Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
151
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Dritte Schulmeiſter zutraulich die Hand gereicht, auf eine kurze Frage deſſelben freundlich mit dem Kopfe genickt, und war dann wieder hinausgegangen.

Dieſe Frage hatte ich allerdings nicht verſtanden, da ſie böhmiſch war, aber der liebevolle Blick des Dorfge⸗ lehrten dabei däuchte mir ein unausſtehlicher Commentar derſelben. Ein Wort hatte ich aber doch verſtanden, näm⸗ lichJanka; dies war, wie ich ſchon mehrere Male gehört hatte, der Name Johauna in böhmiſcher Sprache, alſo ge wiß der ihrige.

Bald, nachdem Janka hinausgegangen, trat mein quasi Adjutant Adolph herein, um mir anzuzeigen, daß Alles zuſammen, und daß unſer Weg noch weit ſei! Das hatte ich ſo ziemlich vergeſſen und eilte nun um ſo ſchneller, Alles zum Aufbruch fertig machen zu laſſen. Eben ſollten

ſämmtliche Pferde bepackt werden, als abermals ein Lärm

erſcholl, und wieder war es ein Trupp Koſaken, zwar klei⸗ nier als der erſte, aber in derſelben Abſicht kommend. So ungelegen mir dieſe zweite Störung war, ſo war ich es doch meinem Anſehen ſchuldig, ſie ebenfalls abzufertigen. Güte aber half diesmal nicht, ſie blieben hartuäckig bei ihrem Verlangen, und ich ließ nun, ohne zu bedenken, wie leicht für mich daraus Unannehmlichkeiten eutſtehen könnten, meine Leute in Schlachtordnung aufmarſchiren und rückte ihnen mit gezogenem Säbel zu Leibe. Als ſie rneine Entſchloſſenheit ſahen, machten ſie Kehrt und waren in wenig Augenblicken verſtoben

Triumphirend, als hätte ich eine Schlacht gewonnen, zog ich wieder in den Bauerhof ein und ließ ſofort auf packen, nicht wenig gehindert durch die Dankesbezeigungen der Dörfler.

In einer meiner Satteltaſchen bemerkte ich ein Packet, und der Schulmeiſter, dem ich deßhalb mein Befremden äußerte, ſagte mir, er habe dem Wirth erzählt, daß wir oft Mangel an Lebensmitteln im Lager hätten, worauf jener ſogleich den Haſen, von dem nur wenig verzehrt worden

Folge. 151 war, habe einpacken und in meine Satteltaſche ſtecken laſſen.

Dies ſchien mir nun durchaus nichts Beleidigendes, weßhalb ich den Haſen auch ruhig ſtecken ließ und ins Haus ging, um Abſchied von meinen ſo freundlichen, gaſt⸗ freien Wirthen zu nehmen. Viel Worte wurden dabei nicht gemacht, herzliche Händedrücke mußten gute Worte erſetzeu.

Dem Schulmeiſter hatte der Wirth jedoch aufgetragen, mir zu ſagen, daß es ihn ſehr freuen würde, mich wieder in ſeinem Hauſe zu ſehen; da aber hierzu wenig Ausſicht vorhauden, habe er die Abſicht, mich recht bald im Lager aufzuſuchen und eine Portion Soldatenfedern, d. h. Lager⸗ ſtroh, woran es uns ſehr fehlte, mitzubringen. Der Schul⸗ meiſter mußte mir verſprechen mitzukommen; warum je doch Beide ihre Zuſage nicht erfüllten, wird der Leſer bald erfahren. Als ich aus dem Hauſe trat, ſah ich, daß Janka ſchuell und wie erſchrocken von meinein Pferde weg⸗ ſprang.

Sie näherte ſich mir verlegen und erröthend, und reichte mir mit niedergeſchlagenem Blick die Hand zum Abſchied, die ich ihr herzlich drückte und, nicht daran den⸗ kend, daß ſie nicht deutſch verſtehe, ein paar herzliche Worte an ſie richtete.

Doch faſt als hätte ſie mich verſtanden, blickte ſie mich mit ihren ſchönen und ausdrucksvollen Augen klar und zutraulich an, lächelte wehmüthig und nickte mit dem Kopfe. Gewiß hatte ſie ſich nur gedacht, was ich etwa geſagt haben möchte, freundliche Abſchiedsworte ſind ja im Allgemeinen nicht ſo verſchieden von einander; ich legte auch wohl eigenliebig mehr Gewicht auf die Mimik des Mädchens.

Dem ſei nun aber wie ihm wolle, mir ward ganz wunderlich ums Herz, und es ward mir ordentlich ſauer, mich von den Leuten loszureißen, von denen mir nichts als Liebes und Gutes geworden war, doch die Pflicht mahnte

Geſchmack als für das Gewerbe des Jägers. Das kaum von dem Tode errettete Schaf belohnte ſeinen Eifer. Das Tigerfell überließ ich willig dem Freunde, der mir das Leben gerettet hat und deſſen Beſcheidenheit mir die Verpflichtung auferlegt hat, ſeinen Namen zu verſchweigen. C.

Aus der Gegenwart.

Wiſſenſchaftlicher Triumph. Wir haben vor einiger Zeit bei Gelegenheit der Bapth'ſchen

und Vogel'ſchen Entdeckungsreiſen in Afrika die Thebrie ausge⸗

ſprochen, daß durch Eiſenbahnen und arteſiſche Brunnen dereinſt die Wüſten, wenigſtens einige Strecken derſelben zu Stätten der

Fruchtbarkeit und Ableitern der Uebervölkerung werden könnten..

Zur Unterſtützung dieſer Anſicht ſei als Beiſpiel der Erfolg des neuen arteſiſchen Brunnens von Paris hier angeführt.

Nach beinahe ſiebenjähriger mühevoller und koſtſpieliger Arbeit iſt es nämlich vor Kurzem in der Vorſtadt Paſſy zu Paris gelungen, einen neuen arteſiſchen Brunnen zu erbohren, der eine kaum geahnte Quantität des ſchönſten Waſſers empor⸗ fördert, und ſomit als ein über alles Erwarten gelungenes Unternehmen betrachtet werden muß.

Man hatte anfangs den Plan, mehrere neue Brunnen zu

bohren zu 8. 12 Zoll Durchmeſſer, ganz wie der von Grenelle warz da erbot ſich aber der Ingenieur Kind, der Stadt einen

zritiſchen Brunnen von noch nie dageweſenen Dimenſionen zu graben.

Das Bohrloch ſollte im tiefſten Punkt noch einen!

Durchmeſſer von circa 2 Fuß haben und in 24 Stunden 430,000 Kubikfuß Waſſer(= 11 ½ Mill. preuß. Quart) zu einer Höhe von 80 Fuß über den höchſten Punkt im Bois de Boulogne liefern. Die Koſten ſollten 350,000 Frs. nicht überſteigen und ein bis zwei Jahre zur Ausführung genügen. Herr Kind war ſo ſicher des Gelingens ſeines Unternehmens, daß er in dem Contract die Bedingung aufnehmen ließ, daß, im Fall die gefor⸗ derte Summe nicht ganz verausgabt würde, die Stadt und er ſelbſt ſich in das Erſparte theilen ſollten. 1

Ehe man eine Entſcheidung traf, legte man ſich die Fragen vor: 1) ob man einen neuen Brunnen bohren könne, ohne dem von Grenelle zu ſchaden; 2) ob die Entfernung zwiſchen Grenelle und Paſſy eine genügende wäre, und endlich 3) ob die Ver⸗ größerung des Durchmeſſers auch das hervorſtrömende Waſſer⸗ quantum in entſprechender Weiſe vergrößern würde.

Je mehr die betreffende Commiſſion über die beiden erſten Punkte einig war, um ſo getheilter waren die Meinungen über den letzten Punkt. Die meiſten Ingenieure hielten dafür, daß das von Kind verſprochene Waſſerquantum viel zu hoch gegriffen ſei, und glaubten, daß der größere Durchmeſſer nur die Koſten vergrößere, im Grunde ſei es aber gleich, ob das Bohrloch ein oder drei Fuß im Durchmeſſer habe: man werde nie mehr oder

weniger Waſſer erzielen als zu Grenelle. Der Magiſtrat und die ſtädtiſchen Behörden jedoch gaben bei dieſen Meinungsver⸗ ſchiedenheiten der Gelehrten ihr Urtheil dahin ab, daß nur eine Erfahrung in dieſem Punkt entſcheiden könne, daß es aber gerade Paris zukomme, eine ſolche Erfahrung zu machen, und ſollte es auch nur zum Frommen der Viſſenſchaft ſein; denn wenn die Stadt Paris vor einem ſo koſtbaren Experimente zurückſchrecke,