenſter hereinſchien.
nahme an ihrem harten Schickſal bewußt wurde, und ſo
erklärt ſich auch der heftige Ausbruch ihrer lang verſchloſ⸗ Beim Hinabgehen traf ich im Hausflur Janka, die ſich ſeuen Gefühle, mit dem ſie mein Anerbieten aufnahm. Sie dort zu ſchaffen gemacht zu haben ſchien, um mich nicht zu ſchloß mit dem glühendſten Dank und der Verſicherung, verfehlen. Sie kam freudigen Blicks auf mich zu, bot mir daß ſie ſich unausſprechlich glücklich fühle, in der feſten die Hand zum Morgengruß und beantwortete meine herz⸗
ſind mit Darſtellungen aus der griechiſchen Mythologie überladen, die Schenke mit den gehörigen flüſſigen Stoffen verſehen, wäh⸗ rend die äthiopiſchen Minneſänger aus ihrem erhabenen Käfig den gräulichſten Lärm erſchallen laſſen. Ein Faro⸗, ein Monte- und ein Roulette⸗Tiſch, an die man ſich mühſam hinandrängt, ſind mit Haufen Dollars, Unzen und Goldſachen bedeckt; lederne Beutel Goldſtaub zeigen, daß eben erſt ein Goldgräber geplündert worden. Aber der Läarm iſt zu groß, das Gedränge für Jedermann, die Taſchendiebe ausgenommen, unbehaglich; wir gehen daher weiter.
An den Ecken gegenüber ſtehen düſter und verlaſſen, denn die Geſchäftszeit iſt läͤngſt vorüber, die Comptoire der Banquiers James King of William und B. Davidſon, Agent für Rothſchild. Letzteres iſt von beſonders unfreundlichem Anſehen, weil es nach dem Modell babyloniſcher oder ägyptiſcher Katakomben gebaut zu ſein ſcheint. Zwiſchen dieſen liegt die Commercial⸗Street, am Abend die belebteſte Straße der Stadt. Vergebens winkt uns die ſchön geweſene Mrs. Whitney, der European Saloon mit der ſanf⸗ ten Wirthin, der Italian Saloon, den eine Italienerin mit ſieben Töchtern hält, und das Café des Artiſtes, in dem zwei deutſche Frauen die Honneurs machen. Wir gehen zur„Polka,“ dem ein⸗ zigen renommirten Spielhauſe in der Straße; es wird von einem Franzoſen gehalten. Drei Franzöſinnen ſtehen wechſelweiſe der Schenke vor, daher auch die Gäſte und Spieler meiſt dieſer Nation angehören; Faro, Reno, Monte, Roulette, Lotto, Trente et un ꝛc., jedes Spiel hat ſeine Bankhalter und Spieler. Man hört vom nächſten Tiſche: Jeu est fait! Game is made, Gentlemen! All down, no more! Dix, vingt, vingt-huit, trente-deux! Red loses! Gentlemen, make your game! Faites votre jeu, Messieurs! Am Farotiſche werden Marken von ein Dollar, fünf Dollars und zehn
werden. Der Auctionator iſt ein deutſcher Jude, deren es in allen Städten des Landes eine Menge gibt und die faſt alle kein Deutſch mehr ſprechen. Er hält eine gewöhnliche, vergoldete ſchweizer Cylinderuhr in die Höhe und ſchreit, daß er feuerroth im Geſichte wird, mit ſchlechtem Accent, aber ungeheurer Geläu⸗ figkeit:„twelve, twelve, twelve Dollars for this new english patent lever watch, diamond holes, twelve, twelve!“ ſo daß es wirklich bewunderungswürdig iſt, wie noch ein Käufer ein Gebot bemekkbar, geſchweige denn hörbar machen kann. Jedem Neu⸗ ggeierigen, an deſſen Kleidung oder Bart er zu bemerken glaubt, daß er ein Ankömmling aus den Minen iſt, hält er von dem hohen Tiſch herab die Uhr unter die Naſe, rühmt das ſchöne Werk, be⸗ theuert daß ſie funfzig Pfund in Liverpool gekoſtet habe, daß für zwölf Pfund Gold daran ſei ꝛc., bis Jemand dreizehn Pfund bie⸗ tet, dem er ſie auch ſogleich zuſchlägt, um mit einer ſchweren Kette(natürlich auch von echtem Gold) das gleiche Spiel von vorne anzufangen. Im anſtoßenden Local werden ebenfalls von deutſchen Juden Hüte, Jacken, Hoſen ꝛc. verſteigert. Die gerade voon den Minen angekommenen, meiſt ſehr abgeriſſenen Goldgrä⸗
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Gekaufte gewöhnlich nicht), ziehen ſich im Hintergrunde des Locals an, wobei ein geſchäftiger Judenjunge ihnen hülfreiche Hand lei⸗ ſtet, und werfen ihr altes Zeug, Stiefeln, Hüte ꝛc. auf die Straße, die permanent damit gepflaſtert zu ſein ſcheint. Das kleine Spiel⸗ haus an der Ecke der Montgomery⸗Street reizt unſere Neugier. Die Melodie:„Oh Susannah! don't you cry for me“(O Su⸗ ſanne, jammere nicht um mich) ſchallt uns mit der unvermeidlichen Begleitung der Auctionatorſchelle und dem Ruf des Candiskrä⸗ mers entgegen. Das Local iſt klein und gedrängt, die Wände


