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her erſtreckten und in hildwachen und mit ggegangen war. The Räubers odel bbankverwal⸗ ſbabenden
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hat 3 idm Za fehlte ihm. Da ſeh⸗ ine Anſichten
Vaters und die Launen meiner
Nr. 12.] Dritte nommene Arreſte Da Sie aber vergeſſen haben, hier ein Haſſendes Locagefaäzu ahszumitteln, ſo gebe ich Ihnen, ich weiß, daß Sie ein kleines Stübchen für ſich allein haben, 24 Stunden Stubezztzereſt und hoffe, daß die Zeit für Sie hinreichend ſein wird, ſich zu überlegen, worin Sie gefehlt. Das Eſſen,“ ſetzte er noch lächelnd hinzu,„kann Ihnen ja die Tochter Ihres Wirths in's Gefängniß brin⸗ gen. Jetzt gehen Sie.“
In meinem Gemach ſaß ich, mit mir ſelbſt und der Welt unzufrieden, und grübelte, keiner zuſammen⸗ hängenden Folge von Ideen mächtig, über dies und jenes. In meinem Kopfe ſah es aus wie in einer Trö⸗ delkammer, kein Gedanke paßte zu dem andern; voll Miß⸗ muth war ich ſchon mehr als zwanzig Mal vem Tiſch aufgeſprungen, um zum Fenſter zu gehen, hatte dieſes eben ſo oft aufgeriſſen, und bloß um es wieder zuzumachen. Der Leſer wird gewiß ſchon in dem Rittmeiſter von L. den echten Soldaten und deu trefſlichen Menſchen, als deſſen hervorſtechendſte Schwäche wahrſcheinlich nur ſeine über— triebene Nachſicht gegen mich ertannt haben. Kann ich zu meiner eigenen Beſchämung dies Letztere auch nicht gerade⸗ hin beſtreiten, ſo bin ich doch der Meinung, daß es uicht der richtige Weg war, den er bei mir einſchlug, denn hei
meiner, ich geſtehe es, etwas ſchroffen Gemüthsart ver⸗
letzte mich ſeine übergroße Milde weit öfter, als daß ſie mich biegſamer machte; jedenfalls war er alſo kein großer Pſycholog, ſonſt aber der liebenswürdigſte wohlthuendſte Meuſch und ein vollkommener echter Ritter. Sein per⸗ ſönlicher Muth mit heiterem Sinn verbunden, ſeine ſchöne ritterliche Geſtalt, dies blitzende und doch milde Auge, dies edle, einnehntende, blühende Geſicht machten ihn uns Allen zum zweiten Ritter ohne Furcht und Tadel. Leider fiel er kurz nachher an unſerer Spitze in der Schlacht, doch ſeiner ganz würdig im perſönlichem Gefecht Mann gegen Mann, nicht durch ein fernhintreffendes feiges Blei. Ihn zu retten vermochten wir nicht mehr, nur ihn rächen konn⸗
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ten wir und ihn betrauern. Der Schmerz um ihn war alligemein, und gewiß iſt ſein Andenken Allen, die ihn genau kanuten, theuer und werth. Ich verlor vielleicht am meiſten an ihm, doch war es mir ein Troſt, daß ich mich am Mor⸗ gen ſeines Heldentodes noch mit ihm wieder einmal, nach einem längere Zeit dauernden Zerwürfniß, verſtändigt und ausgeſohnt hatte.— Dech zurück in meinen Arreſt! Eben war mein Unmuth aufs Höchſte geſtiegen, als es an⸗ klopfte und auf mein Herein! Meiſter Poſchek, den ich hatte rufen laſſen und längſt ungeduldig erwartete, hereintrat. Er entſchuldigte ſich wegen ſeines ſpäten Erſcheinens mit den Verzögerungen beim Abnehmen und Vertheilen der Fou⸗ rage, welche durch die Ungeübtheit meines Stellvertreters bei dieſem Geſchäft herbeigeführt worden waren. Dieſer Stell⸗ vertreter war, wie ich erfuhr, Adolph, und er wurde mir jetzt nur noch verhaßter, denn nicht nur, daß er mein Neben⸗ buhler bei Janka war, hatte er ſich mir durch die Anklage beim Rittmeiſter von einer ſehr ſchlechten Seite gezeigt, und jetzt war er auch ſchuld, daß die Mittheilung von dem Schickſal Janka's, um die ich ſchou zwei Mal gekommen war, zum dritten Male verzögert wurde. Ich drang aber nun um ſo eifriger in den Schulmeiſter, jetzt, wo wir un⸗ geſtört waren, ſogleich damit zu beginnen.
Willfährig hob dieſer auch ſogleich au:„Schon als ganz kleines Kind“— raſche ſpornllingende Schritte auf dem Flur machten ihn ſtutzen, die Thür ward raſch aufgeriſſen, und herein trat— mein Rittmeiſter. Erſtaunt ſprang ich auf.
„Ihr Narrkopf,“ hob er halb ärgerlich, halb freundlich an,„hat da wieder eine ſchöne Wirthſchaft angerichtet.„Da Sie für den Augenblick außer Gefecht geſetzt ſind, habe ich Ihre Function der Fourage⸗Vertheilung einſtweilen einem Andern übertragen, der aber hat eine ſo heilloſe Confuſion angerichtet, daß mehrere Jäger ſich bei mir beklagten und ich veranlaßt ward, mich ſelbſt davon zu überzeugen, wo
ſich denn zum Ueberfluß fand, daß, obwohl Viele behaupte⸗
ihr Geiſt nicht geſchliffen. Aber im Hauſe iſt ſie ſtreng und ſcharf im Schaffen und Zuſehen und draußen rückſichtslos, grad und offen bis zur Grobheit. Und rechtſchaffen iſt ſie auch, wie ſolch ein Charakter ſein muß; dabei hülfreich und mitfühlend, wo es noth thut.„
Ich bin ſolcher Eltern richtig Kind. Gutes und Schlech— tes in meiner Natur habe ich aber zumeiſt von meiner Mutter, wie faſt alle Poeten. Nun kam ich⸗ aber erſt auf die Welt, als meine Eltern ſchon acht Jahre verheirathet waren und kaum mehr auf eine Nachkommenſchaft hoffen durften. Leider bin ich auch der einzige Sproß geblieben. Lieb und Güte hab' ich für ein Dutzend gepfluͤckt, ohne daß ich die Strafe und Prügel für einen Einzigen erhielt. Und das war ſchlimm. Da ich die Weichheit meines Mutter mitbekommen hatte, ſo Anlagen für das ſpätere Leben ſchlecht Vater mich gehen. Er erzog keine
Meine Mutter aber hätſchelte in mir mehr ihre eigenen Fehler als ihre Tugenden. Da ich über⸗ dies ein ſchwächlicher Knabe war, ſo ließ man mir in Allem den freieſten Willen. So bildete ſich in mir ein Ueberſchuß von bun⸗ ten Launen, bizarren Einfällen, plötzlichen Sprüngen aus dem Hundertſten ins Tauſendſte, denen der freieſte Spielraum geboten war. Dazu kam noch ein abgeſchloſſenes Jugendleben in einem Hauſe, das von der Außenwelt beſtimmt abgegrenzt war, und un⸗ ter Menſchen, die mit der geordneten Geſellſchaft im entſchieden⸗ ſten, ja in feindlichem Gegenſatz ſtanden. Geſindel und Nichts⸗ nutze waren die erſten Leute, die ich ſah. Die fröhliche Kinder⸗ Pint ſchaute ich nur von fern; in meinen Jugendjahren kamen eine Spielgenoſſen in das Haus, und ich durfte nicht hinaus,
war die Miſchung dieſer gerathen. Zudem ließ mein Männlichkeit in mich hinein.
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weil meine Mutter, die keine Dienſtboten hielt, mich ſelbſt behü⸗ tete. Was ſoll aber aus einem Menſchen werden, deſſen erſter Gedanke beinahe iſt, einen alten Mörder in freier Luft ſpazieren geführt zu haben!
Als ich in die Schule ging und einen offenen Kopf zeigte, bildete ſich in meinen Eltern der Gedanke aus, mich für das Stu⸗ dium zu erziehen, zumal da ſie in einer langen kinderloſen Che ein kleines Vermögen erſpart hatten, mit dem ſie die Koſten be⸗ ſtreiten konnten. Meine Mutter beſonders legte es als ihren Lieb⸗ lingswunſch an den Tag, daß ihr einziger Sohn dereinſt von der Kanzel herab die Herzen ſeiner Mitburger rühren möge. So ſollte es denn gleich hoch hinaus mit mir. Man ſetzte mir nicht allein hochfahrende Ideen in den Kopf, man ſtrebte auch danach, mich in Geſellſchaft von Kindern höher ſtehender und vornehmer Familien zu bringen. Die Folge war, daß ich oft von oben herab behandelt wurde. Meine künftige Laufbahn, meine Abkunft, mein Aufenthaltsort wurden verhöhnt und verſpottet, was ich ganz gut
verſtand. So ſetzte ſich Haß, Zorn, Mißtrauen früh in meiner Seele feſt. Fühlte ich mich daheim nicht frei, offen, unbefangen, ſo war dies draußen noch weniger der Fall. Da es mir nun auch nicht an Geiſt fehlte, ſo fand meine ironiſche Anlage ſchon in früher Zeit Gelegenheit, ſich auszubilden. Ich erwiderte den Spott mit beißenderem Spott und hatte Manches darüber zu leiden. Wer erinnert ſich nicht der großen Kriegszüge aus der damaligen Zeit? Die Kinder des Städtchens, wie Kinder denn Affen ſind, ſpielten die große Komödie im Kleinen nach und zogen mit hölzer⸗ nen Degen, papiernen Tſchako's und Epauletten im Spiel durch die Straßen. Ich verhöhnte dieſe Lappalien, die meiner früh⸗ reifen Natur zuwider waren, und mußte alsdann nicht ſelten die


