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Landau, wo das Regiment deſſelben in Garniſon ſtand. In Mannheim, wo jetzt auch Schiller lebte, hielten ſie ſich mehrere Tage auf. Schiller's Schwager Reinwald in Mei⸗ ningen und Frau von Wolzogen hatten ihnen Einiges an ihn mitgegeben. Als er es empfangen hatte, kam er ſelbſt. Da ſtand die hohe Geſtalt des Dichters in feierlich ſinnen⸗ der Haltung, mit den Geiſt und Willenskraft verkündenden Zügen und den ſchwärmeriſch ſanften Augen wie ein gott⸗ begeiſterter Seher der jungen, gefühlvollen und reizbaren Frau wieder gegenüber. Wie gewaltig und tief ſeine Er⸗ ſcheinung ihre ganze Seele erregte, dafür ſpricht die Be— geiſterung, die im Andenken au jene Stunde, als ſie als achtzigjährige Greiſin die Erinnerungen ihrer vielbewegten Vergangenheit ſammelte, noch in ihrer Bruſt entflammte. „In der Blüthe des Lebens,“ ſchreibt ſie,„bezeichnete er des Weſens reiche Mannigfalt, ſein Auge glänzend von der Jugend Muth, feierlicher Haltung, gleichſam ſinnend, von unverhofftem Erkennen bewegt. Bedeutſam war ihm ſo Manches, was ich ihm ſagen konnte, und die Beachtung bezeigte, wie gern er Geſinnungen mitempfand. Einige Stunden hatte er geweilt, da nahm er den Hut und ſprach: „Ich muß eilends in das Schauſpielhaus’“ Später habe ich erfahren, Cabale und Liebe wurde dieſen Abend ge⸗ geben, und er habe den Schauſpieler erſucht, ja nicht den Namen Kalb auszuſprechen.— Bald kehrte er wieder— freudig trat er ein, Willkommenheit ſprach aus ſeinem Blick. Durch Scheu nicht begrenzt, traulich, da gegenſei⸗ tig mit dem Gefühl des Verſtandenſeins das Wort ge⸗ ſprochen werden konnte, löſte der Gedanke den folgenden Gevanken, ohne Wahl oder Nachſinnen. Wohl die Rede eines Sehers. Im Laufe des Geſprächs raſche Heftig— teit, wechſelnd mit faſt ſanfter Weiblichkeit, und es weilte der Blick von hoher Sehnſucht beſeelt.— Vollendet iſt, was uns verſchwunden; allein jene heitere Gelaſſenheit des Gemüths— möchte ſie immer möglich ſein!“ Schiller aber ſchreibt über dieſes Begegnen an Frau
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Dritte Folge.
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von Welzogen ziemlich kurz und unſeres Bedünkens etwas kühl. Vielleicht ſtand er noch unter der Macht des friſchen Eindruckes der liebenswürdigen Schauſpielerin Sophie Albrecht. Er ſchreibt:„Vor einem Monat waren Herr
und Frau von Kalb hier und machten mir durch ihre Ge⸗ V ſellſchaft einige ſehr angenehme Tage. Die Frau beſon⸗ V
ders zeigte ſehr viel Geiſt und gehört nicht zu den gewöhn⸗ lichen Frauenzimmerſeelen. Sie ließen mich wenig von ihrer Seite, und ich hatte das Vergnügen, ihnen einiges Merkwürdige in Mannheim zu zeigen.“
Weil es in Frankreich nicht Sitte war, daß die Frau eines Officiers mit ihm in der Garniſon wohne, auch ihr Gemahl damit ungging, in pfälziſche Dienſte zu treten, ſo blieb Charlotte nur zwei Monate in Landau und kehrte Ende Mai 1784 nach Mannheim zurück, um hier ihren bleibenden Aufenthalt zu nehmen. Ihr Gemahl kam öfters von Landau herüber und beſuchte ſie. Nicht lange nach ihrer Ankunft in Mannheim wurde ſie von einem Knaben entbunden, den ſie nach Schiller Friedrich nannte. Der Verkehr zwiſchen ihr und Schiller wurde immer ver— trauter und inniger, und die Gefühle der hohen Seelen für einander ſteigerten ſich bald zu einer hohen Leidenſchaft⸗ lichkeit. Mit ſicherm Blick erkaunte Charlotte in der V glühenden Flamme des jugendlichen Dichters bereits das lautere Feuer eines hochſtrebenden Geiſtes, unter deſſen Einfluſſe ſich die Blüthen ihrer Seele erſchloſſen, und immer mehr fühlte ſie ſeinen Werth und ſeine dichteriſche röße, womit er, bei aller Erregtheit ſeines Weſens, eine ſeltene Zartheit der Empfindung, eine herzgewinnende Milde und Anmuth verband. Er hatte ſo ganz Sinn und Gemüth für ſie und blieb während der Abweſenheit des Gemahls der treue Freund der Einſamen und Verlaſſenen. Aber auch Schiller fühlte ſich durch Charlottens Begeiſte⸗ rung für ſeine Ideale der reinen Menſchlichkeit, für eine Erneuung und Befreiung der Menſchheit aus den alten Feſſeln der Convention immer mehr zu der ſeltenen weib⸗
eſſe ſein, etwas Näheres über ihn und ſeine Herkunft zu ver⸗ nehmen.
Offenbach iſt ein geborner zu Köln im Jahre 1816 geboren, iſraelitiſchen Gemeinde war. Seinen ſeiner Vaterſtadt Offenbach hergenommen. und großer Familie mußte er zu Nebenverdienſten ſeine Zuflucht nehmen. Er gab Privatunterricht in der Guitarre, im Geſang, und ſeine lobenswerthe Thätigkeit, bei welcher freilich der Zweck das meiſte Lob verdiente, erſtreckte ſich bis auf muſikaliſche Com— poſitionen und Poeſien. Inzwiſchen ſuchte er ſeinen Kindern eine muſterhafte Erziehung zu geben, und namentlich ſeine bei⸗ den älteſten Söhne in die Myſterien der Tonkunſt frühe ſchon einzuweihen.
Wir erinnern uns aus jener Zeit, daß der jüngere die luſtige Perſon, den Poſſenmacher der Familie darſtellte. Die komiſche Ader, die ihn durchſtrömt, fing alſo damals ſchon an, ſich zu zeigen und hervorzubrechen.
Als die Knaben etwa 15 bis 17 Jahre alt geworden waren, brachte ſie der Vater zum Behufe weiterer Ausbildung nach Pa⸗ ris, wobei er durch nachdrückliche Empfehlungen des Banquier⸗ hauſes Oppenbeim an Pariſer Häuſer, insbeſondere an das ver⸗ wandte Haus Fould, ſehr gefördert wurde. Ueberhaupt hat ſich V die Familie Oppenheim in Köln durch ſolche und ähnliche Em⸗
Rheinländer, und zwar wurde er wo ſein Vater Cantor der Namen hatte derſelbe von
pfehlungen und Unterſtützungen um Kunſt und Wiſſenſchaft
bereits viele Verdienſte erworben.
Nach vielem Verſuchen und Herumtaſten, nach mannigfal⸗
ligen Anſtrengungen und Mühſeligkeiten— im Anfange ihres V Pariſer Aufenthaltes ſpielten ſie in Gaſthöfen und Reſtaurationen
Bei kleinem Gehalt
— begann es endlich dem jüngern, der inzwiſchen die Bouffes
Parisiennes übernommen hatte, zu glücken; ſeine Compoſitionen,
ſeine Opern, ſeine Tänze u. ſ. w. gefielen, iſt durchgedrungen.
Bei dieſer Gelegenheit dürfte vielleicht noch die Mittheilung geſtattet ſein, daß auch der Componiſt der Jüdin, Halevi, der Sohn eines deutſchen Vorgängers iſt. Halevi's Vater war nän⸗ lich aus Fürth, daher er auch Iſrael Fürth genannt wurde. Er war lange Vorſänger in Mainz geweſen, von wo er zur Zeit der V
Franzoſenherrſchaft als Cantor nach Paris berufen wurde. Nun nannte er ſich Iſrael Levi. Sein Sohn aber ſetzte noch den hebräiſchen Artikel davor, und nennt ſich daher Halevi.—
Zur Culturgeſchichte. Ein ganz neuer böhmiſcher Componiſt.
„Narodni Listy,“ das Organ der Czechomanen in Prag, hatte vor kurzem die Behauptung aufgeſtellt, daß Karl Maria v. Weber, der geborne Eutiner, ein czechiſcher Componiſt ſei. Nachdem ein deutſches Journal dieſem Ausſpruche einen beſchei⸗ denen Zweifel entgegengeſtellt hatte,
mit einem Worte, er
trat Narodni Listy den Beweis ſeiner Behauptung an. Karl Maria v. Weber ſei zuerſt in der Welt herumgezogen, habe Malerei, Steindruckerei und muſikaliſche Compoſition im Kleinen betrieben, und mußte erſt nach Prag kommen, dort„czechiſche Compoſitionen in melodiſcher Ausführung, in Harmoniſation und Inſtrumentation in ſich einſaugen“(sic!), um nach ſeinen früheren vergeblichen Bemü⸗
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