Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
187
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Nr. 12.)

ſeiner Heimath und zwar foſt ausſchließlich im Zuſammen⸗ ſein mit ſeiner Braut zu verleben. Dies geſchah denn auch, und auf dieſe Art waren abermals beinahe 2 Jahre den Liebenden in ſtillem harmloſen Glück verſtrichen, als Michael ebenfalls wieder hierherkam, um das heilige Pfingſtfeſt mit Janka vereint recht froh und ſelig zu feiern. Der erſte Gang, den ſie beide zuſammen bald nach ſeiner Ankunft machten, war nach der Ruine. Es war am Vor⸗

abend des Feſtes kurz vor Sonnenuntergang. Beide waren

leidenſchaftliche Blumenliebhaber. Michael, ein eifriger Botaniker, mußte Janka darin unterrichten, und ſo kam es, daß Beide eifrig nach ſeltenen Gewächſen forſchten, was bei ihr ſich jedoch beſonders auf Blumen beſchränkte. Zu⸗ fällig blickte Janka aufwärts, ihr Auge haftete auf einer der Mauerlücken an der Zinne des alten Thurms, denn ſie gewahrte dort eine in unſerer Gegend ſehr ſeltene Blume, die zufällig dort, wahrſcheinlich als Samenkorn durch einen Vogel hinaufgetragen, zwiſchen einer Mauerritze hervorge⸗ ſproßt war und in lebhafter Farbenpracht blühte.Ach! Michael, rief ſie überraſcht und unüberlegt ausſieh doch die herrliche Blume. Wenn ich ſie doch hätte! Mi⸗ chael, ein ſehr geübter Kletterer, war in früheren Zeiten ſchon öfter, ohne alle weitere Veranlaſſung auf den Thurm geſtiegen, was auch keine großen Schwierigkeiten hatte, deun von unten aus iſt das Treppengemäuer noch größten⸗ theils und ohne bedeutende Unterbrechung ſtehen geblieben, und von da aufwärts iſt an der Südſeite ein Theil der Thurmmauer in ſchräger Richtung herabgeſtürzt, ſo daß man auf dem noch ſtehenden Theil faſt wie auf einer Treppe hinaufgelangen kann.

Ich hole ſie Dir, rief er raſch und machte ſogleich Anſtalt dazu. Da erſchrak das ſonſt ſo beherzte Mädchen von einer unerklärlichen Angſt befallen, ſie zagte, bat und beſchwor ihn, es nicht zu thun; doch umſonſt, er neckte ſie lachend wegen ihrer Furcht und kletterte trotz ihrer Bitten raſch empor. Schon ſtand er frei und kühn auf der Zinne,

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ſchon hatte er die Blume in der Hand und ſchwenkte ſie lachend und jubelnd gegen die angſtbeklommene Janka, da

wichen ein paar Mauerſteine, auf denen er ſtand, und mit dieſen zugleich ſtürzte er blutend und leblos zu des Mäd

chens Füßen. Janka ſtieß einen gellenden Schrei des Entſetzens und Schreckens aus, welchen die hier im Gar⸗ ten arbeitenden Leute hörten, und ſie ſahen, wie Janka ſich in der Verzweiflung über den blutenden Leichnam ſtürzte. In dieſer Stellung fanden ſie die Leute bewußtlos und brachten ſie, ſowie den Körper des uuglücklichen Michael hierher ins Haus. Hier ward Janka durch geiſtige Mittet bald wieder zu ſich gebracht. Angſtvoll und wilden Blicks ſchaute ſie ſich um und verſuchte zu ſprechen, aber ach! leider mußten wir uns bald überzeugen, daß ſie durch den Schreck der Sprache beraubt war. Den Schmerz und Jammer der armen Eltern vermag ich nicht zu beſchreiben. Vor⸗ ſichtig hatte ich, da ich zufällig in der Nähe und ſogleich herbeigerufen worden war, den Körper Michael's in ein anderes Gemach bringen laſſen und ſogleich einen reiten- den Boden nach dem Doctor im nahen Städtchen geſchickt. Ehe derſelbe noch kam, war Janka aufs Neue in Bewußt⸗ loſigkeit verfallen, und der Arzt erklärte, ſie habe ein hitziges Fieber, welches ſich auch bald zu einer unglaublichen Hef⸗ tigkeit ſteigerte. Doch die Kraft der Jugend ſiegte endlich, und ſie genas, war aber äußerſt angegriffen und erholte ſich nur ſehr langſam, was nach der Erklärung des Arztes ſein Gutes hatte, denn der Geiſt war, gleichen Schritt mit dem Körper haltend, ſo geſchwächt, daß das wiedergekehrte Bewußtſein der ſchrecklichen Begebenheit nicht die zerſtö⸗ rende Wirkung auf denſelben machen konnte, als es ſonſt wohl der Fall geweſen ſein dürfte. Nach und nach ward ihr Alles klar, ihr Schmerz war tief, aber nicht heftig und nachdem ſie ſich ſelbſt überzeugt hatte, daß ſie die Sprache verloren, ſchrieb ſie die Erzäylung des unglücklichen Vor⸗ falls nieder und klagte ſich als die Mörderin Michael's an. Alle unſere Vorſtellungen konnten ſie davon nicht abbrin⸗

lars für jeden Arbeiter war. An dieſem Creek arbeiteten gegen 200 Goldſucher. Das Gold fand ſich in kleinen Stücken im Werthe von 68 Schilling. Die Arbeiter amalgamirten das Gold nicht mit Queckſilber, was ihnen viel Zeit und Ausgaben erſparte und die großen Gewinne möglich machte. Eine andere Eigenthümlichkeit der Goldfelder in Cariboo iſt, daß das Gold in der Nähe der Oberfläche nur wenig Zoll, einen oder zwei Fuß und ſehr ſelten mehr als ſechs Fuß unter derſelben gefun⸗ den wird.

In dem jungfräulichen Boden der Länder, die Gold in ihrem Schooße enthalten, zeigt ſich ſtets Gold in der Nähe der Ober⸗ fläche, doch nirgends ſo allgemein wie in Cariboo.

Die am Snow⸗ſhoe⸗Creek im Juni eröffneten Goldgräbereien gewährten dem Mann täglich durchſchnittlich einen Gewinn von 12 bis 25 Dollars.

Wer keinenClaim(Gerechtſamkeit irgend eine Stelle mit Ausſchluß aller andern Perſonen bearbeiten zu dürfen) erlangen kann, verdingt ſich als Arbeiter und erhielt bei freier Koſt am Antler's Creek täglich 8 Dollars, am Keithley's Creek täglich 7 Dollars Lohn. Im Juli ſtieg derſelbe auf 10 Dollars.

Ein Claim für eine Perſon iſt ein 100 Fuß langes Stück Grund zwiſchen den Ufern zweier Creeks und bildet eine Art von Parallelogramm; vereinigen ſich aber je 5 Perſonen zu einer Ge⸗ ſellſchaft, ſo ſind ſie zu einem Claim von 500 Fuß Länge berech⸗ tigt. Der Preis eines Claims iſt ſehr verſchieden. Ein ſolcher wurde für 1000 Dollars erkauft und von dem Befitzer mit einem Gewinne von 5000 Dollars wieder einem Anderen überlaſſen.

Da über die Strenge des Winters in Cariboo ſehr ungünſtige Nachrichten verbreitet waren, ſo beſchloſſen einige Canadier da⸗

ſelbſt zu überwintern, und nach ihrem Berichte iſt der Winter in Cariboo weit milder als in Canada. Das Land iſt wegen ſeiner hohen Lage ein unwirthliches, denn die Ebenen liegen 3000 Fuß, die Berge 5000 Fuß über der Meeresflache. Das Frühjahr iſt feucht, im Sommer fällt oft Regen, und im October beginnt es zu ſchneien. Sobald der Winter völlig eingetreten iſt, ſo iſt das Wetter fortwährend kalt, klar und trocken. Die Zeit des Gold⸗ ſuchens iſt jetzt vom Mai bis zum October.

Am thätigſten wurden die Arbeiten des Goldſuchens im Juli, Auguſt und September betrieben. Sechs Meilen vom Antler wurden in einem Tage aus einer nur 2 Fuß tiefen Höhle 31 Unzen Gold gewonnen. Manche Claims lleferten täglich eine Ausbeute von 1000 Dollars, andere von 20 bis 25 Unzen Gold. Am Antler Creek lieferte der Rocker in einem Vormittag 50 Unzen Gold. Zwei Männer gewannen vom Frühjahr bis zum Herbſte mit ihren Rocker 18000 Dollars.

Am Keithley's Creek verdiente die Geſellſchaft täglich 50 100 Dollar per Mann und an der Hügelſeite in den trocknen Goldgruben gar 120 Dollars.

Am Lowhee Creek gewannen vier Goldgräber in den erſten zwei Tagen für 5200 Dollars und am dritten Tage 72 Unzen Gold.

Am Vanwinkle Creek gewährte der beſte Claim täglich 100 bis 200 Dollars per Perſon. Füc den Goldreichthum des Landes ſpricht die Verſicherung eines Goldgräbers, daß zehn Jahr Zeit erforderlich wären, um ſeinen Claim ganz auszubeuten.

Von den 5000 Goldgräbern, die ſich im Jahr 1861 in Britiſch Columbia beſchäftigten und die ganz natürlich nicht gleich glücklich waren, ſollen im Ganzen für 6,791,409 Dollars Gold