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Nr. 7.] Dritte Morgens, als es wie ein Schatten auf ihrem Buche lag, die traurige Entdeckung, daß ihre ohnehin ſchwachen Augen, wohl in Folge des anhaltenden Leſeus, nahe daran waren, gäuzlich zu erblinden. Sie hielt ſich daher vom April
1787 ab einige Monate in Gotha bei einer Verwandten,
Frau von Uechtritz, auf, um ſich hier ärztlich behandeln zu laſſen. Weil ſie aber in Gotha für ihr Augenleiden nicht die gewünſchte Hülfe fand, ſo ging ſie gegen den Sommer 1787 nach Weimar, wo es dem berühmten Hufeland ge⸗ lang, ihr die noch übrig gebliebene Sehkraft zu erhalten. Weimar wurde nun für's Erſte ihr bleibender Aufenthalt, und hier trat ſie in jene bekaunten Kreiſe ein, in welchen ſich die damaligen Koryphäen deutſcher Bildung bewegten. Sie bezog eine Wohnung, in welcher auch Wieland's Toch⸗ ter, Frau Reinhold, wohute, und bald knüpfte ſich ein in— niger Verkehr mit Wieland au, der ſie auf kleine Ausflüge mitnahm und ihr ſogar ſeine Projecte zu neuen philoſophi⸗ ſchen Romanen mittheilte, denen ſie eine rege Theilnahme widmete. Einen vorzüglichen Eindruck machte die Frau von Stein auf ſie. Dieſe ſchenkte Charlotten ein herzliches Vertrauen und zeigte ihr ſogar Briefe von Goethe. Auch mit Herder, an dem ſie mit aufrichtiger Verehrung hing, trat ſie bald in innigen Verkehr. Seine Prerigten, die ſie häufig mit anhörte, waren ihr,„gleich dem Pſalter, mäch⸗ tig glühendes Feuer der Andacht,“ zund im perſönlichen Umgange mit ihm, in deſſen Hauſe ſie ſehr oft war, ge⸗ währte ihr der Blick in ſeine reiche und tiefe Seele die er⸗ habenſte Anſchauung und Freude.
Im Juli 1787 kam Schiller in Weimar an. Sein erſter Gang war zu Charlotten. Das erſte Wiederſehen der Liebenden hatte nach Schiller's Aeußerung an Körner viel Gepreßtes und Betäubendes; aber es war ihnen, als hätten ſie ſich erſt geſtern verlaſſen, ſo ſchuell knüpfte ſich jeder zerriſſene Faden ihres Umganges wieder an. Dieſem Umgange epferte Schiller faſt jedes geſellige Vergnügen; alle ſeine freie Zeit brachte er größtentheils in Charlottens
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merkſamkeiten.
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Geſellſchaft zu, theils auf ihrem Zimmer, theils auf kleinen Spaziergängen. Charlotte ſorgte mit weiblicher zarter Geſchäftigkeit für ſeine häusliche Einrichtung, ſie V war ihm eine vortreffliche Führerin bei ſeinem Eintritt in die weimariſchen Cirkel und erleichterte ihm die Erwer⸗ bung der höfiſchen Formen. Vor Allem hatte er ihr zu danken, daß Herder gleich anfangs für ihn gewonnen wurde. Charlotte wurde zwar ſelbſt, weil ſie leidend und kränklich war, zuweilen von trüben Stimmungen befallen, aber durch die Theilnahme an des Dichters edeln Be⸗ ſtrebungen gewann ſie wieder eine Seelenheiterkeit, die oft bis zum Muthwillen ging und auch Schiller anſteckte.
Vor der Geſellſchaft machten ſie aus ihrem Verhält⸗ niſſe weiter kein Geheimniß, und in Weimar wurde auch ſchon ziemlich über ſie geſprochen. In den gebildetern Kreiſen behandelte man dieſen hohen Freundſchaftsbund mit ſehr viel Achtung und lud ſie gemeiniglich beide zuſam⸗ men ein— wo Charlotte war, durfte auch Schiller nicht fehlen;— ſelbſt die Herzoginnen bewieſen ſolche feine Auf— Auch der Gatte Charlottens wußte um das Verhältniß, war aber klug und ſtark genug, dem Ge⸗ rede der Menge kein Ohr zu leihen und gegen Schiller eine unveränderte Freundſchaft zu bewahren.—
Doch der Höhepunkt dieſes eigenthümlichen Seelen⸗ bundes, der ſchon durch die äußern Verhältniſſe keine Be— ſtändigkeit in ſeinem Schooße trug, war erreicht, und nach⸗ gerade machte ſich ein allmähliches Sinken bemerkbar. Wir werden ſogar weiter hin ſehen, wie derſelbe durch einge⸗ tretene Verſtimmungen getrübt und gelockert werden konnte. Worin haben wir dieſe Veränderung zu ſuchen? Wohl in dem Gange ſeiner innern Bildung. Schiller war bereits in einer Uebergangsperiode begriffen. Das Streben der Sturm⸗ und Drangperiode begann ſchon einer ruhigen, maßvollen Beſonnenheit zu weichen, woran wohl neben den Zeitelnflüſſen und den Anſichten der gereiftern Jahre das Studium der Antike, dem er ſich jetzt mit voller Seele hin—
dfaach⸗ die pädagogiſche Abſicht nicht ſo trocken erſcheinen zu aſſen.
Doch ſind leider die deutſchen Mädchen⸗Erziehungsinſtitute von einer erreichbaren Vollkommenheit ſehr entfernt und laſſen oft nur an Verſchrobenheit wenig zu wünſchen übrig. Die Bildung des Herzens und des geſunden Verſtandes wird gegen kokette Aeußerlichkeit nur zu ſehr in den Hintergrund gedrängt. Deshalb iſt der Begriff„Inſtitutmutter“, welcher der Verfaſſerin ſo rüh⸗ rend hoch ſtebt, nicht auf jeden Menſchen von derſelben Wirkung; im Gegentheil hat man Urſache, ſich darunter oft eine unmöglich gewordene Gouvernante zu denken, welche eine Conceſſion errun⸗ gen hat, in Kindererziehung zu ſpeculiren. Solche„Inſtitut⸗ mütter“ tragen nicht eben zur Veredelung der deutſchen Frauen⸗ welt bei, wohl aber befördern ſie jene hohle, moderne Bildung, welche fähig zur äußerlichen Converſation, aber unfähig zu aller Werktüchtigkeit des Lebens macht.
Sehr am Platze würde es ſein, wenn einmal eine gebildete Dame aus dem Inſtitut heraus die Mängel und Haltloſigkeiten dieſer Anſtalten aufdeckte. Es wäre nöthig, zu zeigen, was ge⸗ leiſtet werden ſollte, wie wenig aber dagegen geleiſtet iſt. Hier wäre ein Thema ſo wichtig als vielſeitig. Dieſes Thema könnte zugleich durch eine Dame an Details gewinnen, die kein Mann zu geben vermag. O. B.
Erläuterungen zu den deutſchen Claſſikern: zu Klopſtock's Werken, von Heinrich Düntzer. Wenigen⸗Jena, Hochhauſen's Verlag. Bereits bis zum dreißigſten Bändchen iſt dieſes nützliche Werk fortgeſchritten. Natürlich erregt beim größern Publicum nicht
jeder unſerer deutſchen Claſſiker daſſelbe oder überhaupt ein allge⸗ meines Intereſſe; doch iſt auf dieſen oft gemachten Einwurf zu
bedenken, daß derartige Unternehmungen überhaupt nur für ganz
gebildete fachkundige Kreiſe geſchrieben werden, denen eine ſtoff⸗ liche Unterhaltung nicht im Vordergrunde ſteht.
Ihnen muß ganz beſonders der jetzt erläuterte Klopſtock von Intereſſe ſein, auch Diejenigen mitgerechnet, welche zwar den Meſ⸗ ſias dieſes Dichters ſehr ſchön gefunden, aber ihn doch niemals ausgeleſen haben; ein Schickſal, welches dieſem Werke ſehr häufig zu Theil wurde.
Der Verfaſſer vermeidet es bei dieſen ausführlichen Erörte⸗ rungen, immer den abstracten Ton geltend zu machen. Vielmehr beſtrebt er ſich, durch biographiſche Notizen vor allem eine leben⸗ dige Perſönlichkeit hinzuſtellen. So wird man denn das Weſen Klopſtock's viel friſcher und lebensluſtiger finden, als ſo Mancher ſelbſt von denen, die den Meſſias ganz geleſen haben, glauben mag.
Bei Gelegenheit der verſchiedenen Oden, um die es ſich hier handelt, zieht der Verfaſſer den Briefwechſel des Dichters und ſei⸗ ner Freunde herbei und entrollt ſo in einzelnen Zügen ein friſches Gemälde. Die Analyſen der einzelnen Arbeiten gehn mit vieler
Sorgfalt und Schärfe auf die Zeitverhältniſſe und den Charakter
der damaligen Literatur ein. Sechs Bändchen ſind es, dem ſprachbildenden Odendichter beſchäftigen.
die ſich bisher mit Klopſtock als Man muß an womit
Düntzer den Fleiß und die Begeiſterung bewundern, er ſich in die Fundgruben unſerer literariſchen Vergangenhen O. B.
verſenkt hat.
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