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Nr. 10.]
ſedes Jahr ſo viele Schiffe verſchlingen, dem Gott ihrer Schrecken einen beſſern Platz anweifen als auf dieſem mit Schnee bedeckten Gipfel, der ſo oft durch die Stöße ſeines innern Feuers erſchüttert wird, den man auf dem Meere in einer Entfernung von funfzig Stunden erblickt und der wie ein Rieſe, die Stirn in die Wolken erhoben, der Blitze und des Donners in dem Rathe der Winde und Stürme den Vorſitz einzunehmen ſcheint? Die Dichtkunſt, die Malereien auf Porcellau und Reispapier, die verſilber⸗ ten lackirten Gegenſtände bieten unaufhörlich das Bild Fuſi⸗Yama's dar; er iſt der große Regulator der Kalen⸗ der; man zieht ihn zu Rathe, ehe man eine Reiſe unter⸗ nimmt, und nie hat ein Orakel ſeinen Ruf beſſer verdient. Die Prieſter der Gebirge, die Dammabos, wie man ſie nennt, die geachtetſte der religiöſen Körperſchaften in Ja⸗ pan, ſind die Tempeldiener; der Gott des Fuſi⸗Yama iſt der größte Gott des Landes. Wir bezahlten im Weiterfahren unſern Tribut der Bewunderung dem japaneſiſchen Olymp, welcher geruhte, ſich uns unter der Geſtalt einer Pyramide von Diamanten, Rubinen und Smaragden zu zeigen, und durch eine Menge von Fiſcherbarken ſegelnd, von denen kein Fiſcher ſich dazu verſtand, uns als Lootſe zu dienen, indem jeder auf unſre Bitte durch die in allen menſchlichen Pantomimen ſo bekannte Geſte:— Man würde mir den Hals abſchneiden!— antwortete, warfen wir am 19. Dec. auf der Rhede von Kanagawa Anker, welche von der Rhede von Yeddo nur durch eine Landzunge getreunt wird, die ſich in der Ferne in eine Sandbank verlängert. Die Bucht von Kanagawa wird, wie ganz bekannte Buchten, von einem Bogen von Hügeln ge⸗ bildet, die ihre Baſis auf ein umgebogenes Ufer ſtützen, wo des Abends die Fiſcher ihre Barken auf den Sand lau⸗ ſen laſſen; rückwärts erheben ſich Hügel, die ſchnell bis zu den hohen Berggipfeln im Innern in die Höhe ſteigen; auf der nördlichen Spitze trägt ein Außenwerk oder ein vorgeſchobenes Contrefort Batterien, welche zu erbauen die
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Dritte Solge.
Japaneſen ſich beeilten, um ihre durch den Waſſermangel und die ſie durchziehenden Sandbäuke ſchon hinreichend vertheidigte Rhede gegen eine Landung zu beſchützen. Die
Stadt dehnt ſich auf einem langen, ſchmalen Landſtrich aus, der ſich auf in der Mitte hat und der Meeresküſte folgt. ſchlecht und nur mit gauz ſtänden verſorgt.
der inneren Seite der Abhänge gebildet Die Kaufläden ſind gewöhnlichen Verbrauchsgegen⸗ Alles iſt dort traurig und ſchweigend;
es herrſcht dort ein finſtres Mißtrauen; der Kaufmann ladet die vorübergehenden Europäer nicht ein, und ſeine
Frau lächelt ihn nicht an; wenn derſelbe in den Laden tritt, ſo wirft ſie ganz verſteckt unruhige Blicke um ſich her, um ſich zu vergewiſſern, ob nicht etwa irgend ein Po⸗ lizeiagent ihre geringſten Bewegungen überwacht. Wir konnten in den Straßen keinen Schritt thun, ohne von Yacuninen escortirt zu werden. Dieſe Yacuninen ſind eine Art von Gensd'armen, bewaffnet mit zwei Säbelu, einem großen und kleinen, die ſie an der linken Seite über einander in ihrem Gürtel tragen; ſie ſpionirten unſre Geſten aus und unter dem Vorwand, uns eine Ehre zu bezeigen, legten ſie den Einwohnern eine Rückhaltung voller Beſorgniſſe in Rückſicht auf uns auf.
Der franzöſiſche Geſchäftsträger bewohnt einen Mya (Tempel) des Sinto, den die Regierung zu ſeiner Verfü⸗ gung geſtellt hat; wenu man durch die erſte Thür einge⸗ treten iſt, gelangt man in eine Allee von hohen Cypreſſen,
an deren rechter Seite ein alter Begräbnißplatz iſt, deſſen
jetzt ſehr vexunſtaltete Gräber ſich an dem ſteilen Abhange
ſo viele andre des Hügels ſtufenweiſe erheben; das Gaſtbett des Geſchäftsträgers.
der Altar des Gottes iſt Dort erweiſt ein Poſten der Nacuninen ihm die Ehre, ihn fortwährend im Auge zu halten und mit der größten Genauigkeit Alles zu notiren, was im Hauſe vorgeht. Die Straßen heleben ſich uur ein wenig, wenn eine Karawane von Pferden und Ochſen mit Saumſätteln vorüberzieht, deren Seiten mit ſehr großen Colli belaſtet ſind. Es ſind das Sendungen
Erörterung kommt. Nur das Politiſche bleibt ausgeſchloſſen, wie überhaupt der eigentlichen Debatte weniger Spielraum ge⸗ geben, vielmehr eine möglichſt vollſtändige Ueberſicht der that⸗ ſächlichen Erſcheinungen erſtrebt wird; und zwar theils in ſelbſt⸗ ſtändigen Aufſätzen, theils in auszugsweiſen Mittheilungen aus allen öffentlichen Organen Rußlands, ferner in Biographien, die eine fortlaufende Gallerie bedeutender ruſſiſcher Zeitgenoſſen bilden, in Charakteriſtiken der Städte und Anſtalten des Landes, ſtatiſtiſchen, ethnologiſchen, hiſtoriſchen Notizen, zuſammen⸗ faſſenden Berichten u. ſ. w. Von Zeit zu Zeit werden neben ausführlichen Kritiken auch Proben der poetiſchen Literatur bei⸗ gegeben.
Der Standpunkt der Ruſſiſchen Revue iſt aller Lobrednerei und Liebedienerei durchaus entgegen, doch ebenſo jeder leiden⸗ ſchaftlichen Polemik fern. Es iſt der Standpunkt eines Frei⸗ muthes, der ſelbſt in den kühlſten Referaten ſich nicht verleugnen,
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das Schlechte nie gut heißen, aber alles einſeitige Raiſonnement
verwerfend, ſtets auf die Thatſachen hinweiſen und zu deren Prü⸗ fung anregen wird. Aufklärung und poſitive Kenntniß genügt, das Urtheil zu bilden, das falſche zu berichtigen, die Leidenſchaft unſchädlich zu machen und das Vorurtheil zu beſchämen. nen und poſitive Kenntniß wird daher die Loſung der Ruſſiſchen Repue ſei.
Dem Unternehmen kommt die Unterſtützung der ruſſiſchen Schriftſteller, der gelehrten Corporationen, der Univerſitäten Rußlands entgegen; es iſt demſelben bei vollſtändiger Unabhän:
gigkeit des Herausgebers weſentliche Förderung von Seiten der Regierung zugeſichert. Auch deutſche Schriftſteller und Gelehrte von wohlbegründetem Ruf werden an dieſer Zeitſchrift regelmäßig
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1 dem Amüſement für J Auffklä⸗
heitern Dichtung von Zeit zu Zeit
mitwirken. Im Hinweis auf ſolche Kräfte und nach den in Vor⸗ ſtehendem angedeuteten Geſichtspunkten wird es keiner weiteren Empfehlung bedürfen, ihr die theilnehmende Aufmerkſamkeit des Publicums zuzuwenden.“
So weit die Worte des Herausgebers, die zugleich als ein inſtructives Raiſonnement über die Stellung der Cultur zum modernen Rußland dienen mögen. Ich glaube, daß die Intelli⸗ genz des deutſchen Publicums alle Urſache hat, ſich der Theil⸗ nahme an einem Beſtreben zuzuwenden, welches im Sinne ſeines
beſſern echt kosmopolitiſchen Geiſtes unternommen iſt und eine
auch ſtofflich feſſelnde, anregende Ausführung verbürgt. Otto Banck.
Der Froſchmäusler. Für Volk und Jugend neu be⸗ arbeitet von Friedrich Seidel, mit Illuſtrationen von Wie— demann. Langenſalza, Schulbuchhandlung.
Marx Hupfinsloch von Mauſeloch, nämlich Georg Rollen⸗ hagen, hat bekanntlich das humoriſtiſche Gedicht von der Ge⸗ ſchichte des Froſch⸗ und Mäuſekrieges den Deutſchen zu dauern⸗
für Jung und Alt gegeben, und es iſt gewiß für die zimperliche Kernloſigkeit unſerer Literatur, die das naive Element längſt eingebüßt hat, ſehr paſſend, wenn von dieſer anſprechende Bearbeitungen unternommen werden.
Dieſe hier iſt eine ſolche. Der Verfaſſer hat manche ver⸗ altete Einzelheiten mit Geſchmack beſeitigt, Beziehungen wegge⸗ laſſen und Epiſoden gekürzt, deren Verſtändniß durch anders gewordene Staats⸗ und Lebensverhältniſſe verloren gehen mußte. Sehr allerliebſt und in den Text paſſend ſind auch die artigen


