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hinaus, ſie flog über den Corridor, in einer Secunde war ſie vor der Thür ihres Mannes; ſie war geſchloſſen, nicht verriegelt; haſtig ſtieß ſie ſie auf; Devereux lag auf dem Boden, in ſeinem Blute gebadet; ſie ſauk leblos an ſei⸗ ner Seite nieder.
Die Dienerſchaft, welche ebenfalls den Knall der Piſtole gehört hatte, lief eilends herbei. Devereux bedurfte ihrer Hülfe nicht; er ruhte in Frieden; ſein Ohr vernahm V nicht mehr die Worte des Haſſes; ſein Herz war unem⸗ pfindlich gegen die Stimme der Liebe. Er lag ruhig, in dem kalten Arm des Todes.
Jeder Verſuch, Mary's Gefühle zu beſchreiben, wäre V fruchtlos. Sie brachten in ihr keinen lauten Ausbruch der Leidenſchaft, keinen heftigen Aufall von Schmerz hervor— aber ſie ſchlug ihre Augen nie mehr auf, ſie lächelte nie wieder.
Dr. Temple und ſeine Gattin kamen ſchleunig zu ihr; ſie achtete nicht auf ihre Troſtesſtimme; ſie brachten ſie zum Lorbeerhügel zurück, aber dieſe liebliche Blume erhob V ihr Haupt nie wieder. Und wenige Sommer waren über ihre verſchmachtende, verwelkende Schönheit hinweggezogen, als Dr. Temple berufen wurde, die letzte Feierlichkeit ab⸗ zuhalten, welche ſie der Muttererde übergab.
Gedichte von C. Cron.
Ermuthigung.
Aufwärts zu des Lebens Höhen Richte Jeder froh den Blick! Welche Wege wir auch gehen: In uns ſelbſt ruht unſer Glück!
Nicht das Gut, das wir genoſſen, Gibt Befriedigung uns ſchon;
Selbſt im Streben eingeſchloſſen Liegt des Strebens beſter Lohn!
An der eignen Kraft verzagen, Wahrlich, ziemt dem Manne nicht!
Strebend handeln, glaubend wagen— Durch die Nacht dringt er zum Licht!
Freundlich ſteht die Welt ihm offen, Reich am Schönen überall!
Seinem Wünſchen, ſeinem Hoffen Bietet ſie die reiche Wahl!
Es duften tauſend Blüthen Zum Himmelszelt empor—
Und doch kommt Dir die Erde So ſtarr und traurig vor?
Es wandeln Deines Gleichen Um Dich bergauf, bergab,— D
Und doch biſt Du verlaſſen, Als lägſt Du ſtill im Grab?—
Die Herzen ſind wie Blüthen— Zuweilen leer und taub!
Doch gleichen ſie dem Deinen: Sie werden alle Staub!—
Zürnſt Du der Blume, die in heitrer Stille, So wie den Guten, auch den Böſen blüht,— Die Jedem lächelt, der ſie eben ſieht?— Erſchuf ſie dazu nicht des Ew'gen Wille?—
blieb. Nicht nur auf der Titelvignette dieſer Ausgabe, auch in ihrem Inhalt ſtreben die Genien der tragiſchen und komiſchen Muſe nach den Kränzen aus der Hand der Wahrheit. Zu allen Zeiten ſucht' ich die Menſchen in ihren geheimen Neigungen und Gewohnheiten, ihren Selbſtbekenntniſſen und verborgenen Ge⸗ müthsregungen auf: immer fand ich, daß das, was man über ein Lebensverhältniß oder eine That nur für ſich allein empfunden und geurtheilt zu haben glaubte, gerade die Empfindung und das Urtheil Aller war. Auf Gerechtigkeit zielt' ich; in ihrem Dienſt lernt' ich zuerſt die Feder führen, und auf der Bühne ergreift und entſcheidet nur, was gerecht iſt. Ein Sachwalter zu ſein dem Gu⸗ ten gegen das Böſe, ja im charakteriſirenden Theil der Dichtung auch dem Böſen gegen das Gute, das allein iſt die fortreißende
Gewalt, welche die Herzen der Hörer zwingt. Alles Uebrige thut Liebe, die Liebe, welche ſchon vor dem Urtheilsſpruch der Richter im Blick des Dichters als des Vertheidigers und ſelbſt des Anklä⸗ gers leuchten muß. Werft Ihr mir vor, daß ich Schwächen der Seele zu nächſichtig behandelt hätte? Ich bin mir bewußt, daß, wenn ein Zuviel der Nachſicht um den Beifall eines Theils der Hörer bringen kann, doch ein Zuwenig die Theilnahme Aller ver⸗ ſcherzt haben würde. In den Stoffen und ibrer Behandlung habe ich öfter fehlgegriffen, als im Beſtreben, meinen vorgeführten Gebilden den Eingang zum Gemüth zuſichern.“ Dieſer Proſpect Gutzkow's iſt in einem liebenswürdigen, unbefangenen Tone ge⸗ halten. Es ſind die Worte eines Mannes, dem ſeine früheren Werke, wie Kinder der Zeit, gleich dieſer Zeitſtrömung ſelbſt ob⸗ jectiv geworden ſind. Solche Wechſelwirkungen und Erzeugun⸗ gen des Zeitgeiſtes und der literariſchen Productionskraft haben wir denn auch weſentlich in den Gutzkow'ſchen Dramen vor uns,
That iſt und an e G ſpiel moderner Claſſicität charakteriſirt.
Gebilde, die zum Theil jedes für ſich eine Frage in der neuen deutſchen Theatergeſchichte zu beantworten und mit fruchtbarer Skepſis neues Material zu neuen Fragen zu gewinnen trachten.
Dieſes philoſophiſche Element, das dramatiſch iſt, indem es nicht wie bei vielen Andern monologiſch thatlos, ſondern im Dia⸗ log freier Gedankenaction ſeine Entwickelung findet, ſichert neben dem Intereſſe der Erfindung und ihrer draſtiſchen Ausführung den Gutzkow'ſchen Stücken die Theilnahme der Leſerwelt. So iſt es denn billig, daß derſelben die beträchtliche Reihenfolge dieſer Dramen in bequemerer Geſtalt als bisher aufs Neue zugänglich gemacht werde, und es möchten beſonders einige der ſeltener aus⸗ geführten Stücke ſein, welche in der ſtillen Lectüre zu tieferen An⸗ regungen den Geiſt des Genießenden herausfordern. Es gilt dies recht ausdrücklich unter den früheren bei Zugatſcheff“ und„Nero“; bei den ſpäteren habe ich immer gefunden, daß„Philipp und Pe⸗ rez“ einen hiſtoriſch⸗dramatiſchen Redegang hat, der am meiſten an energiſcher Tiefe der Gedanken ſich als ein Bei⸗ Intelligente Geiſter müſſen darin die Aufforderungskraft geſchichtlicher Zuſtände und durch die Zeitverhältniſſe incarnirter Perſönlichkeiten bewundern. Es findet ſich hier in compacter knapper Form dieſelbe Divination ſchildernder Erörterung, die ſpäter bei Gutzkow's großen Roma⸗ nen ſo vielſeitig ans Licht getreten iſt.—
Möge die Dramenſammlung, welche mit intereſſanten An⸗ merkungen verſehen iſt, noch einen weiten Kreis neuer Leſer zu den alten hinzugewinnen. Otto Banck.
Vier Freunde. Roman in drei Bänden von Ludwig Roſen. Breslau, Verlag von Trewendt. 1862.
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